Zombie (Lied)

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Zombie ist ein im September 1994 veröffentlichtes Lied der irischen Band The Cranberries. Es war die erste Singleauskopplung aus No Need to Argue und die dritte der Band insgesamt. Der von Dolores O'Riordan geschriebene Text behandelt den Nordirlandkonflikt. Aufgenommen wurde der Song 1994 in den Windmill Lane Studios in Dublin, produziert von Stephen Street und veröffentlicht vom Label Island Records.

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Zombie
  DE 1 14.11.1994 (27 Wo.) [1]
  AT 2 25.12.1994 (20 Wo.) [2]
  CH 2 22.01.1995 (29 Wo.) [3]
  FR 1 25.02.1995 (24 Wo.) [4]
  IR 3 22.09.1994 (11 Wo.) [5]
  AU 1 06.11.1994 (21 Wo.) [6]
  NL 1 19.11.1994 (16 Wo.) [7]
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Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Zombie gilt als Protestsong gegen den Nordirlandkonflikt. Den Text des Liedes schrieb Dolores O'Riordan während einer Tour der Band 1993 in England in Erinnerung an zwei Kinder (Jonathan Ball und Tim Parry), die während eines Bombenanschlags der IRA am 20. März 1993 in Warrington getötet wurden.[8] Wesentliche Passagen beziehen sich auf den Osteraufstand 1916 und seine traumatischen Folgen.

Im Text heißt es so unter anderem:

„It’s the same old theme since 1916. In your head, In your head they’re still fightin’ with their tanks and their bombs and their bombs and their guns. In your head, In your head they are dyin’.“

The Cranberries, “Zombie”

Frederic C. Millet interpretiert Zombie als Metapher, dass Krieg und Gewalt jeden zum Töten ohne Grund befähigen, gleichsam wie Roboter oder als Untote des damaligen Aufstands. In einer weiteren Textzeile würde die Sinnlosigkeit des gewaltsamen Konflikts durch „What’s in your head, Zombie“ bestärkt. Gleichsam befrage O'Riordan ihr Publikum, warum Irland und England sich nach all den Jahren noch bekämpfen würden, wie etwa in der Textzeile „In your head they’re still fighting“.[9]

Stil[Bearbeiten]

Stilistisch ist der Titel für die Band eher untypisch mit einem E-Gitarren-Riff ausgestattet, welcher ihm einen Post-Grunge- bzw. Alternative-Rock-Charakter verleiht. Das in E-Moll gehaltene Lied steht im 4/4-Takt. Das Intro, die ostinate Akkordfolge Em-C-G-D, wird ruhig von einer unverzerrten E-Gitarre gespielt. Später kommen eine verzerrte E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug und ein Tamburin zum Einsatz, was insgesamt eine Steigerung der Lautstärke und der Dynamik bis hin zum Refrain bewirkt. Der weibliche Gesang ist zeitweise zweistimmig und wird ebenfalls im Refrain ausdrucksstärker. Die ruhigeren Strophen und der dynamischere Refrain wiederholen sich zwei Mal und werden durch Solopassagen von E-Gitarre und Bass unterbrochen bis das Lied wiederum leise endet.

Musikvideo[Bearbeiten]

Das Musikvideo wurde im Sommer 1994 veröffentlicht und von Doug Friedman bei H.S.I. Productions produziert. Wie bei allen Singleveröffentlichungen des Albums „No need to argue“ führte Samuel Bayer die Regie. Das überwiegend in Schwarz-Weiß gehaltene Video kritisiert die fortlaufende Gewalt im Nordirlandkonflikt bis zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung. In einer ersten Szene wird die Band in einer Baracke ohne Publikum spielend gezeigt. Eine weitere farbige Szene steht die Sängerin Dolores komplett in Gold gekleidet vor einem Kreuz in Gegenwart von Kindern, die wiederum silbern geschminkt sind. Eine dritte schwarz-weiße Szene zeigt die Kinder in einer Straße kriegspielend und britische Soldaten Autos kontrollieren.

Erfolge[Bearbeiten]

Zombie war das erfolgreichste Lied der Cranberries und ihr einziger Nummer-eins-Hit. In Deutschland erhielt der Song eine Platin-Schallplatte[10], in Österreich Gold[11]. 1995 gewann Zombie den MTV Europe Music Award für den besten Song.[12]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Bandbiografie auf Laut.de
  2. a b AustrianCharts.at
  3. a b Hitparade.ch
  4. a b LesCharts.com
  5. a b IrishCharts.ie
  6. a b Australian-Charts.com
  7. a b DutchCharts.nl
  8. Buckley, Peter; Buckley, Jonathan (2003). The Rough Guide to Rock. Rough Guides. S. 241., ISBN 1843531054
  9. Frederick C. Millett:The Easter Rising and Its Effect on Irish Literature and Music
  10. Bundesverband Musikindustrie: Gold/Platin-Datenbank
  11. Verband der österreichischen Musikwirtschaft: Gold & Platin-Datenbank
  12. Chartking: MTV Europe Music Awards (EMA)