Baden-Württemberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Baden-Württemberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Land Baden-Württemberg
Flagge Baden-Württembergs
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Über dieses Bild
Flagge
Wappen Baden-Württembergs
Wappen
Sprache: Deutsch
Landeshauptstadt: Stuttgart
Fläche: 35.751,46 km²
Einwohnerzahl: 10,632 Mio. (30. November 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 297 Einwohner pro km²
Arbeitslosenquote: 3,8 % (November 2014)[2]
Gründung: 25. April 1952
Staatsform: parlamentarische Republik, teilsouveräner Gliedstaat der Bundesrepublik Deutschland
Schulden: 45,2 Mrd. € (31. Dez. 2012)[3]
ISO 3166-2: DE-BW
Website: www.baden-wuerttemberg.de
Politik
Regierungschef: Winfried Kretschmann (Grüne)
Regierende Parteien: Grüne und SPD
Sitzverteilung im Landesparlament: CDU 60
Grüne 36
SPD 35
FDP/DVP 7
Letzte Wahl: 27. März 2011
Nächste Wahl: 2016
Bundesratsstimmgewicht: 6
Karte Baden-Wuerttemberg physisch.png

Baden-Württemberg [ˈbaːdn̩ˈvʏɐ̯tʰəmbɛɐ̯kʰ] oder [ˈbaːdn̩ˈvʏʁtʰəmbɛʁk] (Abkürzung BW) ist eine parlamentarische Republik und ein Land im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Es wurde 1952 durch die Fusion der Länder Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern gegründet. Landeshauptstadt ist Stuttgart. Nach Einwohnerzahl und Fläche steht Baden-Württemberg im Größenvergleich an dritter Stelle der deutschen Länder.

Geographie[edit]

Im Süden grenzt Baden-Württemberg an Bodensee und Hochrhein, im Westen an den Oberrhein. Im Norden zieht sich die Landesgrenze über Odenwald und Tauberland, im Osten über Frankenhöhe und Ries, entlang von Donau und Iller sowie durch das westliche Allgäu. Benachbarte deutsche Länder sind im Osten und Nordosten Bayern, im Norden Hessen und im Nordwesten Rheinland-Pfalz. Im Westen grenzt Baden-Württemberg an die französische Region Elsass. Die Schweizer Grenze im Süden wird von den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Zürich, Schaffhausen, Thurgau gebildet. Der Kanton St. Gallen ist nur über den Bodensee verbunden. Über den Bodensee ist Baden-Württemberg außerdem mit dem österreichischen Bundesland Vorarlberg verbunden. Mit diesem teilt es – weil dort ebenfalls alemannischer Dialekt gesprochen – den manchmal umgangssprachlich verwendeten Beinamen „Ländle“ respektive Alemannisch „Ländli“.

Der geographische Mittelpunkt von Baden-Württemberg in einem Stadtwäldchen namens Elysium im Stadtgebiet von Tübingen.

Der geographische Mittelpunkt Baden-Württembergs bei 48° 32′ 15,9″ N, 9° 2′ 28,21″ O48.537759.041169 wird von einem Denkmal in einem Waldstück auf der Gemarkung von Tübingen markiert. Es handelt sich dabei um den Schwerpunkt der Landesfläche. Der geographische Mittelpunkt, der sich aus den Mittelwerten der vier Extremkoordinaten Baden-Württembergs berechnet, befindet sich 17,9 km nördlich davon in Sindelfingen an der gleichnamigen Autobahnausfahrt und ist nicht markiert. Die vier Extremkoordinaten Baden-Württembergs sind: im Norden 49° 47′ 29″ N, 9° 38′ 55″ O49.7913888888899.6486111111111 nahe Homburg am Main, im Süden 47° 31′ 56″ N, 7° 41′ 36″ O47.5322222222227.6933333333333 im Rhein bei Pratteln, im Westen 47° 41′ 51″ N, 7° 30′ 43″ O47.69757.5119444444444 bei Kembs und im Osten 48° 41′ 18″ N, 10° 29′ 43″ O48.68833333333310.495277777778 nahe Finningen.

Die höchste Erhebung des Landes ist der Feldberg im Schwarzwald mit 1493 m ü. NHN. Tiefster Punkt ist der Rheinpegel bei Mannheim mit 85 m ü. NN.

Naturräumliche Gliederung und Geologie[edit]

Innerhalb Baden-Württembergs werden nach geologischen und geomorphologischen Kriterien fünf Großräume unterschieden:[4]

Klima[edit]

Baden-Württemberg liegt in einem Übergangsgebiet zwischen Seeklima im Westen und Kontinentalklima im Osten.[5] Das bewirkt, dass abwechselnd ozeanische und kontinentale Klimaeinflüsse wirksam werden. Aufgrund der vorherrschenden Westwinde überwiegen die ozeanischen Klimaeinflüsse, wobei diese in den östlichen Landesteilen abnehmen. Die Vielgestaltigkeit der Oberflächenformen, also das Nebeneinander hoher Bergländer und abgeschirmter Beckenräume, führt zu deutlichen klimatischen Unterschieden schon auf kurzen Entfernungen.[6]

Temperaturen[edit]

Durch die südliche Lage ist Baden-Württemberg gegenüber anderen Bundesländern hinsichtlich der Temperaturen begünstigt. Das Oberrheinische Tiefland weist Jahresmitteltemperaturen von 10 °C auf und gehört damit zu den wärmsten Gebieten Deutschlands. Klimatisch begünstigt sind auch der Kraichgau, das Neckartal nördlich von Stuttgart, das Bodenseegebiet, das Hochrheingebiet und das Taubertal. Mit der Höhe sinkt die Durchschnittstemperatur, und der Südschwarzwald ist mit durchschnittlich 4 °C eines der kältesten Gebiete Deutschlands. Eine Ausnahme von dieser Regel ist die im Winter vorkommende Inversionswetterlage, bei der höhere Lagen wärmer sind als tiefer gelegene, weil bei windstillem Hochdruckwetter die von den Höhen abfließende Kaltluft sich in Beckenräumen sammelt. Extreme Kältewerte lassen sich deshalb in der Baar beobachten. Hier kann es im Winter zu Temperaturen von unter −30 °C kommen.[7]

Für die Landwirtschaft wichtig ist die Länge der Vegetationsperiode, gemessen in frostfreien Tagen. Im Landesdurchschnitt sind dies 170, in Gunsträumen wie dem Oberrheinischen Tiefland, dem zentralen Neckarbecken und dem Bodensee über 200 frostfreie Tage. Dagegen weisen die Höhenlagen des Hochschwarzwalds, der Baar und einige winterkalte Talräume der Alb nur 120 frostfreie Tage auf.

Niederschlag[edit]

Die mit dem Westwind herantransportierten Luftmassen stauen sich vor allem an Schwarzwald und Odenwald, daneben auch an der Schwäbischen Alb, den höheren Lagen der Keuperwaldberge und den Voralpen. Deshalb fällt auf der Luvseite reichlich Niederschlag (über 1000 mm pro Jahr, im Südschwarzwald stellenweise über 2000 mm). Auf der Leeseite im Regenschatten fällt wesentlich weniger Niederschlag. Hier gibt es ausgeprägte Trockengebiete: Im nördlichen Oberrheinischen Tiefland, der Freiburger Bucht (Leeseite der Vogesen) und dem Taubergrund fallen etwa 600 mm, im mittleren Neckarraum und der Donauniederung bei Ulm etwa 700 mm pro Jahr.

Folgen der globalen Erwärmung[edit]

Im Auftrag der baden-württembergischen Landesregierung wurden seit Ende der 1990er Jahre mehrere Studien zu den regionalen Folgen der globalen Erwärmung durchgeführt.[8] Laut einer Zusammenfassung dieser Ergebnisse aus dem Jahr 2012 stieg die Jahresdurchschnittstemperatur in Baden-Württemberg im Zeitraum 1906–2005 um 1,0 °C an (weltweit 0,7 °C), von durchschnittlich 8 °C auf 9 °C. Der größte Anstieg erfolgte dabei in den letzten 30 Jahren. Die Anzahl der Höchstniederschläge im Winter und die Zahl der Hochwasserereignisse haben in diesem Zeitraum um 35 % zugenommen, die Anzahl der Tage mit Schneedecke in tiefer gelegenen Regionen haben um 30–40% abgenommen. Von 1953 bis 2009 nahm die Anzahl der Eistage (Höchsttemperatur unter 0 °C) in Stuttgart von 25 auf 15 ab, die Anzahl der Sommertage (Höchsttemperatur mindestens 25 °C) dagegen erhöhte sich von 25 auf 45 (vgl. auch Hitzewelle 2003). Die Wahrscheinlichkeit einer ausgeprägt trockenen Vegetationsperiode im Sommer hat sich seit 1985 versechsfacht. Klimamodelle prognostizieren eine Weiterführung dieser Trends. In Folge wurde im Juli 2013 ein Klimaschutzgesetz für Baden-Württemberg verabschiedet.[9]

Gewässer[edit]

Aufgrund der bergigen Topographie spielten und spielen die Flüsse und ihre Täler eine erhebliche Rolle für Besiedlung, Verkehrswesen und Geschichte des Landes. Neben dem Rhein sind an erster Stelle Neckar und Donau zu nennen.

Der Neckar entspringt am Rande des Schwarzwaldes bei Villingen-Schwenningen und durchfließt das Zentrum des Landes, bis er im Nordwesten in Mannheim in den Rhein mündet. Der dortige Rheinpegel ist mit 85 m ü. NN der niedrigste Punkt des Landes. Der Rhein bildet fast komplett die westliche Landesgrenze, mit Ausnahme der linksrheinischen, baden-württembergischen Kollerinsel bei Brühl und des rechtsrheinischen, rheinland-pfälzischen Teils der Insel Elisabethenwörth und des Brückenkopfs bei Germersheim. Auch den größten Teil der südlichen Landesgrenze bildet der Rhein, mit Ausnahme der linksrheinischen, baden-württembergischen Altstadt von Konstanz und der rechtsrheinischen schweizerischen Gebiete bei Stein am Rhein, Dörflingen, Schaffhausen, Neuhausen am Rheinfall, Rüdlingen, Buchberg, Eglisau sowie Teilen von Basel.

Die Donau entsteht aus den zwei Quellflüssen Brigach und Breg im Schwarzwald und fließt etwa ostnordöstlich, wobei sie die Schwäbische Alb nach Süden und Oberschwaben nach Norden begrenzt und hinter Ulm nach Bayern fließt.

Unter den übrigen Flüssen sind die längsten die Zwillingsflüsse Kocher und Jagst, die den Nordosten des Landes durchfließen. Ganz im Nordosten grenzt das Landesgebiet an den Main.

Geschichte[edit]

Vorgeschichte[edit]

Das Gebiet des heutigen Baden-Württemberg war nachweislich bereits vor mindestens einer halben Million Jahren von Vertretern der Gattung Homo besiedelt. Der bei Mauer gefundene Unterkiefer von Mauer und der bei Steinheim an der Murr entdeckte Homo steinheimensis, die heute beide zur Hominini-Art Homo heidelbergensis eingeordnet werden, zählen mit einem Alter von rund 500.000 beziehungsweise 250.000 Jahren zu den ältesten Funden der Gattung Homo in Europa überhaupt.

Bedeutende paläolithische Nachweise kulturellen Lebens in Baden-Württemberg reichen circa 35.000 bis 40.000 Jahre zurück. So alt sind die Funde der ältesten bekannten Musikinstrumente der Menschheit (eine Elfenbeinflöte, ausgegraben 1979 im Geißenklösterle) und Kunstwerke (Löwenmensch), die in Höhlen der Schwäbischen Alb entdeckt wurden, vor allem in denen des Lonetals.

Vor allem aus dem Neolithikum finden sich zahlreiche Belege von Siedlungen und Bestattungen von der frühesten Zeit an, die ab der Bandkeramik auf die unterschiedlichsten Kulturkomplexe zurückgehen und eine ununterbrochene Linie bis zum Beginn der Bronzezeit und bis zur Eisenzeit repräsentieren.[10] Bei Kleinkems in Südbaden befindet sich das älteste deutsche Jaspisbergwerk aus der Jungsteinzeit.

In der Hallstattzeit besiedelten die Kelten große Teile des Landes. Dies ist durch die zahlreichen Hügelgräber belegt, deren bekanntestes das Grab des Keltenfürsten von Hochdorf ist, und durch hallstattzeitliche Siedlungen wie der Heuneburg oder dem Münsterhügel von Breisach.

