Zurow

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zurow
Zurow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zurow hervorgehoben
53.86666666666711.61666666666748Koordinaten: 53° 52′ N, 11° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Neukloster-Warin
Höhe: 48 m ü. NHN
Fläche: 40,68 km²
Einwohner: 1312 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23992
Vorwahl: 038422
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 090
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 27
23992 Neukloster
Webpräsenz: www.neukloster.de
Bürgermeister: Paul Fedtke
Lage der Gemeinde Zurow im Landkreis Nordwestmecklenburg
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Schwerin Landkreis Rostock Landkreis Rostock Landkreis Ludwigslust-Parchim Landkreis Ludwigslust-Parchim Bad Kleinen Barnekow Bobitz Dorf Mecklenburg Groß Stieten Hohen Viecheln Lübow Metelsdorf Ventschow Dragun Gadebusch Kneese Krembz Mühlen Eichsen Rögnitz Roggendorf (Mecklenburg) Veelböken Bernstorf Gägelow Stepenitztal Stepenitztal Stepenitztal Plüschow Roggenstorf Rüting Testorf-Steinfort Upahl Warnow (bei Grevesmühlen) Damshagen Hohenkirchen (Mecklenburg) Kalkhorst Klütz Zierow Alt Meteln Bad Kleinen Brüsewitz Cramonshagen Dalberg-Wendelstorf Gottesgabe (bei Schwerin) Grambow (bei Schwerin) Klein Trebbow Lübstorf Lützow (Mecklenburg) Perlin Pingelshagen Pokrent Schildetal Seehof (Mecklenburg) Zickhusen Benz (bei Wismar) Blowatz Boiensdorf Hornstorf Krusenhagen Neuburg (Mecklenburg) Bibow Glasin Jesendorf Jesendorf Lübberstorf Neukloster Passee Warin Züsow Zurow Carlow (Mecklenburg) Dechow Groß Molzahn Holdorf (Mecklenburg) Königsfeld (Mecklenburg) Rehna Rehna Rehna Rieps Schlagsdorf Thandorf Utecht Wedendorfersee Dassow Grieben (Mecklenburg) Groß Siemz Lockwisch Lüdersdorf Menzendorf Niendorf (Amt Schönberger Land) Roduchelstorf Schönberg (Mecklenburg) Selmsdorf Boltenhagen Grevesmühlen Insel Poel Poel WismarKarte
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Zurow ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Neukloster-Warin mit Sitz in der Stadt Neukloster verwaltet.

Das ursprünglich slawische Dorf wurde zwischen zwei Seen angelegt. Der Name geht auf das slawische Wort zurowy zurück, die Bezeichnung für eine Art Heidelbeere.

Geographie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet Zurows liegt im Übergangsbereich vom Hügelland östlich der Wismarer Bucht zum äußersten Nordwesten der Sternberger Seenplatte. Die von drei kleinen Seen umgebene Gemeinde ist etwa elf Kilometer von der Hansestadt Wismar entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Zurow gehören die Ortsteile

  • Fahren
  • Kahlenberg
  • Klein Warin
  • Krassow
  • Nakenstorf
  • Reinstorf
  • Schmakentin

Geschichte[Bearbeiten]

Im Ortsteil Nakenstorf befand sich zu DDR-Zeiten ein Ferienlager mit Bungalow-Bauten, in denen sich auch französische Kinder erholen konnten.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Klein Warin wurde am 1. Januar 1957 nach Reinstorf eingemeindet.[2] Die Gemeinde Reinstorf verlor bereits am 1. Juli 1961 ihre Selbständigkeit und wurde nach Zurow eingemeindet.[2] Krassow kam am 1. Januar 2002 hinzu.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Zurow

  • Gotische Dorfkirche Zurow aus Backstein vom Ende des 14. Jahrhunderts mit der rund 900-jährigen Kirchlinde. Die 1462 gegossene Glocke hat seltene, kunsthistorisch bedeutsame Glocken-Ritzzeichnungen, die in einem Werk der Kunsthistorikerin Ingrid Schulze gewürdigt werden[4].
  • Neobarockes, neunachsiges Gutshaus als zweigeschossiger Putzbau von 1837 mit übergiebeltem Mittelrisalit, Krüppelwalmdach und Dachreiter mit geschwungener Glockenhaube; heute Ferienwohnhaus. Die Gutsanlage wurde 1303 erstmals erwähnt.[5]
  • Rohrgedeckter Dreiseitenhof in Reinstorf
Kirche in Zurow


Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten; vorn in Gold ein spitzbedachter roter Kirchturm mit drei (2 : 1) Spitzbogenfenstern, einer Luke und einer geschlossenen Spitzbogentür; hinten in Grün eine silberne Wellenleiste, begleitet: oben von einem goldenen Rad mit acht über die Felge ragenden Speichern, unten von einem goldenen Kleeblatt.“

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde ist gleichmäßig und quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Grün und Gold (Gelb) gestreift. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils ein Drittel der Länge der beiden Querstreifen übergreifend, das Gemeindewappen. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nach der Schließung der Verbundenen Haupt- und Realschule, und später auch der Grundschule, verfügt Zurow heute noch über eine Kindertagesstätte. Zwei Agrarbetriebe bewirtschaften die Nutzfläche der Umgebung. Des Weiteren besteht in Zurow ein Tiefbaubetrieb und eine Baustoffaufbereitung, im Ortsteil Reinstorf wird eine Mosterei und im Ortsteil Klein Warin eine Zimmerei betrieben. An der Bundesstraße 192 wurde ein Gewerbegebiet errichtet. In Zurow gibt es auch noch ein Reifenservice, einen Oldtimer- und Landmaschinenhändler und ein Nagelstudio sowie auch ein Kosmetikstudio, ein Hort, ein Arzt, ein Konsum und ein Frisör. Ein Nottelefon ist auch vorhanden. Zurow verfügt auch über eine eigene Bushaltestelle.

Die Ortsteile Klein Warin und Nakenstorf liegen im Bereich des Neuklostersees und des Großen Wariner Sees im Naturpark Sternberger Seenland. Die touristischen Angebote umfassen neben dem Reiterhof in Klein Warin auch Pensionen und Hotels.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Durch die Lage an der Bundesautobahn 20 mit direkter Anschlussstelle ist Zurow an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Zurow ist der Ausgangspunkt der Bundesstraße 192 nach Neubrandenburg. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Hornstorf und Wismar.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zurow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  4. Ingrid Schulze: Ritzzeichnungen von Laienhand – Zeichnungen mittelalterlicher Bildhauer und Maler? Figürliche Glockenritz-Zeichnungen vom späten 13.Jahrhundert bis zur Zeit um 1500 in Mittel- und Norddeutschland. Leipzig 2006, ISBN 978-3-939404-95-8
  5. Bruno Sobotka: Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Mecklenburg-Vorpommern. Konrad Theiss Verlag, 1993.