Zicksee

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Zicksee
Zicksee1.jpg
Geographische Lage südöstlich von Wien
Zuflüsse keine
Abfluss keine
Städte am Ufer Sankt Andrä am Zicksee
Daten
Koordinaten 47° 47′ 0″ N, 16° 54′ 0″ O47.78333333333316.9116Koordinaten: 47° 47′ 0″ N, 16° 54′ 0″ O
Zicksee (Burgenland)
Zicksee
Höhe über Meeresspiegel 116 m ü. A.
Fläche 1,23 km²dep1f5
Länge 2,3 kmdep1f6
Breite 1,1 kmdep1f7
Maximale Tiefe 1,4 mf10
Mittlere Tiefe < 1,0 mf11
Besonderheiten

Windsurfrevier

Der Zicksee ist ein kleiner Steppensee im Seewinkel südöstlich von Wien. Das Wasser ist natronhaltig, und es werden ihm Heilkräfte (vor allem bei Haut- und Rheumaerkrankungen) zugeschrieben. Er liegt zwischen dem Neusiedler See und der ungarischen Grenze und teilweise von Schilf bedeckt. Rund um den Zicksee finden sich von Schotter und Kies geprägte Weinlagen.

Der schlammige Seeboden enthält viel Schwefel, Glaubersalz und Soda, vom Volk als "Zick" bezeichnet. Daher stammt auch der Name des Sees.

Wasserqualität[Bearbeiten]

Nach einer Analyse des Seewassers 1928 wurde die Wasserqualität als Mineralwasser eingestuft,[1] wobei Grundwasser als Quelle des Mineralwassers galt.[2]

In den 2000er Jahren trübt sich der seichte See während der Badesaison durch das ständige Aufwirbeln des Schlammbodens durch Badegäste ständig ein. Das Wasser des Zicksees enthält zwar keine Schadstoffe, Trinkwasserqualität wird aber nur außerhalb der Badesaison erreicht. Der EU-Bericht zur Badewasserqualität 2011 und auch für jene im Jahre 2012 weist den See als einen von drei Gewässern in Österreich aus, dessen Wasserqualität nicht die hygienischen EU-Mindestvorgaben erfüllt.[3] [4]

Wassersport[Bearbeiten]

Der Zicksee hat wegen seiner geringen Tiefe eine relativ hohe Wassertemperatur (Frühjahr und Herbst um die 15 °C, im Sommer meist weit über 20 °C). Der Zicksee ist ein Windsurfrevier, direkt am See befindet sich ein Surfbrettverleih. Aufgrund seiner geringen Tiefe ist er ein Stehrevier und gut geeignet für Anfänger, Wasserstartschüler und Speedsurfer. Der Surf-Spot liegt etwas außerhalb des Ortes Sankt Andrä am Zicksee.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Die weiten Ebenen des Seewinkels eignen sich für Radtouren, etwa zum Naturschutzgebiet Lange Lacke bei Apetlon oder in Richtung Osten nach Andau. Direkt am See befindet sich ein Campingplatz mit ca. 370 Stellplätzen, der von Mai bis Oktober geöffnet ist. Weiters gibt es Privatzimmer in Sankt Andrä am Zicksee. Am See sind kostenpflichtige Parkplätze vorhanden, es gibt einige Speiselokale am Ufer.

Drohende Austrocknung[Bearbeiten]

Durch Änderungen im Wasserrecht 2010 wurde die zulässige Menge von Grundwasser, die in den See gepumpt werden darf, von 2,1 Millionen Kubikmeter auf 300.000 Kubikmeter pro Jahr verringert. 2011 wurde die erlaubte Menge überschritten, weil der zuständige Pumpwart die Pumpe nicht rechtzeitig abgeschaltet hatte. Daher ist für 2012 lediglich die Restmenge 38.000 m³ verblieben, wodurch der Wasserspiegel um 1 m unter das Vorjahresniveau gesunken war. Eine vollständigen Austrocknung über den Sommer wurde befürchtet, ist dann aber knapp nicht eingetreten.[5] 2013 war der Wasserstand im Sommer wieder etwas höher. Es soll nun der durchlässige Grund des Sees abgedichtet werden. [6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Burgenländische Freiheit, 3. Mai 1928; S. 3: [1] (abgerufen am 24. April 2011)
  2. Burgenländische Freiheit, 12. Dezember 1959; S. 7: [2] (abgerufen am 24. April 2011)
  3. Europäische Union: Bathing water results 2011 – Austria (abgerufen am 17. Juni 2011; PDF; 13,4 MB)
  4. ORF-Landesstudio Burgenland[3](abgerufen am 30. September 2012)
  5. ORF.at: Zicksee droht Sommer ohne Wasser (abgerufen am 11. Juni 2012)
  6. ORF.at: Trotz Trockenheit: Zicksee hat wieder Wasser (abgerufen am 17. Februar 2014)