Antike[edit]

Römische Expansion in Südwestdeutschland

Seit Caesars Gallischem Krieg 55 v. Chr. bildete der Rhein im Norden die Ostgrenze des römischen Reiches. Um 15 v. Chr. überschritten die Römer unter Tiberius die Alpen. Die neu gegründete Provinz Raetia erstreckte sich bis an die Donau und umfasste damit auch das heutige Oberschwaben.

Der Landweg zwischen Mainz und Augsburg war strategisch sehr wichtig. Um diesen zu verkürzen, bauten die Römer um 73/74 n. Chr. eine Straße durch das Kinzigtal im mittleren Schwarzwald; zum Schutz dieser Straße gründeten sie Rottweil. Weitere Gründungen dieser Zeit sind Ladenburg, Bad Wimpfen, Rottenburg am Neckar, Heidelberg und Baden-Baden; eine Siedlungskontinuität ist jedoch nur für Baden-Baden, Ladenburg und Rottweil wahrscheinlich. Die später gebaute Straße über Bad Cannstatt verkürzte den Weg zwischen Mainz und Augsburg noch weiter. Die Landnahme in Südwestdeutschland sicherten die Römer durch Feldzüge im heutigen Hessen ab. Um 85 n. Chr. gründete Kaiser Domitian die Provinz Germania superior (Obergermanien).

Die Grenze des römischen Reiches verlief von ungefähr 98–159 n. Chr. entlang des Neckar-Odenwald-Limes, später entlang des Obergermanisch-Rätischen Limes. Den vom Limes umschlossenen Teil des Gebietes rechts des Rheines und links der Donau bezeichneten die Römer als Dekumatland. Der nordöstliche Teil des heutigen Baden-Württemberg war nie Teil des römischen Reiches.

Um 233 n. Chr. plünderten Alamannen das Dekumatland; in der Zeit der Reichskrise des 3. Jahrhunderts gaben die Römer um 260 n. Chr. nach erneuten Überfällen die bisherige Grenze auf und zogen sich hinter Rhein, Donau und Iller dem Donau-Iller-Rhein-Limes zurück. Sie hielten die Rheingrenze noch bis zum Rheinübergang von 406.

Mittelalter[edit]

Im 5. Jahrhundert kam das Gebiet des Herzogtums Alemannien zum Fränkischen Reich. Die Nordgrenze Alemanniens wurde nach Süden verschoben und deckte sich grob mit dem Verlauf der heutigen alemannisch-fränkischen Dialektgrenze. Das nördliche Drittel Baden-Württembergs lag somit im direkten fränkischen Einflussbereich (Bistümer Mainz, Speyer, Worms, Würzburg), die südlichen zwei Drittel verblieben im alemannischen Einflussbereich (Bistümer Konstanz, Augsburg, Straßburg). Im 8. Jahrhundert wurden Grafschaften (Gaue) als Verwaltungseinheiten installiert. Mit der Neubildung der Stammesherzogtümer gehörten die südlichen Gebiete des heutigen Bundeslandes bis zum Ausgang des Hochmittelalters zum Herzogtum Schwaben, die nördlichen Gebiete befanden sich beim Herzogtum Franken.

Im Hochmittelalter gehörte das Gebiet zu den zentralen Landschaften des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Es ist Heimat zahlreicher aufstrebender Adelsdynastien und lag im Schnittpunkt einiger wichtiger Fernhandelsrouten. Der Hochadel und die Klöster lenkten einen intensiven Landesausbau, in dessen Verlauf die Mittelgebirge erschlossen und zahlreiche Städte gegründet wurden, und erweiterten so ihre Machtbasis. Wichtige Familien waren neben den Herzogshäusern vor allem die fränkischen Salier und die schwäbischen Staufer, die sich zu ihrer Zeit den Kaiserthron erkämpften. Weitere wichtige Adelshäuser waren die – ursprünglich aus Oberschwaben stammenden – Welfen, die Zähringer und die Habsburger und auch die unterschwäbischen Hohenzollern .

Nach dem Ende der Stauferdynastie im 13. Jahrhundert kam es zu einer bleibenden Dezentralisierung des Reiches. Die ohnehin traditionell schwache Zentralmacht von Kaisern und Königen verlor zunehmend Rechte und Befugnisse an aufstrebende Regionalmächte. Dieser langfristige Trend wurde auch und gerade in Südwestdeutschland spürbar. Es kam zur territorialen Zersplitterung in Hunderte von kleinen Grafschaften, Reichsstädten, geistlichen Gebieten oder gar einzelnen ritterschaftlichen Dörfern.

Die sich auf dem Gebiet der alten Stammesherzogtümer Franken und Schwaben im Hoch- und Spätmittelalter entwickelnden Territorien erwiesen sich zumeist als beständig und dominierten bis zu den Umbruchsjahren 1803/1806. Zu den bedeutendsten unter ihnen zählen:

Zur horizontalen Diversifizierung trat die vertikale Aufteilung von Rechten an einem Ort in verschiedene Rechteinhaber. So konnten die zahlreichen finanziellen, wirtschaftlichen, militärischen und jurisdiktionalen Rechte innerhalb eines Dorfes in den Händen mehrerer Staaten, Herren oder Familien liegen.

Frühe Neuzeit[edit]

Die frühe Neuzeit war geprägt von der Reformation und den Expansionsbestrebungen der entstehenden Flächenstaaten Österreich, Preußen, Frankreich und Schweden. Aus diesen resultierten Konflikte wie der Bauernkrieg, der Dreißigjährige Krieg und der Pfälzische Erbfolgekrieg. Im heutigen Baden-Württemberg, das territorial außerordentlich stark zersplittert blieb, lag dabei einer der Schwerpunkte der Kampfhandlungen mit entsprechenden Folgen für Bevölkerung und Wirtschaft.

Reformation und Bauernkrieg[edit]

Das spätere Baden war Schauplatz der Bundschuh-Verschwörungen. Der aus Untergrombach stammende Joß Fritz führte von 1501 bis 1517 im Fürstbistum Speyer und in Vorderösterreich insgesamt drei Verschwörungen an.

Bereits 1518 lernten junge südwestdeutsche Gelehrte bei der Heidelberger Disputation Martin Luther und seine Lehren kennen. Der Brettener Philipp Melanchthon folgte Luther nach Wittenberg und wurde zu einem der führenden Köpfe der lutherischen Reformation. Johannes Brenz ging von Heidelberg nach Schwäbisch Hall, führte dort die Reformation ein und unterstützte später Herzog Christoph von Württemberg beim Aufbau der evangelischen Landeskirche.

Der Deutsche Bauernkrieg hatte einen seiner Schwerpunkte im deutschen Südwesten. Bereits 1524 versammelten sich in Stühlingen, Furtwangen und Biberach mehrere tausend Bauern.

Am Ostersonntag 1525 stürmten und besetzten schwäbische Bauern die Burg Weinsberg und töteten den Grafen von Helfenstein, der ein Schwiegersohn Kaiser Maximilians I. war. Diese Weinsberger Bluttat kostete die Bauern viele Sympathien. In der Folge zogen sie unter anderem in Stuttgart ein und zerstörten zahlreiche Burgen und Klöster, darunter die Burg Hohenstaufen, das Kloster Lorch und das Kloster Murrhardt. Am 24. April 1525 übertrugen die Aufständischen dem Hauptmann Götz von Berlichingen die militärische Führung. Am 23. Mai 1525 nahmen südbadische Bauern Freiburg ein.

Der Bauernaufstand wurde durch ein Söldnerheer, das im Auftrag des Schwäbischen Bundes unter der Führung von Georg Truchsess von Waldburg-Zeil kämpfte, noch im Sommer 1525 brutal niedergeschlagen. Man schätzt, dass dabei ca. 100.000 Aufständische zu Tode kamen.

Besonders in den südwestdeutschen Reichsstädten verbreitete sich die Reformation schnell. Der Protestation zu Speyer gehörten 1529 fünf Reichsstädte aus dem heutigen Baden-Württemberg an. Als Markgraf Philipp von Baden 1533 kinderlos starb, wurde die Markgrafschaft unter seinen Brüdern Ernst und Bernhard III. in das protestantische Baden-Durlach und das katholische Baden-Baden aufgeteilt. Herzog Ulrich von Württemberg führte die Reformation ein, als er 1534 durch die siegreiche Schlacht bei Lauffen nach fünfzehnjähriger Habsburgischer Zwangsverwaltung wieder auf den Stuttgarter Thron zurückkehrte.

In der Kurpfalz führte Kurfürst Ottheinrich 1557 die Reformation lutherischer Prägung ein. Unter seinem Nachfolger Friedrich III., der 1563 den Heidelberger Katechismus ausarbeiten ließ, wurde die Kurpfalz calvinistisch.

Dreißigjähriger Krieg[edit]

Hauptschauplätze des Dreißigjährigen Kriegs im deutschen Südwesten waren die Kurpfalz und Vorderösterreich, aber auch die übrigen Gebiete wurden durch Plünderungen und Mundraub der durchziehenden und lagernden Heere schwer getroffen.

Nach der Schlacht am Weißen Berg verlagerte sich der Böhmisch-Pfälzische Krieg in die Kurpfalz. Die vereinigten Heere der Grafen Peter von Mansfeld und Georg Friedrich von Baden-Durlach besiegten Tilly 1622 bei Mingolsheim. Wenig später unterlag der von Mansfeld getrennte Markgraf von Baden Tilly in der Schlacht bei Wimpfen.

Während sich die Kriegsereignisse danach nach Norden verlagerten, blieb die Kurpfalz von Spaniern besetzt. 1632 wurden diese durch die Schweden unter König Gustav Adolf vertrieben. 1634 eroberten die Schweden die Festung Philippsburg und zogen noch im selben Jahr bis an den Hochrhein. 1635 eroberte Johann von Werth Philippsburg und Heidelberg zurück.

1638 feierten die protestantisch-schwedischen Verbände unter Bernhard von Sachsen-Weimar in Vorderösterreich bei der Schlacht bei Rheinfelden, in Breisach und in Freiburg Erfolge. 1643/44 schlug das Schlachtenglück in Schlachten bei Tuttlingen und Freiburg zugunsten der kaiserlich-katholischen Truppen um. Die Kämpfe im Südwesten dauerten noch bis Kriegsende an.

Im Jahre 1647 unterzeichneten Bayern, Schweden und Frankreich in Ulm ein Waffenstillstandsabkommen, in dessen Folge sich die in Bayern eingefallenen schwedischen und französischen Truppen nach Oberschwaben und Württemberg zurückzogen. Im Westfälischen Frieden 1648 erhielt Karl I. Ludwig die Pfalz sowie die 1623 im Regensburger Reichstag verlorene Kurwürde zurück und Breisach wurde französisch.

Als Folge des Dreißigjährigen Kriegs war die Bevölkerung um mehr als die Hälfte, regional um zwei Drittel, zurückgegangen, der Viehbestand war fast völlig vernichtet, ein Drittel des Nutzlandes lag brach. Die Region brauchte lange, um sich davon zu erholen.

Zeitalter des Absolutismus[edit]

Innenhof des Ludwigsburger Residenzschlosses

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg verwüsteten französische Truppen unter der Führung von General Melac den nordwestlichen Teil des heutigen Baden-Württembergs. Zwischen 1689 und 1693 ließ Melac flächendeckend nahezu alle Dörfer und Städte niederbrennen, darunter die Residenzstädte Heidelberg mitsamt dem Schloss, Durlach und Baden sowie Mannheim, Bretten, Pforzheim und Marbach.

In der Folge zogen mehrere der Landes- und Kirchenfürsten aus den alten Residenzstädten aus und errichteten neue Barockresidenzen nach dem Vorbild von Versailles. So entstanden barocke Planstädte mit großen Schlössern in Karlsruhe, Ludwigsburg und Rastatt, die kurpfälzische Residenz Schloss Mannheim und Sommerresidenz Schloss Schwetzingen sowie Schloss Bruchsal als Sitz des Fürstbistums Speyer.

Von 1703 bis 1711 war Nordbaden im Spanischen Erbfolgekrieg Aufmarschgebiet der kaiserlichen Truppen und mehrfach Schauplatz von Kämpfen zwischen diesen und denen Frankreichs.

1806 bis 1918[edit]

Hatten zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch etwa 300 Staaten im Gebiet des heutigen Baden-Württembergs territoriale Rechte inne, so reduzierte sich deren Zahl nach der Auflösung des Alten Reiches auf vier. Vor allem das Königreich Württemberg und das Großherzogtum Baden gehörten zu den Gewinnern der Koalitionskriege. Die beiden Fürstentümer Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen überlebten aufgrund besonderer Beziehungen zu Napoléon die Mediatisierung. Zudem war die Stadt Wimpfen eine hessische Exklave.

1849 wurde die Badische Revolution durch preußische Interventionstruppen niedergeschlagen, die Badische Armee aufgelöst und unter preußischer Führung neu aufgebaut. 1850 wurden die beiden hohenzollerischen Staaten zur preußischen Provinz Hohenzollernsche Lande. Im Deutschen Krieg 1866 standen Baden und Württemberg auf der Seite Österreichs und mussten nach Kriegsende eine Entschädigung an das siegreiche Preußen zahlen und militärische Geheimverträge mit dem Norddeutschen Bund schließen. Dies führte 1870 zum Eintritt dieser Staaten in den Deutsch-Französischen Krieg. Infolge des Kriegs schlossen sich Baden und Württemberg dem neu gegründeten und von Preußen angeführten Deutschen Kaiserreich an.

1918 bis 1933[edit]

1919 gaben sich die Republik Baden und der Volksstaat Württemberg demokratische Verfassungen.

Zeit des Nationalsozialismus[edit]

Machtergreifung und Terror[edit]

1933 wurden die selbständigen Landesregierungen im Zuge der Gleichschaltung zu Gunsten nationalsozialistischer Gauleiter und Reichsstatthalter entmachtet. Die Machtergreifung wurde von Terror gegen die politischen Gegner begleitet und unterstützt.

In Baden ernannte sich Gauleiter Robert Wagner am 11. März 1933 selbst zum Staatspräsidenten. Diese Selbsternennung legalisierte Reichspräsident Hindenburg am 5. Mai 1933 nachträglich durch Wagners Ernennung zum Reichsstatthalter. Das Amt des badischen Ministerpräsidenten übernahm Walter Köhler. Der württembergische Landtag wählte am 15. März 1933 Wilhelm Murr mit den Stimmen der NSDAP, DNVP und des Bauernbundes zum Staatspräsidenten. Am 6. Mai 1933 wurde er zum Reichsstatthalter ernannt, während das Amt des Ministerpräsidenten auf Christian Mergenthaler überging. Diese Dualität in der Machtausübung blieb bis Kriegsende erhalten.

Die Regimegegner, vor allem Kommunisten und Sozialdemokraten, wurden ab März 1933 in einer Verhaftungswelle der Gestapo in „Schutzhaft“ genommen und in den Lagern Kislau (bei Bad Schönborn), Ankenbuck (bei Villingen) und Heuberg (bei Stetten am kalten Markt) interniert. Regimekritische Frauen wurden im Frauengefängnis Gotteszell festgehalten. Die badische SPD-Führung wurde am 16. Mai 1933 von Karlsruhe nach Kislau verschleppt, wobei der Abtransport öffentlich inszeniert wurde.

Nach der Umbildung der Landtage gemäß dem Ergebnis der Reichstagswahl vom 5. März 1933 beschlossen die Landtage am 8. Juni 1933 in Württemberg bzw. am 9. Juni 1933 in Baden Landesermächtigungsgesetze. An den Abstimmungen durften sich die Abgeordneten der inzwischen verbotenen KPD nicht mehr beteiligen. Die SPD-Abgeordneten enthielten sich in Württemberg der Stimme, während die fünf verbliebenen in Baden offen mit „Nein“ stimmten. Alle anderen Abgeordneten – in Württemberg waren dies Zentrum, DNVP, Bauernbund, CSVD und NSDAP – stimmten der Selbstentmachtung zu.

Das Lager Heuberg wurde Ende 1933 wegen Überfüllung geschlossen. Die Insassen wurden auf das Fort Oberer Kuhberg in Ulm verlegt. Mitglieder von Gestapo, SS und SA ermordeten den führenden badischen Sozialdemokraten Ludwig Marum am 29. März 1934 in Kislau. 1936 meldete die Gestapo, sie habe die „illegalen“ Strukturen von SPD und KPD zerschlagen.

Massenmord[edit]

Dem Massenmord der Nationalsozialisten an der deutschen Zivilbevölkerung fielen in Baden-Württemberg ca. 12.000 Juden, 10.000 Kranke sowie eine unbekannte Anzahl von Regimegegnern sowie Sinti und Roma zum Opfer.

Von 1933 bis 1939 waren zwei Drittel der ca. 35.000 Juden, die 1933 in Baden-Württemberg gelebt hatten, ausgewandert. Am 22. Oktober 1940 ließ Robert Wagner ca. 6000 badische Juden in das Lager Gurs verschleppen. Von dort aus wurden die meisten von ihnen in deutsche Vernichtungslager in Osteuropa gebracht und dort ermordet. Die württembergischen Juden wurden ab November 1941 in mehreren Direktzügen zu je ca. 1000 Personen nach Riga, Izbica, Auschwitz und Theresienstadt transportiert, wo sie umgebracht wurden.

In Grafeneck bei Münsingen ermordeten die Machthaber im Rahmen der Aktion T4 mehr als 10.000 Patienten psychiatrischer Kliniken in einer Gaskammer. Sinti und Roma wurden, beispielsweise in Ravensburg, in sogenannten „Zigeunerlagern“ interniert und ab Kriegsbeginn mit dem Ziel ihrer Ermordung in die Vernichtungslager verschleppt. Zahlreiche Insassen baden-württembergischer Konzentrationslager starben bei der Zwangsarbeit. Beispielsweise kostete in Bisingen bei Hechingen der Versuch, Schieferöl zu gewinnen, 1000 Menschen das Leben. Andere Häftlinge kamen auf den sogenannten Todesmärschen, mit denen die Machthaber kurz vor Kriegsende die Konzentrationslager angesichts der anrückenden amerikanischen Truppen räumen wollten, ums Leben.

Widerstand[edit]

Mit dem in Stuttgart aufgewachsenen Graf von Stauffenberg, den Geschwistern Scholl, die ihre Kindheit in Forchtenberg, Ludwigsburg und Ulm verbracht haben, sowie dem Hitler-Attentäter Georg Elser, der auf der Ostalb und in Konstanz lebte, haben vier der bekanntesten deutschen Widerstandskämpfer ihre Wurzeln im Südwesten.

Weitere Beispiele sind die Freiburgerin Gertrud Luckner, die Juden bei der Ausreise unterstützte, 1943 verhaftet wurde und das KZ Ravensbrück überlebte, der Mannheimer Georg Lechleiter, der eine Untergrundorganisation der KPD anführte und 1942 in Stuttgart hingerichtet wurde sowie der Karlsruher Reinhold Frank und die Stuttgarter Fritz Elsas und Eugen Bolz, die als Mitglieder der Verschwörung vom 20. Juli 1944 im Jahre 1945 hingerichtet wurden.

Ebenfalls zum Widerstand rechnet man die Wirtschaftswissenschaftler des Freiburger Kreises um Walter Eucken, den Rottenburger Bischof Joannes Sproll, der 1938 seiner Diözese verwiesen wurde, nachdem er sich an der Volksabstimmung um den „Anschluss“ Österreichs nicht beteiligt hatte, und Robert Bosch, der Juden und andere Verfolgte in seinem Unternehmen unterbrachte.

Kriegsende und Kriegsfolgen[edit]

Im Oktober 1944 wurde die Regierung des Vichy-Regimes unter Marschall Pétain auf Befehl Hitlers von Vichy nach Sigmaringen verlegt. Das Schloss Sigmaringen blieb bis Kriegsende Sitz der aus Sicht der Nationalsozialisten offiziellen französischen Regierung.

Die alliierten Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg trafen die Städte in Südwestdeutschland nicht alle in gleichem Maße. Beim Luftangriff auf Pforzheim starben am 23. Februar 1945 innerhalb von wenigen Minuten 17.600 Menschen. Sehr schwer getroffen wurden auch Stuttgart, Mannheim, Heilbronn, Friedrichshafen, Freiburg und Ulm. Schwere Schäden trugen Karlsruhe, Reutlingen, Sindelfingen, Offenburg und Göppingen davon. Andere Städte, z. B. Rottweil, Heidelberg, Baden-Baden, Esslingen, Ludwigsburg, Tübingen, Villingen, Konstanz, Aalen oder Schwäbisch Gmünd blieben nahezu unversehrt und haben deshalb noch heute intakte Altstädte.

Im Frühjahr 1945 besiegten amerikanische und französische Bodentruppen auch auf dem Gebiet Baden-Württembergs diejenigen der Wehrmacht. Die Amerikaner besetzten Mannheim am 29. März 1945. Stuttgart eroberten die französischen Truppen am 22. April 1945. Teilweise schwere Kämpfe führten dazu, dass in den letzten Kriegswochen noch Crailsheim, Waldenburg und Freudenstadt zerstört wurden.

Der Weg zum Südweststaat[edit]

Situation bis 1945
Situation 1945–1952

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die nördlichen Teile von Baden und Württemberg zur US-amerikanischen Besatzungszone, die südlichen Teile sowie Hohenzollern zur französischen. Die Aufteilung erfolgte entlang der Kreisgrenzen, wobei zur US-amerikanischen Zone bewusst alle die Kreise geschlagen wurden, durch die die Autobahn Karlsruhe-München (heutige A 8) verlief. Die Militärregierungen der Besatzungszonen gründeten 1945/46 die Länder Württemberg-Baden in der amerikanischen sowie Württemberg-Hohenzollern und Baden in der französischen Zone. Diese Länder wurden am 23. Mai 1949 Teil der Bundesrepublik Deutschland.

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland traf in Art. 29 Regelungen zu einer Neugliederung des Bundesgebiets mithilfe von Volksabstimmungen. Dieser Artikel trat jedoch wegen Vorbehalten der Besatzungsmächte zunächst nicht in Kraft. Abweichend davon wurden in Artikel 118 die drei Länder im Südwesten dazu angehalten, eine Neugliederung durch gegenseitige Vereinbarung zu regeln. Dieser Artikel beruhte auf der noch vor Beginn der Beratungen über das Grundgesetz getroffenen Entscheidung vom 31. August 1948 bei der Konferenz der Ministerpräsidenten auf Jagdschloss Niederwald zur Schaffung eines Südweststaats. Für den Fall, dass eine solche Regelung nicht zustande käme, wurde eine Regelung durch ein Bundesgesetz vorgeschrieben.[11] Als Alternativen kamen entweder eine Vereinigung zu einem Südweststaat oder die separate Wiederherstellung Badens und Württembergs (einschließlich Hohenzollerns) in Frage, wobei die Regierungen Württemberg-Badens und Württemberg-Hohenzollerns für Ersteres, diejenige Badens für Letzteres eintraten. Eine Übereinkunft der Regierungen über eine Volksabstimmung scheiterte an der Frage des Abstimmungsmodus. Das daraufhin am 4. Mai 1951 verabschiedete Bundesgesetz sah eine Einteilung des Abstimmungsgebiets in vier Zonen vor (Nordwürttemberg, Nordbaden, Südwürttemberg-Hohenzollern, Südbaden). Die Vereinigung der Länder sollte als akzeptiert gelten, wenn sich eine Mehrheit im gesamten Abstimmungsgebiet sowie in drei der vier Zonen ergab. Da eine Mehrheit in den beiden württembergischen Zonen sowie in Nordbaden bereits abzusehen war (hierfür wurden Probeabstimmungen durchgeführt), favorisierte diese Regelung die Vereinigungsbefürworter. Die (süd-)badische Regierung strengte eine Verfassungsklage gegen das Gesetz an, die jedoch erfolglos blieb.[12]

Vor der Volksabstimmung, die am 9. Dezember 1951 stattfand, wurde ein erbitterter Kampf zwischen Befürwortern und Gegnern des geplanten Südweststaates geführt. Die führenden Vertreter der Pro-Seite waren der Ministerpräsident Württemberg-Badens Reinhold Maier und der Staatspräsident Württemberg-Hohenzollerns Gebhard Müller, Anführer der Südweststaat-Gegner war der Staatspräsident Badens Leo Wohleb. Bei der Abstimmung votierten die Wähler in beiden Teilen Württembergs mit 93 % für die Fusion, in Nordbaden mit 57 %, während in Südbaden nur 38 % dafür waren. In drei von vier Abstimmungsbezirken gab es eine Mehrheit für die Bildung des Südweststaates, so dass die Bildung eines Südweststaates beschlossen war. Hätte das Ergebnis in Gesamtbaden gezählt, so hätte sich eine Mehrheit von 52 % für eine Wiederherstellung des (separaten) Landes Baden ergeben.

Gründung des Landes[edit]

50 Jahre Baden-Württemberg, Deutsche Briefmarke 2002.

Am 9. März 1952 wurde eine verfassung(s)gebende Landesversammlung gewählt. Auf einer Sitzung am 25. April 1952 wurde der erste Ministerpräsident gewählt. Damit war das Land Baden-Württemberg gegründet.

„Meine sehr verehrten Abgeordneten. Gemäß § 14, Absatz 4, Satz 2 wird hiermit der Zeitpunkt der Bildung der vorläufigen Regierung auf den gegenwärtigen Augenblick, nämlich auf Freitag, den 25. April 1952, 12 Uhr 30 Minuten festgestellt. Mit dieser Erklärung sind gemäß § 11 des zweiten Neugliederungsgesetzes die Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern zu einem Bundesland vereinigt. (...)“

Reinhold Maier: lpb-bw.de, Gründung des Landes Baden-Württemberg am 25. April 1952[13]

Reinhold Maier (FDP/DVP) bildete als erster Ministerpräsident eine Koalition aus SPD, FDP/DVP und BHE. Nach Inkrafttreten der Verfassung wirkte die Verfassunggebende Landesversammlung bis 1956 als erster Landtag von Baden-Württemberg.

Der Name des Landes war Gegenstand eines längeren Streites. Der im Überleitungsgesetz vom 15. Mai 1952 genannte Name Baden-Württemberg war zunächst nur übergangsweise vorgesehen, setzte sich jedoch letztlich durch, da kein anderer Name von allen Seiten akzeptiert wurde. Die am 19. November 1953 in Kraft getretene Landesverfassung wurde lediglich von der Verfassunggebenden Landesversammlung beschlossen, anschließend aber nicht durch eine Volksabstimmung bestätigt.

Reinhold Maier hatte mit seiner schnellen Regierungsbildung 1952 die CDU als stärkste Fraktion ausgeschlossen. Das erzeugte Unmut, sowohl bei den zwei südlichen Landesteilen Südbaden und Südwürttemberg-Hohenzollern, die sich in der neuen Regierung nicht oder nur unzureichend vertreten fühlten, als auch bei Gebhard Müller, dem neuen CDU-Fraktionsvorsitzenden, der die Nichtbeteiligung der CDU als persönlichen Affront empfand. Die Bundestagswahl vom 6. September 1953, die von Reinhold Maier zugleich zum Plebiszit über seine Politik erklärt worden war, brachte der CDU im Land die absolute Mehrheit. Reinhold Maier zog die Konsequenzen und trat als Ministerpräsident zurück. Sein Nachfolger wurde Gebhard Müller, der eine Allparteienregierung aus CDU, SPD, FDP/DVP und BHE bildete, die bis 1958 Bestand hatte. Nachfolger Müllers wurde Kurt Georg Kiesinger als dritter Ministerpräsident des Landes.

Erneute Abstimmung in Baden[edit]

Die badischen Vereinigungsgegner gaben den Kampf gegen den Südweststaat auch nach 1952 nicht auf. Im Heimatbund Badnerland organisiert, erstrebten sie weiterhin die Wiederherstellung Badens. Art. 29 Abs. 2 GG sah vor, dass in Gebieten, deren Landeszugehörigkeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs ohne Volksabstimmung geändert worden war, ein Volksbegehren über die Neugliederung möglich sei. Nachdem dieser Passus infolge des Deutschlandvertrags 1955 in Kraft trat, stellte der Heimatbund einen Antrag auf ein Volksbegehren zur Wiederherstellung des Landes Baden in den Grenzen von 1945. Das Bundesinnenministerium lehnte diese Forderung unter anderem mit der Begründung ab, das neue Bundesland sei bereits durch eine Volksabstimmung zustande gekommen. In der darauf folgenden Klage vor dem Bundesverfassungsgericht bekam der Heimatbund 1956 Recht.[14] Das Gericht argumentierte, dass die Abstimmung von 1951 keine Abstimmung in Sinne von Art. 29 GG gewesen sei, da hierbei die zahlenmäßig stärkere Bevölkerung Württembergs und Hohenzollerns die zahlenmäßig schwächere Badens habe überstimmen können. Der Wille der badischen Bevölkerung sei durch die Besonderheit der politisch-geschichtlichen Entwicklung überspielt worden, weshalb ein Volksbegehren nach Art. 29 GG zulässig sei.

Das Bundesverfassungsgericht setzte in seinem Urteil keine Frist für die Abstimmung, weshalb sie immer wieder verschleppt wurde. Es bedurfte einer weiteren Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes im Jahre 1969, in der es die Abstimmung bis spätestens zum 30. Juni 1970 anordnete. Diese wurde am 7. Juni 1970 durchgeführt und ergab mit 81,9 % eine große Zustimmung zum Verbleib von Baden im gemeinsamen Land Baden-Württemberg. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,5 %.

Die Ablehnung des Volksbegehrens machte den Weg frei zu einer administrativen Neugliederung des Landes. 1971 wurde eine Reform der Landkreise und der Regierungsbezirke eingeleitet, die 1973 in Kraft trat. Seitdem sind die ehemaligen Landesgrenzen kaum noch im Kartenbild zu erkennen.

Bevölkerungsentwicklung[edit]

Bevölkerungsentwicklung von Baden-Württemberg
Einwohnerzahlen auf dem Gebiet Baden-Württembergs[15]
Jahr Einwohner
1871 3.349.409
1900 4.107.325
1933 5.185.618
1950 6.430.225
Jahr Einwohner
1960 7.726.859
1970 8.895.048
1980 9.258.947
1990 9.822.027
Jahr Einwohner
2000 10.524.415
2005 10.735.701
2006 10.738.753
2007 10.749.755
Jahr Einwohner
2008 10.749.506
2009 10.744.921
2010 10.753.880
2011 10.786.227

Die Bevölkerungsentwicklung in Baden-Württemberg war zwischen 1950 und 2008 im Allgemeinen von einem stetigen Anstieg geprägt.[16] In den Fünfzigerjahren stieg die Bevölkerung Baden-Württembergs um knapp 1,3 Millionen Menschen an. Auch in den Sechzigerjahren stieg die Bevölkerung nochmals um knapp 1,2 Millionen Menschen an. 1971 überstieg die Bevölkerungszahl erstmals die Neun-Millionen-Marke. Die Siebzigerjahre waren dagegen bevölkerungsmäßig weitgehend von Stagnation geprägt.

Vor allem in den zehn Jahren von 1977 bis 1987 trat die Bevölkerungsentwicklung weitgehend auf der Stelle. Ein Rückgang Anfang der Achtzigerjahre wurde zwar ausgeglichen, in den zehn Jahren nach 1977 nahm die Bevölkerung jedoch nur um rund 165.000 Menschen auf knapp 9,3 Millionen zu. Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Zustrom von Menschen aus Zentral- und Osteuropa änderte sich dies jedoch sehr deutlich.

Die zwanzig Jahre von 1988 bis 2008 waren von einem kontinuierlichen Bevölkerungsanstieg geprägt. Die Bevölkerung nahm in dieser Zeit um fast 1,5 Millionen Menschen zu. Am 31. März 2011 wurde der bisher höchste Stand von offiziell 10.754.995 Menschen registriert. In den Jahren 1990 und 1991 wuchs die Bevölkerung jeweils um fast 200.000 Personen.

Insgesamt ist in den 50 Jahren zwischen 1952 und 2002 die Bevölkerung Baden-Württembergs um knapp vier Millionen von 6,7 auf 10,7 Millionen Menschen gewachsen, das ist eine Zunahme um knapp 60 Prozent. In den Jahren 2008 und 2009 gab es einen kleinen Bevölkerungsrückgang im ansonsten von Wachstum geprägten Baden-Württemberg. Auch bisher ist die Bevölkerung stets höchstens drei Jahre in Folge geschrumpft, um dann wieder und weiter anzuwachsen. Dennoch prognostiziert das Statistische Landesamt einen Rückgang der Bevölkerung bis zum Jahr 2030 um 3,5 Prozent auf rund 10,3 Millionen Menschen.[17]

Die Studie „Wegweiser Kommune“ der Bertelsmann-Stiftung geht in einer aktuellen Prognose aus dem Jahr 2011 von einem Bevölkerungsrückgang von 0,4 Prozent für Baden-Württemberg bis 2030 (gegenüber 2009) aus, womit Baden-Württemberg nach Bayern das Flächenland mit der stabilsten Bevölkerungsgröße ist.[18]

Prognose 2011
Datum Einwohner
31. Dezember 2015 10.794.570
31. Dezember 2020 10.793.360
31. Dezember 2025 10.753.570
31. Dezember 2030 10.670.320

Quelle: Bertelsmann-Stiftung

Wappen und Flagge[edit]

Das Wappen zeigt drei schreitende Löwen auf goldenem Grund. Dies ist das Wappen der Staufer und Herzöge von Schwaben.[19] Über dem großen Landeswappen befinden sich die sechs Wappen der historischen Landschaften, aus denen oder aus deren Teilen Baden-Württemberg gebildet worden ist. Es sind dies: Vorderösterreich (rot-weiß-rot geteilter Schild), Kurpfalz (steigender Löwe), Württemberg (drei Hirschstangen), Baden (roter Schrägbalken), Hohenzollern (weiß-schwarz geviert) und Franken (drei silberne Spitzen auf rotem Grund). Dabei sind die Wappen Badens und Württembergs etwas größer dargestellt. Schildhalter sind der badische Greif und der württembergische Hirsch. Auf dem kleinen Landeswappen ruht stattdessen eine Blattkrone.

Die drei Löwen aus dem Landeswappen sind in abgewandelter Form auch im sogenannten Baden-Württemberg-Signet dargestellt. Es darf unverändert im gewerblichen, verbandlichen und publizistischen Bereich verwendet werden, um die Verbundenheit mit dem Land Baden-Württemberg zum Ausdruck zu bringen. Das Signet darf allerdings nicht als einziges oder zentrales Element eines Firmenlogos und auch nicht als markenmäßiger Herkunftsnachweis verwenden werden. Vor allem darf es nicht nach Art einer Marke herausgestellt werden. Die Benutzung des Landeswappens hingegen ist genehmigungspflichtig und grundsätzlich nur den Behörden gestattet.[20]

Die Landesflagge ist schwarz-gold; die Landesdienstflagge trägt zusätzlich das kleine Landeswappen.

Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Baden-Württemberg-Signet Landesflagge Landesdienstflagge mit großem Wappen ohne Schildhalter Landesdienstflagge mit kleinem Wappen
Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Baden-Württemberg-Signet Landesflagge Landesdienstflagge mit großem Wappen ohne Schildhalter Landesdienstflagge mit kleinem Wappen

Verwaltungsgliederung[edit]

Baden-Württemberg ist seit dem 1. Januar 1973 in vier Regierungsbezirke, zwölf Regionen (mit je einem Regionalverband) sowie 35 Landkreise und neun Stadtkreise eingeteilt.

Regierungsbezirke und Regionen[edit]

Die Region Donau-Iller umfasst auch angrenzende Gebiete in Bayern. Die Region Rhein-Neckar umfasst auch angrenzende Gebiete in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Stadt- und Landkreise[edit]

Frankreich Schweiz Österreich Bodensee Rheinland-Pfalz Hessen Freistaat Bayern Alb-Donau-Kreis Baden-Baden Landkreis Biberach Landkreis Böblingen Bodenseekreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Enzkreis Landkreis Esslingen Freiburg im Breisgau Landkreis Freudenstadt Landkreis Göppingen Heidelberg Landkreis Heidenheim Landkreis Heilbronn Heilbronn Hohenlohekreis Landkreis Karlsruhe Karlsruhe Landkreis Konstanz Landkreis Lörrach Landkreis Ludwigsburg Main-Tauber-Kreis Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Ortenaukreis Ostalbkreis Pforzheim Landkreis Rastatt Landkreis Ravensburg Rems-Murr-Kreis Landkreis Reutlingen Rhein-Neckar-Kreis Landkreis Rottweil Landkreis Schwäbisch Hall Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Sigmaringen Stuttgart Landkreis Tübingen Landkreis Tuttlingen Ulm Landkreis Waldshut ZollernalbkreisStadt- und Landkreise in Baden-Württemberg
Über dieses Bild

Im Land bestehen die folgenden neun Stadtkreise (in Klammern die jeweiligen Kfz-Kennzeichen):

Die 35 Landkreise sind:

Zum Landkreis Konstanz gehört die Exklave Büsingen am Hochrhein, die in der Nähe von Schaffhausen liegt und völlig von Schweizer Gebiet umschlossen ist.

