Brandenburg

From Wikipedia
Jump to: navigation, search
Dieser Artikel behandelt das Land Brandenburg. Für die gleichnamige Stadt dieses Landes siehe Brandenburg an der Havel. Für weitere Bedeutungen siehe Brandenburg (Begriffsklärung)
Land Brandenburg
Land Brannenborg (niederdeutsch)[1]
Kraj Bramborska (niedersorbisch)
Flagge Brandenburgs
Berlin Bremen Bremen Hamburg Niedersachsen Bayern Saarland Schleswig-Holstein Brandenburg Sachsen Thüringen Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Schweiz Bodensee Österreich Luxemburg Frankreich Belgien Tschechien Polen Niederlande Dänemark Bornholm (zu Dänemark) Stettiner Haff Helgoland (zu Schleswig Holstein) Nordsee OstseeKarte
Über dieses Bild
Flagge
Märkischer Adler
Wappen
Sprache: Deutsch, Niedersorbisch,[2] Niederdeutsch[3]
Landeshauptstadt: Potsdam
Fläche: 29.485,63 km²
Einwohnerzahl: 2,450 Mio. (30. November 2013)[4]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner pro km²
Arbeitslosenquote: 9,0 % (August 2014)[5]
Gründung: 3. Oktober 1990
Schulden: 21,804 Mrd. EUR (31. Dez. 2012)[6]
ISO 3166-2: DE-BB
Website: www.brandenburg.de
Politik
Regierungschef: Dietmar Woidke (SPD)
Regierende Parteien: SPD und Linke
Sitzverteilung im Landesparlament: SPD 30
Linke 25
CDU 19
FDP 7
Grüne 6
fraktionslos 1
Letzte Wahl: 27. September 2009
Nächste Wahl: 14. September 2014
Bundesratsstimmgewicht: 4
Brandenburg, administrative divisions - de - colored.svg
Administrative Gliederung Brandenburgs:
14 Landkreise, 419 Kommunen (davon 4 kreisfreie Städte)
Land-Brandenburg-Logo.svg
Offizielles Logo des Landes Brandenburg

Brandenburg (niedersorbisch Bramborska; niederdeutsch Brannenborg;[7] Ländercode BB) ist ein Land im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland. Seine Hauptstadt ist Potsdam.

Brandenburg umschließt Berlin in seinem Zentrum, grenzt im Süden an Sachsen, im Westen an Sachsen-Anhalt, im äußersten Nordwesten an Niedersachsen, im Norden an Mecklenburg-Vorpommern sowie im Osten an die Republik Polen. Im äußersten Südosten wird neben der Mehrheitssprache Deutsch von 7.000 bis 10.000 Einwohnern auch Niedersorbisch gesprochen.[2][8] In den nördlichen Landesteilen ist besonders bei der ältesten Generation auch noch Niederdeutsch zu hören.[9]

Als Gründungsdatum der historischen Mark Brandenburg gilt der 11. Juni 1157, als sich der Askanier Albrecht der Bär mit der Rückeroberung der Brandenburg das Gebiet endgültig aneignete und es zum Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches machte. Von 1415 bis 1918 stand die Region unter der Herrschaft der Hohenzollern. Von 1701 bis 1946 teilte die Mark Brandenburg die Geschichte des preußischen Gesamtstaates als dessen Kernland. Die 1815 geschaffene preußische Provinz Brandenburg (ohne die Altmark) wurde nach dem Kriegsende 1945 zum Land Brandenburg (ohne die Neumark). In der DDR wurde dieses Territorium dann in drei Bezirke aufgeteilt und 1990 als Land der Bundesrepublik Deutschland wieder neu gegründet.

Geografie[edit]

Luftbild von Potsdam, Landeshauptstadt von Brandenburg
Blick vom Schiffshebewerk Niederfinow auf den Oder-Havel-Kanal, das Oderbruch und die Insel Neuenhagen befinden sich östlich

Das Land Brandenburg ist mit einer Gesamtfläche von 29.476 km² das nach der Fläche fünftgrößte Land Deutschlands und mit einer maximalen Nord-Süd-Ausdehnung von 291 km und einer Ost-West-Ausdehnung von 244 km gleichzeitig das größte der neuen Länder. Das Kerngebiet Brandenburgs wird heute noch mit dem historischen Namen Mark Brandenburg bezeichnet. Südöstlich schließt sich die Niederlausitz an. Teile des welligen Flämings im Südwesten gehören erst seit dem Wiener Kongress zu Brandenburg.

Die Länder Berlin und Brandenburg bilden gemeinsam die europäische Metropolregion Berlin/Brandenburg unter dem Namen Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg,[10] deren engerer Verflechtungsraum um Berlin als „Speckgürtel“ bekannt ist. Dies entspricht auch der für Brandenburg typischen Ausrichtung verkehrspolitischer Infrastruktur wie Autobahnen und Hauptbahnstrecken auf das inselförmig im Land gelegene Berlin.

Außerhalb der größeren Städte wie Brandenburg an der Havel im Westen, Frankfurt (Oder) im Osten und die nach Potsdam einwohnerreichste Stadt Cottbus im Süden ist das Land relativ dünn besiedelt. Den Süden des Landes bilden die Niederlausitz, kleine Teile der Oberlausitz und das Elbe-Elster-Land. Zum Land Brandenburg gehören westlich das Havelland, südlich von Berlin der Teltow und nordöstlich der Barnim. An den Grenzen liegen im Norden die Oberhavel, im Nordwesten die Prignitz, im Nordosten die Uckermark, im Osten das Oderbruch und im Südwesten der Fläming.

Geologie, Landschaftsentwicklung und Böden[edit]

Fünf-Seen-Blick in der Uckermark im Nordosten des Landes Brandenburg

Das Land Brandenburg liegt im Norddeutschen Tiefland und wurde an der Erdoberfläche entscheidend durch die wiederholten Vorstöße des skandinavischen Inlandeises während des Eiszeitalters geprägt. Es stehen daher fast ausschließlich eiszeitliche und nacheiszeitliche Ablagerungen an. Am weitesten verbreitet sind Geschiebemergel und Schmelzwassersande. Typisch für die Oberflächenformung sind die Elemente der glazialen Serie.

Aufgrund der Vielgestaltigkeit, der eiszeitlichen Ablagerungen in Brandenburg sind die daraus entstandenen Bodengesellschaften sehr heterogen. Ihre Ertragsfähigkeit reicht von extrem nährstoffarm und unfruchtbar bis hin zu sehr fruchtbar. Dennoch überwiegen flächenmäßig, vor allem im mittleren und südlichen Brandenburg, die nährstoffarmen Sandböden, die dem Land sein charakteristisches Gepräge geben.

Brandenburg gilt besonders im Süden als Rohstofflieferant, entlang des Lausitzer Grenzwalls befinden sich große Braunkohlelagerstätten, im Südosten um Spremberg wurden tiefe Kupferlagerstätten gefunden. In der Fläche wird vereinzelt Erdöl nachgewiesen.[11]

Landschaftliche Gliederung[edit]

Die landschaftliche Gliederung Brandenburgs

Grundzüge[edit]

Die wesentlichen Großlandschaften Brandenburgs sind von Nord nach Süd der Baltische beziehungsweise Nördliche Landrücken, die Zone der Platten und Urstromtäler sowie der Südliche Landrücken.

Auf beiden Landrücken werden Höhen über 100 m erreicht. Dem Südlichen Landrücken, der von den Harburger Bergen bis nach Polen (Katzengebirge) reicht, werden in Brandenburg der Fläming und seine östliche Fortsetzung, der Lausitzer Grenzwall mit dem Muskauer Faltenbogen zugerechnet. Er ist im Durchschnitt höher als der Baltische Landrücken. Jener erstreckt sich von Jütland bis zum Baltikum. Zu ihm gehört die Mecklenburgische Seenplatte, die bis nach Brandenburg hineinragt. In dieser Seenplatte entspringen die Flüsse Havel, Rhin und Dosse. Im Südosten mit dem Lausitzer Urstromtal und Nordosten mit tief liegenden Teilen der Uckermark reicht Brandenburg über die erwähnten Höhenzüge hinaus.

Zwischen den Landrücken liegt das Gebiet der mittelbrandenburgischen Platten und Urstromtäler. Ausgedehnte Niederungen wie das Rhinluch, das Havelländisches Luch und die Seenkette der mittleren Havel grenzen die inselartig daraus aufragenden Platten wie Barnim, Nauener Platte und die Ländchen voneinander ab. Das Niveau der Urstromtäler und der zugehörigen Nebentäler zeigt ein geringes Gefälle von Südost nach Nordwest. Es reicht von etwa 60 m an der Neiße bis unter 20 m an der Havelmündung. Auch die durchschnittliche Höhe der Platten nimmt von Ost nach West von über 100 m an der Oder auf 40 bis 50 m im Westen ab. Besonders tief liegt das Odertal im Nordosten fast auf Niveau des Meeresspiegels.

Landschaftlich fällt der Unterschied zwischen dem Altmoränen- und dem Jungmoränenland auf. Während es im Süden und in der Prignitz nahezu keine natürlichen Seen gibt, ist das jung vergletscherte Gebiet seenreich. Es gibt regionale Unterschiede. Viele hoch gelegene Grundmoränengebiete, wie der Barnim oder das Land Lebus sind seenarm. Andererseits sind Gebiete wie Teile der westlichen Uckermark, in denen es großflächiger Verschüttung und Konservierung von Toteisblöcken gab, seenreich.

Einzelne Landschaften[edit]

Klima[edit]

Klimadiagramm von Potsdam

Das Land Brandenburg befindet sich im Übergangsbereich zwischen ozeanischem Klima in Westeuropa und kontinentalem Klima im Osten.[12] Aufgrund der relativ geringen Höhendifferenzen sind die klimatischen Unterschiede innerhalb des Landes eher gering, aber bei bestimmten Wetterlagen zu spüren.

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt um 9 °C. Der kälteste Monat ist mit im Mittel −1 °C der Januar. Wärmster Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 18 °C. Bei der Lufttemperatur macht sich bereits von der im Nordwesten gelegenen Prignitz zur im Südosten befindlichen Niederlausitz eine geringe Zunahme der Kontinentalität bemerkbar. Vor allem in den Wintermonaten ist bei windarmen Strahlungswetterlagen die Lausitz meistens deutlich kälter als die Prignitz.

Mit einer durchschnittlichen Jahresniederschlagssumme von weniger als 600 mm ist Brandenburg eines der trockensten, vielleicht sogar das niederschlagsärmste Bundesland. Meist liegt der durchschnittliche Jahresniederschlag bei 550 mm. Lediglich die im Nordwesten gelegene Prignitz sowie einige Hochgebiete wie der Hohe Fläming und der Hohe Barnim erreichen bzw. übertreffen im Jahr die 600 mm-Marke. Östlich der Hochgebiete macht sich ein geringer Regenschatten bemerkbar, so ist das tief liegende Oderbruch mit weniger als 500 mm Jahresniederschlag eine der trockensten Regionen Deutschlands.

Während Winter und Frühjahr vergleichsweise trocken sind, fällt der Niederschlag landesweit vor allem in den Sommermonaten. Dennoch können in der warmen Jahreszeit ausgeprägte Trockenphasen auftreten, bei denen in Brandenburg die Waldbrandgefahr stark ansteigt.

Die Sonne scheint im Jahr durchschnittlich etwa 1600 Stunden. Damit gilt Brandenburg als sonnenscheinreiches Bundesland.

Gewässer[edit]

Die Havel bei Werder

Brandenburg gilt als das gewässerreichste Bundesland Deutschlands. Es gibt über 3000 natürlich entstandene Seen, hinzu kommen zahlreiche künstlich angelegte Teiche, Baggerseen und ähnliche Gewässer. Weiterhin existieren über 33.000 km Fließgewässer, deren größter Teil künstlich angelegte Entwässerungsgräben und andere Kanäle sind. Andererseits wird in Brandenburg aufgrund der Niederschlagsarmut das Grundwasser nur sehr langsam erneuert. Die Verweildauer des Wassers in den Gewässern ist daher recht lang.

Flüsse[edit]

Größere Flüsse berühren Brandenburg nur an dessen Grenzen. Die Elbe (Gesamtlänge 1091 km) verläuft für wenige Kilometer im äußersten Süd- bzw. Nordwesten Brandenburgs, wo sie fast ausnahmslos die Landesgrenze markiert. Lediglich die zu Mühlberg gehörende ca. 0,5 km² große Gemarkung um die Fähranlegestelle an der Dahle-Mündung einschließlich eines Teilstücks der Bundesstraße 182 verkörpert das einzige linkselbische Gebiet Brandenburgs. Die Oder (Gesamtlänge 866 km) bildet zusammen mit der Neiße als ihrem Nebenfluss die gesamte Ostgrenze Brandenburgs. Einzig die äußersten nordöstlichen Grenzkilometer sind davon ausgenommen.

Die bedeutendsten Binnenflüsse Brandenburgs sind die 334 km lange Havel und die 400 km lange Spree als ihr größter Nebenfluss. Die Spree ist am Zusammenfluss wasserreicher als die Oberhavel, womit Spree und Unterhavel einen 560 km langen überwiegend in Brandenburg verlaufenden Flusslauf bilden (davon 350 km schiffbar). Alle übrigen Fließgewässer Brandenburgs sind kleine Flüsse und Bäche mit regionaler Bedeutung. In Nordbrandenburg sind die Stepenitz, die Dosse, der Rhin, die Ucker und die Finow zu nennen. Im mittleren Teil haben die Plane, die Nieplitz, die Panke, die (Jüterboger) Nuthe, die Notte und die Dahme eine gewisse Bedeutung. Der größte Fluss im Süden von Brandenburg ist die Schwarze Elster. Danach sind Flüsse wie die Kleine Elster, die Oelse oder die Schlaube zu nennen.

Seen[edit]

Blick auf Prenzlau vom Unteruckersee

Aufgrund seiner eiszeitlichen Entstehungsgeschichte ist Brandenburg extrem reich an natürlich entstandenen Seen. Es existieren mehr als 800 Gewässer mit einer Fläche von mehr als einem Hektar. Der größte natürliche See Brandenburgs ist mit einer Fläche von 13,3 km² der Schwielochsee. Es folgen der Scharmützelsee (12 km²), der Unteruckersee (10,4 km²), der Parsteiner See (10 km²), der Ruppiner See (8,25 km²), der Schwielowsee (7,9 km²), der Werbellinsee (7,8 km²) und der Grimnitzsee (7,8 km²). Mit fast 70 m tiefster See des Landes und gleichzeitig der mit der besten Wasserqualität ist der Große Stechlinsee.

Zu den zahlreichen natürlichen Seengebieten Brandenburgs kommt ein vom Menschen geschaffenes hinzu: Das Lausitzer Seenland entsteht durch die Flutung nicht mehr genutzter Tagebaurestlöcher. Mit 13 km² ist der Senftenberger See darin momentan das größte Gewässer. Im Jahr 2025 wird es Europas größte künstliche Wasserlandschaft und Deutschlands viertgrößtes Seengebiet sein. Zum größten See wird bis dahin der Sedlitzer See (13,3 km²) wachsen, der dann zusammen mit dem Schwielochsee auch der größte See in Brandenburg sein wird. Die Talsperre Spremberg bildet mit 6,7 km² den größten Stausee in Brandenburg.

Bevölkerung[edit]

Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Prognosen der Bevölkerungsentwicklung
Prognose der Altersstruktur

Das Land Brandenburg hat rund 2,45 Millionen Einwohner (Stand vom 30. April 2013).[13] Damit liegt Brandenburg im internen Vergleich der Bundesländer auf Platz zehn. Mit einer Bevölkerungsdichte von 84,6 Einwohnern je Quadratkilometer ist es nach Mecklenburg-Vorpommern das am dünnsten besiedelte Bundesland. Etwa eine Million Einwohner leben in der Agglomeration Berlin.[14] Die weiter außerhalb liegenden Gebiete haben eine deutlich geringere Bevölkerungsdichte von teilweise unter 25 Einwohnern pro Quadratkilometer.[15] Im Land Brandenburg ist die Hauptstadt Potsdam die einzige Großstadt, Cottbus zählt wegen seines langjährigen Einwohnerrückgangs seit 2011 nicht mehr zu diesen.

Der Anteil der ausländischen Bevölkerung beträgt 2,6 % (1990: 0,7 %).[16] Insgesamt haben rund 5 % der Bürger einen Migrationshintergrund, deutschlandweit beträgt die Zahl rund 19 %.[17] In einigen südlichen Landkreisen und in Cottbus leben etwa 20.000 Sorben (0,8 % der Gesamtbevölkerung) mit eigener Sprache und Kulturgeschichte.[18]

Bevölkerungsentwicklung[edit]

Die Gesamtzahl der Einwohner auf dem Gebiet des heutigen Bundeslands Brandenburg war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts relativ konstant. Seit 2000 geht die Bevölkerungszahl jedoch stetig zurück, wobei sich teilweise starke regionale Unterschiede zeigen.[19][20] Der Brandenburger Verflechtungsraum in der Metropolregion Berlin/Brandenburg wuchs von 1994 bis 2005 um rund 27 Prozent auf eine Million Einwohner, während weiter abgelegene Städte und Gemeinden viele Einwohner verloren.

