Zeuchfeld

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51.23305555555611.833055555556141Koordinaten: 51° 13′ 59″ N, 11° 49′ 59″ O

Zeuchfeld
Höhe: 141 m
Fläche: 4,7 km²
Einwohner: 225 (31. Dez. 2007)
Eingemeindung: 1. Juli 2009
Postleitzahl: 06632
Vorwahl: 034464

Zeuchfeld ist ein Stadtteil der Stadt Freyburg (Unstrut) im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Blick von Süden auf Zeuchfeld

Zeuchfeld liegt zwischen Halle (Saale) und Weimar, in der Nähe der Stadt Freyburg an der Unstrut.
Eingebettet zwischen Wald, Weinbergen und Feldern befindet sich der Ort in einer leichten Senke. Dieser Umstand führt temporär zu Problemen mit lokalen Überschwemmungen.

Der Hügel im Süden wird im Volksmund der "Naumburger Berg" genannt. Dort befand sich ein Kalksteinbruch und eine Kirschplantage.

Geschichte[Bearbeiten]

Zeuchfeld wird in einer Urkunde des Königs Otto III. vom 19. Januar 991 als Zuchibuli erstmals urkundlich erwähnt.[1]

Die Via Regia auch strata regia genannt, eine antike Königsstraße führte durch Zeuchfeld, bis eine Steinbrücke in Bad Kösen gebaut wurde (Bauzeit 1368-1404) [2].

Die C (”Charly”) – Kompanie, des 777. Bataillons der 69. US-amerikanischen Infanteriedivision erreichte auf seinem Weg nach Osten am 11. April Zeuchfeld[3].

Zeuchfeld wurde am 1. Juli 2009 nach Freyburg (Unstrut) eingemeindet.[4]

Bildung[Bearbeiten]

Bis ungefähr 1950 gab es eine Schule im Ort. Das ehemalige Schulgebäude ist aus Stein und Fachwerk erbaut und gehört zu den größten Gebäuden im Ort. Es dient heute als Wohnhaus. Heute pendeln Schüler aus nach Freyburg für Grund- und Sekundarschulbildung und weiter weg für weiterführende Bildung.

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

Es gibt zwei Vereine im Dorf. Die Zeuchfelder Pfingsburschen e.V. organisieren unter anderem Feierlichkeiten zum Pfingstfest. Der Heimat und Kulturverein Zeuchfeld e.V. organisiert unter anderem Weinverkostungen und einen Weihnachtsmarkt.

Der "Göhleweg" führt durch Zeuchfeld. Er ist mit einem roten Kreuz markiert und beginnt in Freyburg am Jahnplatz und führt über Schützenstraße - Schlifterberg - Burgholzweg - Sühnekreuz - Alte Göhle - Zeuchfeld - Branderoda - Ebersroda - Neue Göhle - und den Galgenberg zum Bodelschwinghdenkmal im Nordwesten von Freyburg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Dorfkirche

Die Kirche des Ortes ist eine der ältesten Dorfkirchen der Region mit erhaltenen Wand- und Deckenmalereien.

Politik[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Wolfgang Koschel wurde erstmals am 12. Juni 1994 gewählt.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 176 verläuft direkt am Ortsrand. Sie führt westwärts nach Freyburg und ostwärts nach Weißenfels, wo sie Zeuchfeld mit der die A9 Autobahn verbindet.

Das Dorf ist durch die Buslinien Nummer 630 und 634 der PVG Burgenlandkreis mbH mit den Städten Freyburg und Laucha den meisten umliegenden Ortschaften verbunden.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Nur noch wenige Bewohner arbeiten heute in der Landwirtschaft auf den Feldern um das Dorf. Zwei Weinbetriebe arbeiten von Zeuchfeld aus, da es Teil des Weinanbaugebiete der Saale-Unstrut-Region ist. Neben diesem traditionellen Bereich sind die meisten Bewohner Pendler, sie arbeiten in den Städten der Region und darüber hinaus. Doch auch einige selbständige Kleinunternehmer haben ihren Sitz in Zeuchfeld, darunter Elektroinstallation, Fliesen und Bodenlegerei, ein Allgemeinarzt und Landschaftspflege.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. RI Nr. 1028
  2. http://www.via-regia.org/via_regia/geschichte/einzelthemen/thueringen/landeskunde.php
  3. http://www.69th-infantry-division.com/histories/777.html
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zeuchfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien