Zinksalbe

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Zinksalbe wird seit langer Zeit zur Wundbehandlung eingesetzt. Die Wirksamkeit der Zinksalbe beruht zum größten Teil auf der antiseptischen (also desinfizierenden) Wirkung des darin enthaltenen Zinkoxids. Weitere Bestandteile der Zinksalbe haben eine große Wasseraufnahmefähigkeit, weshalb Zinksalbe einen austrocknenden Effekt hat. Sie wird vor allem an Wundrändern verwendet, da sie das Aufweichen und damit das Ausbreiten der Wunde auf das umgebende Gewebe verhindern kann. Zur direkten Wundbehandlung ist sie nur eingeschränkt geeignet, da sie die Wunde austrocknet. In manchen Zinksalben ist zusätzlich Lebertran enthalten, der Vitamin A enthält. Vitamin A ist für den Aufbau und die Funktion epithelialer Gewebe nötig.

Zinksalben finden Anwendung bei chronischen Hautausschlägen, Flechten, Akne und Verbrennungen.

Zinkpaste[Bearbeiten]

Eine spezielle Form der Zinksalbe ist die Zinkpaste (lat. Pasta zinci). Sie eignet sich als Wundschutz und Basis für andere Pasten. Zusammensetzung: Österreichisches Arzneibuch (ÖAB): 1/4 Zinkoxid, 1/4 Talk und 2/4 gelbe Vaseline, Deutsches Arzneibuch (DAB10): 1/4 Zinkoxid, 1/4 Weizenstärke und 2/4 weiße Vaseline.

Zubereitung der Pasta zinci[Bearbeiten]

Zinkoxid und Talk werden sorgfältig gemischt, dann gesiebt, und mit der aufgeschmolzenen Vaseline zu einer homogenen Paste verarbeitet. Die Paste ist gelblichweiß. Selbst bei einem dünnen Aufstrich dürfen mit freiem Auge keine Partikel erkennbar sein.

Eigenschaften, Anwendung und Wirkung[Bearbeiten]

Zinkpaste wirkt abdeckend-schützend, aufsaugend, und zieht nicht in die Haut ein. Sie wird zur Vorbeugung und Behandlung von Windeldermatitis und Pickeln eingesetzt. Der Pastenfilm schützt hier die Haut vor Kot, den darin enthaltenen Verdauungsenzymen und Urin. Auch Schweiß auf der Haut wird von der Zinkpaste aufgenommen. Zinkpaste kann auch bei nässenden Hauterkrankungen wie zum Beispiel Herpes eingesetzt werden.

Quellen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

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