Zu Zeiten der DDR pendelte die Einwohnerzahl der heutigen Brandenburger Region, das ab 1952 im Wesentlichen den drei Bezirken Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam entsprach, stets um die Marke von 2,6 Millionen Einwohnern.[21] So ging die Bevölkerung zunächst zwischen 1955 und 1964 von 2,7 auf 2,6 Millionen Menschen zurück. Nach einem leichten Anstieg in den späten 1960er Jahren betrug die Bevölkerungszahl bis Ende der 1980er Jahre rund 2,65 Millionen. Allerdings verbergen sich hinter dieser Konstanz starke regionale Unterschiede. Während die kommunalen Zentren wie die Bezirksstädte Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus einen starken Bevölkerungszuwachs erfuhren, fielen die Einwohnerzahlen im ländlichen Raum wie dem Gebiet der heutigen Landkreise Prignitz und Elbe-Elster seit dem Zweiten Weltkrieg kontinuierlich ab.

Die im Herbst 1989 einsetzende Wende in der DDR und die damit verbundene Öffnung der innerdeutschen Grenze brachten der brandenburgischen Region bis zum Jahresende 1989 einen vergleichsweise drastischen Bevölkerungsschwund von 60.000 Einwohnern, der sich in der Folgezeit in abgeschwächter Form fortsetzte. Bis 1995 hatte Brandenburg dabei einen Rückgang um insgesamt 100.000 Einwohner zu verzeichnen, bevor deren Zahl in den anschließenden fünf Jahren wieder auf rund 2,6 Millionen anwuchs. Diese dem allgemeinen Abwanderungstrend in den Neuen Bundesländern gegenläufige Entwicklung hatte ihre Ursache im Zuzug zahlreicher Berliner in das zu Brandenburg gehörende Berliner Umland.

Seit der Jahrtausendwende zeigt sich in Brandenburg eine andere Entwicklung: Die Bevölkerungszahl ging seit 2000 Jahr für Jahr um zwischen 7000 und 12.000 Personen zurück. Im April 2011 fiel die Zahl der Personen erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg unter die Marke von zweieinhalb Millionen Menschen.[22] Da durch den Zensus 2011 die Bevölkerungszahlen ab Mai 2011 für viele Bundesländer drastisch nach unten korrigiert wurden, fällt der statistische Bevölkerungsrückgang im Jahre 2011 mit fast 50.000 Personen sehr hoch aus.[23] Dies liegt daran, dass die Zahlen für die Jahre zuvor durch Fortschreibung zu hoch angesetzt wurden.

Laut der Studie Wegweiser Kommune von Bertelsmann aus dem Jahr 2011 sinkt Brandenburgs Bevölkerung (im Vergleich zum Basisjahr Relation zu 2009) bis 2030 um 5,8 % auf 2,36 Millionen Einwohner. Damit ist Brandenburg das einzige ostdeutsche Bundesland, für welches ein Bevölkerungsrückgang im einstelligen Bereich prognostiziert wird. Dies dürfte an der Nähe zu Berlin liegen; im Berliner Umland wird in dieser Prognose sogar aufgrund des Wachstums der Agglomeration Berlin ein Bevölkerungsanstieg vorausgesagt, in berlinferneren Gegenden dagegen ein Rückgang zwischen 10 und 20 %. Auf Basis der Zahlen des Zensus 2011 erscheint diese Prognose jedoch sehr optimistisch, da am 31. Dezember 2011 mit 2,453 Millionen Einwohnern bereits der prognostizierte Wert für 2020 unterschritten wurde.[24]

Prognose 2011[25]
Datum Einwohner
31. Dezember 2009 2.510.160
31. Dezember 2015 2.480.820
31. Dezember 2020 2.455.710
31. Dezember 2025 2.416.310
31. Dezember 2030 2.364.000

Sprache[edit]

In Brandenburg werden sowohl Hochdeutsch, hochdeutsche Dialekte des Berlin-Brandenburgischen als auch niederdeutsche Dialekte des Mark-Brandenburgischen gesprochen. Im Grenzgebiet zu Sachsen wird ferner Osterländisch – ein Dialekt des Thüringisch-Obersächsischen gesprochen, das nah mit dem Hochdeutschen verwandt ist. In der brandenburgischen Niederlausitz spricht man lausitzische Dialekte. Jener Dialekt und die in Berlin und seinem Umland verwendete Mundart sind dem Ostmitteldeutschen zuzurechnen. Im Barnim ist die Mundart Eberswalder Kanaldeutsch gebräuchlich.

Im östlichen Teil der Niederlausitz in der Umgebung von Cottbus wird außerdem Niedersorbisch, eine westslawische Sprache, von etwa 20.000 Menschen gesprochen (zweisprachiges Gebiet). Sie ist vom Aussterben bedroht.

Der Wortschatz der Dialekte in Brandenburg ist erfasst und beschrieben im Brandenburg-Berlinischen Wörterbuch.

Religionen, Weltanschauungen[edit]

Mehr als drei Viertel der Einwohner Brandenburgs sind ohne religiöses Bekenntnis.

Christentum[edit]

Evangelische Kirche[edit]

Ende 2010 waren 17,1 % der Einwohner Brandenburgs Mitglieder einer evangelischen Landeskirche, der größte Teil davon in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz.[26] Da die Grenzen der Landeskirchen von denen der heutigen Bundesländer abweichen, sind einzelne Gemeinden im Westen und Südwesten Brandenburgs der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland zugeordnet. Etliche Gemeinden im Nordosten Brandenburgs (Landkreis Uckermark) gehörten zur Pommerschen Evangelischen Kirche und jetzt zur 2012 gegründeten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. In einigen Teilen Brandenburgs ist auch die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche mit Kirchengemeinden vertreten. Diese gehörten vorher zur Evangelisch-Lutherischen (altlutherischen) Kirche und sind bis heute unter der Bezeichnung „Altlutheraner“ in der Region bekannt. Die konfessionell lutherischen Kirchengemeinden gehören zum Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche.

Katholische Kirche[edit]

Der römisch-katholischen Kirche gehörten 3,1 % der Einwohner an.[26]. Der überwiegende Teil des Landesgebiets gehört zum Erzbistum Berlin; die Niederlausitz gehört zum Bistum Görlitz, der südwestliche Teil Brandenburgs zum Bistum Magdeburg.

Judentum[edit]

Durch den Zuzug jüdischer Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion verzeichnen die jüdischen Gemeinden ein Wachstum. Es gibt gegenwärtig sieben jüdische Gemeinden in Brandenburg, darunter in Potsdam und Frankfurt (Oder). Sie sind im Landesverband der Jüdischen Gemeinden Brandenburg zusammengeschlossen.

Islam[edit]

Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist der Anteil der Angehörigen des Islam in Brandenburg sehr niedrig.

Humanismus[edit]

Genaue Zahlen darüber, wie viele Brandenburger sich als Humanisten betrachten, liegen nicht vor. Jedoch gibt es in Brandenburg eine starke Bewegung, die letztlich in der Einführung des Schulfaches Humanistische Lebenskunde mündete.[27] Dieses wurde nach langen gerichtlichen Auseinandersetzungen eingeführt.[28] Humanismus ergänzt hierbei das Spektrum religiöser Weltanschauungen um eine nichtreligiöse Komponente. Die wenigsten Humanisten in Brandenburg sind organisiert, jedoch tritt insbesondere mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg,[29] dem Humanistischen Regionalverband Ostbrandenburg[30] und den Jungen Humanisten[31] sowie den Evolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg[32] eine Reihe organisierter Humanisten auf. So ist es aufgrund der großen Zahl nichtreligiöser Humanisten im Land eine Besonderheit in Brandenburg, dass humanistischer Lebenskundeunterricht – gemäß § 9 Abs. 2 und 8 des Brandenburgischen Schulgesetzes – in allen Schulformen und -stufen erteilt werden kann.[33]

Politik[edit]

Verfassung[edit]

Die Brandenburgische Verfassung wurde am 14. April 1992 vom Landtag als Entwurf verabschiedet. Per Volksentscheid wurde der Entwurf von der brandenburgischen Bevölkerung am 14. Juni 1992 angenommen. Sie trat daraufhin mit der Verkündung am 20. August 1992 in Kraft.

Landtag[edit]

Sitzverteilung im Brandenburger Landtag
Hauptartikel: Landtag Brandenburg

Sitz des Brandenburgischen Landtags ist das Stadtschloss in Potsdam. Dieser hat 88 Mitglieder, während das Gebäude 150 Abgeordneten Platz böte. Damit ist es auf ein vergrößertes Parlament eines mit dem heutigen Land Berlin wiedervereinigten Bundeslandes vorbereitet.

Im Landtag Brandenburg, der für fünf Jahre gewählt wird, sind seit der konstituierenden Sitzung am 21. Oktober 2009 fünf Parteien vertreten. Die letzte Wahl fand am 27. September 2009 – gleichzeitig mit der Bundestagswahl 2009 – statt.

Die Wahlbeteiligung erreichte 67,5 %. Es ergab sich folgendes Ergebnis: SPD: 33,04 % – 31 Abgeordnete, Die Linke: 27,15 % – 26 Abgeordnete, CDU: 19,79 % – 19 Abgeordnete, FDP: 7,20 % – 7 Abgeordnete; B90/Grüne: 5,64 % – 5 Abgeordnete. Die zuvor im Landtag vertretene rechtsextreme DVU erreichte 1,18 % und gehört dem Landtag nicht mehr an.

Stärkste Fraktion ist die SPD. Nach Sondierungsgesprächen entschied sich die SPD, die Koalition mit der CDU nicht mehr fortzusetzen und Verhandlungen über ein Regierungsbündnis mit der Linken aufzunehmen. Am 6. November 2009 wurde der Ministerpräsident gewählt und anschließend die Mitglieder der neuen rot-roten Landesregierung ernannt. Seit dem 26. August 2013 leitet Dietmar Woidke als Ministerpräsident die Landesregierung Brandenburgs.

Landesregierung[edit]

Brandenburgische Staatskanzlei in der Potsdamer Heinrich-Mann-Allee

Die Landesregierung und der Ministerpräsident haben ihren Sitz in der Staatskanzlei in Potsdam.

Folgende Landesminister bilden seit dem 28. August 2013 das Kabinett Woidke:

Die Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg seit 1945 waren:

Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg 1945–1952
Nr. Name Lebensdaten Partei Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Karl Steinhoff 1892–1981 SPD, ab 1946 SED 1945 1949
2 Rudolf Jahn 1906–1990 SED 1949 1952

Zwischen 1952 und 1990 war das Land Brandenburg aufgelöst.

Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg seit 1990
Nr. Name Lebensdaten Partei Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Manfred Stolpe * 1936 SPD 1990 2002
2 Matthias Platzeck * 1953 SPD 2002 28. August 2013
3 Dietmar Woidke * 1961 SPD 28. August 2013

Landesverfassungsgericht[edit]

Als drittes Verfassungsorgan besteht ein Verfassungsgericht des Landes Brandenburg.

Wappen und Flagge[edit]

Hauptartikel: Flagge Brandenburgs

Nach der Brandenburgischen Verfassung (Artikel 4) ist der rote märkische Adler auf weißem Feld das Wappen des Landes Brandenburg. Die Landesflagge ist Rot-Weiß mit zentriertem Landeswappen. Er ist zudem Bestandteil der Wappen vieler Gemeinden und Städte auf dem Gebiet der ehemaligen Mark Brandenburg. Der märkische Adler zeigt sich freischwebend von vorn mit ausgebreiteten Schwingen und nach rechts blickend. Er ist in der Farbe Rot gehalten, golden bewehrt und rot gezungt. Die Fänge sind geöffnet und seine Schwingen sind je mit einem goldenen Kleestängel belegt. Der Schild des Wappens ist weiß.

Der märkische Adler und das Wappen stammen aus dem 12. Jahrhundert, er tritt erstmals in dem Standbildsiegel des Askanier Ottos I., des Sohnes Albrechts des Bären, von 1170 auf.

Nach der Wiedervereinigung wurden dem Wappen seine früheren Beigaben (Kurhut, silbernes Schwert, blauer Herzschild mit aufrecht gestelltem goldenem Zepter) entfernt, die noch bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Teil des Wappens waren.

Die inoffizielle Landeshymne ist das Lied Märkische Heide, märkischer Sand („Steige hoch, du roter Adler“). Das Lied wurde 1923 von dem völkischen „Heimatdichter“ Gustav Büchsenschütz verfasst und in den 1920er und 1930er Jahren zusammen mit dem Horst-Wessel-Lied auf Schallplatten vertrieben.[34] Obwohl der Text scheinbar unpolitisch gemeint ist, wird es wegen der Nähe des Autors zum NS-Regime heute bei offiziellen Anlässen nicht mehr gesungen.

Geschichte[edit]

Hauptartikel: Geschichte Brandenburgs
Die Nordmark (rosa) in der Zeit von 972 bis 1032
Die Mark Brandenburg unter den Askaniern um 1320
Die Provinz Brandenburg im Deutschen Kaiserreich (1871–1918)
Lage der Bezirke Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus in der DDR

Im Gebiet des heutigen Landes Brandenburg erfolgte – nach ursprünglicher Besiedlung durch die germanischen Semnonen – seit der Zeit der Völkerwanderung eine Landnahme durch westslawische Stämme. Während der ersten Phase der deutschen Ostexpansion (Ostsiedlung) eroberte 929 ein ostfränkisches Heer unter König Heinrich I. das Gebiet der Heveller mit der Brandenburg. Sie wurden deutscher Lehensherrschaft unterworfen und tributpflichtig. Zur Christianisierung der Slawen wurden die Bistümer Havelberg und Brandenburg gegründet und dem Erzbistum Magdeburg unterstellt. Da die Spannungen in der Mark stetig zunahmen, bildeten die slawischen Stämme den Liutizenbund. Im Großen Slawenaufstand wurde 983 das Gebiet Brandenburgs zurückerobert. Für über hundert Jahre wurde die deutsche Herrschaft östlich der Elbe abgeschüttelt. Aber der Expansionsdrang der großen Nachbarn Heiliges Römisches Reich und Polen sorgte für einen fast ununterbrochenen Kriegszustand.

Als der Hevellerfürst Pribislaw 1150 kinderlos starb, hatte er sein Land Albrecht dem Bären vermacht. Damit waren aber Erbansprüche des Spreewanenfürsten Jaxos übergangen worden. Dieser eroberte 1153 die Brandenburg kurzzeitig zurück, welche aber 1157 diesmal endgültig von Albrecht zurückerobert werden konnte. Dieser Tag gilt im Allgemeinen als der Gründungstag der Mark Brandenburg. Vor der nun in großem Maße einsetzenden deutschen und flämischen Besiedelung zogen sich die Heveller großenteils in Fischerdörfer (Kietze) zurück. Noch bis ins 15. Jahrhundert lebten Deutsche und Wenden nebeneinander, vielerorts in getrennten Siedlungen. Nach dem Aussterben des askanischen Herrschergeschlechtes in Brandenburg 1320 folgte bis 1415 eine Zeit schwacher Herrscher (Wittelsbacher, Luxemburger), in der die Mark Brandenburg in chaotische Verhältnisse geriet und sich ein ausgeprägtes Raubrittertum entwickelte.

Ab 1411 unterstand die Region dem Fürstengeschlecht der Hohenzollern, dem durch Kaiser Sigismund 1415 auch die Kurwürde übertragen wurde. Die Hohenzollern konnten das Land erfolgreich befrieden und die Zentralmacht wiederherstellen. Die durch den Dreißigjährigen Krieg zerstörte und verarmte Mark Brandenburg wurde seit 1640 durch den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm schrittweise wieder aufgebaut. Unterbrochen wurde dieser Prozess in Brandenburg kurzzeitig durch den Einfall der Schweden von 1674 bis 1675. Der Große Kurfürst und General Georg von Derfflinger konnte jedoch entscheidende Siege bei Rathenow, Nauen und vor allem in der Schlacht von Fehrbellin erringen. Von 1701 bis 1946 teilte die Mark Brandenburg die politische Geschichte des preußischen Gesamtstaats. Historisch bildete Brandenburg (zusammen mit Berlin, das Teil Brandenburgs war) das Kernland Preußens – Brandenburg war nach 1815 die größte preußische Provinz. Berlin schied erst mit dem Groß-Berlin-Gesetz von 1920 aus der Provinz Brandenburg aus.

