Zweikraftlokomotive

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Eine Zweikraftlokomotive der Rhätischen Bahn im Dieseleinsatz, deutlich zu erkennen die abgebügelten Stromabnehmer

Eine Zweikraftlokomotive oder ein Zweikrafttriebwagen ist eine Lokomotive beziehungsweise ein Triebwagen bei der Eisenbahn. Zweikraftfahrzeuge verfügen über zwei unterschiedliche Antriebe, zum Beispiel in Form eines dieselelektrischen Antriebs welcher die für die Fahrmotoren benötigte elektrische Energie bei Bedarf aus einer Oberleitung oder Stromschiene entnimmt und alternativ im reinen Dieselantrieb fahren kann. Durch diese Technik sind die Fahrzeuge flexibel einsetzbar, da sie als Fahrzeuge mit Stromabnehmern einerseits auf nicht elektrifizierten Bahnen fahren können, ohne dass ein Lokwechsel notwendig ist, und andererseits ihren Verbrennungsmotor auf elektrifizierten Strecken nicht einsetzen müssen. Nachteilig ist hingegen die hohe Masse aufgrund der zwei Antriebssysteme.

Zweikraftfahrzeuge sind keine Hybridfahrzeuge, da der für einen Hybridantrieb notwendige zweite Energiespeicher, meist in Form einer Batterie, in die Bremsenergie zurückgespeist wird, fehlt. Sie können vergleichsweise einfach aus dieselelektrischen Fahrzeugen hergerichtet werden, wenn der Gleichstrom ab Fahrleitung eine ähnliche Spannung aufweist wie der vom fahrzeugeigenen Generator erzeugte. Zweikraftfahrzeuge werden oft für Arbeits- oder Bauzüge verwendet, vor allem weil sie auch bei abgeschalteter Oberleitung fahren können.

Beispiele[Bearbeiten]

Lokomotiven[Bearbeiten]

Zweikraftlokomotive 478 601 im Bahnhof Berlin-Olympiastadion (1999)

Triebwagen[Bearbeiten]

Combino Duo der Straßenbahn Nordhausen

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zweifrequenz-Hybridlokomotive Butler für Güter- und Rangierdienste. (PDF; 992 kB) Auf: stadlerrail.com, abgerufen am 18. Dezember 2013.