Zinn(II)-iodid

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Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Zinn(II)-iodid
Andere Namen

Zinndiiodid

Verhältnisformel SnI2
CAS-Nummer 10294-70-9
PubChem 25138
Kurzbeschreibung

gelber[1] bis roter Feststoff[2]

Eigenschaften
Molare Masse 372,52 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

5,28 g·cm−3 (25 °C)[2]

Schmelzpunkt

320 °C[2]

Siedepunkt

714 °C[2]

Löslichkeit
  • wenig löslich in Wasser[3]
  • löslich in Benzol[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​312​‐​332​‐​315​‐​317​‐​319Vorlage:H-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​335​‐​360
P: 201​‐​261​‐​280​‐​305+351+338​‐​308+313 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 61​‐​20/21/22​‐​36/37/38​‐​42/43
S: 53​‐​22​‐​26​‐​36/37/39​‐​45
Toxikologische Daten

100 mg·kg−1 (LD50Mausi.v.)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Zinn(II)-iodid ist eine anorganische chemische Verbindung des Zinns aus der Gruppe der Iodide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Zinn(II)-iodid kann durch Reaktion von Zinn mit Iod bei mehr als 600 °C gewonnen werden, wobei sich erst Zinn(IV)-iodid bildet, das mit überschüssigem Zinn zu Zinn(II)-iodid reagiert.[5]

\mathrm{Sn + I_2 \longrightarrow SnI_2}

Es kann auch durch Reaktion einer Zinn(II)-chloridlösung mit Kaliumiodid dargestellt werden.[6]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Zinn(II)-iodid ist ein gelber bis roter Feststoff,[2] der wenig löslich in Wasser ist. Er besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe C2/m (a = 1417 pm, b = 453,5 pm, c = 1087 pm, 92°, Z = 6).[3] Mit Halogeniden bildet es Halogenkomplexe.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Datenblatt Tin(II) iodide, ultra dry, 99.999% (metals basis) bei AlfaAesar, abgerufen am 23. Juli 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c d e f g h i j Datenblatt Tin(II) iodide, powder, 99.999% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 23. Juli 2013 (PDF).
  3. a b c  Jean D'Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1997, ISBN 3-540-60035-3, S. 740 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5.  Andrea Krüger: Strukturchemische Untersuchungen von neuen binären und ternären .... Herbert Utz Verlag, 1999, ISBN 389675472-6, S. 25 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6.  Anil Kumar De: A Text Book of Inorganic Chemistry. New Age International, 2007, ISBN 812241384-6, S. 377 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7.  Arnold F. Holleman, Egon Wiberg, Nils Wiberg: Lehrbuch der anorganischen Chemie. Walter de Gruyter, 1995, ISBN 311012641-9, S. 965 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).