In der Endphase des Zweiten Weltkrieges besetzte nach schweren Abwehrkämpfen die Rote Armee das Territorium. Die Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie fielen an Polen (siehe auch Deutsch-Polnischer Grenzvertrag 1990).

Noch 1945 wurde die Provinz Brandenburg innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) gebildet. Diese bestand aus den Regierungsbezirken Potsdam und Frankfurt der ehemaligen preußischen Provinz Brandenburg, allerdings ohne die gesamte Neumark östlich der Oder. Im Herbst 1946 trat erstmals der brandenburgische Landtag zusammen. Im Gegensatz zu den übrigen Provinzen der SBZ konnte sich Brandenburg beim politischen Neuanfang auf keine Tradition eigener Parlamente oder Regierungen berufen, da die alte Provinz Brandenburg unmittelbar der preußischen Regierung unterstanden hatte. Im Juli 1947 erfolgte nach der Auflösung von Preußen die Umbenennung in Land Brandenburg mit einer Größe von 27.612 Quadratkilometern. Bereits 1949 verloren die Institutionen des Landes mit der Gründung der DDR weitgehend ihre Funktionen. 1952 wurde das Land im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR gänzlich aufgelöst und in die drei Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam aufgeteilt. Der Kreis Perleberg fiel an den Bezirk Schwerin, die Kreise Prenzlau und Templin an den Bezirk Neubrandenburg.

Am 3. Oktober 1990 wurde das Land Brandenburg neu gegründet, durch Zusammenlegung der Bezirke Cottbus (ohne die Kreise Hoyerswerda, Jessen und Weißwasser), Frankfurt (Oder) und Potsdam zuzüglich der Kreise Perleberg, Prenzlau und Templin. Am 26. Oktober 1990 trat der neue Brandenburgische Landtag zu seiner ersten Sitzung zusammen. Das Partnerland Brandenburgs zum Aufbau der neuen Strukturen war Nordrhein-Westfalen. Von 1990 bis 2002 prägte Ministerpräsident Manfred Stolpe die politische Entwicklung Brandenburgs. Im Mai 1996 entschieden sich die Brandenburger bei einer Volksabstimmung mit Mehrheit gegen eine Vereinigung der Länder Berlin und Brandenburg.

Verwaltungsgliederung[edit]

Landesverwaltung[edit]

Grundstrukturen[edit]

Die unmittelbare Landesverwaltung bilden in Brandenburg die Behörden, Einrichtungen und Landesbetriebe, in denen Mitarbeiter tätig sind, für die das Land Brandenburg selbst, d. h. „unmittelbar“ Dienstherr oder Arbeitgeber ist. Demgegenüber werden zur mittelbaren Landesverwaltung alle anderen Rechtsträger gerechnet, die eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen. Dies sind insbesondere Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, aber auch privatrechtliche Gesellschaften.

Die unmittelbare Landesverwaltung untergliedert sich sodann in die Bereiche, die der Landesregierung zugeordnet sind. Die Landtagsverwaltung, der Landesrechnungshof, die Beauftragte für den Datenschutz und das Recht auf Akteneinsicht sowie die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) sind zwar auch unmittelbare Landesverwaltung, aber dem Landtag rechtlich zugeordnet.

Die Organisation der unmittelbaren brandenburgischen Landesverwaltung, die der Landesregierung zugeordnet ist, regelt das Landesorganisationsgesetz (LOG).[35]

Zweistufiger Verwaltungsaufbau[edit]

Die brandenburgische Landesverwaltung ist zweistufig, d. h. es gibt keine Mittelbehörden.[36] Die erste Stufe der Landesverwaltung bilden gemäß § 8 LOG die Obersten Landesbehörden. Auf der zweiten Stufe befinden sich die Landesoberbehörden, die Unteren Landesbehörden, die Einrichtungen und die Landesbetriebe. Alle Behörden, Einrichtungen und Landesbetriebe der zweiten Stufe unterstehen unmittelbar der Dienst- und Fachaufsicht der Obersten Landesbehörden.

Gemäß § 11 Abs. 2 LOG sind die Landräte und Oberbürgermeister allgemeine untere Landesbehörden. Im Wege der Organleihe können ihnen staatliche Aufgaben der Landesverwaltung zur Wahrnehmung übertragen werden. Aufgabenträger ist in diesem Fall nicht der Landkreis oder die kreisfreie Stadt, sondern der Landrat oder Oberbürgermeister als Organ der Landesverwaltung. Die betroffenen Aufgaben gelten als nicht „kommunalisiert“.

Erste Stufe: Oberste Landesbehörden[edit]

Oberste Landesbehörden sind in Brandenburg:

Auch wenn in § 8 LOG nicht explizit regelt ist, welchen Status die Staatskanzlei als Behörde besitzt, so kann doch davon ausgegangen werden – was auch der Praxis entspricht –, dass sie eine Oberste Landesbehörde ist.

Zweite Stufe[edit]

Die zweite Stufe der Landesverwaltung bilden die Landesoberbehörden, die Unteren Landesbehörden, die Einrichtungen und die Landesbetriebe.

Landesoberbehörden[edit]

Landesoberbehörden sind:

  • das Polizeipräsidium (seit dem 1. Januar 2011).
  • die Zentrale Ausländerbehörde,
  • die Landeshauptkasse,
  • das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen,
  • das Landesamt für Mess- und Eichwesen Berlin-Brandenburg,
  • das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe,
  • das Landesamt für Soziales und Versorgung,
  • das Landesamt für Arbeitsschutz,
  • das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung,
  • das Landesjugendamt,
  • das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz,
  • das Landesamt für Bauen und Verkehr,
  • das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum.
Untere Landesbehörden[edit]

Untere Landesbehörden unterscheiden sich von Landesoberbehörden nur dadurch, dass sie nicht für das gesamte Landesgebiet zuständig sind (§ 11 Abs. 1). Die Bezeichnungen „Landesoberbehörde“ und „Untere Landesbehörde“ suggerieren zwar ein Stufenverhältnis, dies ist aber weder rechtlich noch tatsächlich gegeben. Landesoberbehörden üben grundsätzlich keine Dienst- und Fachaufsicht über Untere Landesbehörden aus, sondern stehen ihnen gleichwertig auf der zweiten Verwaltungsstufe.

Neben den allgemeinen unteren Landesbehörden (Landräte und Oberbürgermeister) gibt es die Sonstigen unteren Landesbehörden.

Nach Errichtung eines neuen Polizeipräsidiums für das Land Brandenburg mit Wirkung zum 1. Januar 2011 verfügt Brandenburg nur noch über zwei Typen von Sonstigen unteren Landesbehörden:

  • die Finanzämter (15 Finanzämter),
  • die staatlichen Schulämter (6 Schulämter).
Einrichtungen[edit]

Einrichtungen des Landes sind gemäß § 13 LOG rechtlich unselbstständige, organisatorisch abgesonderte Teile der Landesverwaltung auf der zweiten Stufe. Ihre Tätigkeit ist vorrangig auf die Unterstützung der Behörden im Land ausgerichtet. Seit sie auch hoheitliche Aufgaben wahrnehmen können, unterscheiden sie sich faktisch nur noch dadurch von den übrigen Landesbehörden, dass sie ohne Mitwirkung des brandenburgischen Landtags errichtet werden können.

Zur brandenburgischen Landesverwaltung gehört inzwischen eine Vielzahl von sehr kleinen Einrichtungen, wie der gemäß der EG-Dienstleistungsrichtlinie eingerichtete Einheitliche Ansprechpartner für das Land Brandenburg (EAPBbg) mit fünf Mitarbeitern, aber auch größere Einrichtungen wie die sechs Justizvollzugsanstalten des Landes.

Landesbetriebe[edit]

Seit Ende der 1990er Jahre wurden einige Landesbehörden und Einrichtungen in Landesbetriebe gemäß § 14 LOG umgewandelt. Landesbetriebe sind Einrichtungen (Errichtung ohne Mitwirkung des Parlaments), die mit betriebswirtschaftlichen Instrumenten arbeiten und über einen Wirtschaftsplan verfügen. Errichtet wurden:

Personal[edit]

Die Landesverwaltung, d. h. das Land Brandenburg, ist mit Abstand der größte Arbeitgeber in Brandenburg. Anfang 2010 waren über 50.300 Stellen im Landeshaushalt veranschlagt. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei über 55.000.

In den Jahren bis 2019 plant die Landesregierung den Personalbestand weiter zu reduzieren. Die aktuell gültige Personalbedarfsplanung für die brandenburgische Landesverwaltung[37] sieht vor, dass bis Ende 2014 der aus Landesmitteln finanzierte Stellenbestand auf 45.500 reduziert werden soll. Bis Ende 2018 soll eine Zielzahl von 43.000 erreicht werden. Die größte Gruppe unter den Beschäftigen bilden die Lehrer (über 16.600 Stellen im Jahr 2010). Es folgen die Polizisten mit rund 8800 Stellen. Die Zahl der Stellen der Polizei soll bis Ende 2018 auf 7.350 reduziert werden.[38]

Gemeindeumgliederungen 1992[edit]

Nach 1990 gab es einige Gebietsänderungen gemäß dem Staatsvertrag vom 9. Mai 1992, der am 1. Juli 1992 in Kraft trat. Die Gemeinden Bagemühl, Grünberg, Nechlin, Woddow, Wollschow-Menkin und die Stadt Brüssow des Kreises Pasewalk sowie die Gemeinden Fahrenholz, Güterberg, Jagow, Lemmersdorf, Lübbenow, Milow, Trebenow, Wilsickow, Wismar und Wolfshagen des Kreises Strasburg wurden in den bestehenden Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen aus dem Land Mecklenburg-Vorpommern ausgegliedert und in das Land Brandenburg eingegliedert. Zudem wurden die Gemeinden Besandten, Eldenburg, Lanz, Lenzen, Mellen und Wootz in den bestehenden Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen aus Mecklenburg-Vorpommern ausgegliedert und in das Land Brandenburg eingegliedert. Die Gemeinden Dambeck und Brunow sowie die Ortsteile Pampin und Platschow der Gemeinde Berge wurden in den bestehenden Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen aus dem Land Brandenburg ausgegliedert und in das Land Mecklenburg-Vorpommern eingegliedert.

Landkreise und kreisfreie Städte[edit]

Seit der Neubildung der Landkreise 1993 unterteilt sich Brandenburg in 14 Landkreise und vier kreisfreie Städte. Bei acht Landkreisen handelt es sich um sogenannte Sektoralkreise, die jeweils von der Grenze zu Berlin mit Ausnahme von Dahme-Spreewald bis an die äußere Landesgrenze reichen und somit Anteil am wirtschaftlich gedeihenden Berliner Umland und strukturschwachem ländlichen Raum haben. Die Namen der brandenburgischen Landkreise und Kreisstädte (im zweisprachigen Gebiet auch auf Niedersorbisch) und ihre Fahrzeugkennzeichen sind:

Berlin Polen Freistaat Sachsen Freistaat Thüringen Sachsen-Anhalt Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Frankfurt (Oder) Cottbus Potsdam Brandenburg an der Havel Landkreis Prignitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Landkreis Oberhavel Landkreis Uckermark Landkreis Barnim Landkreis Havelland Landkreis Potsdam-Mittelmark Landkreis Märkisch-Oderland Landkreis Teltow-Fläming Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Oder-Spree Landkreis Elbe-Elster Landkreis Oberspreewald-Lausitz Landkreis Spree-Neiße
Die Landkreise und kreisfreien Städte in Brandenburg
Stand am 31. Dezember 2011[39]
Landkreis Kreisstadt größte Stadt Einwohner Fläche (km²)
Barnim (BAR) Eberswalde Eberswalde 173.193 1494,33
Dahme-Spreewald (LDS)
Damna-Błota
Lübben (Spreewald)
Lubin (Błota)
Königs Wusterhausen 160.314 2261,09
Elbe-Elster (EE) Herzberg (Elster) Finsterwalde 107.649 1889,34
Havelland (HVL) Rathenow Falkensee 153.294 1717,15
Märkisch-Oderland (MOL) Seelow Strausberg 186.925 2127,99
Oberhavel (OHV) Oranienburg Oranienburg 202.162 1795,77
Oberspreewald-Lausitz (OSL)
Górne Błota-Łužyca
Senftenberg
Zły Komorow
Lübbenau/Spreewald 115.212 1216,65
Oder-Spree (LOS) Beeskow Fürstenwalde/Spree 177.047 2242,71
Ostprignitz-Ruppin (OPR) Neuruppin Neuruppin 99.125 2509,22
Potsdam-Mittelmark (PM) Bad Belzig Werder (Havel) 204.388 2575,05
Prignitz (PR) Perleberg Wittenberge 78.799 2123,31
Spree-Neiße (SPN)
Sprjewja-Nysa
Forst (Lausitz)
Baršć
Spremberg 120.178 1647,89
Teltow-Fläming (TF) Luckenwalde Ludwigsfelde 159.686 2092,08
Uckermark (UM) Prenzlau Schwedt/Oder 122.484 3058,08
Kreisfreie Städte
Brandenburg an der Havel (BRB) 71.149 228,80
Cottbus (CB)
Chóśebuz
99.913 164,28
Frankfurt (Oder) (FF) 58.537 147,61
Potsdam (P) 159.456 187,27

Regionen[edit]

Bruttoinlandprodukt pro Einwohner der Landkreise und kreisfreien Städte in Brandenburg aufgegliedert in die beiden NUTS-2-Regionen (bis 2010) bzw. fünf Planungsregionen.

Brandenburg wurde in den Fassungen der NUTS von 2003 und 2006 in zwei NUTS-2-Regionen gegliedert, seit der Fassung 2010 bildet das gesamte Bundesland wieder eine NUTS-2-Region.[40] Weiterhin ist das Land in fünf Planungsregionen (Regionale Planungsgemeinschaften) gegliedert, die räumlich Bundesraumordnungsregionen entsprechen und die sich aus den kreisfreien Städten und Landkreisen zusammensetzen, wie in der nachstehenden Übersicht angegeben (diese Regionen sind keine Verwaltungseinheiten):

Gemeinden und Städte[edit]

Das Land Brandenburg gliedert sich in insgesamt 418 Gemeinden, darunter 112 Städte, von denen vier Städte kreisfrei sind (Stand 1. Januar 2014). Zu den größeren Städten und Gemeinden zählen: (Einwohnerzahlen nach den Gebietsständen 2000 und 2010, in Klammern der amtliche niedersorbische Name[41])

Städte und Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern (2010) sind:

Stadt/Gemeinde Landkreis Einwohner
31. Dez. 2000
Gebietsstand 2000
Einwohner
31. Dez. 2000
Gebietsstand 2010
Einwohner
31. Dez. 2010
Gebietsstand 2010
Einwohner-
entwicklung
im Gebietsstand 2010
im engeren
Verflechtungsraum
Berlins
Potsdam ¹ kreisfreie Stadt 129.324 140.668 156.906 +11,54 % x
Cottbus (Chóśebuz) ¹ kreisfreie Stadt 108.491 113.618 102.091 −10,15 %
Brandenburg an der Havel ¹ kreisfreie Stadt 077.516 078.404 071.778 0−8,45 %
Frankfurt (Oder) kreisfreie Stadt 072.131 072.131 060.330 −16,36 %
Oranienburg ¹ Oberhavel 029.872 040.148 041.810 0+4,14 % x
Eberswalde ¹ Barnim 044.623 044.623 040.944 0−8,24 %
Falkensee Havelland 033.791 033.791 040.511 +19,89 % x
Bernau bei Berlin ¹ Barnim 024.861 033.086 036.338 0+9,83 % x
Schwedt/Oder ¹ Uckermark 039.683 042.261 034.035 −19,46 %
Königs Wusterhausen ¹ Dahme-Spreewald 017.262 031.522 033.981 0+7,80 % x
Fürstenwalde/Spree Oder-Spree 034.044 034.044 032.468 0−4,63 % x
Neuruppin Ostprignitz-Ruppin 032.598 032.598 031.599 0−3,06 %
Eisenhüttenstadt Oder-Spree 041.493 041.493 031.132 −24,97 %
Senftenberg (Zły Komorow) ¹ Oberspreewald-Lausitz 024.740 031.374 026.530 −15,44 %
Strausberg Märkisch-Oderland 026.221 026.221 026.206 0–0,06 % x
Hennigsdorf Oberhavel 026.306 026.306 025.909 0−1,51 % x
Blankenfelde-Mahlow ¹ (Gemeinde) Teltow-Fläming 010.241 021.307 025.718 +20,70 % x
Rathenow ¹ Havelland 026.639 028.811 025.301 −12,18 %
Hohen Neuendorf ¹ Oberhavel 018.922 019.338 024.384 +26,09 % x
Spremberg (Grodk) ¹ Spree-Neiße 026.230 028.160 024.373 −13,45 %
Ludwigsfelde ¹ Teltow-Fläming 023.031 024.183 024.044 0–0,57 % x
Werder (Havel) ¹ Potsdam-Mittelmark 015.115 022.218 023.017 0+3,60 % x
Teltow Potsdam-Mittelmark 017.938 017.938 022.538 +25,64 % x
Wandlitz ¹ (Gemeinde) Barnim 004.547 018.494 021.704 +17,36 % x
Forst (Lausitz) (Baršć) Spree-Neiße 024.309 024.309 020.618 −15,18 %
Luckenwalde Teltow-Fläming 022.389 022.389 020.471 0−8,57 %
Prenzlau ¹ Uckermark 020.617 022.737 020.078 −11,69 %

