Zug der Erinnerung

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Im KZ Auschwitz-Birkenau sollte die Ausstellung am 8. Mai 2008 enden.
Im KZ Auschwitz-Birkenau sollte die Ausstellung am 8. Mai 2008 enden.
Der Zug in Kiel, 7.-9. April 2008
Der Zug in Kiel, 7.-9. April 2008
Diese Dampflokomotive vom Typ P 8 zieht den Zug.
Diese Dampflokomotive vom Typ P 8 zieht den Zug.

Der Zug der Erinnerung ist eine „rollende Ausstellung“ in Deutschland, die 2007 und 2008 an die Deportation von mehreren hunderttausend Kindern aus Deutschland und dem übrigen Europa auf dem Schienennetz, mit dem Personal und rollendem Material der damaligen Reichsbahn in die Konzentrations- und Vernichtungslager erinnert. Durch den Fokus auf eine Gruppe von Opfern soll der jungen Generation die innerliche Identifizierung mit den Opfern der Shoa erleichtert werden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der gemeinnützige Verein Zug der Erinnerung wurde im Juni 2007 gegründet. Am 20. August 2007 erläuterte er in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee das Konzept der Ausstellung und kündigte deren Beginn für November an. Mit gleichem Schreiben bat der Verein um eine „Kostenfreistellung“ von den Trassengebühren sowie um eine Übernahme der Kosten für die technische Bereitstellung des Zuges (Lok und mehrere Wagen).[1]

Die Fahrt des Zuges begann am 8. November 2007 in Frankfurt am Main. Der Zug, bestehend aus zwei Ausstellungswagen und einer wechselnden Zahl von Begleitwagen, wurde von einer preußischen Dampflokomotive 58 311 der Ulmer Eisenbahnfreunde gezogen. Von Kassel bis Gotha zog die Lok 50 3552 der Museumseisenbahn Hanau den Zug, wo er dann von der P8 2455 Posen übernommen wurde. Der polnische Teil der Strecke von Görlitz nach Oswiecim wurde von der Polnischen Staatsbahn PKP gefahren. Der Zug fuhr Städte und Bahnhöfe an, die bei der Deportation deutscher Kinder durch die SS eine bedeutende Rolle gespielt hatten.

[Bearbeiten] Die Ausstellung im Zug

Ausstellung im Zug, Karte mit den Deportationszügen
Ausstellung im Zug, Karte mit den Deportationszügen

Der Zug der Erinnerung besteht aus Wagen, in denen versucht wird, die Geschichte der europäischen Deportationen durch die Erforschung und Präsentation einzelner Biografien mitfühlbar zu machen. Gezeigt werden auf Bildern auch die Zustellung der Deportationsbescheide, das Herrichten und Verlassen der Wohnungen (Räumung), der letzte Weg mitten durch den Wohnort zu den Sammellagern und zu den wartenden Zügen. In einem eigenen Ausstellungsbereich werden mehrere Täter der unterschiedlichen Funktionsebenen vorgestellt: Menschen aus dem Reichsverkehrsministerium, Logistikplaner der Reichsbahn (zum Lauf und der Kostenabrechnung der Sonderzüge), SS-Schergen.

Vorgesehen ist auch ein Beteiligung des Publikums an den Halteorten, z. B. durch Schulklassen: Am Ende des zweiten Wagen hängen noch leere, durch die örtliche Recherche von Schulen und anderen Organisationen zu füllende Tafeln für Fotos und Biographien einzelner Kinder aus den Gemeinden und Städten entlang der Fahrstrecke. Das Konzept der Initiatoren scheint sich auch vor dem Hintergrund der schon bis Januar über 60.000 Besucher zu bestätigen. U. a. deshalb ist die Fahrt inzwischen um mehrere tausend Kilometer und viele Haltebahnhöfe verlängert worden.

Es gibt im Zug auch eine Recherche-Einheit: Computer und Handbibliothek ermöglichen den Anfang einer Spurensuche. Die Handbibliothek wird jeweils vor Ort ergänzt. Schülern vermittelt die Initiative dazu auch Wissen, wie historische Projektarbeit gelingen kann. Der Verein bittet ausdrücklich um die Mithilfe bei der Suche nach Informationen über Kinder, deren Schicksal bis heute unbekannt geblieben ist. Als Ausgangspunkt für Recherchen gibt es Listen von Namen und Geburtsdatum von Kindern und Jugendlichen pro Ort, die aus dem Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung", einer Datenbank des Bundesarchivs Koblenz, zusammengestellt worden sind.[2] Der Verein Zug der Erinnerung konnte bisher 12.089 deutsche Kinder und Jugendliche identifizieren (Stand: November 2007). Damit folgt Deutschland dem Vorbild der französischen Organisationen und Forscher, denen es gelungen ist, den meisten deportierten Kindern wieder zu ihrem Namen, ihren Personalien und sehr oft auch zu einem Foto − dem eigenen Gesicht − zu helfen. Das mehrbändige Gedenkbuch, herausgegeben von Serge Klarsfeld, ist in Europa in diesem Umfang bisher einmalig.

[Bearbeiten] Die Strecke

Stationen des Zuges
08. November 2007 Frankfurt (Main)
09. November 2007 Frankfurt-Mainkai
09. – 13. November 2007 Darmstadt
14. – 17. November 2007 Mannheim
18. – 20. November 2007 Karlsruhe
21. November 2007 Ettlingen
22. November 2007 Vaihingen an der Enz
22. – 24. November 2007 Stuttgart
25. – 27. November 2007 Tübingen
29. November 2007 Mühlacker
03. – 04. Dezember 2007 Kaiserslautern
05. – 08. Dezember 2007 Saarbrücken
09. – 11. Dezember 2007 Fulda
12. Dezember 2007 Hann Münden
13. – 16. Dezember 2007 Göttingen
17. – 18. Dezember 2007 Kassel
07. – 11. Januar 2008 Hannover
12. – 13. Januar 2008 Lehrte
14. – 15. Januar 2008 Braunschweig (1)
16. Januar und 18. – 19. Januar 2008 Halle
17. Januar Bernburg
20. – 22. Januar 2008 Gotha
23. – 25. Januar 2008 Erfurt
26. – 28. Januar 2008 Weimar
28. Januar 2008 Apolda
29. – 31. Januar 2008 Leipzig
01. – 03. Februar 2008 Braunschweig (2)
05. – 06. Februar 2008 Hildesheim
07. – 09. Februar 2008 Osnabrück
10. – 13. Februar 2008 Dortmund
14. – 16. Februar 2008 Bochum
17. – 18. Februar 2008 Gelsenkirchen
19. – 21. Februar 2008 Duisburg
22. – 23. Februar 2008 Essen
24. – 25. Februar 2008 Hagen
26. – 28. Februar 2008 Wuppertal
29. Februar – 1. März 2008 Leverkusen Opladen
02. – 04. März 2008 Aachen
05. – 06. März 2008 Siegen
07. – 08. März 2008 Wiehl
09. – 12. März 2008 Düsseldorf
13. – 15. März 2008 Köln
24. März 2008 Hamburg Hauptbahnhof
25. – 29. März 2008 Hamburg-Altona
30. – 31. März 2008 Lüneburg
01. April 2008 Bremen
02. – 03. April 2008 Nordenham
04. – 05. April 2008 Cuxhaven
06. April 2008 Rotenburg (Wümme)
07. – 09. April 2008 Kiel
10. – 11. April 2008 Rathenow
13. – 14. April 2008 Berlin-Ostbahnhof
15. – 16. April 2008 Berlin-Lichtenberg
17. – 18. April 2008 Berlin-Schöneweide
19. − 20. April 2008 Berlin-Westhafen
21. – 22. April 2008 Berlin-Grunewald
23. – 24. April 2008 Brandenburg
25. – 26. April 2008 Potsdam
27. April 2008 Cottbus
28. April – 1. Mai 2008 Dresden
02. – 03. Mai 2008 Bautzen
04. – 06. Mai 2008 Görlitz
07. Mai Zgorzelec / Wrocław
08. – 09. Mai 2008 Oświęcim (Auschwitz)
14. − 15. Mai. 2008 Chemnitz
16. Mai 2008 Mittweida
18. – 19. Mai 2008 Eisenach
20. Mai 2008 Marburg
21. Mai 2008 Gießen
29. – 30. Mai 2008 Gütersloh

Im November / Dezember fehlt noch was

Von Frankfurt fuhr der Zug u. a. nach Darmstadt, Mannheim, Karlsruhe, Ettlingen, Vaihingen, Stuttgart, Tübingen, Saarbrücken, Fulda, Göttingen, Hannover, Braunschweig, Gotha, Erfurt, Weimar, Leipzig und Dresden; weitere Zwischenhalte waren eingeplant.[3] Nach dem Grenzbahnhof Görlitz (Sachsen) fuhr der Zug bis zur Gedenkstätte Auschwitz. Die Gedenkstätte wurde am 8. Mai 2008, dem weltweit begangenen Jahrestag der Befreiung vom und Sieg über das NS-Regime am Ende des Zweite Weltkrieges in Europa in Oświęcim (dt. Name Auschwitz), Polen, erreicht.

