Zetel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zetel
Zetel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zetel hervorgehoben
53.4197222222227.974166666666710Koordinaten: 53° 25′ N, 7° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Friesland
Höhe: 10 m ü. NHN
Fläche: 81,26 km²
Einwohner: 11.660 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26340
Vorwahlen: 04453 (Zetel und nördl. Gem'teil), 04452 (Neuenburg und südl. Gem'teil)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FRI
Gemeindeschlüssel: 03 4 55 027
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ohrbült 1
26340 Zetel
Webpräsenz: www.zetel.de
Bürgermeister: Heiner Lauxtermann (SPD)
Lage der Gemeinde Zetel im Landkreis Friesland
Bockhorn (Friesland) Varel Zetel Sande (Friesland) Schortens Jever Wilhelmshaven Landkreis Friesland Wangerland Minsener Oog (zu Gemeinde Wangerooge) Mellum Wangerooge Landkreis Leer Landkreis Ammerland Landkreis Aurich Landkreis Wittmund Landkreis Wesermarsch Landkreis WittmundKarte
Über dieses Bild

Zetel ist eine Gemeinde im niedersächsischen Landkreis Friesland. Zusammen mit der Nachbargemeinde Bockhorn bildet sie die sogenannte Friesische Wehde.

Geografie[Bearbeiten]

Im Nordosten grenzt die Gemeinde Zetel bei Idagroden in einem schmalen Streifen an den Jadebusen, eine große Nordseebucht, die durch Sturmfluten während des Mittelalters entstanden sind. Der ältere Teil des Ortes Zetel liegt auf einem Geestrücken, auch Esch genannt, der weiter nach Norden hin ins Marschland mündet. Im Osten und Westen der Gemeinde gibt es größere Waldgebiete. Der südwestliche Teil wird von Mooren dominiert.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden Zetels sind Bockhorn (Friesland) im Osten, Sande im Norden, Friedeburg im Westen und Uplengen im Süden. Die nächsten größeren Städte sind Wilhelmshaven (ca. 20 Kilometer nordöstlich), Oldenburg (ca. 40 Kilometer südöstlich) und Emden (ca. 50 Kilometer südwestlich).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht, neben dem Hauptort Zetel, aus folgenden Ortschaften und Siedlungen:

  1. Astede
  2. Astederfeld
  3. Bohlenberge
  4. Bohlenbergerfeld
  1. Collstede
  2. Driefel
  3. Ellens
  4. Fuhrenkamp
  1. Neuenburg
  2. Neuenburgerfeld
  3. Ruttel
  4. Ruttelerfeld
  1. Spolsen
  2. Schweinebrück
  3. Klein Schweinebrück

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ursprünge[Bearbeiten]

Obwohl die erste urkundliche Erwähnung Zetels erst aus dem Jahre 1423 stammt - damals hieß der Ort noch Sethle -, war das Gemeindegebiet bereits lange vorher bewohnt. Die St.-Martins-Kirche, das älteste Gebäude des Ortes, wurde nämlich 1249 fertiggestellt, und bei Arbeiten an der Kirche fand man vor etlichen Jahren Reste einer noch älteren Kapelle. Vermutlich schon vor der Zeitenwende lebten Chauken auf dem Gemeindegebiet.

Die Sturmfluten[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu anderen Orten in Küstennähe wurde der Ort Zetel selbst niemals von Sturmfluten heimgesucht, da er auf einem ca. 15 Meter hohen Geestrücken liegt, so dass die Wassermassen nie weiter als bis zum Ortsrand kamen. Weiter nördlich gelegene Ortsteile wurden aber in unregelmäßigen Abständen verwüstet. Ellens z.B. war im ausgehenden Mittelalter nach heftigen Wassereinbrüchen teilweise eine Insel. Nördlich des Zeteler Eschs erstreckte sich damals das sogenannte Schwarze Brack, ein dauerhaft überschwemmtes Marschgebiet, das erst mit dem Bau des Ellenser Dammes, der sich bis zum Jahr 1615 hinzog, eingedeicht und dem Jadebusen abgetrotzt werden konnte.

Oldenburg gegen Ostfriesland[Bearbeiten]

Motivation für den Bau des Dammes war, dass das zum Oldenburger Land gehörende Jeverland wegen der Wassereinbrüche nur noch mit Schiffen oder über das verfeindete Ostfriesland erreicht werden konnte - angesichts der Tatsache, dass man mit Ostfriesland des Öfteren Krieg führte, ein strategischer Nachteil. So fiel 1475 der Sohn des Oldenburger Grafen in die Hände der Ostfriesen und kam erst sechs Jahre später frei, als Zetel an Ostfriesland abgetreten wurde. Erst durch einen Friedensvertrag aus dem Jahre 1517 kam Zetel endgültig zu Oldenburg. Noch heute eckt man gelegentlich an, wenn man das Oldenburger Friesland und Ostfriesland nicht auseinanderhalten kann.

Die Neuzeit[Bearbeiten]

Vom Dreißigjährigen Krieg blieb Zetel durch geschicktes Taktieren der Oldenburger Grafen weitgehend verschont. 1807 geriet der Ort jedoch wiederum in fremde Hände, als Napoleon Norddeutschland besetzte. Danach verlief die weitere Geschichte bis zum Zweiten Weltkrieg relativ ruhig. Im Zuge der Industrialisierung entstand in Zetel und den umliegenden Gemeinden aufgrund des Lehmbodens eine ausgeprägte Klinkerindustrie. Auch siedelten sich viele Webereien und Textilfabriken hier an, die jedoch durch starke Konkurrenz aus Fernost bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts allesamt verschwanden.

1894 erhielt Zetel Anschluss an das Eisenbahnnetz, 1896 auch die damals noch eigenständige Gemeinde Neuenburg. Durch den zunehmenden Individualverkehr sanken nach dem Zweiten Weltkrieg die Fahrgastzahlen, so dass die Bahnstrecke Neuenburg - Zetel - Bockhorn - Varel im Mai 1954 für den Personenverkehr stillgelegt wurde. Der Güterverkehr rollte noch bis Anfang der 1990er Jahre. Die endgültige Stilllegung erfolgte zum 1. August 1993.[2]

Zwischen 1977 und 1980 gehörte die Gemeinde zum benachbarten Landkreis Ammerland.

Die Weltkriege[Bearbeiten]

Während der Erste Weltkrieg keine Schäden in Zetel anrichtete, kam es in der Endphase des Zweiten Weltkrieges vermehrt zu Opfern unter der Zivilbevölkerung. Einige Kilometer westlich Zetels befanden sich Flakstellungen, ein Militärflugplatz und ein Munitionslager. Außerdem stellte das nahe Wilhelmshaven als bedeutender Marinestützpunkt ein wichtiges strategisches Ziel dar. So kam es, dass auch Zetel öfter von Bomben getroffen und etliche Häuser im Gemeindegebiet zerstört und Leben vernichtet wurde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform wurde die Gemeinde Neuenburg am 1. Juli 1972 eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2011
Wahlbeteiligung: 56,10 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,74 %
24,59 %
11,03 %
10,73 %
1,77 %
1,11 %
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+2,74 %p
-6,09 %p
+7,07 %p
+1,23 %p
+0,24 %p
-3,14 %p
-2,03 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
e 2006: Das Linksbündnis Zetel
g 2006: BfB

Der Gemeinderat der Gemeinde Zetel besteht aus 26 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 10.001 und 11.000.[4] Der Gemeinderat wird durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011.

Stimmberechtigt im Rat der Stadt ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Heiner Lauxtermann von der SPD.

Bei den letzten Wahlen zum Gemeinderat kam es zu folgenden Ergebnissen:

Partei 10. Sept. 2006
SPD 48,0 % 6.967 13 Sitze
CDU 30,7 % 4.453 9 Sitze
FDP 4,3 % 618 1 Sitz
Grüne 4,0 % 576 1 Sitz
UWG 9,5 % 1.380 3 Sitze
BfB 2,0 % 295 1 Sitz
Linkspartei.PDS 1,5 % 223
Wahlbeteiligung 5.109 von 9.440
54,1 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit etlichen Jahren stellt die SPD den Zeteler Bürgermeister, was unter anderem damit zu erklären ist, dass Zetel als Wohnort vieler Pendler aus Wilhelmshaven über deren übliche Stammklientel verfügt. Zudem ist die ganze Küstenregion mit kleinen Ausnahmen politisch eher „rot“ als „schwarz“ eingefärbt.

Vertreter in Land- und Bundestag[Bearbeiten]

Landtagsabgeordneter Olaf Lies

Bei den Wahlen zum Niedersächsischen Landtag gehört Zetel zum Landtagswahlkreis 070 Friesland, der den gesamten Landkreis Friesland umfasst. Das Direktmandat wurde im Januar 2013 durch Olaf Lies von der SPD gewonnen. Am 19. Februar 2013 wurde Lies zum niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gewählt.[5] Die Wahlperiode endet 2018.

Bei den Wahlen zum Deutschen Bundestag gehört Zetel zum Bundestagswahlkreis 026 Friesland – Wilhelmshaven – Wittmund. Er umfasst die Landkreise Friesland und Wittmund sowie die Stadt Wilhelmshaven.[6] Bei der Bundestagswahl 2013 wurde Karin Evers-Meyer von der SPD direkt gewählt. Ihr Gegenkandidat Hans-Werner Kammer von den Christdemokraten zog über die niedersächsische Landesliste der CDU in den Bundestag ein.[7]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Zetel zeigt ein blaues Schild mit fünf gelben Ähren. Davor ein gelber Balken mit einem roten Weberschiffchen mit gelber Spule und Faden.[8]

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde Zetel zeigt in zwei gleich breiten Querstreifen von oben nach unten die Farben Blau und Rot mit dem aufgelegten Gemeindewappen.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Das am Ortsrand Neuenburgs gelegene Vereenshuus ist gewissermaßen das kulturelle Zentrum der Gemeinde. Es dient als Sitz der Niederdeutschen Bühne Neuenburg, die dort jährlich mehrere Theaterstücke auf Plattdeutsch aufführt. Zudem finden viele andere Veranstaltungen wie z. B. Kabarettabende statt. Alle zwei Jahre werden zudem von der Niederdeutschen Bühne Freilichtspiele vor dem Neuenburger Schloss veranstaltet.

Museen[Bearbeiten]

Nordwestdeutsches Schulmuseum

Im Nordwestdeutschen Schulmuseum in Bohlenbergerfeld befand sich früher eine Volksschule, bis diese wie viele andere zugunsten größerer, zentral gelegener Schulen aufgelöst wurde. Seit 1978 besteht in dem alten Schulgebäude das Museum, dessen Herzstück ein originalgetreuer Klassenraum vom Anfang des 20. Jahrhunderts ist, in dem auf Anfrage Schulstunden wie zu Kaisers Zeiten abgehalten werden. Darüber hinaus gibt es noch eine Dauer- und weitere wechselnde Ausstellungen zur Geschichte der Region zu betrachten.

Die Rutteler Mühle, ein sogenannter Galerieholländer wurde 1865 errichtet und ist eine von ganz wenigen Windmühlen in Deutschland, die heute noch kommerziell in Betrieb sind. An die Mühle angeschlossen sind ein kleines Sägewerk sowie ein Ausflugscafé. Zudem gibt es auf dem Hof der Mühle eine Sammlung von Miniaturwindmühlen und eine kurze, nach gebaute Feldbahnstrecke zu bewundern.

