Zero Mostel
Zero Mostel (* 25. Februar 1915 in Brooklyn, New York City; † 8. September 1977 in Philadelphia, Pennsylvania; eigentlich Samuel Joel Mostel) war ein US-amerikanischer Schauspieler.
Leben [Bearbeiten]
Samuel Joel Mostel wurde als Sohn jüdischer Einwanderer, Israel Mostel und Cina "Celia" Druchs, geboren. Er sprach deutsch, englisch, polnisch und jiddisch. Den Spitznamen "Zero" (Null) gab er sich, weil seine Eltern ihm angeblich prophezeit hatten, dass er "nichts" erreichen werde.
Er begann als Komödiant auf Theater- und Kabarettbühnen, bis er 1943 seine erste Filmrolle bekam. 1955 wurde er in der McCarthy-Ära vor das Komitee für unamerikanische Umtriebe berufen. Mostel weigerte sich, sich selbst zu belasten oder andere zu denunzieren und berief sich auf den 5. Zusatzartikel. Daraufhin wurde er auf die „schwarze Liste“ gesetzt und mit Berufsverbot belegt.
1958 gewann er einen Obie Award für seine Rolle als Leopold Bloom in „Ulysses in Nighttown“, einer Bühnenadaption von James Joyces „Ulysses“. 1963 gewann Mostel einen Tony Award für seine Darstellung des Sklaven Pseudolus in dem Musical „Toll trieben es die alten Römer“ (A Funny Thing Happened on the Way to the Forum). Er spielte die Rolle ein weiteres Mal 1966 in der gleichnamigen Verfilmung des Regisseurs Richard Lester.
In der Uraufführung des Musicals „Anatevka“ (Fiddler on the Roof), die am 22. September 1964 Premiere hatte, spielte Mostel die Rolle des Milchmanns Tevje. 1965 gewann er dafür einen weiteren Tony Award. 1968 spielte er in Mel Brooks' Spielfilmregiedebüt „Frühling für Hitler“ die Rolle des Broadwayproduzenten Max Bialystok, für die er 1969 in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller Komödie oder Musical“ für einen Golden Globe nominiert war.
1976 spielte er in dem Film "Der Strohmann" die Rolle des Hecky Brown, der, wie Mostel, während der McCarthy-Ära auf die "schwarze Liste" gesetzt und hierdurch schließlich in den Selbstmord getrieben wird. Für diese Rolle erhielt er eine Nominierung für den British Academy Film Award als bester Nebendarsteller
Zero Mostel starb an einem Herzinfarkt. Sein Sohn Josh Mostel ist ebenfalls Schauspieler.
Filmographie [Bearbeiten]
- DuBarry Was a Lady (1943)
- Unter Geheimbefehl (1950)
- Der Tiger (1951)
- Sirocco – Zwischen Kairo und Damaskus (1951)
- Mr. Belvedere Rings the Bell (1951)
- The Guy Who Came Back (1951)
- The Model and the Marriage Broker (1951)
- Warten auf Godot (1961)
- Toll trieben es die alten Römer (1966)
- Children of the Exodus (1967) (short subject) (narrator)
- Frühling für Hitler (1968)
- Katharina die Große (1968)
- The Great Bank Robbery (1969)
- The Angel Levine (1970)
- Vier schräge Vögel (1972)
- Once Upon a Scoundrel (1973)
- Marco (1973)
- Rhinoceros (1974)
- Fore Play (1975)
- Journey into Fear (1975)
- Mastermind (1976)
- Der Strohmann (1976)
- Hollywood on Trial (1976) (Dokumentarfilm)
- Unten am Fluß (1978) (als Sprecher)
- Best Boy (1979) (Dokumentarfilm)
Weblinks [Bearbeiten]
- Zero Mostel in der Internet Movie Database (englisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mostel, Zero |
| ALTERNATIVNAMEN | Mostel, Samuel Joel (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 25. Februar 1915 |
| GEBURTSORT | Brooklyn, New York, USA |
| STERBEDATUM | 8. September 1977 |
| STERBEORT | Philadelphia, Pennsylvania, USA |