Zentrierspitze

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Mitlaufende Zentrierspitze (oben) feststehende Zentrierspitze mit Hartmetalleinsatz (unten), jeweils mit Morsekegelaufnahme

Zentrierspitzen werden hauptsächlich bei Drehmaschinen zur Unterstützung von langen, schlanken Werkstücken genutzt, um die Durchbiegung durch die Schneidkräfte zu mindern oder auch die Gefahr des umherschlagen durch Unwucht zu vermeiden.

Die Zentrierspitze wird durch einen Morsekegel drehstarr im Reitstock befestigt. Zu Beginn der Bearbeitung wird das Werkstücks kurz in das Spannfutter gespannt und mit einem Zentrierbohrer eine Senkung zentrisch zur Rotationsachse eingebracht. Anschließend wird nach umspannen des Werkstücks die Zentrierspitze eingelassen.

Mitlaufende Zentrierspitzen sind durch eine Wälzlagerung entkoppelt und erlauben hohe Drehzahlen. Feststehende Zentrierspitzen sind im Lauf präziser, verursachen jedoch Reibung. Zur Vermeidung des Fressens durch partielle Verschweißungen der Oberflächen werden Trenn- und Kühlschmiermittel verwendet. Verschleißhemmende Hartmetalleinsätze sind gebräuchlich.