Ziglibithy

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Der Ziglibithy ist eine in den 1970er Jahren entstandene Musikrichtung aus der Elfenbeinküste; sie vereinigt traditionelle Melodien der Volksstämme aus dem Westen des Landes.

Der Ziglibithy ist ein moderner Musikstil, der sich aus den traditionellen Rhythmen des Bété-Volkes entwickelt hat und zugleich eine Tanzrichtung. Er vereinigt traditionelle Melodien der Volksstämme (besonders der Bété) aus dem Westen des Landes, kombiniert mit kongolesischen Rhythmen. Der Name Ziglibithy ist abgeleitet aus dem Wort zigli, was Tanz meint, und bhithy, was „honigsüßes Lied, das man nicht entbehren kann“ bedeutet. Die Musik lässt sich vom Sound her beschreiben als „Synthese aus Afropop und Kongo-Rumba.“[1]

Als Vater und Begründer des Ziglibithy gilt Ernesto Djédjé.[2] Nach seinem Tod pflegte Jean Baptiste Zibodi den Stil weiter.

Der Ziglibithy entwickelte sich weiter, und in den 1990er Jahren formte sich daraus Zouglou. „Zouglou“ ist eine ganze Bewegung, – choregraphische Ausdrucksweise, Sprache, Philosophie, Musik. Der „Zouglou“-Musikstil greift auf Elemente anderer Musikstile, insbesondere Dancehall oder Zouk zurück. Als Zentrum der Entstehung gilt die Universität von Abidjan. Durch Studenten gelangte der Stil nach Frankreich, wo er vor allem in Paris schnell populär wurde. In der Pariser Diaspora wird daraus von Musikern aus Côte d’Ivoire 2003 Coupé Decalé kreiert, eine Musik- und Tanzform. „Coupé Décalé“ gilt derzeit als populärster Musikstil Afrikas.

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Bender: Sweet Mother: Moderne afrikanische Musik Trickster, München 1985; S. 80
  2. Radioafrica über Djédjés Album Le Roi du Ziglibithy