Zoo Dortmund

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Zoo Dortmund
Zoo Dortmund.svg
Vollständiger Name Zoo Dortmund
Motto Der Park unter den Zoos
Ort Mergelteichstraße 80
44225 Dortmund
Fläche 28 Hektar
(11 Hektar Erweiterungsgebiet)
Eröffnung 24. Mai 1953
Tierarten 227 Tierarten
Individuen ca. 1750 Tiere
Artenschwerpunkte Tiere Südamerikas
Organisation
Leitung Frank Brandstätter (Direktor)
Trägerschaft Stadt Dortmund
Förderorganisationen Zoofreunde Dortmund e. V.

Förderverein Kinder und Zoo Dortmund e. V.

Mitglied bei WAZA, EAZA, VDZ
http://zoo.dortmund.de/
Zoo Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Zoo Dortmund
51.4744444444447.4708333333333Koordinaten: 51° 28′ 28″ N, 7° 28′ 15″ O

Der Zoo Dortmund wurde am 24. Mai 1953 von der damaligen „Zoo-Gesellschaft Dortmund e. V.“ über dem Grubenfeld der ehemaligen Zeche Glückaufsegen südlich des Rombergparks als Tierpark Dortmund eröffnet.

Übersicht[Bearbeiten]

Auf einer Gesamtfläche von 28 Hektar finden sich heute ca. 1750 Tiere in 227 Arten.[1] Der Zoo Dortmund konzentriert sich auf die Haltung und Zucht südamerikanischer Tierarten und ist führend in der Zucht des Großen Ameisenbären, des Tamanduas und des südamerikanischen Riesenotters. Zu den Attraktionen zählen das Regenwaldhaus „Rumah hutan“, das Amazonashaus, das Tamanduahaus, das Giraffenhaus, das Otterhaus und das im Jahr 2006 eröffnete Nashornhaus.

Im Rahmen der „Welt-Zoo-Naturschutzstrategie“ gibt es folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Haltung und Zucht seltener Tierarten
  • Schaffung eines naturkundlichen und artenschützenden Bewusstseins in der Bevölkerung
  • Erholungs- und Bildungsangebot für Besucher
  • Auswilderungsprogramme

Verwaltung[Bearbeiten]

  • Zoodirektor: Frank Brandstätter
  • Stellvertretende Direktorin und Kuratorin: Ilona Schappert
  • Veterinärin: Christine Osmann

Geschichte des Zoos[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 belegte der Zoo Dortmund im stern-Zootest von 39 getesteten Zoos den 5. Platz. Im Zootest aus dem Jahre 2008 erreichte der Dortmunder Zoo, zusammen mit dem Zoo Duisburg, den 12. Platz mit einem Notendurchschnitt von 2,06. Es wurde nach Schulnoten bewertet.

Im Jahr 2002 wurde die Dokumentationsreihe Ein Doc für alle Felle im Zoo Dortmund gedreht und wurde durch ihren Erfolg zum Vorreiter der „Zooserien“ wie Elefant, Tiger & Co., Panda, Gorilla & Co. etc.

Ende 2011 ist ein vergrößertes Gehege für die vom Aussterben bedrohten Amur-Leoparden eröffnet worden.

Die Dortmunder Zoodirektoren[Bearbeiten]

  • 1953–1959: Gartenbaudirektor Konrad Glocker
  • 1959–1974: Walter Simanowski
  • 1974–2000: Wolf Bartmann
  • 2000–2001: Ilona Schappert (kommissarische Leitung)
  • 2001–heute: Frank Brandstätter

Artenschutz und Zuchterfolge[Bearbeiten]

Der Zoo Dortmund züchtet erfolgreich Tierarten, die von der IUCN als gefährdet eingestuft werden, wie beispielsweise Große Ameisenbären und Riesenotter. Für diese beiden Arten gibt es ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP), dessen Zuchtbücher vom Zoo Dortmund geführt werden.[2]

Weitere international anerkannte Zuchterfolge gibt es bei den Angola-Giraffen, Tapiren, Jahrvögeln und vielen anderen südamerikanischen Arten.

