Zweipunktregler

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Ein Zweipunktregler ist ein unstetig arbeitender Regler mit zwei Ausgangszuständen. Je nachdem, ob der Istwert über oder unter dem Sollwert liegt, wird der obere oder der untere Ausgangszustand eingenommen. Zweipunktregler kommen dann zum Einsatz, wenn die Stellgröße nicht stetig variabel ist, sondern nur zwischen zwei Zuständen wechseln kann, z. B. Ein/Aus. Der Zweipunktregler erreicht zwar den eingeschwungenen Zustand, kommt aber nie zur Ruhe. Bei starken Änderungen der Führungsgröße kann er aber Regelabweichungen schneller ausregeln als es mit anderen Regelverfahren möglich ist.

Zweipunktregler im Strukturbild

Das bekannteste Beispiel für einen Zweipunktregler ist der Thermostat, der ein Heiz- oder Kühlgerät mit nicht variabler Leistung steuert. Im Gegensatz dazu ist ein Heizungsthermostatventil, das den Vorlauf an Heizkörpern zur Raumheizung steuert, ein Proportionalregler.

Um schnelle Schwingungen des Ausganges zu vermeiden, haben Zweipunktregler oft eine eingebaute Hysterese, d. h. einen gewissen Totbereich um den Schwellwert, um den sich der Istwert ändern muss, um ein Umschalten in den gegenteiligen Ausgangszustand zu bewirken. Beispielsweise schaltet ein Thermostat ein Heizgerät beim Erreichen von 21 °C ab, aber erst beim Unterschreiten von 18 °C wieder ein, was einer Hysterese von 3 °C entspricht.

Sowohl der Regler selbst als auch die Hysterese können mechanisch (z. B. Bimetall) oder auch elektronisch realisiert werden.

Eine genauere Betrachtung des Zweipunktreglers gibt es im Artikel Regler.

Siehe auch[Bearbeiten]