Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent
Originaltitel Les Deux anglaises et le Continent
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch, Englisch
Erscheinungsjahr 1971
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie François Truffaut
Drehbuch François Truffaut
Jean Gruault
Musik Georges Delerue
Kamera Néstor Almendros
Schnitt Martine Barraqué
Yann Dedet
Besetzung

Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent (Originaltitel: Les Deux anglaises et le Continent) ist ein Film von François Truffaut aus dem Jahr 1971. Truffaut drehte den Film, ebenso wie Jules und Jim, nach einem Roman von Henri-Pierre Roché. Hauptdarsteller Jean-Pierre Léaud ist auch der Antoine Doinel aus der gleichnamigen Filmreihe Truffauts.

Handlung[Bearbeiten]

Um 1900 trifft der Franzose Claude in Paris die junge Waliserin Anne Brown. Sie lädt ihn in ihre Heimat nach Wales ein. Dort verliebt sich Claude in Annes Schwester Muriel. Die Mütter sind gegen die Verbindung; die Liebenden müssen sich für ein Jahr trennen. Claude geht bald andere Verbindungen ein. Anne besucht Claude in Paris und wird seine Geliebte. Die Wege der Liebenden trennen sich. Anne stirbt an Tuberkulose. Claude sieht Muriel wieder, doch nach einer Liebesnacht trennen sich ihre Wege erneut. Muriel heiratet einen anderen, Claude bleibt allein.

Hintergrund[Bearbeiten]

Truffaut sagte über seinen Film: „Es gibt manchmal in der Liebe eine echte Gewalt der Gefühle, die wollte ich filmen. Ich meine damit nicht nur die Umarmungen, die ich versucht habe, objektiv und roh zu filmen, ohne Musik, sondern auch die Geständnisse, die Beichten, die Trennungen, die zur Folge haben, dass Personen sich erbrechen müssen oder in Ohnmacht fallen. Um es in einen Satz zu bringen: Ich habe nicht versucht, einen Film über körperliche Liebe sondern einen körperlichen Film über die Liebe zu machen.“[1]

Kritiken[Bearbeiten]

Der film-dienst urteilte: „Ästhetisch sorgfältig komponierter und psychologisch vielschichtiger Film, der die Vielfalt der Gefühle schildert und Ursachen spürbar werden läßt, die diese Menschen zu einer dauerhaften Beziehung unfähig macht. Ein Diskurs über die Unmöglichkeit absoluter Liebe, die eine ebenso verlockende und zerstörerische Utopie darstellt.“

Die Zeit ließ am 9. Februar 1973 verlauten: „Ganz kühl und konzentriert demonstriert der Regisseur in seinem nach eigener Einschätzung ‚wahrscheinlich ernstesten Film‘ die Distanz zwischen den beiden Geschichten, den Unterschied von romantischer Fiktion und bitterer Biographie. Es ist ein sehr schöner, sehr trauriger Film über die Fragilität von Emotionen, über den langsamen Tod einer Liebe.“[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zitat laut Arte, abgerufen am 17. Januar 2008.
  2. Filmtips. In: Die Zeit, Nr. 7/1973.