Zollernalb-Kaserne

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DeutschlandFlag of Germany (state).svg Zollernalb-Kaserne
Land Deutschland
Status aufgegeben 2014
Gemeinde Meßstetten
Koordinaten: 48° 11′ N, 9° 0′ O48.1870611111118.9960444444444Koordinaten: 48° 11′ 13,4″ N, 8° 59′ 45,8″ O
Erbaut 1963
Ehemals stationierte Einheiten
Fernmelderegiment 31
CAOC 4
Einsatzführungsbereich 1
6./Jägerbataillon 292
Stabs-/Unterstützungskompanie 12
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Zollernalb-Kaserne (Baden-Württemberg)
Zollernalb-Kaserne

Lage der Zollernalb-Kaserne in Baden-Württemberg

Die Zollernalb-Kaserne war eine Kaserne des Einsatzführungsdienstes der Luftwaffe in Meßstetten im baden-württembergischen Zollernalbkreis. Der Kasernenbereich war Stationierungsort des Einsatzführungsbereichs 1. Am Standort Meßstetten befanden sich weiterhin das zugehörige Control and Reporting Centre (CRC) (Rufzeichen „Sweet Apple“, Bunker „Martin“) und von 1963 bis 2014 das lokale HADR (Radar) der Stabs- und Unterstützungskompanie 12.

Geschichte[Bearbeiten]

Konzipiert wurde der Standort zu Zeiten des Kalten Krieges. Aus geographischen Gesichtspunkten war Meßstetten als höchstgelegene Region auf der Schwäbischen Alb ein besonders günstiger Standort für den Bau einer Radarstellung. Die Radarkuppel wurde auf dem „Weichenwang“ errichtet. Doch ist der Ort als Militärstandort wesentlich älter. Bevor das Radom aufgestellt wurde, gab es hier bereits einen Funkhorchposten.[1]

Im Jahr 1960 begann der Bundeswehr-Dienstteilbereich Luftwaffe auf dem „Geißbühl“ nordwestlich des Truppenübungsplatzes Heuberg (Gemarkung Meßstetten) mit dem Bau einer unterirdischen Luftwaffenkampfführungsanlage, dem sogenannten Bunker „Martin“. Er ermöglichte ein 30-tägiges, von der Außenwelt unabhängiges Leben.

Am 4. Juli 1963 nahm eine Abteilung von 450 Soldaten des am 24. Mai 1960 in der Boelcke-Kaserne in Ulm aufgestellten ersten Luftraumüberwachungsverbandes (I./Fernmelderegiment 31) die Kaserne und den Betrieb der Luftwaffenkampfführungsanlage mit Radar- und Funkgeräten auf.[2][3] Nach Fertigstellung von Bunker „Martin“ im August 1964 wurden auch das CRC der Luftwaffe und das NATO-Combined Air Operations Centre 4 (CAOC 4) in Betrieb genommen. Das CAOC 4 wurde im Jahre 2008 außer Dienst gestellt und aufgelöst.

Infolge der 2010 beschlossenen grundlegenden Bundeswehrreform wurde am 26. Oktober 2011 im Bundeskabinett das Stationierungskonzept 2011 durch Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) vorgestellt, das für den Standort Meßstetten die signifikante Reduzierung von 840 Dienstposten auf 20, sowie die Auflösung des 6./Jägerbataillons 292 und des Einsatzführungsbereichs 1 vorsah.[4] Dies bedeutete die Schließung der Kaserne zum Ende des Jahres 2013. Lediglich eine Radarstation des Abgesetzten Technischen Zuges 249 der Luftwaffe in der Nähe der Kaserne blieb erhalten.[1]

Am 1. Oktober 2013 stellte Oberstleutnant Volker Engelmann, amtierender Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 1 und zugleich Standortältester, den Betrieb im Bunker „Martin“ ein. Der Einsatzführungsbereich wurde im Rahmen eines Appells vor zahlreichen Ehrengästen aufgelöst. Vom Standort Meßstetten, der in seiner Hochbetriebszeit bis zu 2000 Soldaten und zivile Mitarbeiter beschäftigte, bleiben vom 1. Januar 2014 nur noch 20 Dienstposten übrig.[5] Ab Oktober 2014 sollen die Betten der Kaserne als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt werden.[6] Von einem Technikgebäude aus wird der BOS-Funk koordiniert.

Trivia[Bearbeiten]

Im benachbarten Lautlingen gedenkt die Bundeswehr jährlich der im Widerstand gegen den Nationalsozialismus getöteten Stauffenberg-Brüder.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Holger Much: Fledermaus in Riesenkuppel. In: Südwest Presse vom 29. Oktober 2011
  2. Mit Appell und Serenade verabschiedet. In: Südkurier vom 1. Oktober 2004
  3. Eine Ära geht zu Ende. Auflösung des Radarführungsregimentes zwei. In: Zollern-Alb-Kurier vom 30. September 2004
  4. Die Auswirkungen des Stationierungskonzeptes im Bundesland Baden-Württemberg. Bundesministerium der Verteidigung, 26. Oktober 2011, abgerufen am 26. Oktober 2011 (PDF; 233 kB).
  5. Hermann-Peter Steinmüller (hps): Bundeswehr holt in Meßstetten die Flagge ein. In: Südkurier vom 2. Oktober 2013
  6. (mai): Zollernalbkaserne. In: Schwarzwälder Bote vom 21. August 2014.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]