Zweisprachiges Gespräch

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Ein non-convergent discourse (NCD) oder zweisprachiges Gespräch ist ein Gespräch, in dem sich die jeweiligen Gesprächspartner konsequent unterschiedlicher Sprachen bedienen.

Der Begriff 'NCD' wurde von dem niederländischen Sprachsoziologen Reitze Jonkman eingeführt. Er unterscheidet auf der gesellschaftlichen Ebene zwei grundliegende Begründungen dafür, sich nicht auf eine gemeinsame Unterhaltungssprache zu einigen:

1. unzureichende aktive Sprachkenntnisse
Gesprächspartner, die sich mit dieser Begründung unterschiedlicher Sprachvarianten bedienen, können einander verstehen, aber sprechen aus praktischen Gründen nicht die gleiche Sprache. Dies ist relativ einfach in jenen Fällen, in denen die Sprachen verwandt sind, wie bei den Sprachenpaaren Spanisch-Portugiesisch oder Dänisch-Norwegisch, aber kann auch in zweisprachigen Gebieten vorkommen. Beispiel dafür ist die meist geltende Grundregel in politischen Gremien der Schweiz, dass jeder Gesprächsteilnehmer seine Muttersprache spricht (Chacun à sa langue-Prinzip).

2. ethnic marking
Der Begriff ethnic marking verweist auf den Willen, seine Identität in seiner Sprache zum Ausdruck zu bringen. Wenn zwei ethnische Gruppen nebeneinander in einem Gebiet leben, und beide aus prinzipiellen Gründen eine mit ihrer Identität verbundene Sprache sprechen, erfolgt ein NCD.

Daneben können laut Jonkman auch persönliche Faktoren einem NCD unterliegen, beispielsweise wenn die Gesprächspartner sich schon solange unterschiedlicher Sprachen bedienen, dass diese Art von Unterhaltung für sie zur unmarkierten, normalen Verständigungsweise geworden ist, auch wenn von einer der obengenannten gesellschaftlichen Begründungen schon lange nicht mehr die Rede ist.