Zylindersonnenuhr

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Die Zylindersonnenuhr war im ausgehenden Mittelalter und in der Neuzeit weit verbreitet. Ihr Vorteil besteht in der Unabhängigkeit von der Nord-Süd-Richtung, so dass ein Kompass entbehrlich ist. Ein weiterer Vorteil liegt in ihrer Verwendbarkeit als Reiseuhr (als Hirtensonnenuhr), vorausgesetzt, man verändert die geographische Breite nicht um mehrere Grade. Ein Reisebereich von 100 km nach Süden oder Norden hat noch keine nennenswerte Auswirkung auf die Anzeigegenauigkeit.

Bei der Zylindersonnenuhr ist für die Zeitablesung die Lage des Schattenendpunktes entscheidend, der jedoch mit dem Datum, also mit der Sonnendeklination, variiert. Der Schattenwerfer muss daher auf das jeweilige aktuelle Datum eingestellt werden. Stundenlinien entstehen bei der Zylindersonnenuhr nur dadurch, dass alle der gleichen Tagesstunde entsprechenden Stundenpunkte für das ganze Jahr miteinander verbunden werden.

Die nebenstehende Abbildung zeigt eine Zylindersonnenuhr für die geographische Breite 52,0°. Das Zifferblatt veranschaulicht darüber hinaus, wie sich die Tageslängen im Verlauf eines Jahres verändern.

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