Zwei Herren aus Verona

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Zwei Herren aus Verona, in der Schlegel-Tieck-Übersetzung Die beiden Veroneser, (engl. The Two Gentlemen of Verona) ist eine Liebeskomödie aus William Shakespeares Frühwerk. Das Werk entstand zwischen 1590 und 1595.

Handlung[Bearbeiten]

Silvia von Charles Edward Perugini (1888)

Die beiden Jugendfreunde Valentin und Proteus sind die beiden Herren aus Verona. Valentin verlässt die Stadt und reist nach Mailand, um am Hofe des Herzogs von Mailand sein Glück zu finden. Proteus bleibt zunächst in Verona, da er Julia liebt und sie nicht verlassen möchte. Doch sein Vater trägt ihm auf, am nächsten Tag zum Hof nach Mailand abzureisen. Beim Abschied tauschen er und Julia Ringe aus.

Am Hof von Mailand verliebt sich Valentin in Silvia, die Tochter des Herzogs; aber auch der angekommene Proteus verliebt sich in sie. Er vergisst Julia und wirbt um Silvia, die aber den reichen Höfling Thurio heiraten soll. Um sich die Gunst des Herzogs zu sichern, verrät Proteus dem Herzog, dass Valentin Silvia entführen will. Der Herzog verbannt daraufhin Valentin aus Mailand. Unterdessen hat sich Julia, verkleidet als Bursche, nach Mailand aufgemacht, um Proteus zu treffen. Dort verschmäht Silvia die Liebesschwüre des Proteus. Dieser trägt nun Sebastian, der verkleideten Julia auf, seinen (von Julia erhaltenen) Ring Silvia zu überbringen.

Der verbannte Valentin wird in einem Wald zwischen Mailand und Mantua von Räubern überfallen, die ebenso wie er verbannt sind. Als sie seine Geschichte erfahren, sind sie so beeindruckt, dass sie ihn zu ihrem Anführer machen wollen, wozu Valentin sich grundsätzlich bereit erklärt. Silvia macht sich auf, um Valentin zu finden. Proteus, Sebastian, der Herzog und Thurio brechen ihrerseits auf, um Silvia zu finden. Im Wald wird Silvia von den Gesetzlosen ergriffen und zu ihrem Anführer gebracht. Als auch Proteus und Sebastian dort eintreffen, erklärt Valentin, dass er Silvia Proteus gebe, worauf Sebastian in Ohnmacht fällt. Anschließend zeigt Sebastian zwei Ringe: denjenigen, den er Silvia überbringen sollte, und denjenigen, den Proteus Julia gab, und gibt sich als Julia zu erkennen. Daraufhin entscheidet sich Proteus für Julia; Valentin gewinnt die Gunst des Herzogs und die Hand seiner Tochter. - Für die nötige Komik im Stück sorgen Speed und Lanz, die Lakaien der beiden Edelmänner, sowie der alberne Höfling Thurio.

Adaptionen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Textausgaben Deutsch
Textausgaben Deutsch, zweisprachig
  • William Shakespeare: Two Gentlemen of Verona. Englisch-Deutsche Studienausgabe. Deutsche Prosafassung, Anmerkungen, Einleitung und Kommentar von Sylvia Zysset. Stauffenburg, Tübingen 2008, ISBN 978-3-86057-569-7.
  • William Shakespeare: Zwei Herren aus Verona / The Two Gentlemen of Verona. Hrsg. Frank Günther. Ars vivendi, 2001. ISBN 978-3897161641
Textausgaben Englisch
  • William Shakespeare: The two Gentlemen of Verona. The Arden Shakespeare. Second Series. Edited by Clifford Leech. 1969 ISBN 0 17 443581 9
  • William Shakespeare: The two Gentlemen of Verona. Arden Third Series. Edited by William C. Carroll. London 2004, Reprint 2007. ISBN 978-1903436950
  • William Shakespeare: The two Gentlemen of Verona. New Cambridge Shakespeare. Edited by Kurt Schlüter. CUP 1990, Reprint 2012. ISBN 978-0521181693
  • William Shakespeare: The two Gentlemen of Verona. Oxford Shakespeare. Edited by Roger Warren. OUP 2008. ISBN 978-0192831422

Weblinks[Bearbeiten]