Zurich Film Festival

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Das Zurich Film Festival (ZFF), das seit 2005 jährlich Ende September in Zürich durchgeführt wird, hat sich innert nur weniger Jahre rapide entwickelt und sich mit rund 71'000 Besuchern fest im internationalen Festivalkalender etabliert. 2014 findet das 10. Zurich Film Festival vom 25. September bis 5. Oktober statt.

Inhaltlicher Hauptfokus des Festivals ist die Präsentation und Förderung von neuen Regietalenten aus der ganzen Welt. In den drei Wettbewerbskategorien sind jeweils erste, zweite und dritte Regiearbeiten zugelassen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entdeckung neuer Talente aus dem deutschsprachigen Raum, welche in einer eigens dafür geschaffenen Wettbewerbssektion präsentiert werden. Sowohl Filme aus den Wettbewerbsreihen wie auch von etablierten Filmemachern werden in der Regel von den Filmschaffenden persönlich präsentiert. Neben dem vielseitigen Filmprogramm hat sich das Festival besonders auch durch hochkarätige Rahmenprogramme wie etwa die Zurich Master Class oder das internationale ZURICH SUMMIT einen Namen gemacht und entwickelt sich mehr und mehr zu einem wichtigen Treffpunkt der internationalen Filmbranche. Hauptpreis des Festivals ist das Goldene Auge, welches an die drei Wettbewerbsgewinner, sowie an die Ehrengäste des Festivals verliehen wird.

Das ZFF wird von der Spoundation Motion Picture GmbH in Kooperation mit lokalen Institutionen und Sponsoren organisiert und arbeitet mit Verleihern und Produzenten aus dem In- und Ausland zusammen. Die Idee zu einem internationalen Filmfestival in Zürich stammt von Karl Spoerri, der das Festival gemeinsam mit Nadja Schildknecht und Antoine Monot, Jr. gegründet hat. Karl Spoerri (Künstlerischer und Strategischer Leiter) und Nadja Schildknecht (Geschäftsleitung) sind aktuell Ko-Direktoren des Festivals.[1][2]

Zürich während des Zurich Film Festivals

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 2004 entschieden sich Karl Spoerri und Tim Geser dazu, das renommierte englische Digitalfilmfestival „onedotzer adventures in moving images“ nach Zürich zu holen. Vom 29. bis 31. Oktober 2004 war das Festival zu Gast in der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Aus diesem kleinen Event entwickelte sich das Zurich Film Festival und auch dessen Kernteam.

Im Frühjahr 2005 gründeten Karl Spoerri, Nadja Schildknecht und Antoine Monot, Jr. die Spoundation Motion Picture GmbH, welche seither das Zurich Film Festival durchführt und heute von Karl Spoerri und Nadja Schildknecht geleitet wird. Karl Spoerri fungiert als Künstlerischer Leiter des ZFF. Antoine Monot, Jr. war von der Gründung bis 2008 künstlerischer Leiter, bevor er diese Aufgabe an Karl Spoerri übergab und 2008 die deutschsprachige Reihe ins Leben rief und diese bis 2009 kuratierte.

Austragungsort des 1. Zurich Film Festival (5. bis 9. Oktober 2005) waren die Kinos Plaza 1–6 im Zürcher Kreis 4. Hauptfokus des ersten Jahres waren „Debuts“ – in einer Wettbewerbsreihe wurden rund acht Erstlinge präsentiert. Weitere Filmreihen umfassten unter anderem die Reihen „Debut Classics“ und „Züri Bellevue“. Bereits im ersten Jahr wurde das Festival vom Publikum gut aufgenommen und konnte 8'000 Besucher verzeichnen – Presse und Branche reagierten gegenüber dem jungen Festival noch ziemlich skeptisch.

2006 fand das 2. Zurich Film Festival (2. bis 6. Oktober 2006) in den Kinos corso, Academy und Frosch statt – neu wurden die Goldenen Augen in drei Wettbewerbskategorien (Bester Nachwuchsspielfilm, Bester Nachwuchsdokumentarfilm sowie Debutspielfilm) vergeben. Neue Programmreihen umfassten unter anderem die Reihe „Neue Welt Sicht“. Das 2. ZFF verzeichnete bereits mehr als 18'000 Zuschauer und über 600 akkreditierte Branchenteilnehmer.

Einen grossen Sprung machte das junge Zurich Film Festival in 2007, als es zum ersten Mal in der heutigen Länge über 11 Tage durchgeführt wurde. Am 3. Zurich Film Festival (27. September bis 7. Oktober) wurden auf der Zürcher „Filmmeile“ entlang des Limmatquai die Kinos corso, Capitol, Frosch, Movie und Le Paris bespielt. Über 50 Welt-, Europa- oder Schweizer Premieren wurden am 3. Zurich Film Festival an der Filmmeile entlang der Limmat präsentiert. Die Zuschauerzahl stieg innerhalb von drei Jahren auf 27'000. Neu hatte das Zurich Film Festival ein Zentrum im Herzen der Stadt: ein grosses Zelt am Rathausplatz wurde Treffpunkt für Kinobegeisterte und Filmschaffende. Im Jahr 2007 wurde das Festival um ein Koproduktionsforum, das Zurich Coproduction Forum, erweitert.

Von 2008–2012 konnte sich das Zurich Film Festival kontinuierlich weiterentwickeln und die Besucherzahl nochmals verdoppeln. Seit einigen Jahren sind die beiden Kinos „corso“ und „Le Paris“ Hauptaustragungsort der Filmvorführungen, 2011 kam neu das Kino Arena Sihlcity dazu.

Im Jahr 2009 wurde das Zurich Film Festival durch einen besonders unglücklichen Vorfall überschattet und gleichzeitig weltberühmt. Ehrengast Roman Polański wurde bei seiner Einreise in die Schweiz verhaftet und für neun Monate unter Hausarrest in der Schweiz gestellt. 2011 kehrte er ans Zurich Film Festival zurück, um seinen Ehrenpreis zwei Jahre verspätet abzuholen. Zum ersten Mal bietet das ZFF Schulvorstellungen für Schulklassen der Oberstufe, des Gymnasiums und der Berufsschule an.

Im Jahr 2011 erhielt das Zurich Film Festival von der Stadt Zürich zusätzlich Gastrecht auf der Sechseläutenwiese, wo zum ersten Mal ein neues Zentrum errichtet werden konnte. Ebenso neu ist das Opernhaus Zürich als Austragungsort der glanzvollen Award Night dazugekommen. 2011 besuchten 51'000 Besucher das Zurich Film Festival.

Im Jahr 2012 nahm das ZFF erstmals zwei Filme speziell für Kinder ab 6 Jahren und zwei Filme für Schüler der Primarstufe ins Programm auf. Mit 58'000 Besuchern wurde ein neuer Rekord erreicht.

Mit insgesamt rund 71'000 Besuchern und Besucherinnen, davon 4000 Kinder und Schüler, konnte das Festival im Jahr 2013 seine Zuschauerzahl um über 20 % steigern. Mit 122 Filmen in 345 Vorführungen und rund 450 Gästen aus aller Welt ist das ZFF erneut deutlich gewachsen.

Seit 2014 gibt das ZFF zusammen mit der NZZ am Sonntag das Filmmagazin Frame vierteljährlich heraus.[3]

Mit der Reihe onedotzero holte das Zurich Film Festival ab 2005 ein innovatives Festival im Bereich des digitalen Films nach Zürich. Bereits als kleines Independent Filmfestival zeigten die Londoner Macher die ersten Arbeiten von Spike Jonze, Michel Gondry oder Chris Cunningham, bevor deren Namen einem breiten Publikum bekannt wurden. onedotzero_ch bot die Schweizer Edition zum britischen Festival, die im alljährlichen Rahmen des Zurich Film Festival bis 2011 durchgeführt worden war.

Budget[Bearbeiten]

Das ZFF wird vom Bundesamt für Kultur mit 50'000 Franken subventioniert und die Privatwirtschaft unterstützt das Festival mit 80 % des Budgets, das 2012 5.7 Millionen Franken betrug. Im Jahr 2011 war das Budget 4.9 Millionen Franken. Das Budget für das Jahr 2013 ist wieder auf 6.1 Millionen Franken angestiegen[4].

Programmreihen und Sektionen[Bearbeiten]

Wettbewerb[Bearbeiten]

Wettbewerbskategorien[Bearbeiten]

Im Wettbewerb werden ausschliesslich erste, zweite und dritte Regiearbeiten in drei Kategorien (jeweils 10–14 Filme) präsentiert:

  • Internationaler Dokumentarfilmwettbewerb
  • Internationaler Spielfilmwettbewerb
  • Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich

Die Goldenen Augen und das Preisgeld[Bearbeiten]

  • In jeder Kategorie vergibt eine eigene, international zusammengesetzte Jury ein "Goldenes Auge" für den besten Film. Der Preis ist mit CHF 25'000 (internationaler Spiel- und Dokumentarfilmwettbewerb) bzw. CHF 20'000 (Fokus) dotiert. Zusätzlich winken den Gewinnerfilmen lukrative Promotionsmassnahmen für den Verleih in der Schweiz.
  • Schweizer Förderpreis: Nominiert sind alle Schweizer Produktionen (1., 2. oder 3. Kinofilm des Regisseurs), die am Festival laufen. Der Preis ist mit CHF 10'000 dotiert.
  • Auch die Zuschauer sind Teil einer Jury: Unter allen Wettbewerbsbeiträgen ermitteln die Zuschauer ihren Lieblingsfilm, der an der Award-Night mit dem beliebten "Publikumspreis" ausgezeichnet wird.
  • Schliesslich vergibt der Schweizerische Verband der Filmjournalisten und Filmjournalistinnen (SVFJ) den "Critics’ Choice Award" an den besten Debut-Spielfilm aus den beiden Spielfilm-Wettbewerben.

Jurymitglieder[Bearbeiten]

Die Goldenen Augen werden von jeweils einer internationalen Wettbewerbsjury vergeben, welche die Filme während des Festivals in Zürich gemeinsam mit dem Publikum sichtet. Die Jury ist in der Preisvergabe an keine besonderen Richtlinien gebunden, jedoch kann nur ein Film pro Kategorie mit einem Goldenen Auge ausgezeichnet werden.

Jahr Kategorie Präsident Jury
2013 Internationaler Spielfilm Marc Forster Andrew Dominik, Thomas Imbach, Melissa Leo, Guneet Monga, Stacey Sher
Internationaler Dokumentarfilm Elizabeth Radshaw Gabriel Mascaro, Ilian Metev, Eugene Panji
Deutschsprachiger Spielfilm Veronica Ferres Jochen Laube, Rolf Lyssy, Manuela Stehr
Dokumentarfilmwettbewerb DE, AT, CH Markus Imhoof Tizza Covi, Sabine Gisiger
2012 Internationaler Spielfilm Frank Darabont Deborah Aquila, Daniél Espinosa, Carlos Leal, Pietro Scalia, Michael Shamberg
Internationaler Dokumentarfilm Jessica Yu Mohamed Al-Daradji, Philippe Diaz, Janus Metz
Deutschsprachiger Spielfilm Herbert Grönemeyer Peter Luisi, Florian Flicker, Julia Jentsch, Marcel Hoehn
Deutschsprachiger Dokumentarfilm Gabriele Kranzelbinder Martin Hagemann, Stefan Haupt, Mirjam von Arx
2011 Internationaler Spielfilm Laurence Fishburne Beki Probst, John Lesher, Paprika Steen, Alice Eve, Stefan Arsenjevic
Internationaler Dokumentarfilm Charles Ferguson, John Battsek, Stephen Nemeth, Eline Flipse, Nino Kirtadze
Deutschsprachiger Spielfilm Xavier Koller, Florian Keller, Pasquale Aleardi, Janine Jackowski, Florian Causen
Deutschsprachiger Dokumentarfilm Jacqueline Zünd, Christian Beetz, Güzin Kar, Vincent Lucassen
2010 Internationaler Spielfilm Frank Langella Julia Solomonoff, Carlos Cuaron, Anatole Taubman, Sharon Swart, Barry Gifford
Internationaler Dokumentarfilm Chris Paine, Nenad Puhovski, Mark Lewis, Heidi Specogna, Jennifer Fox
Deutschsprachiger Spielfilm Johanna Wokalek, Christoph Schaub, Christof Neracher, Jessica Hausner, Frieder Wittich
2009 Internationaler Spielfilm Debra Winger Pawel Pawlikowski, Randal Kleiser, Anahi Berneri, Dale Launer
Internationaler Dokumentarfilm Peter Liechti, Erwin Wagenhofer, Elizabeth Wood
Deutschsprachiger Spielfilm Niki Reiser, Martin Rapold, This Brunner
2008 Internationaler Spielfilm Peter Fonda Stephen Nemeth, Dror Shaul, Hervé Schneid, Michael Dougherty, Andrea Staka
Internationaler Dokumentarfilm Walter Hügli, Lorna Tee, Christian Frei
2007 Internationale Spiel- und Dokumentarfilmjury Albert S. Ruddy Moritz Bleibtreu, Justus von Dohnanyi, Bettina Oberli, Matthew Modine, Dieter Meier
2006 Internationale Spiel- und Dokumentarfilmjury Ed Pressman Jessica Schwarz, This Brunner, Ueli Steiger, Oliver Hirschbiegel
2005 Internationale Spiel- und Dokumentarfilmjury Hellmuth Karasek Sabine Timoteo, Michael Steiner, Sigried Narjes, Shane Walter

Preisträger[Bearbeiten]

Mit dem Goldenen Auge zeichnet das Zurich Film Festival jeweils am letzten Samstag der Veranstaltung im Rahmen einer festlichen Award Night im Zürcher Opernhaus die Gewinner des Wettbewerbs aus. Weitere Preise werden durch den Schweizerischen Verband der Filmjournalistinnen und Filmjournalisten (SVFJ) sowie durch das Publikum (Publikumspreis) vergeben.

Jahr Preis Film Regisseur Land
2013 Internationaler Spielfilm La jaula de oro Diego Quemada-Díez Spanien
Internationaler Dokumentarfilm Lej en familie A/S/ Kaspar Astrup Schroeder Dänemark
Deutschsprachiger Spielfilm Finsterworld Frauke Finsterwalder Deutschland
Dokumentarfilm Deutschland, Österreich, Schweiz Neuland Anna Thommen Schweiz
Publikumspreis Journey to Jah Noël Dernesch, Moritz Springer Deutschland
Publikumspreis Kinderfilmreihe Believe David Scheinmann Vereinigtes Königreich
Kritikerpreis Finsterworld Frauke Finsterwalder Deutschland
Treatment-Wettbewerb Projekt Stürm – Bis ich tot bin oder frei Dave Tucker Vereinigtes Königreich
2012 Internationaler Spielfilm Broken Rufus Norris Vereinigtes Königreich
Internationaler Dokumentarfilm The Imposter Bart Layton Vereinigte Staaten
Deutschsprachiger Spielfilm Am Himmel der Tag Pola Beck Deutschland
Deutschsprachiger Dokumentarfilm Der Prozess Gerald Igor Hauzenberger Österreich
Publikumspreis Appassionata Christian Labhart Schweiz
Kritikerpreis El último Elvis Armando Bo Argentinien
2011 Internationaler Spielfilm Take Shelter Jeff Nichols Vereinigte Staaten
Internationaler Dokumentarfilm Buck Cindy Meehl Vereinigte Staaten
Deutschsprachiger Spielfilm Atmen Karl Markovics Österreich
Deutschsprachiger Dokumentarfilm Darwin Nick Brandestini Schweiz
Publikumspreis Unter Wasser Atmen Andri Hinnen, Stefan Muggli Schweiz
Kritikerpreis Happy, Happy Anne Sewitsky Norwegen
2010 Internationaler Spielfilm The Woman with a Broken Nose Srdjan Koljevic Serbien
Internationaler Dokumentarfilm Camp Armadillo Janus Metz Dänemark
Deutschsprachiger Spielfilm Das Lied in mir Florian Cossen Deutschland
Publikumspreis Stationspiraten Mike Schaerer Schweiz
Variety’s New Talent Award Adem Hans van Nuffel Belgien
Kritikerpreis Pal Adrienn Agnes Kocsis Ungarn
2009 Internationaler Spielfilm Wolfy Vasilij Sigarev Russland
Internationaler Dokumentarfilm The Sound After the Storm Patrik Soergel, Ryan Fenson-Hood, Sven O. Hill Vereinigte Staaten
Deutschsprachiger Spielfilm 66/67 – Fairplay war gestern Carsten Ludwig, Jan-Christoph Glaser Deutschland
Publikumspreis Waffenstillstand Lancelot von Naso Deutschland
Variety’s New Talent Award Amreeka Cherien Dabis Vereinigte Staaten, Kuwait, Kanada
Kritikerpreis Applause Pieter Zandvliet Dänemark
2008 Debütspielfilm For a Moment, Freedom Arash T. Riahi Deutschland, Türkei
Nachwuchsspielfilm Tulpan Sergey Dvortsevoy Deutschland, Kasachstan, Polen, Russland, Schweiz
Nachwuchsdokumentarfilm Blind Loves Juraj Lehotský Slowakei
Publikumspreis The World is Big and Salvation Lurks Around the Corner Stephan Komanderev Bulgarien, Deutschland, Ungarn
2007 Debütspielfilm Chapter 27 – Die Ermordung des John Lennon Jarrett Schaefer Vereinigte Staaten
Nachwuchsspielfilm Bikur Hatizmoret Eran Kolirin Israel, Frankreich
Nachwuchsdokumentarfilm Running With Arnold Dan Cox Vereinigte Staaten
Publikumspreis Twelve In A Box John McKenzie Vereinigtes Königreich
2006 Debütspielfilm Omaret Yacoubian Marwan Hamed Ägypten
Nachwuchsspielfilm Shortbus John Cameron Mitchell Vereinigte Staaten
Nachwuchsdokumentarfilm Hammer & Tickle – The Communist Joke Book Ben Lewis Vereinigte Staaten
Publikumspreis The Hip Hop Project Matt Ruskin, Scott K. Rosenberg Vereinigte Staaten
2005 Debütspielfilm The Italian Andrei Kravchuk Russland

Filmselektionen ausser Konkurrenz[Bearbeiten]

Prisoners – Gala-Premiere 2013
The Sessions – Gala-Premiere 2012

Gala-Premieren[Bearbeiten]

In der Sektion „Gala Premieren“ werden jeden Abend in Anwesenheit von Regie und Cast spannend erwartete Filmpremieren etablierter Filmemacher gefeiert, wobei sowohl Spiel- als auch grössere Dokumentarfilmproduktionen gezeigt werden. Die Filme werden als Welt-, Europa-, deutschsprachige oder als Schweizer Premiere präsentiert.

Auswahl 2013 (unter anderem): Rush von Ron Howard, All Is Lost von J.C. Chandor, Am Hang von Markus Imboden, Devil’s Knot von Atom Egoyan, Exit Marrakech von Caroline Link, Gravity von Alfonso Cuarón, La vie d’Adele von Abdellatif Kechiche, Liberace von Steven Soderbergh, Prisoners von Denis Villeneuve, The Railway Man von Jonathan Teplitzky, etc.

Neue Welt Sicht[Bearbeiten]

Die Reihe Neue Welt Sicht präsentiert jeweils das junge gegenwärtige Kino einer besonders interessanten Filmregion. Es werden aktuelle erste, zweite oder dritte Regiearbeiten (Spiel- oder Dokumentarfilme) des jeweiligen Gastlandes vorgeführt. Auch ein Kurzfilmblock, der in Zusammenarbeit mit den Winterthurer Kurzfilmtagen entsteht, gehört jeweils zu dieser Reihe.

Jahr Gastland
2014 Indien
2013 Brasilien
2012 Schweden
2011 Türkei
2010 Australien
2009 Argentinien
2008 Israel
2007 Russland

Border Lines[Bearbeiten]

In der Reihe „Border Lines“ präsentiert das Zurich Film Festival in Zusammenarbeit mit der medizinischen Nothilfeorganisation Médecins Sans Frontières (MSF) kurze und lange Filme, die sich mit Grenzsituationen auseinandersetzen: Mit aktuellen Themen des Weltgeschehens und humanitären Projekten, mit territorialen und sozialen Konflikten, mit Konflikten zwischen Individuum und Staat.

ZFF TVision[Bearbeiten]

Am 10. Zurich Film Festival wird neu die Sektion "ZFF Vision" dazukommen. Diese wird ausserhalb des Wettbewerbs TV-Serien auf die grosse Leinwand bringen, die in der globalen Fernsehwelt für Aufmerksamkeit sorgen und neue Trends signalisieren.

Ehrengäste und Retrospektiven[Bearbeiten]

Michael Haneke – A Tribute to … Award 2013
Richard Gere – Golden Icon Award 2012
Jerry Weintraub – Career Achievement Award 2012

A Tribute to…[Bearbeiten]

A „Tribute to …“ ehrt eine Filmschaffende Persönlichkeit, die unsere Filmgeschichte massgeblich mitbeeinflusst hat. Die Preisträger nehmen den Preis in Zürich persönlich entgegen und nehmen in der Regel als Speaker bei der ZFF Masters teil, wo sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit den Teilnehmern teilen.

Jahr Name Auszeichnung
2013 Michael Haneke A Tribute to … Award
2012 Tom Tykwer A Tribute to … Award
2011 Paul Haggis A Tribute to … Award
2010 Miloš Forman A Tribute to … Award
2009 Roman Polański A Tribute to … Award
2008 Costa-Gavras A Tribute to … Award
2007 Oliver Stone A Tribute to … Award
2006 Stephen Frears A Tribute to … Award
2005 Rainer Werner Fassbinder Retrospektive

Golden Icon Award[Bearbeiten]

2008 wurde zum ersten Mal der „Golden Icon Award“ verliehen, ein Preis, der das Lebenswerk eines Schauspielers oder einer Schauspielerin würdigt. Diese Auszeichnung geht an eine Person, die zur Ikone einer ganzen Generation und deren Performance und filmisches Schaffen unvergesslich geworden ist. Bisherige Preisträger umfassen:

Jahr Name Auszeichnung
2013 Hugh Jackman Golden Icon Award
2012 Richard Gere Golden Icon Award
2011 Sean Penn Golden Icon Award
2010 Michael Douglas Golden Icon Award
2009 Morgan Freeman Golden Icon Award
2008 Sylvester Stallone Golden Icon Award

Career Achievement Award[Bearbeiten]

Der „Career Achievement Award“ wird an eine Persönlichkeit verliehen, die sich im Bereich Produktion, Regie bzw. Interdisziplinarität ganz besonders ausgezeichnet haben. Die Preisträger werden mit einem Goldenen Auge und einer Retrospektive geehrt.

Jahr Name Auszeichnung
2013 Tim Bevan & Eric Fellner, Harrison Ford Goldenes Auge für das Lebenswerk
2012 Jerry Weintraub, John Travolta, Helen Hunt Goldenes Auge für das Lebenswerk
2011 Alejandro González Iñárritu Goldenes Auge für das Lebenswerk
2010
2009 Michael Keaton Goldenes Auge für das Lebenswerk

Industry Events[Bearbeiten]

Film Finance Forum Zurich
Steven Gätjen und Harvey Weinstein - ZFF Masters 2013

Zurich Summit[Bearbeiten]

Die Konferenz findet jährlich im Rahmen des Zurich Film Festival im Hotel The Dolder Grand statt. Im Jahr 2014 fand das ZURICH SUMMIT[5] am Samstag, den 27. September statt.

Das Forum offeriert eine im deutschsprachigen Raum einzigartige Plattform, welche hochkarätige Vertreter aus den Bereichen Entertainment und Film mit Investoren und Vertretern aus der Finanzwelt zusammenbringt. Themen umfassen unter anderem: Produktions- und Investment Strategien, Filmfinanzierung und Risikominimierung, Distribution sowie Europäische Ko-Produktionen.

Speakers 2013 umfassten unter anderem: Georges A. Kern (CEO, IWC Schaffhausen), Brian Oliver (Cross Creek Pictures), Claudia Blümhuber (CEO, Silver Reel Partners AG), Roeg Sutherland (CAA), Pierre-Ange Le Pogam (Stone Angels), Christopher Woodrow (CEO, Worldview Entertainment), Greg Shapiro (Producer, Kingsgate Films), Helge Sasse (CEO, Senator Entertainment AG), uvm.

ZFF Masters[Bearbeiten]

Die ZFF Masters sind moderierte Gespräche mit bekannten Persönlichkeiten (Regisseure, Drehbuchautoren, Produzenten und Schauspielern) aus der internationalen Filmbranche. Das Publikum erhält dabei einen spannenden Einblick in ihr kreatives Schaffen und in ihre Haltung als Filmemacher. Die renommierten Experten werden dabei dem interessierten Publikum Rede und Antwort stehen.