Bildende Kunst[Bearbeiten]

Der Kunstverein „Die Bahner“ veranstaltet jährlich die Neuenburger Kunstwochen. Die Kunstwochen sind eine wichtige kulturelle Veranstaltung in der Region.[9]

Im Jahr 2009 eröffnete im ehemaligen Teppenhaus in der Neuenburger Straße die Galerie Südliches Friesland. Die Galerie zeigt wechselnde Ausstellungen mit nationalen und internationalen Künstlern.[10]

Idagroden liegt am so genannten Skulpturenpfad Kunst am Deich. Der Skulpturenpfad wurde im Expo-Jahr 2000 angelegt und verläuft entlang des Radweges am Seedeich von Mariensiel bis nach Dangast. Die sieben Skulpturen entstanden während eines Bildhauersymposiums und wurden von sieben verschiedenen Künstlern geschaffen. Die Skulpturen stellen die sieben Tage der Schöpfungsgeschichte dar. Die Skulptur neben dem Radweg am Idagrodener Seedeich steht für den 4. Schöpfungstag. Jo und Jutta Klose nannten ihr Werk: „Sonne, Mond und Sterne – die Lichter“.[11]

Bauwerke[Bearbeiten]

Schloss mit Skulptur Leonard Wübbena
St.-Martins-Kirche
Rutteler Mühle

Im Jahre 1462 ließ Graf Gerd zu Oldenburg das Schloss Neuenburg als Trutzburg gegen die Ostfriesen erbauen. Bis zu seiner Umwidmung zum Dorfgemeinschaftshaus 1965 beherbergte das Schloss unter anderem ein Landgericht, eine Ackerschule und eine Landfrauenschule. Heute befinden sich im Schloss ein vogelkundliches Museum, die Schlosskapelle der evangelisch-lutherischen Gemeinde sowie der Trausaal, der gleichzeitig auch Sitzungssaal des Zeteler Gemeinderates ist.

Die Zeteler St.-Martins-Kirche ist das älteste Gebäude des Ortes. Sie wurde im Jahre 1249 am Nordrand Zetels errichtet. Wie viele andere Kirchen in Norddeutschland wurde sie aus großen Sandsteinquadern erbaut, steht inmitten eines Friedhofs auf einer Warft und verfügt über einen separaten Kirchturm. Bei Sturmfluten, die Zetel selbst zum Glück nie erreichten, diente sie der Bevölkerung als Zuflucht. Das Kircheninnere ist sehr schlicht ausgestattet, da die hiesige Region nie allzu wohlhabend war; wirklich sehenswert ist aber der Altar. Neben den obligatorischen Gottesdiensten finden hier gelegentlich Konzerte statt.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Der Neuenburger Urwald ist der Rest eines großen Waldgebietes in der Friesischen Wehde. Er ist ein Mischwald und steht weitgehend unter Naturschutz, weswegen hier zahllose seltene Tier- und Pflanzenarten aus der Region anzutreffen sind, ebenso teils über 500 Jahre alte Bäume. Zahlreiche Wanderwege laden zu Spaziergängen oder Fahrradtouren durch den Wald ein.

Das Spolsener Moor umfasst 245 Hektar Fläche und steht seit 1986 unter Naturschutz.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Der Zeteler Markt ist der größte Jahrmarkt in Friesland und Umgebung und findet regelmäßig am Novemberwochenende vor dem Volkstrauertag statt. Vor Hunderten Jahren als reiner Viehmarkt gegründet, bereichern inzwischen auch weit über 100 Schausteller das Marktgeschehen. Insgesamt dauert der Markt vier Tage: Nach dem Wochenende findet am Montag ein Familientag mit Feuerwerk statt, und nach der Ruhepause am Dienstag folgt am Mittwoch, an dem alle Zeteler Schüler frei haben, der eigentliche Viehmarkt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Als eine von ganz wenigen Gemeinden Deutschlands ist Zetel fast schuldenfrei. Durch zahlreiche Zuzüge von Pendlern aus dem nahen Wilhelmshaven in den letzten 20 Jahren sind die Einnahmen aus Steuern und Abgaben trotz relativ hoher Arbeitslosigkeit meist nahezu kostendeckend. Zum 1. Januar 2000 belief sich die Schuldenlast pro Einwohner auf rund 230 Euro.

Verkehr[Bearbeiten]

Im Norden der Gemeinde führt die Autobahn 29 von Wilhelmshaven über Oldenburg zum Dreieck Ahlhorner Heide, wo sie in die A 1 mündet, und schließt Zetel an das Bundesfernstraßennetz an. Durch Neuenburg verläuft zusätzlich die B 437 von Friedeburg über Varel zum neugebauten Wesertunnel. Das Straßennetz besteht aus Bundesstraßen (8 Kilometer), Landesstraßen (13 Kilometer), Kreisstraßen (14 Kilometer) und Gemeindestraßen (150 Kilometer).

Die Linienbusse der Weser-Ems-Bus fahren von Zetel aus nach Varel (annähernd stündlich), Wilhelmshaven und Westerstede. Zetel besitzt heute keinen Bahnanschluss mehr.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Während die gesamte Textilindustrie vor über 20 Jahren verschwand, konnte sich vor allem die Klinkerindustrie in Zetel sowie Bockhorn und Varel behaupten. Einer der wichtigsten Arbeitgeber ist das in Schweinebrück ansässige Klinkerwerk der Röben-Gruppe, die dort auch ihren Hauptsitz hat und weltweit tätig ist. Im Waldgebiet Schweinebrücker Fuhrenkämpe liegt das Munitionsdepot Zetel der Bundeswehr. Die Einrichtung ist mit rund 140 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Region.[12] Weitere wichtige Arbeitgeber sind drei Speditionen in Zetel, Schweinebrück und Collstede. Insbesondere in den letzten zehn Jahren gab es vermehrt Bemühungen, neue Arbeitsplätze nach Zetel zu holen. Zu diesem Zweck entstanden zwei mittelgroße Gewerbegebiete in Driefel und Collstede.

Tourismus[Bearbeiten]

Insbesondere Neuenburg lebt vom Tourismus. Der staatlich anerkannte Luftkurort bringt es auf viele tausend Übernachtungen pro Jahr. Besucher werden außer durch die nahe Nordsee noch durch die weite Marsch- und Moorlandschaften der Umgebung angelockt. Allerdings ist die Gemeinde Zetel nicht so abhängig von Touristen wie andere Ferienorte direkt an der Küste.

Medien[Bearbeiten]

Regionale und lokale Tageszeitung für die Gemeinde ist die Nordwest-Zeitung aus Oldenburg mit dem Lokalteil und der eigenständigen Redaktion Der Gemeinnützige. Neben der Printausgabe existiert eine Online-Ausgabe.[13]

Die Gemeinde Zetel gehört mit zum Verbreitungsgebiet des Anzeigenblatts Friesländer Bote. Er erscheint wöchentlich mit einer Gesamtauflage von rund 28.000 Exemplaren und wird kostenlos an die Haushalte in Varel sowie in den angrenzenden Gemeinden Bockhorn, Zetel und Jade abgegeben. Neben der Printausgabe existiert eine Online-Ausgabe.[14]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zetel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Klaus D. Stolle – Eisenbahnwelten Varel - Neuenburg/Varel - Rodenkirchen, abgerufen am 8. Mai 2012
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 276.
  4. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 7. November 2011
  5. Olaf Lies: Über mich, abgerufen am 20. Juni 2013
  6. Wahlkreiseinteilung beim Bundeswahlleiter, abgerufen am 5. November 2011
  7. Jeversches Wochenblatt: Karin Evers-Meyer nicht zu schlagen, abgerufen am 23. September 2013
  8. a b Hauptsatzung der Gemeinde Zetel (PDF; 208 kB), abgerufen am 13. November 2011
  9. Ausschreibung für die Neuenburger Kulturwochen 2010, abgerufen am 1. Dezember 2009
  10. Datenbankeintrag der Galerie Südliches Friesland, abgerufen am 1. Dezember 2009
  11. Kunst am Deich, abgerufen am 12. März 2012
  12. Depot gewährt Blick hinter die Kulissen, abgerufen am 11. August 2013
  13. NWZ-Online Regionalausgabe Zetel, abgerufen am 21. April 2012
  14. Friesländer Bote Online, abgerufen am 21. April 2012