Zwiebelknopffibel

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Zwei Fibeln (Repliken). Oben eine latènezeitliche Fibel, unten eine römische Zwiebelknopffibel.
Darstellung des Kaisers Justinian (Mitte) mit Gefolge in San Vitale (Ravenna). Zu beiden Seiten des Kaisers Beamte in Amtstracht mit Zwiebelknopffibeln.

Eine Zwiebelknopffibel ist eine Gewandnadel der Spätantike und des Frühmittelalters. Die Form entstand aus dem Vorgängertyp der Scharnierarmfibel in der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts.

Zwiebelknopffibeln gehörten sowohl zur spätrömischen Soldatentracht wie zur Kleidung spätantiker Beamter. Die Fibel hielt den Mantel zusammen und wurde meist auf der rechten Schulter getragen. Da die Fibelform fast ausschließlich von diesen Personengruppen getragen wurde, war sie auch ein Standesabzeichen.

Zwiebelknopffibeln wurden aus unterschiedlichen Materialien angefertigt. Die meisten Exemplare bestehen aus Messing oder Bronze, davon sind einige vergoldet bzw. mit Niello oder Email verziert. Wenige Exemplare sind aus Silber oder Gold, die unterschiedlichen Materialien sind vermutlich auf Rangunterschiede der Träger zurückzuführen. Eine goldene Zwiebelknopffibel stammt aus dem Grab des fränkischen Königs Childerich I.

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