Zwergsechsaugenspinnen

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Zwergsechsaugenspinnen
Systematik
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Haplogynae
Überfamilie: Dysderoidea
Familie: Zwergsechsaugenspinnen
Wissenschaftlicher Name
Oonopidae
Simon, 1890
Gattungen

Zur Familie der Zwergsechsaugenspinnen (Oonopidae, Simon, 1890) werden zur Zeit 1484 Arten in 102 Gattungen gezählt. (Stand: September 2014)

Über die Biologie dieser sechsäugigen, 1 bis 4 mm kleinen haplogynen, ecribellaten Spinnen ist wenig bekannt. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in den Tropen. Die Angehörigen der Überfamilie der Plectruroidea leben in der Streuschicht abgefallener Laubblätter oder unter Steinen, wo sie sich von winzigen Tieren ernähren, die größere Spinnen bereits ignorieren. Viele sind leuchtend Orange und haben harte Platten auf ihrem Hinterleib, andere sind blass weißlich oder gelblich mit weicheren Hinterleiben.

Verbreitung der Sechsaugenspinnen

Ihre Fortpflanzungsstrategie hebt sich von der anderer Familien ab. Während viele Echte Webspinnen R-Strategen sind und viele Eier produzieren, legen die Oonopidae nur wenige Eier in einem Eisack ab. Die europäische Onoops pulcher legt nur zwei Eier in einem Kokon ab.

Die kleinste Vertreterin ist Orchestina saltitans, die nur 1 bis 1,5 mm groß wird. Sie hat sich in den USA weit nach Nordosten ausgebreitet, wo sie als Haustier manchmal von Lampenschirmen baumelt, im Badezimmerschrank anzutreffen ist oder über den Schreibtisch rennt. Orchestina moaba und andere Arten, wie einige der Gattungen Oonops, Scaphiella, Opopaea oder Traeris findet man im Südwesten der USA. Die kräftig orangefarbenen Tierchen kommen zum Vorschein, wenn man den Detritus auf dem Boden untersucht. Wenn sie gestört werden, flüchten sie mit beachtlicher Geschwindigkeit.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zwergsechsaugenspinnen (Oonopidae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien