Zillierbach

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Zillierbach
Zillier-Bach (im Unterlauf: Flutrenne)
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BW

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Holtemme → Bode → Saale → Elbe → Nordsee
Quelle im Harz am Hohnekamm
51° 46′ 37″ N, 10° 43′ 0″ O51.77694444444410.716666666667610
Quellhöhe ca. 610 m ü. NN[1]
Mündung in Wernigerode in die Holtemme51.83438888888910.779111111111235.1Koordinaten: 51° 50′ 4″ N, 10° 46′ 45″ O
51° 50′ 4″ N, 10° 46′ 45″ O51.83438888888910.779111111111235.1
Mündungshöhe 235,1 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 374,9 m
Länge ca. 13 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Rechte Nebenflüsse Wormsgraben
Durchflossene Stauseen ZillierbachstauseeVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Zillierbach (auch Zillier-Bach und im Unterlauf Flutrenne genannt; früher Holtemme, später Zilgerbach) ist ein etwa 13 km langer, orografisch rechter und südöstlicher Zufluss der Holtemme im Harz im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Zillierbach entspringt innerhalb des Naturparks Harz/Sachsen-Anhalt im Nationalpark Harz auf der Ostflanke des Hohnekamms, der die Hohneklippen trägt. Seine Quelle liegt unterhalb des Hohnekopfs etwa 1 km nordwestlich von Drei Annen Hohne nahe dem Natur-Erlebniszentrum HohneHof (ehem. Forsthaus Hohne) auf etwa 610 m ü. NN[1].

Anfangs fließt der Zillierbach südsüdostwärts am HohneHof vorbei, um nach Aufnahme des auf der Süd- und Südostflanke der Hohneklippen angelegten Wormsgrabens, der als Hauptzufluss Wasser von der Wormke zum Zillierbach führt, nach Ostsüdosten zu schwenken. Dann erreicht der Bach bei Verlassen des Nationalparks Drei Annen Hohne, das an der Landesstraße 100 (SchierkeHasserode) liegt. Von dort verläuft er in nordöstlicher Richtung und speist den Zillierbachstausee (Stauziel: 470,19 m ü. NN). Im unterhalb davon gelegenen Mühlental passiert der Bach erst den Peterstein und danach entlang der Bundesstraße 244 den Scharfenstein und die Siedlung Voigtstieg (zu Wernigerode). Sein nordwestwärts gerichteter Unterlauf, der entlang der B 244 durch Nöschenrode und Wernigerode fließt, wird auch Flutrenne genannt.

Nach Passieren des Westerntorturms in Wernigerode und dortigem Unterqueren der B 244 mündet der Zillierbach schließlich westlich vom Bahnhof Wernigerode-Westerntor auf 235,1 m ü. NN[1] in den Bode-Zufluss Holtemme. Somit ergeben sich 474,9 m Höhenunterschied.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Zillierbach hieß bis in das 16. Jahrhundert Holtemme, dann ab 1558 Zilgerbach. Erst später bekam er seinen heutigen Namen. Die unbeständige Wasserführung des Bachs wurde durch den künstlich angelegten Wormsgraben bereits Ende des 12. Jahrhunderts ausgeglichen. Vom Mittelalter bis zum Bau der Zillierbachtalsperre (1934–1936) trieb der Bach die Mühlen, wie die Waldmühle, im Bachabschnitt zwischen Voigtstieg und Wernigerode an. Dieser Talabschnitt heißt heute noch Mühlental.

Lebensraum und ökologische Durchlässigkeit[Bearbeiten]

Der Zillierbach beheimatet eine Reihe seltener Wildfische, darunter die geschützte Bachforelle, das Wappentier sowohl der Stadt Wernigerode als auch des Landkreises Harz. Neben der Bachforelle lässt sich in dem Gewässer auch die Elritze, der Gründling und die Schmerle finden. Zur Verbesserung der ökologischen Durchlässigkeit des Zillierbachs wurde von 2000 bis 2002 ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördertes Projekt durchgeführt, in dessen Rahmen fünf Querbauwerke mit Fischaufstiegen versehen wurden, um eine durchgehende Passierbarkeit zum Beispiel für die Bachforelle herzustellen. Das Projekt war mit ausschlaggebend für die Auszeichnung der Stadt Wernigerode im Rahmen des Wettbewerbs "Bundeshauptstadt Naturschutz"[2].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Sachsen-Anhalt-Viewer
  2. Heidelberg wird Bundeshauptstadt im Naturschutz 2007 – Rastatt, Wernigerode, Wettenberg und Nettersheim für herausragende Leistungen im kommunalen Naturschutz ebenso ausgezeichnet, Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) vom 29. Oktober 2007

Weblinks[Bearbeiten]