Ziborium (Altaraufbau)

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Dieser Artikel bezieht sich auf den Altarüberbau Ziborium; zu Ziborium als Gefäß siehe Ziborium (Gefäß).
Ziborium in Sankt Paul vor den Mauern in Rom

Ein Ziborium (lat. ciborium „Trinkbecher“, Mehrzahl Ziborien) ist ein auf Säulen ruhender Aufbau über einem Altar. Ein solcher steinerner Altarüberbau, ein Altarziborium oder Baldachin, findet sich besonders häufig in Italien. Schon in der frühchristlichen Basilika sollte er den frei stehenden Altar über dem Märtyrergrab auszeichnen und schützen. An ihm hing das Gefäß mit dem geweihten Brot und zwischen den Säulen waren Vorhänge angebracht, die während des Kanons zugezogen wurden. Ein Beispiel in Deutschland aus romanischer Zeit gibt das Ziborium über dem Hauptaltar der Benediktinerabtei Maria Laach. Auch die im frühen Mittelalter aufkommenden Nebenaltäre wurden mit Ziborien ausgestattet, die jetzt fast immer vor einer Wand standen oder aus ihr hervortraten. Ein schönes Beispiel aus dem Zeitalter der Gotik geben die fünf mit Wimpergen, Fialen und Statuen geschmückten Ziborienaltäre im Regensburger Dom. Für die Gestaltung im Barock wurde das Ziborium Berninis über dem Hochaltar der Peterskirche in Rom maßgebend. Das Ziborium über dem Hochaltar in St. Paulin in Trier ist ein Beispiel aus Deutschland.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ziborium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien