Zettel
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Ein Zettel ist ein kleines, meist loses Stück Papier.
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[Bearbeiten] Etymologie
Das altitalienische cedola bzw. das spätlateinische schedula bedeutet Blättchen. Cedola leitet sich ab von dem lateinischen Wort lat. scheda oder scida für einen abgerissenen Streifen der Papyrusstaude.
[Bearbeiten] Anwendung
In der Regel wird der Zettel dazu benutzt, sich etwas schriftlich zu notieren, z. B. Einkaufszettel oder Merkzettel.
Heute sind Zettel oft in der Form von Klebezetteln zu finden. Von nahezu ebenso großer Bedeutung sind die Spickzettel. Große Unordnung auf einem Schreibtisch bezeichnet man häufig auch als Zettelwirtschaft.
Der Wortteil Zettel findet auch in dem Verb verzetteln Anwendung. Das beschreibt, wenn sich eine Person durch schlecht strukturierte Handlungen in eine ausweglose Situation manövriert hat. In der Fachsprache der Weber bedeutet verzetteln entweder das Garn verwirren und verderben oder aber für den Einschlag, d.h. für die Anzahl der Querfäden eines Werkstücks zu wenig Garn übrig behalten. [1]
Das Hauptwerk des deutschen Schriftstellers Arno Schmidt nennt sich Zettel's Traum. Der Name des Stücks spielt u.a. auf eine Figur in Shakespeares Sommernachtstraum an, den Weber Zettel. Auf der Webseite der Arno-Schmidt-Stiftung erscheint seit dem 15. März 2002 täglich ein "Zettel" des "Manuskripts" des Autors. [2]. Auch andere Autoren wie Jean Paul oder Niklas Luhmann arbeiteten mit einem umfangreichen Zettelkasten.