Der Museumszug folgte keinem einzelnen historischen Streckenverlauf.[4] Die Deportationszüge aus Frankreich z. B. benötigten damals 52 Stunden, etwa vom Gare du Nord, bis zur Ankunft im KZ Auschwitz. Die Anzahl dieser Züge und der deportierten Häftlinge sind recht genau bekannt. Sehr oft existieren auch Namenslisten aus den Sammellagern. Ebenso der Zuglauf: Sie fuhren meistens die Strecke via Hbf Saarbrücken, Homburg, Hbf Kaiserslautern, Mannheim Rbf, Frankfurt a. M. (F-Süd), Hbf Hanau, Fulda, Hbf Dresden. An der deutsch-französischen Grenze erfolgte ein Wechsel zwischen SNCF und der Deutschen Reichsbahn (DR).[5]

Das Ende der Opfer am Ankunftsbahnhof im besetzten Polen ist jedoch nicht als Einzelschicksal dokumentiert, da nur eine Minderheit der Gefangenen nach einer Selektion durch deutsche Ärzte an der Rampe als „arbeitsfähig“ eine Nummer eintätowiert bekam. Die meisten wurden in den Gaskammern ermordet und die Leichen anschließend in den Krematorien verbrannt. Anhand dieser eintätowierten Nummern ließ sich in der Nachkriegszeit zum Teil rekonstruieren, wo Gruppen aus einem bestimmten Transport in dem Ausbeutungs- und Verwertungssystem der verschiedenen Konzentrationslager[6] hin- oder hergeschoben worden waren.

[Bearbeiten] Auseinandersetzungen mit der Deutschen Bahn

Zwischen dem Trägerverein des Zugs der Erinnerung und der Deutschen Bahn entwickelte sich Anfang 2008 ein zunehmender Streit über die rollende Ausstellung.

[Bearbeiten] Trassen- und Stationspreise

Der Verein wandte sich bereits im Oktober 2007 an das Bundesverkehrsministerium mit der Bitte um Freistellung oder Übernahme der Trassengebühren und sonstigen Entgelte, welche die Deutsche Bahn berechnen würde. Das Ministerium lehnte dies aufgrund der wirtschaftlichen Eigenverantwortlichkeit der Bahnunternehmen sowie fehlender Haushaltsermächtigung ab und erteilte auch der Verwendung von Haushaltsmitteln des Bundes prinzipiell eine Absage. Es stellte jedoch 15.000 Euro für den Aufenthalt des Zuges in Berlin zur Verfügung, wobei dieser Betrag auf Berechnungen der Organisatoren fußt. Mittlerweile hat auch die Stadt Berlin 8.000 Euro zur Verfügung gestellt.[1][7]

Zwischen November 2007 bis Januar 2008 berechnete die Deutsche Bahn Trassenentgelte in Höhe von 6.549 Euro, 20.818 Euro an Stationsentgelten sowie 507 Euro an Nebenkosten für Strom und Wasser.[1]

Schild mit den Stationspreisen der DB für den Zug
Schild mit den Stationspreisen der DB für den Zug

Die Organisatoren kritisierten die fehlende Bereitschaft der Deutschen Bahn, auf die Erhebung von Trassen- und Stationspreisen zu verzichten oder − falls das nicht möglich sei − durch Spenden auszugleichen. Das Unternehmen solle sich der geschichtlichen Verantwortung der Deutschen Bahn stellen und sich daran erinnern, wie viel Profit die Bahn aus Deportationen während der NS-Zeit geschlagen habe. Nach Angaben des Trägervereins summierten sich die zu erwartenden Entgelte über die gesamte Reise auf mehr als 100.000 Euro. Die Deutsche Bahn verwies auf die geltende Rechtslage, welche eine Gleichbehandlung aller Eisenbahnverkehrsunternehmen vorschreibt und daher eine Nicht-Erhebung von Trassengebühren und weiteren Entgelten nicht zulässt. Im Frühjahr 2008 sprach sich der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG dafür aus, 100.000 Euro an eine internationale jüdische Organisation zu spenden[8].

[Bearbeiten] Halte in Berlin

Bewuchs im westlichen Teil des Gleises 17, Februar 2000
Bewuchs im westlichen Teil des Gleises 17, Februar 2000
Der zurück gebaute Zugang zu Gleis 17, das nicht mehr an das Schienennetz der Deutschen Bahn angeschlossen ist.
Der zurück gebaute Zugang zu Gleis 17, das nicht mehr an das Schienennetz der Deutschen Bahn angeschlossen ist.

Heftige Kritik an der Deutschen Bahn kam auch auf, als diese es mit Hinweis auf „betriebstechnische Gründe“ ablehnte, den Zug der Erinnerung im Bahnhof Berlin-Grunewald und im Berliner Hauptbahnhof halten zu lassen. So bezeichnete der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz das Verhalten der Deutschen Bahn gegenüber der Initiative als „absolut unverständlich, peinlich und provinziell“. Das Verhalten der Deutschen Bahn schadete seiner Meinung nach „nicht nur dem Ansehen des Unternehmens, sondern auch den Bemühungen Berlins, sich seiner Geschichte als Machtzentrum des NS-Regimes zu stellen“.[9][10] Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hob hervor, dass die Juden Berlins von den Nationalsozialisten systematisch in die Vernichtungslager gebracht worden waren, „und zwar mit der Eisenbahn“. Deshalb müsse es möglich sein, dass ein verdienstvolles Gedenkprojekt „jede Form von Unterstützung erfährt“.[11]

Als Reaktion auf die Kritik, den Zug nicht am Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Berlin-Grunewald einfahren zu lassen, verwies die Bahn darauf, dass das Gleis nach Umbauten im Bahnhof nicht mehr befahrbar sei. Alternativ schlug die Bahn einen Aufenthalt am S-Bahn-Bahnhof Grunewald vor. Nach Ansicht der Bahn leitete die Initiative aus „unleugbaren Fakten böse Absichten“ ab. Das Unternehmen habe aber auch Halte in Lichtenberg, Gesundbrunnen, Westhafen, Südkreuz, Charlottenburg und Schöneweide angeboten.[12] In der westlichen Hälfte des „Gleis 17“ wachsen heute Sträucher und Bäume. Die Zufahrt des Gleises (im Westen) ist nach einem teilweisen Rückbau des Bahnhofs nicht mehr möglich (52° 29′ 20″ n. Br., 13° 15′ 52″ ö. L.).

Die Bundesnetzagentur bestätigte am 10. April 2008, aus eisenbahnrechtlicher Sicht, die Begründung der Deutschen Bahn[13]. Gleichzeitig appellierte der Präsident der Behörde, Matthias Kurth, an den Vorstand der Deutschen Bahn, den Halt des Zuges am Hauptbahnhof zu ermöglichen[14]. In einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, betonte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee Mitte April 2008, das Unternehmen habe sich mit seiner bisherigen Haltung „weitgehend isoliert“; das Ansehen des Unternehmens drohe damit Schaden zu nehmen. Er forderte Mehdorn auf, seine Haltung zu revidieren und die Trassenpreise an den Verein zu spenden.[15]

Am 13. April fuhr der Zug am Ostbahnhof ein.[16] Als weitere Stationen in Berlin waren Lichtenberg, Schöneweide, Westhafen und Grunewald geplant.

[Bearbeiten] Rückkehr

Nach einer Gedenkfeier in Auschwitz und der Niederlegung der Dokumente, Fotos und Briefe kehrte der Zug der Erinnerung mit folgender Botschaft nach Deutschland zurückt: „Auschwitz war nicht für alle das Ende. [...] Dass der Plan der Vernichtung, die umfassend sein sollte, gescheitert ist: Wegen der Kinder, die dem Morden entkamen und wegen der Namen, der vielen Gesichter, die durch unsere Erinnerung aus dem Vergessen in die Gegenwart zurückgeholt werden.[17]

Stationen des Rückwegs waren Chemnitz (14. Mai 2008), Mittweida, Eisenach, Marburg, Gießen und Gütersloh.

[Bearbeiten] Siehe auch

Mahnmale in Deutschland im Kontext von Bahnhöfen:

[Bearbeiten] Literatur

  • DB Museum Nürnberg (Hrsg.): Im Dienst von Demokratie und Diktatur. Die Reichsbahn 1920–1945. Katalog zur Dauerausstellung im DB Museum, Nürnberg 2002, ISBN 3-9807652-2-9
  • Alfred Gottwaldt, Diana Schulle: Die ‚Judendeportationen’ aus dem Deutschen Reich 1941-1945. Eine Kommentierte Chronologie. Wiesbaden, Marix 2005, ISBN 3-86539-059-5
  • Raul Hilberg: Sonderzüge nach Auschwitz. Mainz 1981, ISBN 3921426189
  • Christian Bachelier: La SNCF sous l'Occupation allemande (Die frz. Staatsbahn unter der dt. Besatzung). Hrsg. v. Institut du temps présent (Teil des CNRS). Paris 2000.
  • Serge Klarsfeld: Le Mémorial des enfants juifs déportés de France. La Shoah en France. Bd 4. Gedenkband an die aus Frankreich deportierten Kinder. Édition Fayard, Paris 2001, ISBN 2213610525 (frz., Nennt alle Züge und die Zahl der darin deportierten Kinder und von der Mehrzahl auch die Personalien und Fotografien)
  • Heiner Lichtenstein: Mit der Reichsbahn in den Tod. Massentransporte in den Holocaust 1941 bis 1945. Köln 1985, ISBN 3766308092
  • Janusz Piekalkiewicz: Die Deutsche Reichsbahn im Zweiten Weltkrieg. Transpress, Stuttgart 1998, ISBN 3344708120

[Bearbeiten] Einzelnachweise, Fußnoten

  1. a b c Deutscher Bundestag: auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Lukrezia Jochimsen, Petra Pau, Dr. Gesine Lötzsch, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 16/7875 –. 11. Februar 2008 (PDF-Datei, 4 Seiten)
  2. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945. 2006 vom Bundesarchiv als Online-Datenbank als überarbeitete Auflage. Die Recherche kann über Namen, Geburts-, Wohn- und Deportationsort sowie Geburts- und Deportationsdatum erfolgen. Die Datenbank enthält 158.726 Namen (Stand 11. Januar 2008). URL http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/
  3. Pressemitteilung Nr. 04-07 von der Initiative „Zug der Erinnerung“ zu Kassel: „Kassel war zentraler Umschlagplatz für Deportationen aus Nordhessen. Einer dieser Bahntransporte, in die über 1000 Menschen gepfercht wurden, verließ Kassel am 9. Dezember 1941“
  4. Karte dazu auf dieser Seite der Veranstalter
  5. So z. B. der SNCF-Präsident (Zitat: „avait reconnu la responsabilité de la société ferroviaire nationale quant à sa participation à la déportation des enfants juifs“.) in seiner Rede zur Eröffnung der dortigen Ausstellung - Le Monde 17. Juli 2004
  6. Das Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (WVHA) der SS steuerte ab 1942 die Konzentrationslager und verwaltete die großteils dazu gehörigen SS-eigenen Industrie-, Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe wie ein gewinnorientiertes Unternehmen (Fachabteilung war die Inspektion der Konzentrationslager).
  7. Mehdorn zeigt Vertreter Jüdischer Gemeinde an. In: Netzeitung, 12. März 2008
  8. Bahn fordert weiter Gebühren. In: Frankfurter Rundschau, 6. April 2008
  9. Gedenkzug darf doch zum Bahnhof Grunewald. In: Berliner Morgenpost, 8. April 2008
  10. Bahn stellt «Zug der Erinnerung» auf Abstellgleis. In: Netzeitung, 8. April
  11. Wowereit fordert Bahn zur Unterstützung von Ausstellung auf In: Der Tagesspiegel, 4. April 2008.
  12. Deutsche Bahn AG: „Zug der Erinnerung“: Halt am S-Bahnhof Grunewald möglich – DB bietet Alternative zum Mahnmal Gleis 17. Presseinformation vom 8. April 2008
  13. Deutsche Bahn AG Zug der Erinnerung: Haltung der DB bestätigt. Presseinformation vom 10. April 2008
  14. Bundesnetzagentur: Kurth appelliert an Vorstand der Deutschen Bahn, „Zug der Erinnerung“ sollte Präsentation im Berliner Hauptbahnhof ermöglicht werden. Presseinformation vom 10. April 2008 (online als PDF-Datei)
  15. Verkehrsminister rüffelt Bahnchef. In: Rheinische Post, 19. April 2008
  16. Hans-Rüdiger Minow: "Da schaudert es mich“ in sueddeutsche.de vom 13. April 2008
  17. Homepage der Initiatoren [1].

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Zug der Erinnerung – Bilder, Videos und Audiodateien
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