Zierfandler

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Zierfandler-Rebstock.

Zierfandler oder auch Spätrot ist eine autochthone weiße Rebsorte, die fast ausschließlich im österreichischen Weinbaugebiet Thermenregion rund um Gumpoldskirchen angebaut wird.

Abstammung[Bearbeiten]

Roter Veltliner x unbekannte Rebe, die starke Ähnlichkeit mit dem Traminer aufweist.

Sorteneigenschaften, Verbreitung[Bearbeiten]

Der Zierfandler ist eine spätreifende Sorte. Er liefert extraktreiche Weine, die über ein zartes Aroma und fruchtige Säure verfügen. Zum Aroma tragen Zitrusfrüchte, Ananas- und Maracujatöne bei.[1] Im Verschnitt mit der Sorte Rotgipfler ergibt der Zierfandler unter dem Namen Spätrot-Rotgipfler einen aromatischen, gehaltvollen und bei guter Qualität auch langlebigen Weißwein. Der Spätrot-Rotgipfler, wie auch der Neuburger, war bis in die 1970er Jahre als „Gumpoldskirchner“ auch international beliebt, bis er durch Qualitätsmängel an Marktwert verlor. Seit den 2000er Jahren erleben diese Weine eine Renaissance und Qualitätssteigerung.

Im Jahr 2013 betrug die Zierfandler-Anbaufläche in Österreich rund 85 Hektar, das ist ein Anteil von 0,19 Prozent an der österreichischen Gesamtanbaufläche.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Zierfandler – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beschreibung der Sorte, abgerufen 6. Juni 2008.
  2. Artikel „Zierfandler“ auf oesterreichwein.at