Zuckerei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zuckerei

Zuckerei ist ein Dessert, das zubereitet wird, indem ein Ei mit Zucker zu einem dicken Schaum aufgeschlagen wird. In Polen, Litauen, Estland und Russland ist es als Gogel-Mogel bekannt, in Deutschland findet sich landschaftlich auch die Bezeichnung Goggelmoggel,[1] die als Name für die Figur Humpty Dumpty in der deutschen Übersetzung von Lewis Carrolls Alice im Wunderland dient. Je nach Rezept wird nur Eigelb oder auch das ganze Ei verwendet. Mit Weingeist wird aus dem Zuckerei Eierlikör, mit anderen Spirituosen vermischt Eierpunsch.

In den 1950er Jahren war es eine preiswertere Alternative zu Pudding und ein verbreitetes Stärkungsmittel. Man gab es Schwächelnden, z. B. kranken oder untergewichtigen Kindern, wegen seines hohen Eiweißgehaltes, zum Teil auch mit Rotwein angerührt zur Kräftigung (Blutbildung).

Diese Süßspeise ist heute nicht mehr so verbreitet, möglicherweise aufgrund der Angst vor Salmonellen in rohen Eiern.

Siehe auch: Zabaglione, Chaudeau

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verzeichnis küchentechnischer Begriffe und baltischer Ausdrücke in "Baltisches Kochbuch" von Brigitte von Samson-Himmelstjerna, 1957, Verlag Harro v. Hirschheydt, Hannover Döhren