Die Landkreise haben sich 1956 zum Landkreistag Baden-Württemberg zusammengeschlossen.

Gemeinden[edit]

Siehe auch: Liste der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg, Liste der größten Städte Baden-Württembergs (alle Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern) sowie Gemeindeordnungen in Deutschland

Das Land Baden-Württemberg gliedert sich in insgesamt 1101 Gemeinden (Stand: 1. Januar 2009) sowie die zwei unbewohnten gemeindefreien Gebiete Gutsbezirk Münsingen und Gemeindefreier Grundbesitz Rheinau.

Die Rechte und Pflichten der Gemeinden werden vor allem in der baden-württembergischen Landesverfassung (§§ 69–76) und in der baden-württembergischen Gemeindeordnung (GemO) festgelegt. In § 1 GemO sind die Gemeinden als „Grundlage und Glied des demokratischen Staates“ beschrieben, und die „Teilnahme an der […] Verwaltung der Gemeinde“ als „Recht und Pflicht“ der Gemeindebewohner.

Als ein Gemeindegebiet wird in § 7 GemO die Gesamtheit der zur Gemeinde gehörenden Grundstücke definiert. Diese Grundstückseinheit ist als Gemarkung im Grundbuch dokumentiert. Ferner ist festgelegt, dass alle Grundstücke Baden-Württembergs zu einer Gemeinde gehören sollen – „besondere Gründe“ rechtfertigen aber den Verbleib von Grundstücken außerhalb eines gemeindlichen Markungsverbandes. Solche „gemeindefreien Grundstücke“ existieren in Baden-Württemberg in zwei unbewohnten gemeindefreien GebietenGutsbezirk Münsingen und Gemeindefreier Grundbesitz Rheinau.

Die zwölf einwohnerreichsten Gemeinden sind Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Freiburg, Heidelberg, Ulm, Heilbronn, Pforzheim, Reutlingen, Esslingen, Ludwigsburg und Tübingen.

In § 3 GemO sind als besondere Gemeindetypen Stadtkreise (außerhalb Baden-Württembergs Kreisfreie Stadt genannt) und Große Kreisstädte erwähnt. Sie unterscheiden sich von den verbleibenden Gemeinden durch die ganze oder teilweise Übernahme von Kreisaufgaben. In Baden-Württemberg sind neun Gemeinden zu Stadtkreisen und 91 Gemeinden zu Großen Kreisstädten erklärt worden.

Von den in § 8 GemO genannten Gemeindegebietsänderungen haben Eingliederung (Eingemeindung) und Neubildung (Gemeindefusion / Zusammenlegung) das Ende der politischen Selbständigkeit einer Gemeinde zur Folge. Umfangreiche derartige Gebietsänderungen wurden unter dem Stichwort Gebietsreform in den 1970er Jahren verfügt. Die Eingliederung von Tennenbronn nach Schramberg am 1. Mai 2006 war die erste Aufgabe der Selbstständigkeit einer Gemeinde seit 1977.

Die alle fünf Jahre stattfindenden Kommunalwahlen wurden zuletzt am 25. Mai 2014 durchgeführt, wobei landesweit etwa 19.000 Gemeinde- und 2200 Kreisräte gewählt wurden.

Politik[edit]

Hauptartikel: Politik Baden-Württembergs
Das Landtagsgebäude in Stuttgart

Der Ministerpräsident ist Vorsitzender der Landesregierung von Baden-Württemberg, die aus Ministern und Staatssekretären und ehrenamtlichen Staatsräten besteht. Die Ministerpräsidenten seit 1952:

Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg
Nr. Name Lebensdaten Partei Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Reinhold Maier 1889–1971 FDP/DVP 1952 1953
2 Gebhard Müller 1900–1990 CDU 1953 1958
3 Kurt Georg Kiesinger 1904–1988 CDU 1958 1966
4 Hans Filbinger 1913–2007 CDU 1966 1978
5 Lothar Späth * 1937 CDU 1978 1991
6 Erwin Teufel * 1939 CDU 1991 2005
7 Günther Oettinger * 1953 CDU 2005 2010
8 Stefan Mappus * 1966 CDU 2010 2011
9 Winfried Kretschmann * 1948 Grüne 2011 im Amt
Sitzverteilung im Landtag

Baden-Württemberg ist politisch bürgerlich-konservativ geprägt, die CDU und die FDP/DVP sind in Baden-Württemberg verhältnismäßig stark und haben auch die meisten Regierungen des Landes gestellt. Aus diesem Grund hatte die SPD dort stets einen schweren Stand; ihre Ergebnisse lagen bislang immer unter dem Bundesdurchschnitt. Die CDU ging bisher bei jeder Wahl als stärkste Partei hervor, während das Bundesland für die FDP das bislang einzige darstellt, bei dem sie bei Landtagswahlen noch nie an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Seit den 1980er Jahren ist Baden-Württemberg auch eine Hochburg der in Karlsruhe gegründeten Grünen, deren Wahlergebnisse im Land stets über dem Bundesdurchschnitt lagen; ihr erstmaliger Einzug in den Landtag im Jahr 1980 war gleichzeitig der erste in einem Flächenland; seit dem Erfolg bei der Landtagswahlen 2011 stellen die Grünen hier ihren ersten Ministerpräsidenten überhaupt. Während der Ministerpräsident von 1953 bis 2011 immer von der CDU gestellt wurde, waren an der Regierung teilweise die FDP/DVP beziehungsweise die SPD (Große Koalition) beteiligt. Während der 1990er Jahre waren die Republikaner im Landtag vertreten (10,9 % 1992 und 9,1 % 1996), die in diesem Bundesland ihren größten Zulauf hatten. Zuvor saß zwischen 1968 und 1972 ebenso die NPD mit 9,8 % der Wählerstimmen im Landtag. In keinem anderen der alten Bundesländer erreichten rechtsradikale Parteien derart hohe Wahlergebnisse.

Die CDU erreichte bei allen Wahlen zwischen 1972 und 1988 die absolute Mehrheit im Landtag. Aufgrund des Austrittes des Landtagsabgeordneten Ulrich Maurer aus der SPD am 27. Juni 2005 und seinem Eintritt in die WASG am 1. Juli war diese im Landtag vertreten. Stefan Mappus wurde am 10. Februar 2010 zum Ministerpräsidenten gewählt, verlor allerdings seine schwarz-gelbe Regierungsmehrheit nach der Landtagswahl 2011. Die CDU selbst fuhr mit 39,0 % das zweitschlechteste Wahlergebnis in der Geschichte der Landespartei ein, die FDP schaffte nur knapp den Sprung in den Landtag (5,3 %). Die Grünen dagegen erreichten mit 24,2 % das beste Ergebnis der Partei auf Landesebene. Die SPD erreichte mit 23,1 % ihr schlechtestes Wahlergebnis überhaupt und trat als Juniorpartner in eine grün-rote Koalition ein.

Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund

Das Land unterhält zwei Landesvertretungen außerhalb von Baden-Württemberg. Seit 1954 die Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund, welche ihren Sitz bis zum Umzug der Bundesregierung in Bonn hatte und heute in Berlin sitzt. Im Jahre 1987 kam die Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der Europäischen Union dazu, welche als Bindeglied zwischen dem Bundesland Baden-Württemberg und der Europäischen Union fungiert.

Baden-Württemberg und die japanische Präfektur Kanagawa pflegen seit 1989 eine bilaterale Partnerschaft.[21] Innerhalb Europas bildet Baden-Württemberg zusammen mit den Regionen Katalonien, Lombardei und Rhône-Alpes die multilaterale Arbeitsgemeinschaft Vier Motoren für Europa.

Mit service-bw steht den Bürgern eine E-Government-Plattform zur Verfügung. Im landeseigenen Umweltinformationssystem Baden-Württemberg sind aktuelle Messergebnisse zur Luftqualität, zum Bodensee, Unwetterwarnungen, Geoinformationen, und ein Informationssystem für Wasser, Immissionsschutz, Boden, Abfall und Arbeitsschutz abrufbar.

Wirtschaft[edit]

Nebeneinander von Weinbau und Industrie am Neckar

Baden-Württemberg zählt zu den wirtschaftsstärksten und wettbewerbsfähigsten Regionen Europas. Insbesondere im Bereich der industriellen Hochtechnologie sowie Forschung und Entwicklung gilt Baden-Württemberg als die innovativste Region der Europäischen Union.[22] Die Forschungsstärke spiegelt sich in den Ausgaben für Forschung und Entwicklung wider, welche 2005 bei 4,2 % des Bruttoinlandsprodukt liegen, der höchste Wert unter den EU-Regionen (NUTS 1).[23][24]

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt gehört Baden-Württemberg zu den wohlhabenderen Regionen der EU mit einem Index von 129 (EU-27: 100, Deutschland: 116) (2008).[25] Nach Hamburg und Bayern belegt Baden-Württemberg den dritten Platz im Kaufkraftvergleich mit 22115€ pro Einwohner.[26] Die Arbeitslosenquote betrug 3,8 % (November 2014)[27] und ist damit die zweitniedrigste in Deutschland. Sie ist dabei in den eher ländlich geprägten Regionen traditionell niedriger als in den Städten. So betrug die Quote im Juli 2014 im Landkreis Biberach lediglich 2,5 %, im Bodenseekreis 2,6 % sowie im Alb-Donau-Kreis 2,7 %, während sie in den Stadtkreisen Mannheim mit 6,1 %, Heilbronn mit 6,2 % und insbesondere Pforzheim mit 7,6 % deutlich höher lag. Knapp 50.000 Baden-Württemberger gingen im Jahr 2010 als Grenzgänger einer Arbeit in der Schweiz nach.[28]

Aufkleber einer Werbekampagne des Landes Baden-Württemberg

Seit 1999 wirbt die Landesregierung mit dem Motto „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ für Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort und Lebensumfeld. Ziel der von der Landesregierung als äußerst erfolgreich eingeschätzten Kampagne ist es, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes bekannter zu machen und sie mit den kulturellen, landschaftlichen und gastronomischen Vorzügen zu assoziieren. Das Motto wurde von der Werbeagentur Scholz & Friends erfunden und zunächst dem Freistaat Sachsen angeboten, der seine Nutzung jedoch ablehnte.[29]

Die zehn wichtigsten Standorte sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sind (Arbeitsortangaben):[30]

Stadt sozialvers.
Beschäftigte
30. Juni 2012
Veränderung
seit
30. Juni 2007
Pendlersaldo
30. Juni 2012
Arbeitsplatzdichte1
Stuttgart 359.817 + 5,65 % + 142.934 932
Mannheim 170.843 + 7,59 % + 63.423 902
Karlsruhe 163.521 + 7,68 % + 60.708 852
Freiburg 107.888 + 10,03 % + 39.246 760
Ulm 84.825 + 8,02 % + 40.671 1113
Heidelberg 82.246 + 8,80 % + 38.937 805
Heilbronn 63.321 + 6,54 % + 19.326 879
Sindelfingen 56.379 −0,02 % + 33.701 1507
Pforzheim 51.124 + 4,98 % + 9.371 727
Reutlingen 48.948 + 2,82 % + 8.700 702
1 Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro 1000 Einwohner im Alter zwischen 18 und 64; Zahlen zum 9. Mai 2011 gemäß Zensus 2011.[31]

Landwirtschaft[edit]

Das Land weist für die Landwirtschaft höchst unterschiedliche natürliche Bedingungen auf (vgl. Abschnitt Geografie). In der Bilanz sind die tiefer gelegenen Tal- und Beckenräume des Landes ausgesprochene Gunsträume für die Landwirtschaft, hier finden sich neben Ackerbau auch Intensivkulturen wie z. B. Obst- und Weinbau, beispielsweise im Oberrhein-Tiefland, im Neckartal oder im Bodenseegebiet. Der überwiegende Teil des Landes weist mittlere Höhenlagen auf, die für den Getreidebau günstig sind, der in unterschiedlichen Kombinationen mit Grünlandwirtschaft und Futterbau auftritt. Ungünstige Wuchsklimate finden sich in den Höhengebieten des Schwarzwalds und der Schwäbischen Alb sowie in der Baar, hier herrschen Futterbau und Viehhaltung auf Grünland vor.

