Zickhusen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zickhusen
Zickhusen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zickhusen hervorgehoben
53.757511.41416666666759Koordinaten: 53° 45′ N, 11° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Lützow-Lübstorf
Höhe: 59 m ü. NHN
Fläche: 12,44 km²
Einwohner: 533 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19069
Vorwahl: 03867
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 088
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfmitte 24
19209 Lützow
Webpräsenz: www.luetzow-luebstorf.de
Bürgermeister: Hansjörg Rotermann
Lage der Gemeinde Zickhusen im Landkreis Nordwestmecklenburg
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Schwerin Landkreis Rostock Landkreis Rostock Landkreis Ludwigslust-Parchim Landkreis Ludwigslust-Parchim Bad Kleinen Barnekow Bobitz Dorf Mecklenburg Groß Stieten Hohen Viecheln Lübow Metelsdorf Ventschow Dragun Gadebusch Kneese Krembz Mühlen Eichsen Rögnitz Roggendorf (Mecklenburg) Veelböken Bernstorf Gägelow Stepenitztal Stepenitztal Stepenitztal Plüschow Roggenstorf Rüting Testorf-Steinfort Upahl Warnow (bei Grevesmühlen) Damshagen Hohenkirchen (Mecklenburg) Kalkhorst Klütz Zierow Alt Meteln Bad Kleinen Brüsewitz Cramonshagen Dalberg-Wendelstorf Gottesgabe (bei Schwerin) Grambow (bei Schwerin) Klein Trebbow Lübstorf Lützow (Mecklenburg) Perlin Pingelshagen Pokrent Schildetal Seehof (Mecklenburg) Zickhusen Benz (bei Wismar) Blowatz Boiensdorf Hornstorf Krusenhagen Neuburg (Mecklenburg) Bibow Glasin Jesendorf Jesendorf Lübberstorf Neukloster Passee Warin Züsow Zurow Carlow (Mecklenburg) Dechow Groß Molzahn Holdorf (Mecklenburg) Königsfeld (Mecklenburg) Rehna Rehna Rehna Rieps Schlagsdorf Thandorf Utecht Wedendorfersee Dassow Grieben (Mecklenburg) Groß Siemz Lockwisch Lüdersdorf Menzendorf Niendorf (Amt Schönberger Land) Roduchelstorf Schönberg (Mecklenburg) Selmsdorf Boltenhagen Grevesmühlen Insel Poel Poel WismarKarte
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Zickhusen ist eine Gemeinde im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Lützow-Lübstorf mit Sitz in der Gemeinde Lützow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Schwarzer See an der B 106 bei Zickhusen

Die Gemeinde Zickhusen liegt 14 Kilometer nördlich von Schwerin in einem Grundmoränengebiet, dessen Hügel den Spiegel des Schweriner Sees im Osten und das Tal der oberen Stepenitz im Westen um etwa 30 Meter überragen. Die Gemeinde hat einen Anteil an den Dambecker Seen, die als Vogelschutzgebiet unter Naturschutz stehen. Südlich davon schließt sich das Naturschutzgebiet Drispether Moor an, in dem Torf abgebaut wird. Der Schwarze See befindet sich mehrheitlich auf Zickhusener Gemeindegebiet.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Drispeth und Zickhusen.

Geschichte[Bearbeiten]

1284 wurde Zickhusen erstmals urkundlich als Tsikhusen genannt. Bis ins 16. Jahrhundert blieb es Sitz der Adelsfamilie von Zickhusen. Heinrich von Zickhusen verkaufte 1489 eine Rente aus seinem Hof an die Kalandsbruderschaft zu Schwerin. Eine Aufstellung aller verpfändeten Pachten aus der Zeit um 1520 deutet auf den Niedergang der Adelsfamilie hin. Rechtsnachfolger der Familie wurden Anfang des 17. Jahrhunderts die von Sperlings. Jedoch erwarb Herzog Adolf Friedrich bereits 1618 den Meierhof für 9000 Gulden. Hatte Zickhusen im frühen Mittelalter noch seine eigenen Geistlichen, ist die örtliche Kapelle bereits Anfang des 16. Jahrhunderts Filiale der Kirchgemeinde Alt Meteln. Der Neubau der Dorfkirche wurde 1827 im klassizistischen Stil abgeschlossen.[2][3]

Im Ortsteil Drispeth, einem früheren slawischen Fischerdorf, wird Gartentorf gestochen, in der Gemeinde Zickhusen gibt es neben Handwerksbetrieben eine Baumschule und ein Fuhrunternehmen.

Politik und Wappen[Bearbeiten]

Auf dem am 12. Juni 2009 vom Innenministerium des Landes genehmigten und von Werner Große gestalteten Wappen sind eine Ziege, zwei gekreuzte Torfspaten und ein Kirchturm abgebildet. Für den Hintergrund wurden die Landesfarben Mecklenburgs gewählt. Die Ziege nimmt Bezug auf die erste Silbe des Ortsnamens, die Torfspaten deuten auf den bis in die Gegenwart stattfindenden Torfabbau bei Drispeth hin, die Kirche symbolisiert den klassizistischen Sakralbau in Zickhusen.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dorfkirche in Zickhusen von 1827
  • Klassizistische Dorfkirche in Zickhusen an Stelle eine Vorgängerbaus aus dem 16. Jahrhundert, als Saalkirche von 1827 mit halbrundem Altarraum und dem schmalen Westturm wie ein Campanile.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Zickhusen liegt an der Bundesstraße 106 zwischen der Landeshauptstadt Schwerin und der Hansestadt Wismar. Die Anschlussstelle Bobitz (Ostseeautobahn A 20) liegt etwa 12 Kilometer von Zickhusen entfernt, in den Nachbargemeinden Lübstorf und Bad Kleinen befinden sich die nächsten Bahnhöfe (Bahnlinie Schwerin - Wismar).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. II. Band: Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin. Schwerin 1898, Neudruck Schwerin 1992, S. 640 f. ISBN 3-910179-06-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zickhusen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Schlie, S. 640
  3. Dorfkirche Zickhusen
  4. H.-H. Schütt: Ziegenkopf, Kirchturm und Torfspaten im Mecklenburg-Magazin der Schweriner Volkszeitung, 30. November 2009, S. 26