Zinn(II)-bromid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Zinn(II)-bromid
__ Sn2+     __ Br
Allgemeines
Name Zinn(II)-bromid
Andere Namen

Zinndibromid

Verhältnisformel SnBr2
CAS-Nummer 10031-24-0
PubChem 66224
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 278,51 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

5,12 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

215 °C[1]

Siedepunkt

623 °C[1]

Löslichkeit
  • löslich in Wasser mit teilweiser Zersetzung[2]
  • löslich in Ethanol, Ether, Pyridin und Aceton[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend

Achtung

H- und P-Sätze H: 314
P: 260​‐​303+361+353​‐​305+351+338​‐​301+330+331​‐​405​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 34
S: 20​‐​26​‐​36/37/39​‐​45​‐​60
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Zinn(II)-bromid ist eine anorganische chemische Verbindung des Zinns aus der Gruppe der Bromide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Zinn(II)-bromid kann durch Reaktion von Zinn mit Bromwasserstoffsäure gewonnen werden.[2]

\mathrm{Sn + 2 \ HBr \longrightarrow SnBr_2 + H_2}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Zinn(II)-bromid ist ein gelber etwas hygroskopischer und lichtempfindlicher Feststoff, der in Wasser unter teilweiser Zersetzung löslich ist.[1] Es besitzt eine Kristallstruktur vom Blei(II)-chlorid-Typ. Beim Erhitzen an Luft tritt teilweise Oxidation zu Zinn(IV)-Verbindungen ein.[2] Mit Halogeniden bildet es Halogenkomplexe.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j Datenblatt Zinn(II) bromide, 99.4% bei AlfaAesar, abgerufen am 21. Juli 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c Georg Brauer; Handbuch der präparativen anorganischen Chemie, Band I, S. 756; ISBN 3-432-02328-6
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4.  Arnold F. Holleman, Egon Wiberg, Nils Wiberg: Lehrbuch der anorganischen Chemie. Walter de Gruyter, 1995, ISBN 311012641-9, S. 965 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).