Zhou Shiming

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Zhou Shiming (auch Zou Shiming oder Zhou Shi Ming; * 18. Mai 1981 in Zunyi, Guizhou Provinz, China) ist der derzeit erfolgreichste chinesische Amateurboxer, zweimaliger Olympiasieger und Weltmeister.

Karriere[Bearbeiten]

Zhou boxt im Halbfliegengewicht (bis 48 kg), der niedrigsten Gewichtsklasse des Amateurboxens. Bei der Weltmeisterschaft 2003 in Bangkok belegte er den zweiten Platz. Zwar konnte er den Titelverteidiger Yan Barthelemí besiegen, im Finale musste er sich allerdings dem Russen Sergei Kasakow geschlagen geben.

Im Jahr 2004 nahm er für China an den Olympischen Spielen in Athen teil, schlug die 17-jährige US-Hoffnung Rau’Shee Warren, scheiterte allerdings im Halbfinale diesmal am Kubaner Barthelemí. Das somit erkämpfte Bronze war der erste Medaillengewinn eines Chinesen im olympischen Boxturnier.

Im folgenden Jahr wurde er Mianyang mit einem souveränen Finalsieg über den 18-jährigen Ungarn Pál Bedák erster chinesischer Boxweltmeister. 2006 gewann er in Doha auch die Asienspiele, vier Jahre zuvor in Busan war er noch in der ersten Turnierrunde ausgeschieden. Weitere Erfolge sind zweite Plätze bei den Ostasienspielen 2001 und den Asienmeisterschaften 2004

2007 gewann er in Chicago mit jeweils klaren Siegen gegen den Kasachen Birschan Schaqypow, den Russen David Hajrapetjan, den Iren Patrick Barnes, im Halbfinale gegen den Franzosen Nordine Oubaali und im Finale gegen den Philippiner Harry Tanamor zum zweiten Mal die Weltmeisterschaft.

Mit diesem Erfolg qualifizierte er sich gleichzeitig für die Olympischen Spiele 2008. In Peking konnte Zhou seine Rolle als Favorit für das Olympiagold bestätigen und wurde somit ebenfalls erster chinesischer Olympiasieger im Boxen. In der ersten Runde besiegte er Eduard Bermúdez Salas aus Venezuela und hatte dann im Achtelfinale große Probleme mit dem Franzosen Nordine Oubaali, gegen den er sich nur glücklich mit +3:3 durchsetzen konnte. Im Viertelfinale schlug der den Kasachen Schaqypow und im Halbfinale wiederum Patrick Barnes. Im Finalkampf besiegte er den Mongolen Pürewdordschiin Serdamba, der in der zweiten Runde bei Stande von 1-0 für Zhou wegen einer Verletzung aufgab.

2010 gewann er in der Klasse bis 49 kg die Goldmedaille bei den Asienspielen mit einem Finalsieg über Birschan Schaqypow.

Bei den Weltmeisterschaften 2011 belegte Zhou Shiming nach Siegen gegen den Dominikaner Juan Gabriel Medina, den Ungarn Istvan Ungvari, dem Philippiner Mark Anthony Barriga, dem Thailänder Kaew Pongprayoon, dem Russen David Hajrapetjan und im Finale gegen den Südkoreaner Jong-Chun Shin den ersten Platz und qualifizierte sich damit auch für die Olympischen Spiele 2012 in London.

Bei den Olympischen Spielen gewann er nach Siegen über Yosvany Veitía, Kuba (14:11), Birschan Schaqypow, Kasachstan, im Halbfinale äußerst knapp über Paddy Barnes, Irland (+15:15) und im Finale über Kaew Pongprayoon, Thailand (13:19), zum zweiten Mal die Goldmedaille im Halbfliegengewicht.

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