Zsa Zsa Gabor

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Zsa Zsa Gabor [ʒɒ ʒɒ ɡaːbor] (* wahrscheinlich 6. Februar 1917 als Zsuzsanna Gábor in Budapest) ist eine US-amerikanisch-ungarische Schauspielerin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Zsa Zsa Gabor wurde als zweite Tochter des ungarischen Soldaten Vilmos Gabor und seiner Frau Jólie Sari (* 1894; † 1997) in Budapest geboren, vor Eva Gabor und Magda Gabor. Alle drei Schwestern galten als außergewöhnlich attraktiv und pflegten einen extravaganten Lebensstil. 1936 gewann sie 19-jährig einen Schönheitswettbewerb zur „Miss Ungarn“. Nach einer Ausbildung an der Wiener Musikakademie gab Richard Tauber ihr eine Rolle in der Operette «Der Singende Traum». 1941, nach der ersten geplatzten Ehe mit einem türkischen Diplomaten, folgte sie ihrer Schwester Eva nach Hollywood, um wie diese dort als Schauspielerin zu arbeiten. Bekanntheit erlangte sie vor allem durch unzählige öffentliche Affären, Skandale, Scheidungen und Beleidigungsprozesse, die ihr sogar einen kurzen Gefängnisaufenthalt bescherten. Sie wirkte ab 1952 in etwa 50 zumeist kleineren Filmen und in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, wofür sie 2004 mit der Mitgliedschaft in der „B-Movie Hall Of Fame“ geehrt wurde

Am 27. November 2002 war Zsa Zsa Gabor in einen Verkehrsunfall verwickelt, seitdem sitzt sie im Rollstuhl. Sie erhielt 2 Mio Dollar Schadensersatz. Am 6. Juli 2005 erlitt sie einen Schlaganfall.

[Bearbeiten] Ehen

Auf Grund ihres durch ihre Kurzehen mit Millionären angesammelten Vermögens, insbesondere Immobilien und Schmuck sowie ihrer eigenen diesbezüglich eindeutigen Aussagen und der Vermarktung dieses Images, wird sie in Ephraim Katz' „The Film Encyclopedia“ als „teuerste Kurtisane seit Madame de Pompadour“ bezeichnet. Neben ihrer erfolgreichen Präsenz als „celebrity“ und „socialite“ verblasst ihre Filmkarriere, die hauptsächlich Rollen in B-Movies aufweist.

  1. 1937 - 1941 Burhan Belge (* 1899; † 1967), Pressechef des türkischen Außenministeriums. Er wurde später als Schriftsteller und Diplomat bekannt.
  2. 1942 - 1947 Conrad Nicholson Hilton (* 1887; † 1979), Hilton-Hotel-Gründer, mit dem sie die einzige Tochter Constance Francesca Hilton hat.
  3. 1949 - 1954 George Sanders (* 1906; † 1972), Schauspieler, der später Zsa Zsas Schwester Magda heiratete. Gabor hatte während dieser Ehe eine Beziehung mit Porfirio Rubirosa, einem dominikanischen Diplomaten und internationalen Playboy. Sie lehnte ab, George Sanders zu verlassen, um Rubirosa zu heiraten. Rubirosa hatte daraufhin eine Kurzzeitehe mit Barbara Hutton, um anschließend wieder seine Beziehung zu Zsa Zsa aufzunehmen.
  4. 1964 - 1966 Herbert Hunter, Finanzberater.
  5. 1966 - 1967 Joshua S. Cosden, Jr., Geschäftsmann.
  6. 1975 - 1976 Jack W. Ryan (* 1926; † 1991), ein Designer der Barbie-Puppe.
  7. 1977 - 1982 Michael O'Hara, Anwalt. Zsa Zsa Gabor hielt 1982 eine Heiratszeremonie mit Felipe de Alba ab. Diese Heirat war von zweifelhafter Legalität, da Zsa Zsa noch mit Michael O'Hara verheiratet war (siehe auch: Bigamie) und die Zeremonie zwar von einem Schiffskapitän, jedoch nicht in internationalen Gewässern abgehalten wurde. Die Ehe, die im übrigen nur einen Tag dauerte, war darum aus mehreren Gründen ungültig und musste nicht annulliert werden.
  8. 1986 - heute Frédéric von Anhalt

[Bearbeiten] Nachkommen der Prinzen von Anhalt und Grafen Askanien

Gabor hat eine leibliche Tochter, Constance Francesca Hilton. Sie adoptierte aber auch gemeinsam mit ihrem Ehemann Frédéric von Anhalt 2006/07 mehrere erwachsene Männer. Darunter:

  1. Marcus Eberhard Edward Prinz von Anhalt, Herzog zu Sachsen und Westfalen, Graf von Askanien (um 1969 als Marcus Eberhardt geboren; mehrfach vorbestrafter Besitzer mehrerer Bordelle; adoptiert im April 2006)
  2. Oliver Leopold Prinz von Anhalt, Herzog zu Sachsen und Westfalen, Graf von Askanien (um 1967 als Oliver Bendig geboren; besitzt Immobilien und zwei Stripteaseclubs in Los Angeles; stammt ursprünglich aus Berlin)
  3. Michael Maximilian Prinz von Anhalt, Herzog zu Sachsen und Westfalen, Graf von Askanien (um 1967 als Michael Killer geboren; wurde Zahntechniker, arbeitete als Autoverkäufer und eröffnete mit 22 Jahren einen Fitnessclub – inzwischen gibt es sieben Fitnessstudios namens "Killer Sports"; verkauft Möbel, organisiert Partys und vermietet Autos)

[Bearbeiten] Filmografie (Auswahl)

  • 1952: Männer machen Mode (OT Lovely to Look at)
  • 1952: Wir sind gar nicht verheiratet (OT We're Not Married!)
  • 1952: Moulin Rouge
  • 1953: War es die große Liebe?
  • 1953: Lili
  • 1954: Staatsfeind Nr. 1
  • 1954: Sangre y luces
  • 1954: Im Zirkus der drei Manegen
  • 1954: Ball der Nationen
  • 1955: Climax! (TV-Serie)
  • 1956: The Milton Berle Show (TV-Serie)
  • 1956: The Ford Television Theatre (TV-Serie)
  • 1956: Sneak Preview (TV-Serie)
  • 1956: König der Hochstapler (OT Death of a Scoundrel)
  • 1957: The Life of Riley (TV-Serie)
  • 1957: The Girl in the Kremlin
  • 1957: Playhouse 90 (TV-Serie)
  • 1958: Tatort Apartment 310 (OT The Man Who Wouldn't Talk)
  • 1958: Shower of Stars (TV-Serie)
  • 1956-1958: Matinee Theatre (TV-Serie)
  • 1958: Im Zeichen des Bösen (OT Touch of Evil)
  • 1958: In der Krallen der Venus (OT Queen of Outer Space)
  • 1959: For the First Time
  • 1959: Lux Playhouse (TV-Serie)
  • 1960: La contessa azzurra
  • 1960: Ninotchka (Fernsehfilm)
  • 1956/1961: General Electric Theater (TV-Serie)
  • 1962: Der Weg nach Hongkong (TV-Serie)
  • 1962: Boy's Night Out
  • 1966: The Rounders (TV-Serie)
  • 1966: Das Kabinett der blutigen Hände
  • 1966: Meine bezaubernde Gräfin
  • 1967: Bonanza (TV-Serie)
  • 1967: Jack of Diamonds (TV-Serie)
  • 1968: Batman (TV-Serie)
  • 1968: The Name of the Game
  • 1969: Bracken's World (TV-Serie)
  • 1971: Mooch goes to Hollywood
  • 1971: Night Gallery (TV-Serie)
  • 1972: Kommandosache 'Nackter Po' (OT Up the Front)
  • 1976: As the World Turns (Fernsehserie)
  • 1976: Won Ton Ton, der Hund der Hollywood rettete
  • 1977: 3 Girls 3 (TV-Serie)
  • 1978: Every Girl Should Have One
  • 1979: Supertrain (TV-Serie)
  • 1980: Hollywood, ich komme
  • 1980: The Love Boat (TV-Serie)
  • 1981: The Goodwill Industries Telethon
  • 1981: The Facts of Life (TV-Serie)
  • 1981: As the World Turns (TV-Serie)
  • 1983: Matt Houston (TV-Serie)
  • 1984: Frankenstein's Great Aunt Tillie
  • 1986: Charlie Barnett's Terms of Enrollment
  • 1987: Johann Strauss - Der König ohne Krone
  • 1991: The Fresh Prince of Bel-Air (TV-Serie)
  • 1992: Blöd und blöder (OT The Naked Truth)
  • 1993: Happily Ever After (Stimme)
  • 1996: Die Brady Family 2

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Literatur

  • Gerold Frank: Zsa Zsa Gabor. Die Geschichte meines Lebens. Non-Stop-Bücherei, Berlin 1961.
  • Zsa Zsa Gabor: One lifetime is enough. Delacorte Press, New York 1991, ISBN 0-385-29882-X (zusammen mit Wendy Leigh)

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Zsa Zsa Gabor – Bilder, Videos und Audiodateien
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