  • Der Zoo Dortmund hat in den letzten Jahren als einziger Zoo in Europa erfolgreich Oncillas nachgezogen.
  • Am 11. Juni 2013 wurde das 61. Ameisenbärenbaby im Zoo geboren. Damit ist der Zoo Dortmund weltweit führend in der Nachzucht dieser bedrohten Tierart.
  • Im Juni 2013 wurde das 32. Tamanduababy im Zoo Dortmund geboren. Damit ist der Zoo Dortmund auch bei diesen Nebengelenktieren weltweit führend.
  • Am 21. April 2014 wurde Breitmaulnashornbaby Abebi geboren.

Parkteile[Bearbeiten]

Der Dortmunder Zoo ist zum Teil geographisch geordnet. So gibt es die inoffiziellen Parkteile: Afrika, Asien, Australien und Südamerika. Hinzu kommen viele Gehege, die nicht geographisch geordnet sind, wie im Anfangsbereich zwischen Eingang und den Seelöwen.

  • Asien und Australien bestehen aus verschiedenen Gehegen, in denen sich z.B. Hirschziegen- sowie Nilgau-Antilopen befinden. Jedoch liegt das „Zentrum“ Südost-Asiens im Bereich des Anfangs des Zoos. Dort befindet sich das Regenwaldhaus „Rumah hutan“ [siehe unter Besonderheiten]. Rote Riesenkängurus, Emus und Wellensittiche repräsentieren Australien.
  • Auf einem relativ großen Areal mitten im Zoo befindet sich der Spielplatz.

Besonderheiten[Bearbeiten]

  • Es gibt im Dortmunder Zoo einige in Europa einmalige Zusammenstellungen von Tiergehegen: Im Regenwaldhaus „Rumah hutan“ leben Sumatra-Orang-Utans und Schabrackentapire zusammen. Im Tamanduahaus sind Große Ameisenbären, Tamanduas, Zweizehenfaultiere, Braunhaar- oder Borstengürteltiere, Sechsbindengürteltiere und Neunbindengürteltiere untergebracht.
  • Der Zoo Dortmund hält und züchtet einige Kleinkatzenarten, die nur sehr selten gezeigt werden, wie z. B. Jaguarundi, Margay, Oncilla, Ozelot, Serval oder die Amurkatze.
  • Der Zoo Dortmund züchtet als einziger europäischer Zoo neben dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg erfolgreich die stark bedrohten südamerikanischen Riesenotter und beherbergt das älteste lebende Exemplar dieser Art in einem Zoo.
  • Derzeit kann in sieben verschiedenen Tierhäusern im Zoo geheiratet werden.
  • Bollerwagen- und Rollstühle können kostenlos ausgeliehen werden.
  • Es gibt eine begehbare Schleiereulen- und Steinkauz-Voliere.
  • Mit so genannten „Tierpfleger-Sprechstunden“ werden Zoo-Besuchern besondere Einblicke in den Arbeitsalltag gegeben. Über den Tag verteilt berichten Pfleger an verschiedenen Treffpunkten über die Lebensweisen der Tiere und vermitteln somit interessante Informationen.
  • Im Dortmunder Zoo lebte auch der einzige in einem Zoo lebende Albino-Seebär Rubio. Er starb am 13. April 2013, möglicherweise durch den Verzehr zweier Erdkröten vergiftet.

Der Zoo als Bildungsstätte[Bearbeiten]

  • Der Zoo Dortmund bietet speziell für Schulklassen (auch im Zusammenarbeit mit dem schulbiologischen Zentrum der Stadt Dortmund) Themenführungen an.
  • Führungen zu gewünschten Themen jeglicher Art und Kindergeburtstags-Führungen können ganzjährig gebucht werden.
  • Jeweils in den Oster-, Sommer- und Herbstferien werden für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren pädagogisch gestaltete Kinderferienprogramme angeboten.
  • Es gibt einen Zooführer für Blinde und Sehbehinderte.

Gastronomie[Bearbeiten]

Es gibt die Waldschenke (Restaurant mit Bedienung), den Waldkiosk, die Mandelbude, viele mobile Eis- und Getränkestände und den Kiosk am Eingang.

Statistik[Bearbeiten]

Die nachfolgende Statistik bezieht sich auf das Jahr 2013.[1]

Tiere im Zoo

Die durchschnittliche Besucherzahl pro Jahr der letzten 10 Jahre beträgt 631.707 Besucher (Stand: 2005).

Galerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zoo Dortmund – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Zahlen zu Tieren und Arten auf dortmund.de, abgerufen am 8. Mai 2014.
  2. Complete List of EEPs and ESBs auf der Website der EAZA, abgerufen am 4. September 2014.