Zinn(IV)-fluorid

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Kristallstruktur
Strukturformel von Zinn(IV)-fluorid
__ Sn3+     __ F
Allgemeines
Name Zinn(IV)-fluorid
Andere Namen

Zinntetrafluorid

Verhältnisformel SnF4
CAS-Nummer 7783-62-2
PubChem 134654
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 194,70 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

4,78 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

705 °C (Sublimation)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​312​‐​332
P: 280 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 20/21/22
S: 26​‐​27​‐​36​‐​36/39
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Zinn(IV)-fluorid ist eine anorganische chemische Verbindung des Zinns aus der Gruppe der Fluoride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Zinn(IV)-fluorid kann durch Reaktion von Zinn(IV)-chlorid mit Fluorwasserstoff gewonnen werden.[2]

\mathrm{SnCl_4 + 4 \ HF \longrightarrow SnF_4 + 4 \ HCl}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Zinn(IV)-fluorid ist ein farbloser äußerst hygroskopischer Feststoff, der sich in Wasser unter starkem Zischen löst.[2]

Die Verbindung besteht wie Blei(IV)-fluorid aus SnF6-Oktaedern die über gemeinsame äquatoriale Brücken mit jeweils vier SnF6-Oktaedern zu planaren Schichten verknüpft sind.[4][5]

Verwendung[Bearbeiten]

Zinn(IV)-fluorid wird als Zusatzstoff zur Kariesprophylaxe in Zahnpasta verwendet.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Datenblatt Tin(IV) fluoride, bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 9. August 2012 (PDF).
  2. a b c d Georg Brauer; Handbuch der präparativen anorganischen Chemie, Band I, S. 232; ISBN 3-432-02328-6
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4.  Arnold F. Holleman, Egon Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. Walter de Gruyter, 1995, ISBN 3110126419, S. 970 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5.  Catherine E. Housecroft, Edwin C. Constable: Chemistry: An Introduction to Organic, Inorganic and Physical Chemistry. Pearson Education, 2010, ISBN 0273733087, S. 769 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).