Zuschussverlag

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Als Zuschussverlag bezeichnet man eine Einrichtung, die Bücher gegen Beteiligung an den Herstellungskosten, einen Druckkostenzuschuss, publiziert. Den Zuschuss leisten die Autoren selbst, nicht zuletzt aber auch Dritte wie zum Beispiel Stiftungen für wissenschaftliche Werke.

Entstehung und Zielgruppen[Bearbeiten]

Zuschussverlage sind in ihrer heutigen Form Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden. Das Zuschussverlagsgeschäft bezog sich vorerst hauptsächlich auf die Drucklegung wissenschaftlicher Arbeiten (siehe Fachverlag). Einen neuen Trend setzten ab den 1960er Jahren kleinere und noch nicht ausreichend solvente Verlage, die von ihren Autoren Druckkostenzuschüsse bei Einräumung entsprechend höherer Beteiligungen am Gewinn verlangten.

Nach wie vor üblich ist die Inanspruchnahme von Zuschussverlagen bei wissenschaftlichen Publikationen (insbesondere Dissertationen), die von vornherein nicht für einen großen Leserkreis bestimmt sind. Doch inzwischen setzt sich auch hier immer mehr die weit preiswertere Elektronische Dissertation als Medium der Veröffentlichung durch. (Siehe auch Veröffentlichung einer Dissertation.) Autoren, die nach der Promotion eine wissenschaftliche Karriere anstreben, sind allerdings nach wie vor darauf angewiesen, ihre Arbeit bei einem Fachverlag zu publizieren.

Abgrenzung[Bearbeiten]

Zuschussverlage sind nicht zu verwechseln mit Bezahlverlagen, die sich zuweilen auch als „Druckkostenzuschussverlage“ bezeichneten und sich Ende der 1990er von vornherein auf das Geschäft mit „Vanity publishern“ spezialisiert haben. Bezahlverlage verteilen das ganze unternehmerische Risiko (u. a. die Herstellungskosten) auf die sie beauftragenden Autoren und verlangen für ihre „Dienstleistungen“ zusätzlich noch ein Honorar. Man redet deshalb hierbei auch von „Pseudoverlagen“.

Siehe auch[Bearbeiten]