Bisherige Referenten waren unter anderem Harvey Weinstein, Harrison Ford, Marc Forster, Tim Bevan, Michael Haneke, Markus Imhoof, Jerry Weintraub, Tom Tykwer, Frank Darabont, Asghar Farhadi, Paul Haggis, Miloš Forman, Charles H. Ferguson, Sylvester Stallone.

ZFF Master Class[Bearbeiten]

Die Förderung und Vernetzung von Talenten ist ein fundamentales Ziel des Zurich Film Festival. Wichtiger Pfeiler dieses Bestrebens bildet die ZFF Master Class,[6] die 2006 gegründet wurde und sich an talentierte Regisseure, Drehbuchautoren und/oder Produzenten richtet. Teilnehmer können sich für einen Platz in der ZFF Master Class bewerben – jedes Jahr werden rund 30 Teilnehmende zum Seminar eingeladen.

Bisherige Referenten waren unter anderem Stacey Sher, Dario Suter & Joel Brandeis, Markus Imboden & Jasmine Hoch, Christopher Hampton, Guneet Monga, Greg Shapiro, Benh Zeitlin, Michael Shamberg, Pietro Scalia, Daniél Espinosa, John Battsek, Janine Jackowski, Christine Vachon, Jessica Hausner, Jennifer Fox, Jeremy Thomas, Terry Gilliam, Michael Keaton, Ken Loach, Hervé Schneid, Costa-Gavras, Oliver Stone, Moritz Bleibtreu, Stephen Frears.

Rahmenveranstaltungen[Bearbeiten]

Filmmusikwettbewerb 2013

Internationaler Filmmusikwettbewerb[Bearbeiten]

Der 2012 erstmals veranstaltete Internationale Filmmusikwettbewerb wird fester Bestandteil des Zurich Film Festival und künftig alternierend in einem Festival-Kino und der Tonhalle Zürich über die Bühne gehen. Der Zweite Internationale Filmmusikwettbewerb fand am 27. September 2013 im Rahmen des 9. Zurich Film Festival statt. Der Anlass wurde vom Zurich Film Festival und vom Forum Filmmusik veranstaltet in den Arena Cinemas in Zürich durchgeführt. Der französische Pianist und Komponist Laurent Courbier ist der Gewinner des zweiten Internationalen Filmmusikwettbewerbs. Er nahm das Goldene Auge, mit dem 10'000 Franken dotierten Preis für die „Beste internationale Filmmusik 2013“ entgegen.

Treatment-Wettbewerb[Bearbeiten]

Im Jahr 2013 lancierten das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und Telepool in Zusammenarbeit mit dem Zurich Film Festival einen Treatment-Wettbewerb. Autorinnen und Autoren können ein Treatment für einen langen Kino- oder Fernsehspielfilm einreichen. Die Arbeit muss einen starken Bezug zur Schweiz aufweisen – sei es inhaltlich, über die Figuren oder durch die produktionellen Bedingungen. Der Preis des Treatment-Wettbewerbs ist mit CHF 5'000 dotiert. Zudem erhält der Gewinner einen Entwicklungsvertrag im Wert von bis zu CHF 25'000 zur Erstellung eines Drehbuchs für einen langen Spielfilm für TV oder Kino.

ZFF für Kinder[Bearbeiten]

Am 9. Zurich Film Festival wurde das Kinderprogramm auf 14 Vorstellungen mit einem separaten Publikumspreis ausgebaut. Ziel der Filmreihe ist, Kindern und Jugendlichen anspruchsvolle Filmkultur jenseits des Mainstreams nahe zu bringen und ihre Medienkompetenz in einer von Bildern dominierten Welt zu stärken. Die Kinderfilme für die Primarstufe werden im Original gezeigt und parallel live auf Deutsch eingesprochen. Für die Sekundarstufe werden entweder deutschsprachige Filme gezeigt oder fremdsprachliche Filme mit deutschen Untertiteln angeboten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zurich Film Festival – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAntoine Monot ist beim Zurich Film Festival ausgestiegen. ensuite, 28. August 2009, abgerufen am 6. August 2010.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDer Duft der grossen weiten Kinowelt. NZZ, 11. September 2009, abgerufen am 6. August 2010.
  3. Frame
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDas goldene Äuglein und das Licht der Kinowelt. NZZ, 12. September 2013, abgerufen am 12. September 2013.
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  6. ZFF Master Class