Zu spät für Helden – Antreten zum Verrecken

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Filmdaten
Deutscher Titel Zu spät für Helden – Antreten zum Verrecken
(Alternativtitel: Himmelfahrtskommando Okinawa)
Originaltitel Too Late the Hero
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1970
Länge 145 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Robert Aldrich
Drehbuch Robert Aldrich
Lukas Heller
Robert Sherman
Produktion Robert Aldrich
Walter Blake
Musik Gerald Fried
Kamera Joseph F. Biroc
Schnitt Michael Luciano
Besetzung

Zu spät für Helden – Antreten zum Verrecken (Originaltitel: Too Late the Hero) ist ein von Robert Aldrich inszenierter Kriegsfilm mit Cliff Robertson und Michael Caine in den Hauptrollen. Der Schauplatz des Films ist eine Insel im Pazifikraum während des Zweiten Weltkriegs.

Handlung[Bearbeiten]

Lieutenant Lawson ist Angehöriger der US Marine und wird in seiner Tätigkeit als Linguist auf eine Insel in den Neuen Hebriden abgeordnet, wo er eine britische Militäroperation unterstützen soll.[1] Ein Konvoi der US Marine soll in naher Zukunft die Nordküste der Insel passieren, die von den Japanern kontrolliert wird. Das Ziel der Operation ist es, den japanischen Funksender zu zerstören, um eine Meldung des Konvois zu verhindern. Darüber hinaus soll Lawson einen gefälschten Funkspruch absetzen, der die Japaner in Sicherheit wiegen soll. Der befehlsführende Offizier des Kommandounternehmens ist Captain Hornsby, der immer wieder durch leichtsinnige Order das Leben seiner Männer riskiert. Private Hearne ist der Sanitäter der Gruppe und nur schwer von der Sinnhaftigkeit des Unternehmens zu überzeugen. Als das Kommando den japanischen Außenposten schließlich erreicht, sind bereits große Verluste zu beklagen. Beim Versuch den Funksender zu zerstören, entdecken die Soldaten einen bisher unbekannten japanischen Flugplatz. Der japanische Widerstand nötigt das Kommando sich zurückzuziehen, verfolgt von Major Yamaguchi, der verhindern möchte, dass die Gegenseite von dem geheimen Flugplatz erfährt. Lediglich Lawson und Hearne erreichen wieder das offene Feld, das die britische Militärbasis umgibt. Beim Versuch, das Feld zu überqueren und in Sicherheit zu gelangen, wird Lawson von einer Kugel tödlich getroffen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein im Pazifikkrieg spielender, hart inszenierter Abenteuerfilm, dem die Zweifel am Heldentum ebenso wie das blutige Geschehen zur bloßen Spannungsmache dienen.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Obwohl der Film eigentlich die Absicht verfolgt, Krieg als ergebnisloses System von Täuschungen darzustellen, untergräbt er diese Absicht selbst und begnügt sich stattdessen mit der Darstellung des üblichen Dschungelkriegs.“

Roger Greenspun[3]

„Ein ordentliches Melodram vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs. Michael Caine und Cliff Robertson spielen zwei Widersacher, die sich beim Versuch, einen japanischen Funksender zu zerstören, zu respektieren lernen.“

Variety[4]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  • Die Dreharbeiten begannen im Januar 1969 und dauerten sechs Monate.[5] Zu spät für Helden wurde überwiegend auf den Philippinen gedreht.[6]
  • Tag der Erstaufführung war in der BRD der 5. Februar 1971.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. David Bishop: Starring Michael Caine. London 2003, ISBN 1-903111-57-9, S.212ff.
  2. Katholisches Institut für Medieninformation (KIM) und Katholische Filmkommission für Deutschland (Hrsg.): Lexikon des internationalen Films. Das komplette Angebot in Kino, Fernsehen und auf Video. Band V-Z, Rowohlt, Hamburg 1995, ISBN 3-499-16357-8, S. 6668
  3. http://movies.nytimes.com/movie/review?res=9902E2D81439E63BBC4951DFB366838B669EDE (letzter Zugriff: 3. November 2010)
  4. http://www.variety.com/review/VE1117795797.html?categoryid=31&cs=1 (letzter Zugriff: 3. November 2010)
  5. Bishop 2003, S.214
  6. Drehorte (letzter Zugriff: 3. November 2010)
  7. Lexikon des internationalen Films. Band V-Z, Hamburg 1995, S. 6668