Der allgemeine Strukturwandel der Landwirtschaft, ihre betriebliche Konzentration und die Intensivierung der Produktion, vollzieht sich in Baden-Württemberg aufgrund seiner kleinteiligeren Landwirtschaft mit einiger Verzögerung letztlich in gleicher Geschwindigkeit. Indikatoren sind z. B.[32]

  • der Rückgang der Betriebszahlen: 1971 gab es noch 215.430 landwirtschaftliche Betriebe, 2007 waren es nur noch 57.049;[33]
  • das Wachstum der durchschnittlichen Betriebsgröße: 1949 betrug diese noch 4,9 Hektar, im Jahr 2005 23,9 Hektar[34] (im Bundesdurchschnitt unter den Flächenstaaten die geringste Zahl);
  • die Umkehrung des Verhältnisses von Haupt- zu Nebenerwerbsbetrieben: 1949 waren es 251.000 Haupt- und 141.000 Nebenerwerbsbetriebe, im Jahr 2005 wurden 19.900 Haupterwerbsbetriebe und 35.400 Nebenerwerbsbetriebe verzeichnet;[35]
  • der Rückgang der in der Landwirtschaft Erwerbstätigen: deren absolute Zahl nahm in Baden-Württemberg noch bis 1925 zu und sank danach zunächst langsam, ab den 1950er Jahren schnell ab, im Jahr 2005 waren es etwa 100.000 Erwerbstätige, was zwei Prozent aller Erwerbstätigen entspricht.

Produzierendes Gewerbe[edit]

Industrie und Gewerbe beschäftigten 2005 in 8.600 Betrieben gut 1,2 Millionen Menschen, was 38,3 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten darstellt. Damit ist Baden-Württemberg das deutsche Bundesland mit dem höchsten Anteil der Industriebeschäftigten und dem höchsten Industrieanteil am Bruttoinlandsprodukt.[24] Die international hohe Wettbewerbsfähigkeit der Industriebranchen des Landes wird maßgeblich durch hohe Forschungsleistungen der Unternehmen begünstigt (Wirtschaftsanteil an Forschung und Entwicklung: 3,4 % vom Bruttoinlandsprodukt).[24]

Die drei nach Beschäftigtenzahlen wichtigsten Branchen sind

Im Schwarzwald war früher die Feinmechanik sehr bedeutend, insbesondere die Uhrenindustrie sowie später die Unterhaltungselektronik (Junghans, Kienzle, SABA, Dual). Auf der Schwäbischen Alb war und ist hauptsächlich die Textilindustrie mit (Hugo Boss, Trigema und Steiff) von Bedeutung.

Die Mineralölraffinerie Oberrhein in Karlsruhe ist die zweitgrößte Mineralölraffinerie in Deutschland. In Walldorf hat das größte europäische Software-Unternehmen SAP seinen Sitz. Aus Baden-Württemberg stammen die bekannten Programme VirtualBox, TeamSpeak und TeamViewer.

Energie[edit]

In Baden-Württemberg gibt es zwei Kernkraftwerke, das Kernkraftwerk Philippsburg und das Kernkraftwerk Neckarwestheim. Ein drittes Kernkraftwerk in Obrigheim wurde 2005 stillgelegt. 2011 wurden die jeweils ältesten Blöcke der Kernkraftwerke Neckarwestheim und Philippsburg stillgelegt. Seitdem sind nur noch zwei Blöcke mit einer Gesamtbruttoleistung von 2868 MW in Betrieb.

Die Flüsse des Landes weisen zahlreiche Laufwasserkraftwerke auf. Mitte der 1970er Jahre wurde das Rheinkraftwerk Iffezheim gebaut. Es wurde 2013 erweitert und ist seitdem mit 148 MW das größte dieser Art in Deutschland.

Der Windpark Nordschwarzwald in der Nähe von Simmersfeld ist die größte Windkraftanlage des Landes. (Stand: August 2014)

Medien[edit]

In Baden-Württemberg produzieren fast 50 Zeitungsverlage täglich mehr als 220 unterschiedliche Tageszeitungen mit einer Auflage von mehr als zwei Millionen Exemplaren.[36] Im Zeitungsbereich gibt es 17 Regionalzeitungen. Die auflagenstärksten (mind. 150.000 Exemplare) sind die Südwest-Presse, die Stuttgarter Nachrichten, die Schwäbische Zeitung, der Mannheimer Morgen, die Badische Zeitung, die Badischen Neuesten Nachrichten, die Rhein-Neckar-Zeitung, die Heilbronner Stimme und die Stuttgarter Zeitung. Die meisten Lokalzeitungen beziehen jedoch den Mantel von einer Regionalzeitung.

Über 500 Verlage in Baden-Württemberg produzieren jährlich über 10.000 Neuerscheinungen.[36] Viele traditionsreiche Unternehmen wie beispielsweise der Ernst Klett Verlag, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck oder die Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm haben ihren Stammsitz im Land. Weiterhin befindet sich in Offenburg der Sitz der Hubert Burda Media, einer der größten Verlags- und Medienkonzerne Deutschlands, der auch auf dem internationalen Markt von Bedeutung ist.

In den 800 Bibliotheken des Landes werden über 15,7 Millionen Medien verfügbar gehalten.[37] Die wichtigsten sind die Württembergische Landesbibliothek und die Badische Landesbibliothek.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird vom Südwestrundfunk betrieben, der auch Klangkörper unterhält, die zu den führenden in Europa gehören: das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, das SWR Vokalensemble Stuttgart sowie die SWR Big Band Stuttgart.

Im privaten Hörfunk gibt es neben 13 Lokalsendern drei regionale Bereichssender (Radio Regenbogen, Antenne 1, Radio 7) und einen überregionalen Sender vorwiegend für junge Menschen (bigFM). Zwölf nichtkommerzielle private Hörfunkveranstalter, wie beispielsweise Bermudafunk, Querfunk oder radioaktiv, und fünf Lernradios ergänzen das Angebot.[38]

Die Sender BWeins, HD-Campus-TV und Sport in Baden TV bieten ein privates TV-Landesprogramm. Darüber hinaus gibt es 14 regionale TV-Sender, wie das Rhein-Neckar-Fernsehen, Regio TV Schwaben oder RTF.1 Neckar-Alb. Acht private bundesweite Veranstalter senden aus Baden-Württemberg.[39]

Tourismus[edit]

Pro Jahr werden im Fremdenverkehrsgewerbe Baden-Württemberg über 40 Millionen Übernachtungen gezählt.[40] Das mittelständisch geprägte Tourismusgewerbe trägt rund fünf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Der Tourismus bietet etwa 200.000 Arbeitsplätze sowie 8.000 Ausbildungsplätze. Da die Arbeitsplätze standortgebunden sind, gelten sie als relativ sicher.

Der Schwarzwald ist insbesondere für seine romantischen Täler, Schluchten, Mühlen und die typischen Bauernhöfe sowie als Herkunftsort der Kuckucksuhr bekannt. Er ist auch wegen seines guten Wegenetzes ein beliebtes Wandergebiet. Rund um den Feldberg (1493 m), dem höchsten Berg im Schwarzwald, sowie in vielen anderen Orten des Schwarzwalds hat der Wintersport eine lange Tradition.

Der Bodensee mit der Alpenkette im Hintergrund ist ebenfalls ein gut besuchtes Reiseziel und auch Naherholungsziel für die Städter; hier finden sich mit den Pfahlbauten Unteruhldingen und dem Kloster Reichenau Zeugnisse unterschiedlichster Epochen. Am See haben die Blumeninsel Mainau und die alten Städte Konstanz und Meersburg die höchsten Besucherzahlen. Nicht weit von der Region um den Bodensee liegen das Donautal sowie Oberschwaben, ein Zentrum des Barocks nördlich der Alpen mit den alten reichsstädtisch geprägten Kleinstädten Biberach an der Riß und Ravensburg.

Das württembergische Allgäu lockt mit seiner schönen Landschaft und vielen Wandermöglichkeiten, ebenso wie weiter nördlich der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Die Schwäbische Alb ist für ihre kleinen romantischen Städte (z. B. Bad Urach), die Heidelandschaften, die ausgedehnten Wälder, die Höhlen, Burgen und Schlösser bekannt (Burg Hohenzollern, Schloss Sigmaringen). Baden-Württemberg hat rund 60 Heilbäder und Kurorte, insbesondere im Schwarzwald und in Oberschwaben.

Anziehungspunkte für Städtereisende sind auch die Kurstadt Baden-Baden mit ihrer berühmten Spielbank, die von ihrer akademischen Bevölkerung geprägten alten Universitätsstädte Heidelberg (Heidelberger Schloss und Altstadt), mit 3,5 Millionen Touristen jährlich die meistbesuchte Stadt im Land,[41] Freiburg im Breisgau (Münster und „Bächle“ in der Altstadt) und Tübingen (am Rande des idyllischen Waldes Schönbuch gelegen, auch bekannt für seine Stocherkähne auf dem Neckar), die alten Reichsstädte Esslingen am Neckar, Reutlingen und Ulm (dort steht der höchste Kirchturm der Welt) und die zentral gelegene Landeshauptstadt Stuttgart, größtenteils in einem Talkessel liegend, die einzige Großstadt Deutschlands mit Weinbergen und Mineralquellen (in Stuttgart-Berg und Bad Cannstatt) auf dem Stadtgebiet, einer sehr hügeligen Topographie (Halbhöhenlage (Stuttgart)) und natürlich den Automobilmuseen (Mercedes, Porsche).

Der Europa-Park im südbadischen Rust, Deutschlands größter Freizeitpark, zieht auch internationale Gäste an.

Beliebt sind auch die badische und die schwäbische Gastronomie sowie die badischen und württembergischen Weine. Im Schwarzwaldort Baiersbronn befinden sich mit der Schwarzwaldstube und dem Restaurant Bareiss gleich zwei Restaurants, die vom Guide Michelin mit drei Sternen ausgezeichnet sind.[42]

Verkehr[edit]

Die Kochertalbrücke ist Deutschlands höchste Talbrücke
Projekt Stuttgart 21
Karte der Flughäfen und Landeplätze in Baden-Württemberg

Straßenverkehr[edit]

Die wichtigsten Autobahnen sind in Süd-Nord-Richtung die A 5 (von Basel über Karlsruhe bis Weinheim und weiter Richtung Frankfurt am Main) und die A 81 (von Singen über Stuttgart nach Würzburg). Weiter östlich stellt die A 7, die allerdings nur auf einem relativ kurzen Abschnitt zwischen Ulm und Ellwangen durch baden-württembergisches Gebiet verläuft, eine weitere Süd-Nord-Verbindung dar.

In West-Ost-Richtung haben die A 6 (von Mannheim über Heilbronn nach Crailsheim und weiter Richtung Nürnberg) und die A 8 (von Karlsruhe über Stuttgart nach Ulm) die größte Bedeutung. Besondere straßenbauliche Herausforderung war und ist der Albaufstieg, der auf 16 km Länge ca. 380 m Höhendifferenz vom Albvorland bis zur Albhochfläche überwindet. Im südlichen Baden-Württemberg gibt es keine durchgehende Autobahnverbindung in West-Ost-Richtung; Planungen für eine Hochrheinautobahn und eine Schwarzwaldautobahn wurden nur in geringem Umfang umgesetzt.

Daneben gibt es noch einige regional wichtige Autobahnen.

Gerade die Autobahnen um die Großstädte Baden-Württembergs werden vor allem während der Stoßzeiten von sehr starkem Verkehr belastet. Staus von über 25 Kilometern Länge sind auch außerhalb von Urlaubszeiten keine Seltenheit.

Die meistbefahrene Kreuzung Baden-Württembergs ist die Anschlussstelle Stuttgart-Degerloch (als Echterdinger Ei bekannt), welches die Kreuzung der A 8 mit der autobahnähnlich ausgebauten B 27 bildet. Es liegt einige Kilometer östlich des Autobahnkreuzes Stuttgart und wird jeden Tag von 170.000 bis 180.000 Fahrzeugen befahren.

Die Länge der Autobahnen im Land beträgt 1.039 km, die Länge der Bundesstraßen 4.410 Kilometer. Die Landesstraßen sind 9.893 Kilometer lang, die Kreisstraßen 12.074 Kilometer. (Stand 2007)

Schienenverkehr[edit]

Das Schienennetz der Deutschen Bahn im Land umfasst 3.400 Kilometer Strecke, auf denen 6.400 Kilometer Gleise verlegt und 9.500 Weichen eingebaut sind. Rund 1.400 Bahnübergänge sind vorhanden. Auf diesem Netz finden täglich 6.500 Zugfahrten statt, die dabei 310.000 Kilometer zurücklegen.

Weitere Strecken werden von anderen Eisenbahninfrastrukturunternehmen betrieben; die bedeutendsten sind die Württembergische Eisenbahngesellschaft, die Hohenzollerische Landesbahn und die Karlsruher Albtal-Verkehrs-Gesellschaft. Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg bestellt im Auftrag des Landes den Öffentlichen Personennahverkehr auf diesen Strecken. Das Karlsruher Modell als Innovation verbindet technologisch die Systeme Eisenbahn und Straßenbahn und wird an vielen Stellen weltweit nachgeahmt.

Ein wichtiges Eisenbahnprojekt ist Stuttgart 21. Bei diesem umstrittenen Projekt geht es hauptsächlich darum, den Stuttgarter Hauptbahnhof von einem oberirdischen Kopfbahnhof in einen um 90° gedrehten unterirdischen Durchgangsbahnhof umzubauen. Außerdem soll die Schnellfahrstrecke nach Ulm gebaut und die Anbindung des Stuttgarter Flughafens an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Bahn erreicht werden. Das Projekt wird insgesamt mehrere Milliarden Euro kosten.

Schifffahrt[edit]

Der Rhein hat bis Basel und der Neckar bis Plochingen den Status von Bundeswasserstraßen. Am Zusammenfluss in Mannheim liegt der Hafen Mannheim, einer der bedeutendsten Binnenhäfen Europas. Weitere große Häfen sind die Rheinhäfen Karlsruhe mit dem größten Ölbinnenhafen Europas, der Hafen Heilbronn und der Hafen in Kehl. Auf den Flüssen wird auch Fahrgastschifffahrt im Ausflugs- und Freizeitverkehr betrieben. Auf dem Bodensee verkehren die Autofähren, Personenschiffe und Ausflugsboote der Weißen Flotte.

Luftverkehr[edit]

Baden-Württemberg verfügt über vier Verkehrsflughäfen. Der internationale Flughafen Stuttgart ist der sechstgrößte Deutschlands. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden bei Rastatt erfuhr einen Aufschwung durch die Angebote von Billigfluglinien und ist der zweitgrößte im Bundesland. Ein weiterer Regionalflughafen befindet sich in Friedrichshafen. Die Regionen Oberrhein und Hochrhein-Bodensee profitieren zudem von den grenznahen Flughäfen EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, Flughafen Straßburg und Flughafen Zürich. Der Black Forest Airport bei Lahr ist ein Frachtflughafen; im Personenluftverkehr hat er zudem die Lizenz als Zubringerflughafen für den Europapark Rust. Mannheim besitzt mit dem City-Airport einen bedeutenden Verkehrslandeplatz.

Kultur[edit]

Weltkulturerbe Kloster Maulbronn

Baden-Württemberg beherbergt zwei Stätten des UNESCO-Welterbes, die Klosterinsel Reichenau im Bodensee und die Zisterzienserabtei Kloster Maulbronn. Außerdem hat es Anteil an den Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen und am Obergermanisch-Raetischen Limes, die ebenfalls zum Weltkulturerbe zählen.

In der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe wird die Ausgabe C des Nibelungenlieds aufbewahrt. Die drei vollständigen Handschriften aus dem 13. Jahrhundert wurden gemeinsam im Juli 2009 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe ernannt.

Hauptartikel: Barbarastollen

Der Barbarastollen ist ein stillgelegter Versorgungsstollen bei Oberried in der Nähe von Freiburg im Breisgau. Als einziges Objekt in Deutschland unterliegt der Barbarastollen dem Sonderschutz nach den Regeln der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten. Er dient seit 1975 als Zentraler Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland zur Lagerung von fotografisch archivierten Dokumenten mit hoher national- oder kulturhistorischer Bedeutung. In Europa ist er das größte Archiv zur Langzeitarchivierung. Seit 1978 ist der Bergungsort auch in das Internationale Register der Objekte unter Sonderschutz bei der UNESCO in Paris eingetragen.

Im Süden und entlang des Rheins wird die Schwäbisch-alemannische Fastnacht gefeiert. Das Cannstatter Volksfest wird nach dem Münchner Oktoberfest als zweitgrößtes Volksfest der Welt bezeichnet. Seit 1978 werden im Land die Heimattage Baden-Württemberg veranstaltet.

Religionen und Weltanschauungen[edit]

Im nördlichen Teil von Württemberg, in den Gebieten der ehemaligen Markgrafschaft Baden-Durlach und in der Kurpfalz ist die Bevölkerung überwiegend evangelisch. Die meisten anderen Gebiete, vor allem der Süden des Landes, sind mehrheitlich römisch-katholisch. Das Land Baden-Württemberg zahlt sowohl der evangelischen wie auch der römisch-katholischen Kirche jeweils jährlich etwa 49 Millionen Euro Staatsleistungen aus dem allgemeinen Haushalt.[43] Wie überall in Deutschland gibt es auch eine wachsende Gruppe konfessionell ungebundener sowie anderen Religionen (z. B. Islam) angehörender Einwohner.

Nichtreligiöse Menschen sind unter anderem im Verband Die Humanisten Baden-Württemberg,[44] Körperschaft des öffentlichen Rechts, organisiert. Der Verband ist Mitglied im Humanistischen Verband Deutschlands und veranstaltet unter anderem Jugendfeiern.[45][46]

Für Baden-Württemberg insgesamt ergeben sich (Stand Ende 2011) folgende Mitgliederzahlen der Religionsgemeinschaften:[47][48][49][50][51][52]

Konfession Anteil Anzahl
römisch-katholisch 35,8 % 3,86 Mio.
evangelisch 31,9 % 3,47 Mio.
muslimisch 5,6 % 600.000
neuapostolisch 0,87 % 95.300
Zeugen Jehovas 0,26 % 28.000
buddhistisch 0,23 % 25.000
hinduistisch 0,14 % 15.000
jüdisch 0,08 % 9.000
Konfessionslose und andere Konfessionen 25,1 % 2,6 Mio.

Siehe auch: Erzbistum Freiburg und Diözese Rottenburg-Stuttgart, Evangelische Landeskirche in Baden und in Württemberg, Neuapostolische Kirche Süddeutschland

Sprachen und Dialekte[edit]

Amts- und Verkehrssprache ist Deutsch. Zahlreiche weitere Sprachen und Dialekte werden von jenen gesprochen, die aus anderen Sprach- oder Mundartregionen kommen oder einen entsprechenden Migrationshintergrund haben.

Das traditionelle Verbreitungsgebiet westoberdeutscher (=alemannischer) Dialektmerkmale im 19. und 20. Jahrhundert, an dem Baden-Württemberg wesentliche Anteile hat

Die angestammten Dialekte werden von Sprachwissenschaftlern in alemannische und fränkische Mundarten gruppiert:

Zwischen den Mundarträumen bestehen Übergangsgebiete, die sich keinem der Räume eindeutig zuordnen lassen. Es existieren vor allem fränkisch-schwäbische (unter anderem um Calw, um Pforzheim, Strohgäu, Zabergäu), fränkisch-niederalemannische (um Baden-Baden und Rastatt) und schwäbisch-niederalemannische (Oberschwaben) Übergangsgebiete. Vor allem in diesen Gegenden wird die Unschärfe der germanischen Dialektgliederung deutlich. Neuere Entwicklungen sind das Eindringen schwäbischer Dialektmerkmale nach Heilbronn und Schwäbisch Hall.

Das Land wird auch außerhalb der Landesgrenze mit (vor allem schwäbischen) Dialektsprechern assoziiert. Die Landesregierung unter Erwin Teufel griff dies 1999 auf, indem sie den Werbeslogan „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ prägte. Bekannte Mundartkünstler sind z. B. die Dichter bzw. Schriftsteller Thaddäus Troll und Harald Hurst, der Volksschauspieler und Komiker Willy Reichert, der Schauspieler Walter Schultheiß und der Kabarettist Christoph Sonntag. Es gibt Fernsehsendungen im Dialekt wie z. B. Hannes und der Bürgermeister. Eine Verschriftlichung der Mundart wie in Luxemburg steht aber nicht zur Debatte.

Sport[edit]

Fußball[edit]

In der Fußball-Bundesliga spielen zurzeit mit dem VfB Stuttgart, dem SC Freiburg und der TSG 1899 Hoffenheim drei Vereine aus Baden-Württemberg. Der VfB Stuttgart wurde fünf Mal Deutscher Meister und drei Mal DFB-Pokalsieger. In der 2. Bundesliga spielen der VfR Aalen, der Karlsruher SC, der SV Sandhausen und der 1. FC Heidenheim. In der 3. Liga sind die Stuttgarter Kickers, der VfB Stuttgart II und die SG Sonnenhof Großaspach aktiv. Ehemalige Bundesligisten sind der SV Waldhof Mannheim und der SSV Ulm 1846. Zudem wurde der VfR Mannheim 1949 Deutscher Meister.

Handball[edit]

Frisch Auf Göppingen gewann 1960 und 1962 den Europapokal der Landesmeister und wurde zwischen 1954 und 1972 neun Mal deutscher Meister. In der Handball-Bundesliga der Männer spielen außerdem zurzeit die Rhein-Neckar Löwen, HBW Balingen-Weilstetten und die SG BBM Bietigheim. In der 2. Bundesliga sind der TV 1893 Neuhausen und der TV Bittenfeld aktiv. In der Frauen-Bundesliga sind die SG BBM Bietigheim, Frisch Auf Göppingen und der TuS Metzingen vertreten.

Basketball[edit]

In der Basketball-Bundesliga sind die Walter Tigers Tübingen, die MHP Riesen Ludwigsburg, ratiopharm Ulm und die Crailsheim Merlins beheimatet. In der Pro A (zweite Basketball-Bundesliga) spielen Erdgas Ehingen/Urspringschule, die MLP Academics Heidelberg und die Kirchheim Knights.

Eishockey[edit]

In der Deutschen Eishockey Liga spielen der sechsfache deutsche Meister Adler Mannheim und die Schwenninger Wild Wings. In der DEL2 sind die Ravensburg Towerstars, die Bietigheim Steelers und die Heilbronner Falken vertreten.

Volleyball[edit]

Der VfB Friedrichshafen gewann 2007 die Volleyball Champions League und wurde je 12 Mal deutscher Meister und Pokalsieger. In der Volleyball-Bundesliga der Männer spielen außerdem der EnBW TV Rottenburg und der TV Bühl, in der Frauen-Bundesliga Allianz MTV Stuttgart.

Baseball[edit]

In der Baseball-Bundesliga Süd spielen die Mannheim Tornados (deutscher Rekordmeister), die Stuttgart Reds, die Heidenheim Heideköpfe und die Tübingen Hawks.

American Football[edit]

In der German Football League spielen die Stuttgart Scorpions, Rhein-Neckar Bandits und die Schwäbisch Hall Unicorns.

Motorsport[edit]

Der Hockenheimring zählt zu den bedeutendsten Motorsport-Rennstrecken in Deutschland. Er gehört zu den Austragungsorten für den Großen Preis von Deutschland in der Formel 1 und ist Schauplatz des Eröffnungsrennens sowie des Finales der DTM.

In Holzgerlingen, Gaildorf und Reutlingen fanden Läufe zur Motocross-Weltmeisterschaft statt. In Rudersberg werden WM-Läufe mit Seitenwagen veranstaltet.

Schach[edit]

In der Schachbundesliga ist Baden-Württemberg mit der OSG Baden-Baden, dem SV 1930 Hockenheim und dem SC Eppingen vertreten. Seit 2005 wird sie durchgehend von der OSG Baden-Baden angeführt.

