Zinkleimverband

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Zinkleimverband - darüber ein Tapeverband

Der Zinkleimverband ist ein Verbandverfahren, um verletzte Glieder zu stützen. Der Zinkleim ist eine Paste aus Zinkoxid, Bindemittel und Wasser. Damit getränkte Verbände werden um eine geschwollene oder verletzte Extremität gewickelt.

Die Industrie bietet elastische Mullbinden als Trägermaterial an. Manche Ärzte bevorzugen die unelastischen Zinkleimbinden. Die Technik, einen solchen Verband anzulegen, ist aufwendiger, die damit ausgeübte Kompression aber genauer zu dosieren.

Anwendung[Bearbeiten]

Schwellungen, die durch Verletzungen oder Störungen der Venenfunktion verursacht werden, lassen sich damit gut behandeln. Die betroffene Extremität wird einige Zeit gekühlt und hochgelagert, bis die Schwellung zurückgegangen ist. Dann wird, meistens unter Zuhilfenahme eines Trikotschlauches, der Zinkleimverband angelegt. Damit ist das maximale Volumen, das die Schwellung annehmen kann, begrenzt. Nach einigen Tagen ist der Verband locker und wird erneuert. Auf diese Weise kann man schrittweise die Schwellung zurückdrängen und im Gewebe einen normalen Stoffwechsel wiederherstellen. Auch bei Distorsionen kann dieser Verband eingesetzt werden, allerdings ist der stabilisierende Effekt weniger gut ausgeprägt, hier sind Tape-Verbände meistens überlegen.

Weblinks[Bearbeiten]

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