Zeuthen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Dahme-Spreewald | |
| Höhe: | 34 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,66 km² | |
| Einwohner: |
10.508 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 830 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 15738, 15751 (Miersdorfer Werder) |
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| Vorwahl: | 033762 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LDS | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 61 572 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schillerstraße 1 15738 Zeuthen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Beate Burgschweiger (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Zeuthen im Landkreis Dahme-Spreewald | ||
Zeuthen ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg in Deutschland. Sie liegt am südöstlichen Stadtrand Berlins an der Dahme und dem Zeuthener See.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Zeuthen hat zwei Ortskerne, das alte Angerdorf Miersdorf südwestlich des heutigen Zentrums, und ebendieses, das nach dem Bau der Bahnstrecke Berlin–Görlitz zwischen Bahnhof und Seeufer entstand. Der Ortsteil Miersdorfer Werder liegt auf der Ostseite des Sees und ist nur über das Territorium von Wildau und Königs Wusterhausen zu erreichen. Früher fuhr auch eine Fähre zwischen den beiden Seehälften, doch wegen eines zu geringen Umsatzes ist der Fährverkehr eingestellt worden.
Nachbargemeinden sind Eichwalde im Norden, Schulzendorf und Schönefeld im Westen, Wildau im Süden, Königs Wusterhausen im Südosten und Berlin-Schmöckwitz im Nordosten. An den Grenzen zu Eichwalde, Schulzendorf und Wildau geht die Bebauung nahtlos in die der Nachbargemeinden über, eine Zuordnung der Grundstücke nach Gemeinden fällt ohne Kartenwerk oft schwer. Zeuthen bildet somit das Zentrum eines aus diesen vier Gemeinden bestehenden Siedlungskörpers.
Das Zeuthener Gemeindegebiet ist zum großen Teil bebaut, die Freiflächen bestehen vorwiegend aus Wald- und Wasserflächen. Es gibt fast keine landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
Die beiden folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bevölkerung Zeuthens in seinen heutigen Grenzen entwickelt hat und voraussichtlich entwickeln wird. Nach dem ersten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl stark an. Die Flüchtlinge aus den Ostgebieten führten zu einem weiteren Bevölkerungsschub. Da sich der Wohnungsbau der DDR auf die Haupt- und Bezirksstädte konzentrierte, ging die Bevölkerung der Gemeinde zurück. Seit der Wende führt die Berlin-Nähe zu einem Wiederanstieg der Bevölkerung. Für die Zukunft bis 2030 sagen die Statistiker des Landesamtes einen deutlichen Rückgang der Bevölkerung voraus, während die Bertelsmann-Stiftung mit einer Stagnation rechnet[2].
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehrsanbindung [Bearbeiten]
Zeuthen liegt an der Bahnstrecke Berlin–Görlitz, der Bahnhof Zeuthen wurde am 1. November 1897 eingeweiht. Er wird von den S-Bahnlinien S 8 (Zeuthen – Birkenwerder) auf der Kursbuchstrecke (KBS) 200.8 und von der S-Bahnlinie S 46 (Königs Wusterhausen – Westend) auf der Kursbuchstrecke 200.46 bedient.
Unternehmen [Bearbeiten]
Seit 1992 ist Zeuthen neben Hamburg-Bahrenfeld einer der beiden Standorte des Forschungszentrums DESY in der Helmholtz-Gemeinschaft. Vorher befand sich dort seit 1962 das frühere Institut für Hochenergiephysik der DDR, das auf dem Gelände und in den Gebäuden der früheren Forschungsanstalt der deutschen Reichspost eingerichtet wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde hier auf Initiative von Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge mit dem Bau eines großen Zyklotrons und einer Pilotanlage zur Isotopentrennung begonnen.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In der Liste der Baudenkmale in Zeuthen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmale.
- Feldsteinkirche im Ortsteil Miersdorf aus dem 14./15. Jahrhundert mit großem Holzkreuz und drei gotischen Holzplastiken
- Martin-Luther-Kirche (erbaut 1913/14 nach einem Entwurf von Georg Büttner)
- Zeuthener See mit kleiner Uferpromenade
- Sowjetischer Ehrenfriedhof von 1949 an der Dorfstraße im Ortsteil Miersdorf für 449 sowjetische Soldaten sowie Zivilpersonen, zu denen wahrscheinlich auch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Frankreich gehörten, die im Schwermaschinenbau von Wildau und in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten mussten
- Gedenkstein auf dem Platz der Demokratie für Angehörige aus den Internationalen Brigaden der Spanienkämpfer, nach denen dieser Platz zu DDR-Zeiten benannt war.
- Chinesischer Garten am Zeuthener See
- Siegert-Platz am Zeuthener See
- Hertzog Villa
- Das Grab des Assyriologen Bruno Meissner auf dem Zeuthener Friedhof: Begründer des Reallexikons der Assyriologie. Das später von Wolfram von Soden herausgegebene akkadische Handwörterbuch beruht auf seiner Vorarbeit.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Rat der Gemeinde besteht aus 22 Gemeindevertretern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister.
- Bürger für Zeuthen 6 Sitze (26,8 %)
- SPD 6 Sitze (25,2 %)
- Die Linke 4 Sitze (20,2 %)
- CDU 4 Sitze (17,5 %)
- GRÜNE 1 Sitz (5,6 %)
- FDP 1 Sitz (2,7 %)
Grüne und FDP bilden eine Fraktionsgemeinschaft.
Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bei der Bürgermeisterwahl am 27. September 2009 ist Beate Burgschweiger (SPD) zur Bürgermeisterin der Gemeinde Zeuthen gewählt worden (59,5 %). Damit steht zum zweiten Mal eine Frau der Gemeindeverwaltung vor.
Ehemalige Bürgermeister
- Karl-Ludwig Böttcher (1990–1994)
- Klaus-Dieter Kubick (1994–2010)
Veranstaltungen [Bearbeiten]
Alljährlich zu Pfingsten findet das Zeuthener Fischerfest statt. Dort stellen sich Vereine und Gewerbetreibende der Region vor. Es wurde 1993 erstmals ausgerichtet, damals am Siegertplatz am Ufer der Dahme. Seitdem findet es am Miersdorfer See statt. 1994 war der Männerchor Zeuthen der Veranstalter, seit 1995 ist es der Gewerbeverein Zeuthen.
Der Fontanekreis Zeuthen veranstaltet öffentliche Vorträge und Ausstellungen.
Der Kantatenchor Zeuthen e.V., angesiedelt an der Martin-Luther-Kirche, veranstaltet jährlich zwei bis drei Oratorienaufführungen.
Partnergemeinden [Bearbeiten]
Partnerschaften bestehen zur polnischen Kleinstadt Mallmitz (Małomice) in Niederschlesien und zum schweizer Kurort Interlaken im Kanton Bern.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2011 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2011. (Hilfe dazu)
- ↑ Aufstellung der Quellen unter Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
Weblinks [Bearbeiten]
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