Zofia Posmysz

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Zofia Posmysz, Krakau 2007

Zofia Posmysz (verheiratete Zofia Posmysz-Piasecka; * 23. August 1923 in Krakau) ist eine polnische Redakteurin und Autorin.

Leben[Bearbeiten]

Als 18-Jährige wurde Zofia Posmysz 1942 von der Gestapo in Krakau beim Verteilen von Flugblättern verhaftet und wochenlang verhört und danach in deutsche Konzentrationslager verschleppt. Nach zweieinhalb Jahren im KZ Auschwitz-Birkenau (Frauenlager, Landwirtschaftskommando) kam sie ins KZ Ravensbrück, wo sie am 2. Mai 1945 von der US-Armee befreit wurde.

Nach dem Krieg studierte sie in Polen (Universität Warschau) und arbeitete bei Radio Polen als Kulturredakteurin. Ihr Hörspiel Pasażerka erschien 1962 als Buch.

Sie schuf das Hörspiel Pasażerka z kabiny 45 (Die Passagierin aus der Kabine 45). das sowohl als Vorlage zu Mieczysław Weinbergs Oper Die Passagierin als auch zum Drehbuch des Films „Pasażerka“ (Die Passagierin) von Andrzej Munk diente. Der Regisseur des Films starb bei einem Autounfall 1961 während der Dreharbeiten. Der Film wurde von seinen Mitarbeitern zu Ende geführt, die Uraufführung fand 1963 statt.

Zofia Posmysz, Krakau 2007

Werke[Bearbeiten]

Auf Polnisch erschienene Werke:

  • Znam katów z Belsen... (1945) (Ich kenne die Henker aus Belsen)
  • Pasażerka (1962; 1963 verfilmt von Andrzej Munk)
  • Przystanek w lesie (1965, Erzählungen) (Haltestelle im Walde)
  • Cierpkie głogi (1966, Drehbuch, verfilmt 1966 von Janusz Weychert) (Bittere Hagebutten)
  • Mały (1970, Drehbuch, verfilmt 1970 von Julian Dziedzina) (Der Kleine)
  • Wakacje nad Adriatykiem (1970), (Ferien an der Adriaküste)
  • Mikroklimat (1975), (Mikroklima)
  • Drzewo do drzewa podobne (1977), (Der Baum, an anderen Baum ähnelnd)
  • Cena (1978), (Der Preis)
  • Ten sam doktor (1981), (Derselbe Doktor)
  • Wdowa i kochankowie (1988), (Die Witwe und die Liebhaber)
  • Do wolności, do śmierci, do życia (1996), (Zur Freiheit, zum Tode, zum Leben)

Auf Deutsch erschienen;

Ehrungen[Bearbeiten]

  • 1964 - Auszeichnung - Ritterkreuz des Ordens Polonia Restituta (dt.: Orden der Wiedergeburt Polens, zweithöchste zivile Auszeichnung in Polen)
  • 1970 - Komturkreuz des Ordens Polonia Restituta
  • 1976 - Preis des Komitees für Rundfunk und Fernsehens für Erfolge im Gebiete der Hörspiele
  • 2007 - Witold-Hulewicz-Preis
  • 2008 - Preis des Ministers für Kultur "für bedeutende Erfolge in der Förderung polnischer Kultur"

Rezeption[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]