Zinke (Galerie)

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Die zinke in Berlin-Kreuzberg, Oranienstraße war eine Galerie. Sie wurde von dem Schriftsteller und Maler Robert Wolfgang Schnell, dem Lyriker und Holzschneider Günter Bruno Fuchs, dem Maler Sigurd Kuschnerus und dem Bildhauer Günter Anlauf im Jahr 1959 gegründet. Der Name war dem Rotwelsch entnommen und bedeutet unter Landstreichern eine Markierung an Häusern in dem Sinn: Hier wohnen freundliche Leute, die ein bisschen Geld oder Essen geben.

Die zinke entwickelte sich rasch zu einem Treffpunkt der Bohème mit Ausstellungen und Lesungen und sorgte maßgeblich dafür, dass sich das alte Arbeiter- und Kleinbürgerviertel Kreuzberg nach und nach zu einem Ort der Kunst im alten West-Berlin veränderte. Die Künstler waren allerdings schlechte Geschäftsleute und sprachen zu sehr dem Alkohol zu, sodass die Galerie bereits nach 3 Jahren schließen musste. Aber der Grundstein war gelegt und der aus einer Trödelhandlung hervorgegangene „Leierkasten (Kneipengalerie)“ von Kurt Mühlenhaupt machte mit den weitgehend identischen Leuten weiter. Dazu kam noch die Galerie am Abend und die Werkstatt Rixdorfer Drucke von Johannes Vennekamp und anderen. Aus diesem Kreis bildeten sich etwas später auch die Berliner Malerpoeten um Aldona Gustas, Günter Grass, Kurt Mühlenhaupt und Günter Bruno Fuchs heraus.

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