Zufallsgewinnsteuer

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Die Zufallsgewinnsteuer (engl. windfall profits tax) ist eine Sondergewinnsteuer, die auf windfall profits erhoben wird.

In den USA wurde 1980 eine entsprechende Steuer auf Grund von plötzlichen Mehrgewinnen von Ölfirmen in Zusammenhang mit dem damaligen arabischen Ölembargo eingeführt und im Jahr 1988 wieder abgeschafft.

In Großbritannien wurde 1997 durch die Labour-Regierung eine windfall tax auf privatisierte Versorgungsunternehmen, die ein Monopol innehielten, erhoben, die einen Teil der als unverhältnismäßig hoch angesehenen Gewinne wieder abschöpfen sollte.[1]

Die OECD kritisierte, dass eine windfall tax oft nicht diejenigen treffe, die die übermäßigen Gewinne erhielten, weil dieser Personenkreis die betreffenden Aktien bereits weiterverkauft habe.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Rebecca Strätling: Die Aktiengesellschaft in Grossbritannien im Wandel der Wirtschaftspolitik. Ein Beitrag zur Pfadabhängigkeit der Unternehmensordnung, Lucius und Lucius, 2000, ISBN 3-8282-0128-8, S. 134 f.