Bildung[edit]

Schulen[edit]

In Baden wurde mit dem Mannheimer Schulsystem der Vorläufer des modernen Schulsystems entwickelt.[53] Heute folgt in Baden-Württemberg nach der vierjährigen Grundschule das dreigliedrige Schulsystem mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium mit Abitur nach der zwölften Klasse.[54] Als baden-württembergische Sonderform sind an vielen Hauptschulen Werkrealschulen eingerichtet, die Hauptschülern die Erlangung der mittleren Reife ermöglichen.[55] Hinzu treten sonderpädagogische Förderschulen.[56] In ganz Baden-Württemberg gibt es lediglich drei integrierte Gesamtschulen in Freiburg, Heidelberg und Mannheim, die als Schulen besonderer Art im Schulgesetz für Baden-Württemberg eine Sondergenehmigung erhalten haben.[57] Des Weiteren führt Baden-Württemberg als einziges Bundesland die besondere Form des „sechsjährigen Wirtschaftsgymnasiums“, welches das bundesweit einzige berufliche Gymnasium ist, das bereits mit der gymnasialen Mittelstufe beginnt. Der Besuch dauert von Klassenstufe 8 und endet in Jahrgangsstufe 13 mit der allgemeinen Hochschulreife. In den von der OECD durchgeführten PISA-Studien erreichen die Schüler Baden-Württembergs regelmäßig Spitzenplätze.[58] Nach dem Regierungswechsel 2011 führte die Landesregierung als neue Schulform in Baden-Württemberg die Gemeinschaftsschule ein, die meist aus ehemaligen Hauptschulen (bzw. Werkrealschulen), vereinzelt aber auch aus Realschulen gebildet wurden. Zum Schuljahr 2013/14 gab es 129 Gemeinschaftsschulen im Land, weitere 81 folgen 2014.[59]

Hochschulen[edit]

Baden-Württemberg verfolgt eine dezentrale Bildungs-, Hochschul- und Forschungsinfrastruktur. Die Hochschulen sind über das ganze Land verteilt. Insgesamt liegen über ein Viertel aller Hochschulstandorte im ländlichen Raum.

In Baden-Württemberg gibt es 9 staatliche Universitäten, 6 pädagogische Hochschulen (Universitäten gleichgestellt) sowie die private Zeppelin-Universität und 73 staatliche und private Hochschulen.[60]

Die baden-württembergischen Hochschulen gehören zu den renommiertesten in Deutschland. In einem Hochschulranking des Magazins Focus (2005) wurden sechs baden-württembergische Universitäten unter die besten zehn eingestuft.[61] In Heidelberg befindet sich die älteste Universität in Deutschland; außerdem gibt es noch Universitäten in Freiburg, Konstanz, Mannheim, Stuttgart, Tübingen, Stuttgart-Hohenheim, Ulm, in Nachfolge der Universität Karlsruhe das Karlsruher Institut für Technologie sowie die private Zeppelin-Universität in Friedrichshafen.[62] 2006 wurde die ehemalige Universität Karlsruhe bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder als eine von bundesweit drei zu fördernden Universitäten mit „Zukunftskonzepten“ ausgewählt. In der zweiten Runde der Exzellenzinitiative folgten 2007 die Universitäten Heidelberg, Konstanz und Freiburg als zu fördernde Hochschulen in den exklusiven Kreis der „Eliteuniversitäten“ nach, sodass zeitweise vier von insgesamt neun der durch die Exzellenzinitiative in allen drei Förderlinien geförderten deutschen Universitäten in Baden-Württemberg lagen. Im Zuge der dritten Runde der Exzellenzinitiative im Jahr 2012 verloren jedoch das Karlsruher Institut für Technologie und die Universität Freiburg diesen Status, währenddessen die Universität Tübingen erstmals diese Auszeichnung erlang. Damit liegen derzeit noch drei von insgesamt elf „Eliteuniversitäten“ in Baden-Württemberg.

Die staatlichen Fachhochschulen tragen in Baden-Württemberg seit 2006 den Titel Hochschule. Neben einer Vielzahl von weiteren Hochschulen, wie Kunst- und Musikhochschulen oder pädagogischen Hochschulen wird der tertiäre Bildungsbereich durch die Duale Hochschule Baden-Württemberg ergänzt. Bundesweit einzigartig ist die Popakademie Baden-Württemberg. In Ludwigsburg befindet sich die renommierte Filmakademie Baden-Württemberg.

Siehe auch[edit]

„Verbindung“ in Göttingen: Bado-Württembergia
 Portal: Baden-Württemberg – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Baden-Württemberg

Literatur[edit]

  • Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg. 8 Bände. Kohlhammer, Stuttgart 1974–1983
  • Christoph Borcherdt (Hrsg.): Geographische Landeskunde von Baden-Württemberg. 3. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 1993 (Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs. Band 8)
  • Otto Borst: Geschichte Baden-Württembergs. Ein Lesebuch. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1730-0.
  • Hans Gebhardt (Hrsg.): Geographie Baden-Württembergs. Raum, Entwicklung, Regionen. Kohlhammer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-019427-4 (Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs. Band 36)
  • Erwin Keefer/Württembergische Landesmuseum Stuttgart: Steinzeit. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-8062-1106-X.
  • Siegfried Kullen: Baden-Württemberg. 3. Auflage. Klett, Stuttgart 1989, ISBN 3-12-928805-8.
  • Reinhold Weber, Iris Häuser: Baden-Württemberg. Eine kleine politische Landeskunde. 6. Auflage. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stuttgart 2008
  • Reinhold Weber, Hans-Georg Wehling: Geschichte Baden-Württembergs. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55874-0 (Beck’sche Reihe. 2601)
  • Reinhold Weber, Hans-Georg Wehling (Hrsg.): Baden-Württemberg. Gesellschaft, Geschichte, Politik. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 3-17-018837-2 (Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs. Band 34)
  • Literatur über Baden-Württemberg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Landesbibliographie Baden-Württemberg (ab 1983)
  • Hermann Bausinger: Der herbe Charme des Landes. Gedanken über Baden-Württemberg. 4. Auflage. Klöpfer & Meyer, Tübingen 2011, ISBN 978-3-940086-98-3.

Weblinks[edit]

 Wiktionary: Baden-Württemberg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Baden-Württemberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Baden-Württemberg – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Baden-Württemberg – Reiseführer
 Wikisource: Baden-Württemberg – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[edit]

  1. Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Stand: 15. April 2014, abgerufen am 16. April 2014.
  2. Arbeitslosenquoten im November 2014 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 27. November 2014.
  3. Landesschulden und Landesvermögen, Stand 31. Dezember 2012. Online auf www.rechnungshof.baden-wuerttemberg.de.
  4. Siegfried Kullen: Baden-Württemberg. 3. Auflage. Klett-Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-12-928805-8.
  5. Für diesen Absatz: Borcherdt 1993, Kullen 1989.
  6. C. Schölzel, A. Hense (2011): Probabilistic assessment of regional climate change in Southwest Germany by ensemble dressing, Climate Dynamics 36 (9), 2003–2014
  7. Daten-Archiv des Deutschen Wetterdienstes. Online unter Bundesministerium für Verkehr Bau und Stadtentwicklung, Deutscher Wetterdienst
  8. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg: Publikationen: Klima. Abgerufen am 2. Januar 2013.
  9. Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg: Klimawandel in Baden-Württemberg - Fakten, Folgen, Perspektiven. 2., aktualisierte Auflage, März 2012. ISBN 978-3-88251-368-4. Abgerufen am 1. Januar 2014.
  10. Gesamtübersicht zur Steinzeit in Baden-Württemberg s. Keefer.
  11. Grundgesetz in der Fassung vom 23. Mai 1949
  12. Oktober 1951 Urteil des BVerfG vom 23. Oktober 1951
  13. lpb-bw.de > Politikthemen > Geschichtsdossiers Landeszentrale für politische Bildung
  14. Urteil des BVerfG vom 30. Mai 1956
  15. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Bildung und Kultur; Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Bevölkerung; Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Bevölkerungsstand seit 2000
  16. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Bevölkerungsentwicklung in Baden-Württemberg seit 1950
  17. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Pressemitteilung vom 22. Februar 2010
  18. Internetauftritt der Studie „Wegweiser Kommune“
  19. Peter Koblank: Stauferwappen. Das Wappen von Baden-Württemberg mit den drei Löwen geht auf die Staufer zurück. auf stauferstelen.net. Abgerufen am 25. März 2014.
  20. Baden-Württemberg.de: Landeswappen
  21. Gouverneur der japanischen Provinz Kanagawa besucht anlässlich 20-jähriger Partnerschaft Baden-Württemberg. In: Landesportal Baden-Württemberg. 12. Juni 2009, abgerufen am 14. Juni 2009.
  22. Baden-Württemberg ist in der EU die Region mit dem höchsten Innovationsindex, Letzter Zugriff am Dezember 2012, (PDF; 291 kB)
  23. Forschung und Entwicklung in Baden-Württemberg: eine Erfolgsgeschichte, Letzter Zugriff am 8. Dezember 2007, (PDF; 82 kB)
  24. a b c Statistisches Jahrbuch 2007 für die Bundesrepublik Deutschland, Letzter Zugriff am 8. Dezember 2007, (PDF)
  25. Eurostat Pressemitteilung (PDF; 374 kB), Letzter Zugriff am 1. Mai 2011, (PDF)
  26. Kaufkraft 2013: Deutsche haben 554 Euro mehr, abgerufen am 23. Mai 2013
  27. Arbeitslosenquoten im November 2014 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 27. November 2014.
  28. »www.persorama.ch«
  29. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDeutschlandkarte: Deutschland, deine Slogans. In: zeit.de. 27. November 2008, abgerufen am 11. Dezember 2014.
  30. Statistik der Bundesagentur für Arbeit
  31. Zensusdatenbank
  32. Zahlen nach Kullen 1989 und Statistisches Landesamt
  33. Land- und forstwirtschaftliche Betriebe in den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs 2007 nach Größenklassen der landwirtschaftlich genutzten Fläche und der Waldfläche. (PDF; 268 kB) In: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Statistische Berichte Baden-Württemberg vom 20. Dezember 2007 – abgerufen am 31. März 2009
  34. Julia Arndt: Strukturen der baden-württembergischen Landwirtschaft 2005 (PDF; 237 kB). In: Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 3/2006 – abgerufen am 31. März 2009
  35. Julia Arndt: Strukturen der baden-württembergischen Landwirtschaft 2005 (PDF; 237 kB). In: Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 3/2006 – abgerufen am 21. März 2009
  36. a b Mediendaten Südwest (Hrsg.) (2010): Basisdaten Medien Baden-Württemberg 2010, Stuttgart, Seite 5
  37. »www.mediendaten.de«, Mediendaten Südwest (Stand 2009)
  38. »www.lfk.de« (PDF; 1,7 MB), Hörfunkliste der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (Stand 17. August 2010)
  39. »www.lfk.de« (PDF; 1,1 MB), Fernsehliste der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (Stand 28. Juni 2010)
  40. Beherbergung im Reiseverkehr Baden-Württembergs im Kalenderjahr 2008. In: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Statistische Berichte Baden-Württemberg vom 23. Februar 2009 – abgerufen am 31. März 2009
  41. www.swr.de
  42. Liste der Michelin-Sterne-Restaurants 2009
  43. Spardebatte: Staat zahlt 442 Millionen Euro für Kirchengehälter. In: SPIEGEL ONLINE. 8. Juni 2010. Abgerufen am 24. Mai 2011.
  44. Homepage des DHUBW
  45. DHUBW: Humanistische Jugendfeier
  46. Südwestrundfunk: 20 Jahre Humanistischer Verband – Weltanschauung ohne Gott, Bericht vom 14. Juli 2013
  47. Landesportal Baden-Württemberg
  48. Neuapostolische Kirche Süddeutschland
  49. Jehovas Zeugen
  50. Deutsche Bischofskonferenz: Kirchenmitgliederzahlen zum 31. Dezember 2011, DBK, 2012, (PDF; 13 kB)
  51. Kirchenmitgliederzahlen am 31. Dezember 2011, abgerufen am 20. Dezember 2012
  52. Evangelische Kirche in Deutschland: Kirchenmitgliederzahlen am 31. Dezember 2010. EKD, 2011, (PDF; 0,45 MB)
  53. »www.mannheim.de«
  54. § 4 Schg
  55. »www.kultusportal-bw.de«
  56. §§ 15 Schg
  57. § 107 SchG
  58. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBayern und Baden-Württemberg an der Spitze. In: faz.net. 23. Juni 2010, abgerufen am 11. Dezember 2014.
  59. http://www.gemeinschaftsschule-bw.de
  60. Statistisches Landesamt B.-W., Stuttgart 2010.
  61. Focus Uni Ranking 2005
  62. www.baden-wuerttemberg.de

48.539.05Koordinaten: 49° N, 9° O