Zvolen

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Zvolen
Wappen Karte
Wappen von Zvolen
Zvolen (Slowakei)
Zvolen
Zvolen
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Banskobystrický kraj
Okres: Zvolen
Region: Pohronie
Fläche: 98,727 km²
Einwohner: 43.100 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 436,56 Einwohner je km²
Höhe: 293 m n.m.
Postleitzahl: 960 01
Telefonvorwahl: 0 45
Geographische Lage: 48° 35′ N, 19° 8′ O48.58305555555619.133055555556293Koordinaten: 48° 34′ 59″ N, 19° 7′ 59″ O
Kfz-Kennzeichen: ZV
Kód obce: 518158
Struktur
Gemeindeart: Stadt
Gliederung Stadtgebiet: 6 Stadtteile
Verwaltung (Stand: November 2014)
Bürgermeister: Lenka Balkovičová
Adresse: Mestský úrad Zvolen
Námestie slobody 22
96061 Zvolen
Webpräsenz: www.zvolen.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Zvolen (deutsch Altsohl, ungarisch Zólyom – älter auch Ózólyom, latein Veterosolium) ist eine Stadt in der Mittelslowakei. Sie liegt an der Mündung des Flusses Slatina in den Hron/Gran und gibt einem Bezirk seinen Namen.

Geschichte[Bearbeiten]

Blick in die Innenstadt

Die Stadt wurde 1135 zum ersten Mal erwähnt und gehört zu den ältesten frühgeschichtlichen Siedlungen der Slowakei, denn an der strategisch günstigen Stelle der Stadt kreuzten sich schon seit alters her bedeutende Handelswege. Von der ursprünglichen Wachtburg der Stadt, der heute so genannten Pustý hrad (wörtlich „Wüste Burg“) am gegenüberliegenden Ufer der Stadt sind heute nur mehr Ruinen erhalten.

Unter Bela IV. erhielt Zvolen 1243 die Stadtrechte und 1274 unter König Ladislaus IV. weitreichende Privilegien.

In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts (1370–1382) ließ König Ludwig I. von Ungarn in dieser oberungarischen Stadt ein mächtiges Jagdschloss (Schloss Altsohl) als Sommersitz erbauen. In der Nähe der Stadt fand der Landtag von 1378 statt, auf dem seine Tochter Hedwig mit dem polnischen König Jagiello verheiratet wurde.

Die ausgebauten und verbundenen Befestigungsanlagen des burgähnlichen Schlosses und der Stadt hielten den wiederholten Angriffen der Türken stand, wurden jedoch während des Aufstands von Franz II. Rákóczi (Ständeaufstand, um 1700) von den Aufständischen erobert.

Durch den Bahnanschluss 1871 entwickelte sich die Stadt zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt und Zentrum der Industrie. Die größte Ziegelei der Slowakei befindet sich hier, außerdem eine Hochschule für Forstwesen und Holzwirtschaft, ein Theater und Museen.

Während des Slowakischen Nationalaufstandes spielte die Stadt eine bedeutende Rolle; ein westlich des Schlosses aufgestellter Panzerzug erinnert daran. 1950 wurde die Technische Universität Zvolen gegründet, wodurch Zvolen zu einer Universitätsstadt wurde.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt umfasst folgende 6 Stadtteile:

  1. Kráľová (deutsch Königsberg; 1980 eingemeindet)
  2. Lukové (1976 eingemeindet)
  3. Môťová (deutsch Matthiasdorf; 1946 eingemeindet)
  4. Neresnica
  5. Zolná (1976 eingemeindet)
  6. Zvolen

Das Stadtviertel Zvolenské Podhradie wurde schon 1888 eingemeindet und stellt keine eigene Verwaltungseinheit der Stadt dar.

Bevölkerung[Bearbeiten]

St.-Elisabeth-Kirche

Ethnische Zusammensetzung[Bearbeiten]

  • Slowaken: 95,87 %
  • Tschechen: 1,20 %
  • Roma: 0,94 %
  • Ungarn: 0,50 %
  • Ukrainer: 0,05 %
  • Deutsche: 0,03 %

Religion[Bearbeiten]

  • Römisch-katholisch: 52,46 %
  • Konfessionslos: 26,43 %
  • Evangelisch: 15,04 %
  • Griechisch-katholisch: 0,46 %
  • Orthodox: 0,14 %

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Altsohl
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Zvolen

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 2007 ist Zvolen Mitglied der europäischen Städtevereinigung Douzelage, der Städte aus je einem Land der Europäischen Union angehören.

Weitere Partnerstädte sind:

  • Imatra (Finnland)
  • Tótkomlós (Ungarn)
  • Prachatice, Prachatitz (Tschechische Republik)
  • Riwne, Rowno (Ukraine)
  • Zwoleń (Polen)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zvolen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien