Zwerg Nase (1953)

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Filmdaten
Originaltitel Zwerg Nase
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1953
Länge 80 Minuten
Altersfreigabe FSK o. A.
Stab
Regie Francesco Stefani
Drehbuch Emil Surmann
Produktion Hubert Schonger
Musik Norbert Schultze
Kamera Wolf Schwan
Schnitt Eva Ponto
Besetzung

Zwerg Nase ist ein deutscher Märchenfilm aus dem Jahr 1953. Er basiert auf dem gleichnamigen Märchen von Wilhelm Hauff.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Eines Tages kommt eine hässliche, alte Frau mit einer langen Nase an den Gemüsestand einer Mutter und deren Sohn Jakob. Die alte Frau will am Stand Kräuter kaufen, meint jedoch, dass diese schlecht wären und dass sie vor 50 Jahren besser gewesen wären. Deshalb wird sie von Jakob beschimpft. Schließlich kauft sie doch ein paar Kohlköpfe und lässt sich diese von Jakob nach Hause tragen.

Im Haus der alten Frau gibt sie Jakob eine Suppe, die ihn in einen traumartigen Zustand versetzt: Er muss für die alte Frau sieben Jahre lang arbeiten und wird als Strafe für seine Beschimpfung in einen Zwerg mit langer Nase verhext – die alte Frau ist die böse Fee Kräuterweis.

Jakob kann zwar nach sieben Jahren fliehen, jedoch erkennen seine Eltern ihn nicht mehr und so ist er ganz auf sich allein gestellt. Als „Zwerg Nase“ wird er bald zum Lieblingskoch am Hof des Herzogs, wo er sich mit der Gans Mimi – einer verwandelten Prinzessin – anfreundet. Sie führt ihn zu dem Zauberkraut Niesmitlust, mit dem es beiden gelingt, sich zu entzaubern. Sie werden Braut und Bräutigam.

[Bearbeiten] Entstehung

Die Außenaufnahmen fanden in Kloster Ottobeuren und Memmingen statt, die Innenaufnahmen im Schonger-Studio in Inning am Ammersee. Den Verleih übernahm die Jugendfilm-Verleih GmbH (West-Berlin), Uraufführung war am 25. Januar 1953 in Göppingen, am 20. September 1953 in West-Berlin. Zwerg Nase wurde 1953 auch bei den dritten Internationalen Filmfestspielen Berlin und bei den fünften Internationalen Filmfestspielen für Kinderfilme Venedig gezeigt.

[Bearbeiten] Kritik

  • Ponkie schrieb in den Filmblättern: „Der Schonger-Film (…) ist gut geglückt, weil er der kindlichen Phantasie durch "realistische Handlung" entgegenkommt, aber auch den kritisch beobachtenden Besucher durch schöne Sorgfalt im Szenenaufbau, durch Bemühen um reizvolle fotografische Stimmung und hübsche Regieeinfälle befriedigt. Angenehm auch, daß der Film jenen infantil-neckischen Kindergartenton meidet, der dieser Filmgattung so leicht anhaftet.“ [1]
  • Das Lexikon des internationalen Films (Buchausgabe von 1988, S. 4486) meint, es handle sich um eine weithin geglückte Neuverfilmung des Märchens von Wilhelm Hauff und merkt an, der Film sei wegen einiger für Kinder zu schreckhaften Passagen nachträglich umgestaltet worden.

[Bearbeiten] VHS-Veröffentlichung

Im Januar 1995 wurde der Film auf VHS von der Euro Video GmbH veröffentlicht.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. zitiert nach Hahn/Jansen, Stresau: Lexikon des Fantasy-Films, München 1985, S. 589
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