Zweite Schlacht von Capua

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Zweite Schlacht von Capua
Feldzug Hannibals im Zweiten Punischen Krieg
Feldzug Hannibals im Zweiten Punischen Krieg
Datum 211 v. Chr.
Ort in Capua (heute Sele) in Italien
Ausgang entscheidender römischer Sieg
Konfliktparteien
Karthago Römisches Reich
Befehlshaber
Hannibal, Bostar, Hanno (der Sohn von Bomilcar) Quintus Fulvius Flaccus, Appius Claudius Pulcher
Truppenstärke
eine kleinere Armee in der eingeschlossen Stadt, während das Hauptheer mit Hannibal vor der Stadt lagerte unbekannt
Verluste
unbekannt gering

Die Zweite Schlacht von Capua war ein Gefecht zwischen Römern und Karthagern um die von letzteren im Vorjahr eroberte Stadt Capua um 211 v. Chr.. Die Römer gewannen Capua zurück.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Quintus Flaccus und Appius Claudius Pulcher belagerten schon seit 212 v. Chr. die durch die erste Schlacht von Capua in die Hände der Karthager gelangte Stadt Capua. Hannibal selbst befand sich mit einem Großteil seines Heeres nicht in der Stadt. Die Römer waren der Besatzung Capuas zahlenmäßig überlegen; Hannibal verfügte über zu wenig Truppen, um die mit Feldbefestigungen umgebenen Lager der römischen Legionen anzugreifen. Er plante daher einen Scheinangriff auf Rom selbst. Den Hintergrund bildete vermutlich die Hoffnung, der Senat würde dann das römische Heer zur Verteidigung der Metropole zurückrufen. Das zurückmarschierenden Heer sollte dann massiv angegriffen werden. Im März 211 v. Chr. zog Hannibal mit einer Truppe numidischer Reiter nach Rom, doch fand er die Metropole so stark befestigt vor, dass er von seinem Plan abließ und sich nach Capua zurückzog. Die Römer hatten inzwischen bereits Angriffsvorbereitungen getroffen und begannen mit dem Angriff, als Hannibals Streitkräfte eintrafen. So kam es zur Schlacht.

Die Schlacht[Bearbeiten]

Hannibal hatte wenig Aussicht, die römische Übermacht in einer so ungünstigen Situation überrennen zu können. Da sich die römischen Lager zwischen der Steinmauer und Holzgebäuden befanden, konnte die überlegene karthagische Kavallerie nicht effektiv eingesetzt werden. Die eingeschlossenen karthagischen Teilkräfte wehrten sich zwar heftig, konnten der römischen Belagerungstechnik, wie Rammböcken, aber nicht lange genug standhalten. Das Entsatzheer Hannibals erschien erst, als die Römer bereits die Wälle besetzt hatten und die Karthager mit einem Speerhagel empfingen. Hannibal zog sich zurück, die Schlacht war zugunsten der Römer entschieden.

Folgen[Bearbeiten]

Hannibal marschierte nach Süden und unternahm keine weiteren Versuche, die Stadt Capua nochmals zu erobern. Die beiden siegreichen Konsulen ließen die Bereitschaft in Capua ansässigen Bevölkerung, Hannibal zu unterstützen, hart bestrafen: Sie enteigneten vermögende Bürger und schickten viele in die Sklaverei. Dadurch bestraften sie nicht nur die „Missetäter“ sondern finanzierten sich mit den Enteignungen auch noch den Feldzug. Für den weiteren Verlauf des Zweiten Punischen Kriegs hatte diese Schlacht allerdings keine großen Auswirkungen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Radke: Capua. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 1, Stuttgart 1964, Sp. 1048–1049.
  • Römische Geschichte, Band 2 von Wilhelm Ihne, Verlag Engelmann, 1896