Zippora

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zippora, Tochter des Jitro (Botticelli)

Zippora ist eine biblische Gestalt. Sie ist die Tochter des Priesters Jitro (oder Jethro) von Midian. Sie wurde die Ehefrau des Mose.

Zippora gebar Mose zwei Söhne: Gerschom (dt. „Gast-dort“) und den jüngeren Eliéser (dt. „Gotthilf“). Als Mose von einer Erscheinung Gottes niedergerungen wurde, rettete Zippora sein Leben, indem sie ihren bis dahin unbeschnittenen Sohn Gerschom beschnitt und dann Mose mit der blutigen Vorhaut berührte. Diese Szene ist eine der dunkelsten und merkwürdigsten Passagen der Bibel (Ex 4,24–25 EU).

Es ist unklar, ob Zippora mit der im 4. Buch Mose erwähnten kuschitischen Ehefrau des Mose identisch ist, oder ob Mose sich eine zweite Frau genommen hat. Da Martin Luther in seiner Bibelübersetzung Kusch stets mit Mohr übersetzte, wurde lange diskutiert, ob Zippora vielleicht dunkelhäutig gewesen sein könnte.

Zippora in der Literatur[Bearbeiten]

In Marcel Prousts Eine Liebe von Swanns erwacht die Liebe des Protagonisten zu Odette de Crécy, als er eine Ähnlichkeit ihres Gesichts mit dem der Zippora-Darstellung Botticellis feststellt:

"[...], da fiel es Swann plötzlich auf, daß sie auf frappante Weise der Gestalt Sephoras [sic!], der Tochter Jethros auf einer der Fresken der Sixtinischen Kapelle glich."[1]


In dem Gedicht Die Ägyptischen Plagen: Die Wunden des Mose des albanischen Poeten Ridvan Dibra steht Zippora im Mittelpunkt. Das Gedicht endet mit den Worten: „Schön ist es und schwer, Prophetenfrau zu sein / Meine Zippora“.

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Band 1, Unterwegs zu Swann, Zweiter Teil: Eine Liebe Swanns, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1994, p. 324.

Weblinks[Bearbeiten]