Zerbrechlicher Blasenfarn

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Zerbrechlicher Blasenfarn
Cystopteris fragilis 1.jpg

Zerbrechlicher Blasenfarn (Cystopteris fragilis)

Systematik
Farne
Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
Ordnung: Tüpfelfarnartige (Polypodiales)
Familie: Wimperfarngewächse (Woodsiaceae)
Gattung: Blasenfarne (Cystopteris)
Art: Zerbrechlicher Blasenfarn
Wissenschaftlicher Name
Cystopteris fragilis
(L.) Bernh.

Der Zerbrechliche Blasenfarn (Cystopteris fragilis) ist ein in Mitteleuropa häufiger Vertreter der Wimperfarngewächse (Woodsiaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Zerbrechliche Blasenfarn ist ein ausdauernder, sommergrüner Hemikryptophyt mit kurzem Rhizom. Der Zerbrechliche Blasenfarn erreicht Wuchshöhen von 10 bis 45 Zentimeter. Die Fiedern sind häufig fiederteilig oder doppelt gefiedert. Die Fiederchen sind zugespitzt oder auch eiförmig. Die Fiedern zweiter Ordnung sind gesägt-gekerbt bis fiederschnittig. Die letzten Adernäste laufen in die Fiederspitzen hin aus. Die Sporen sind regelmäßig stachelig. Die Sporenreifezeit ist von Juli bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 4x = 168, 2n = 5x = 210 (diese pentaploiden Pflanzen sind steril), 2n = 6x = 252 oder 2n = 8x = 336.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Zerbrechliche Blasenfarn ist weltweit verbreitet. In Mitteleuropa ist er häufig und weit verbreitet. Er wächst auf feuchten Kalkfelsen, auf Mauern und in Steinschutthalden in Wäldern. Er ist kalkliebend und steigt bis in die alpine Höhenstufe (bis 2400 m).

Im pflanzensoziologischen System gilt er als eine lokale Charakterart der Assoziation Asplenio viridis-Cystopteridetum fragilis im Verband Cystopteridion fragilis, dessen überregionale Charakterart er ist. Sie kommt auch in Schluchtwäldern des Verbandes Tilio platyphylli-Acerion pseudoplatani vor.

Verwendung[Bearbeiten]

Der Zerbrechliche Blasenfarn dient zuweilen als Zierfarn an luftfeuchten, schattigen Mauern und kommt dort gelegentlich in attraktiven, größeren Beständen vor.

Belege[Bearbeiten]

  •  Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. CD-ROM, Version 1.1, Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.
  •  Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.
  •  Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt. 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cystopteris fragilis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien