Zitadelle von Saladin

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Die Zitadelle im 19. Jahrhundert

Die Zitadelle von Saladin (Salah al-Din) ist eine der wenigen erhaltenen befestigten Anlagen der Stadt Kairo und zugleich eine ihrer markantesten Sehenswürdigkeiten. Sie befindet sich auf einer Anhöhe, in ostsüdöstlicher Richtung vom Stadtzentrum aus gelegen.

Die Zitadellenanlage[Bearbeiten]

Die Zitadelle von Kairo
Die Mauern der Zitadelle von Kairo mit einer Festungspforte (vorne links im Bild) - Blick schräg nach oben gerichtet

Die Zitadellenanlage wurde zwischen 1176 und 1183 n. Chr. vom Ayyubidenkönig Salah al-Din errichtet, um die Stadt Kairo besser gegen die Angriffe der Kreuzritter verteidigen zu können.

Erst seit etwa 20 Jahren ist die Zitadelle für die Öffentlichkeit zugänglich. Von der Zitadelle aus genießt man einen weiten Blick über Kairo. Bei klarem Wetter sind die Pyramiden von Gizeh am Horizont zu erkennen. Gleich unterhalb der Festung liegt das islamische Zentrum Kairos; die Sultan-Hassan-Moschee und die Ibn-Tulun-Moschee sind ein Teil davon.
Die Dächer ihrer Häuser dienen den Großstadtbewohnern Kairos häufig als „Speicher“ oder Lageplatz. Sie sind in der Regel als Flachdächer mit Treppenaufgang angelegt.

Muhammad Ali Pascha(1769–1849) machte die Festung Anfang des 19. Jahrhunderts zu seinem Regierungssitz - noch in der Zeit, als er politisch in einem Abhängigkeitsverhältnis zu den Osmanen stand. Doch schon wenige Jahre später (1811) erklärte er die Unabhängigkeit Ägyptens von der osmanischen Oberherrschaft, nachdem er in der Zitadelle sämtliche 480 versammelten Mamlukenführer, die er zu einem Gastmahl geladen hatte, ermorden ließ. In der Zeit davor bildeten die Mamluken die Herrschaftselite Ägyptens. Letztere wurde weitgehend beseitigt beziehungsweise in die umliegenden Länder vertrieben. Neben der von ihm auf dem Zitadellenplateau errichteten Muhammad-Ali-Moschee befindet sich der „Schneckenbrunnen“, ein Schöpfbrunnen mit spiralförmigem Treppenhaus, der ursprünglich der Wasserversorgung der Zitadelle diente.

Muhammad-Ali-Moschee (Alabastermoschee)[Bearbeiten]

Nach einer Explosion im Pulverlager der Zitadelle im Jahr 1824 wurden einige zerstörte Gebäudeteile nicht mehr wieder aufgebaut. Statt dessen ließ Muhammad Ali zwischen 1828 und 1848 eine große Moschee im türkischen Stil errichten. Die über 80 m hohen Bleistiftminarette sind ihr Erkennungsmerkmal.

Man betritt zunächst einen großen Hof, in dessen Mitte sich ein Reinigungsbrunnen (hanafiyya) befindet. Er dient der rituellen Waschung vor dem Gebet.

Von diesem arkadenumkränzten Hof betritt man den Innenraum der Moschee, dessen alabasterverkleideten Wände der Moschee ihren gängigen Namen „Alabastermoschee“ gegeben haben. Eine 52 m hohe goldverzierte Kuppel überkrönt das mit dicken Teppichen ausgelegte Innere, vier kleinere Kuppeln in den Ecken und vier Halbkuppeln über den Seiten ergänzen diese.

Die ursprünglich der Beleuchtung dienenden Öllampen befinden sich mittlerweile im Museum und wurden durch elektrische Leuchten ersetzt - sie hängen kreisförmig von der Kuppel herunter und geben dem Ganzen einen schwerelosen Eindruck.

Wenn man sich das unten stehende Panoramabild genau ansieht, erkennt man, dass zwei reich verzierte Kanzeln (Minbar) vorhanden sind. Neben der großen (ältereren) Kanzel gibt es eine kleinere, die weiter in Richtung des Mihrab, der Gebetsnische, steht. So wurde der Gebetsraum erheblich vergrößert, denn kein Gläubiger darf hinter dem Vorbeter niederknien.

Weitere Besonderheiten der Zitadellenanlage[Bearbeiten]

Dem Zitadellenhügel (des Hügelgebiets Moqattam) fehlt ein Abschnitt; und es besteht die Möglichkeit, dass dieser zeitweise als Steinbruch von den Pharaonen benutzt wurde, vielleicht, um Sandstein für den Bau der großen Pyramiden von Gizeh zu gewinnen.

Die Zitadelle enthält darüber hinaus weitere Moscheen, unter anderem die Al-Nasir Muhammad Ibn Qalawun-Moschee, den Al-Gawhara Palast, das Militärische Museum und das Polizei-Museum.

Visuelle Eindrücke[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]