¹ Im Zeitraum nach 2000 fanden Eingemeindungen und Ortszusammenschlüsse statt

Länderfusion Berlin-Brandenburg[edit]

Metropolregion auf der Gesamtfläche der Bundesländer Berlin und Brandenburg
Hauptartikel: Berlin-Brandenburg

1996 fand ein Volksentscheid über einen Staatsvertrag zur Fusion von Brandenburg und Berlin statt. In Brandenburg wurde die erforderliche Mindestzustimmung (Quorum) von 25 % der Wahlberechtigten nicht erreicht. Zudem gab es eine Mehrheit von Nein-Stimmen. Als Hauptargument gegen die Fusion wurden in Brandenburg die befürchtete Nichtbeachtung Brandenburger Interessen aufgrund der zahlenmäßigen Unterlegenheit genannt.

Die von dem späteren brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck lange befürwortete Alternative eines Nord-Ost-Landes inkl. Mecklenburg-Vorpommern und der sachsen-anhaltischen Altmark und damit einer ländlichen Mehrheit wurde nie ernsthaft verfolgt. Auch den Vorschlag eines Länderrates, einer Art Mini-Bundesrat, besetzt nach einem Flächenschlüssel, hat die Brandenburger Landesregierung nie in die Verhandlungen mit Berlin eingeführt.

Jedoch gibt es bereits jetzt eine Vielzahl von Bestrebungen, die letztlich auf eine Fusion der beiden Länder hinauslaufen, zu der sich grundsätzlich die Regierungschefs beider Länder bekannt haben. Viele Landeseinrichtungen bekamen eine gemeinsame Berlin-Brandenburger Leitung. So wurden der SFB und der ORB zum RBB sowie die Deutsche Rentenversicherung Berlin und die Deutsche Rentenversicherung Brandenburg zum 1. Mai 2006 zur Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg fusioniert. Des Weiteren wurden die Oberverwaltungsgerichte beider Länder zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg und die statistischen Landesämter zum Amt für Statistik Berlin-Brandenburg zusammengelegt. Auch die Lehrkräftefortbildung (LISUM) und die sozialpädagogische Fortbildung (SFBB) wurden in gemeinsame Landesinstitute überführt.

Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg hat bereits vor dem Volksentscheid, am 1. Januar 1996, ihre Arbeit als gemeinsame oberste Landesplanungsbehörde aufgenommen. Berlin und Brandenburg engagieren sich darüber hinaus seit 2006 gemeinsam in der Oder-Partnerschaft, einem informellen Kooperationsnetzwerk von je vier an der deutsch-polnischen Grenze gelegenen Ländern und Woiwodschaften.

Wirtschaft[edit]

Brandenburgs Wirtschaft hat sich in den ersten Jahren nach 1989 einen Schwerpunkt entlang der Autobahn A 10 aufgebaut sowie in den gesicherten industriellen Kernen wie im Süden des Landes.

Bei Eisenhüttenstadt, in Hennigsdorf und in Brandenburg an der Havel befinden sich Stahlwerke, in Brandenburg zudem ein Druckmaschinenwerk der Heidelberger Druckmaschinen AG und ein Getriebewerk der ZF Friedrichshafen. Eine Triebwerk-Produktionsfabrik der Firma Rolls-Royce befindet sich in Dahlewitz im Landkreis Teltow-Fläming. Weiterhin befindet sich südlich von Berlin viele Logistikfirmen sowie im Industriegebiet Ludwigsfelde ein Mercedes-Benz Autowerk, der Flugmotorenhersteller MTU Aero Engines und ein VW-Ersatzteilewerk. Im Wirtschaftskern „Weslausitz“, nicht mit der ursprünglichen Bezeichnung für die Weslausitz zu verwechseln, gibt es um Finsterwalde und Lauchhammer seit jeher metallverarbeitende Unternehmen der Trenn- und Fügetechnik wie Kjellberg Finsterwalde, Tagebaugerätetechnik wie TAKRAF und in der Elektrotechnik wie dem Windkraftanlagenhersteller Vestas.

In Schwedt/Oder im Nordosten Brandenburgs befindet sich ein industrieller Schwerpunkt mit einer Erdölraffinerie (PCK Raffinerie GmbH) und zwei Papierfabriken. In Wittenberge ist mit dem Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn dort der wichtigste Arbeitgeber ansässig.

Im Süden Brandenburgs befinden sich in der chemischen Industrie die (BASF) Schwarzheide sowie die Vattenfall Europe AG mit dem Betrieb mehrerer Braunkohletagebaue, um die Großkraftwerke wie das Kraftwerk Jänschwalde oder Schwarze Pumpe (Gesamtleistung: rund 5000 MW) zu versorgen.[42]

Forschungsschwerpunkt in der Region Potsdam, der Wissenschaftspark Albert Einstein

In der Region um die Landeshauptstadt Potsdam befindet sich ein Schwerpunkt für forschungsnahe Unternehmen aufgrund mehrerer Forschungsinstitute. Die Region ist laut einer Untersuchung der Boston Consulting Group, A. T. Kearney und BioCom der führende Biotech-Standort in Deutschland und zählt mit insgesamt 160 Unternehmen und 3200 direkt Beschäftigten zu den bedeutendsten Biotechnologiestandorten in Europa.[43] So ist Brandenburg Spitzenreiter beim Anbau von Gentechnik-Mais, von den 2007 gemeldeten Anbaufläche für Gen-Mais in Deutschland befinden sich 99 Prozent der Anbaufläche in den ostdeutschen Bundesländern und davon 50,2 in Brandenburg. (Stand: 28. September 2007)[44]

Der Tourismus in Brandenburg hat sich seit den ersten Jahren dieses Jahrtausends etabliert.

Zur Förderung von ausgewählten zukunftsorientierten Wirtschaftsbranchen wurden 15 Regionale Wachstumskerne aus 26 Städten und Gemeinden gebildet.

Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte Brandenburg im Jahr 2004 einen Index von 81,4 (EU-27: 100).[45] Der Vergleich der Bundesländer ergab 2006 gemäß einer Studie der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft folgende Stärken und Schwächen in Brandenburg: Zu den Stärken zählen geringe Hebesätze der Gewerbesteuer, ein hoher Anteil an Unternehmungsgründungen und eine hohe Investitionsquote der öffentlichen Haushalte. Zudem war der Zuwachs der öffentlichen Schulden geringer als im Bundesschnitt und die Wissenschaftsausgaben wurden erhöht, während sie im Bundesschnitt sanken. Zu den Schwächen zählen unter anderem das relativ geringe Ausbildungsplatzangebot, die Rolle der Bürokratie und die geringere Arbeitsproduktivität.[46]

Trotz der seit 2006 einsetzenden Entspannung auf dem Arbeitsmarkt weist Brandenburg noch immer eine bundesweit überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit auf. Innerhalb des Bundeslandes bestehen zum Teil erhebliche regionale Unterschiede. Während der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit einer Quote von 7,6 % und die kreisfreie Stadt Potsdam mit 7,9 % annähernd den Bundesdurchschnitt erreichen, beträgt die Arbeitslosenquote im Landkreis Uckermark 15,1% (Juni 2014) und ist damit die höchste Quote bundesweit (im September 2007 aber noch 21,1 %).[47] Laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg betrug das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2010 55,8 Milliarden Euro.

Die zehn wichtigsten Standorte sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sind (Arbeitsortangaben):[48]

Stadt sozialvers.
Beschäftigte
30. Juni 2012
Veränderung
seit
30. Juni 2007
Pendlersaldo
30. Juni 2012
Arbeitsplatzdichte1
Potsdam 77.916 + 11,30 % + 17.190 764
Cottbus 44.392 − 3,50 % + 9.715 685
Frankfurt (Oder) 28.016 + 0,04 % + 7.562 731
Brandenburg an der Havel 27.076 + 6,84 % + 1.915 609
Eberswalde 16.124 + 3,05 % + 3.133 663
Oranienburg 15.389 + 18,78 % − 678 581
Neuruppin 14.600 + 6,95 % + 3.390 744
Schönefeld 13.938 + 28,19 % + 8.605 1595
Fürstenwalde 12.640 + 5,54 % + 1.707 638
Ludwigsfelde 12.261 + 5,15 % + 1.844 797
1 Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro 1000 Einwohner im Alter zwischen 18 und 64; Zahlen zum 9. Mai 2011 gemäß Zensus 2011.[49]

Landwirtschaft[edit]

Brandenburg besitzt bei einer Gesamtfläche von rund 2,95 Millionen Hektar 1.319.600 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Die durchschnittliche Betriebsfläche ist mit 238 Hektar im deutschlandweiten Vergleich sehr groß.[50] Großbetriebe mit über 1.000 Hektar bewirtschaften über 70 % der brandenburgischen Ackerflächen. Zu ihnen gehören beispielsweise KTG Agrar, die Lindhorst-Gruppe sowie die Steinhoff Familienholding.[51]

Energie[edit]

2011 betrug die Bruttostromerzeugung insgesamt 52.505 Gigawattstunden. Die Energie aus Braunkohle bildet mit 65 % den größten Anteil an der Stromerzeugung bzw. 34.114 Gigawattstunden. Der Bruttostromverbrauch betrug 2011 21.048 GWh.[52] Mit dem Kernkraftwerk Rheinsberg entstand 1960 das erste wirtschaftlich genutzte Kernkraftwerk der DDR; es wurde 1990 als erstes der deutschen Kernkraftwerke stillgelegt. Die Energiewirtschaft ist bisher noch stark von der Braunkohle geprägt, auf die rund die Hälfte des Primärenergieverbrauchs entfällt. Das Kraftwerk Schwarze Pumpe und das Kraftwerk Jänschwalde gehören zu den größten Braunkohlekraftwerke Deutschlands.

Brandenburg ist ein bedeutender Windenergiestandort. Ende 2011 waren Windkraftanlagen mit einer kumulierten Leistung von 4600 MW installiert, die in der Lage waren rund 48 % des Nettostrombedarfes des Landes zu decken. In Frankfurt (Oder) befinden sich mehrere Solarfabriken, der Ort will sich als Solarstadt profilieren, was sich durch den Konkurrenzkampf sehr erschwert hat.

Im Januar 2012 veröffentlichte die brandenburgische Landesregierung ihren Entwurf einer „Energiestrategie 2030“. Für die zukünftige Energieversorgung setzt das Flächenland auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Regierung will einen Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch von mindestens 50 Prozent bis 2030 erreichen. Gleichzeitig soll der Endenergieverbrauch um 23 Prozent sinken. Ziel ist es, die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen bis zu diesem Zeitpunkt um 72 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Die Brandenburger Klimaschutzziele reichen somit weiter als die des Bundes. Umweltverbände und Teile der Opposition kritisieren, dass die Landesregierung nach wie vor an der unflexiblen Braunkohleverstromung festhält, anstatt auf Gaskraftwerke als Übergangstechnologie zu setzen. Sie bezweifeln, dass die formulierten Klimaschutzziele mit dem bestehenden Konzept überhaupt erreichbar sind.[53] Rund ein Fünftel der gesamten deutschen Biodiesel- sowie mehr als 50 Prozent der Bioethanolkapazitäten befinden sich in Brandenburg.[54]

Im Bundesländervergleich „Erneuerbare Energien“ belegte Brandenburg im Jahr 2012 den ersten Platz. Nach der Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg aus dem Jahr 2012 sollen Erneuerbare Energien in Brandenburg ihren Anteil am Primärenergieverbrauch von 15,6 % im Jahr 2010 bis 2020 auf 20 % und bis 2030 auf 32 % erhöhen. Brandenburg gehört sowohl bei der Nutzung Erneuerbarer Energien als auch bei der Anlagenherstellung zu den führenden Ländern.[55]

Verkehr[edit]

Brandenburgs Hauptverkehrswege laufen sternförmig auf Berlin zu. Dies gilt sowohl für die wichtigen Eisenbahnstrecken, als auch für wichtige Straßen und Wasserstraßen.

Schienenverkehr[edit]

Zug der RE-Linie 5 im Bahnhof Kargow
Karte der Flughäfen und Landeplätze in Berlin-Brandenburg

Im Schienenverkehr sind die meisten Eisenbahnstrecken durch den Berliner Außenring verbunden, welcher sich zum größten Teil in Brandenburg befindet. In den letzten Jahren wurden aufgrund der dünnen Besiedelung des Landes, den Sparmaßnahmen des Landes Brandenburg und der stetig wachsenden Zahl an PKWs eine erhebliche Zahl an Schienenstrecken und an Schieneninfrastruktur (vor allem viele kleinere Bahnhöfe, Nebengleise usw.) stillgelegt und meist abgebaut. Aber auch an größeren Bahnhöfen wurden und werden im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen viele Gleise zurückgebaut und der Betrieb stark vereinfacht. Auch wurden erhebliche Personaleinsparungen durch Automatisierung (von Bahnübergängen) durchgeführt. So gibt es mittlerweile viele Streckenabschnitte von über 20 km Länge ohne Zwischenhalt (wie beim RE 5), da dort nur noch langlaufende RE-Linien verkehren. Auf vielen kleineren Strecken wird der Schienenpersonennahverkehr mittlerweile von Privatbahnen durchgeführt; so haben sich in Brandenburg die Eisenbahngesellschaft Potsdam, die Niederbarnimer Eisenbahn und vor allem die Ostdeutsche Eisenbahn im Laufe der Zeit etabliert.

Im öffentlichen Personennahverkehr haben sich alle Verkehrsunternehmen Brandenburgs und Berlins zum Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zusammengeschlossen, um eine einheitliche Verkehrsstruktur im öffentlichen Personennahverkehr und einheitliche Tarife in der Region zu gewährleisten. Es wurden im Jahr 2013 1,321 Milliarden Fahrgäste befördert.

Straßenverkehr[edit]

Im Straßenverkehr beginnen fast alle Autobahnen im Land Brandenburg auf dem „Berliner Ring“ genannten Autobahnring Bundesautobahn 10, der größtenteils durch Brandenburger Gebiet verläuft. Des Weiteren verlaufen mehrere Bundes- und Europastraßen durch das Land Brandenburg. Im Jahr 2004 gab es 86.409 Neuzulassungen für Kfz in Brandenburg. Die Autobahnen im Land Brandenburg sind:

  • A 2 Berliner Ring/Dreieck Werder – Magdeburg – Hannover – Dortmund – Oberhausen
  • A 9 Berliner Ring/Dreieck Potsdam – Leipzig – Nürnberg – München
  • A 10 Berliner Ring
  • A 11 Berliner Ring/Dreieck Schwanebeck – Prenzlau – Grenzübergang PL – Stettin/Szczecin
  • A 12 Berliner Ring/Dreieck Spreeau – Frankfurt (Oder) – Grenzübergang PL – Posen/Poznań – Warschau/Warszawa
  • A 13 Berliner Ring/Kreuz Schönefeld – Dreieck Spreewald/A 15 – Dresden
  • A 15 Dreieck Spreewald/A 13 – Cottbus – Grenzübergang PL – Liegnitz/Legnica – Breslau/Wrocław
  • A 19 Dreieck Wittstock (Dosse)/A 24 – Rostock
  • A 20 Kreuz Uckermark/A 11 und B 166 – Stralsund – Rostock – Lübeck
  • A 24 Berliner Ring/Dreieck Havelland – Hamburg
  • A 111 Berliner Ring/Kreuz Oranienburg – Berlin-Reinickendorf – Dreieck Charlottenburg/Stadtring A 100
  • A 113 Berliner Ring/Kreuz Schönefeld – Dreieck Waltersdorf – Berlin-Adlershof – Dreieck Neukölln/Stadtring A 100
  • A 114 Berliner Ring/Dreieck Pankow – Berlin-Pankow
  • A 115 Berliner Ring/Dreieck Nuthetal – Berlin-Zehlendorf – Dreieck Funkturm/Stadtring A 100
  • A 117 Dreieck Waltersdorf/A 113 – Berlin-Treptow

Schiffsverkehr[edit]

Die Havel in Brandenburg an der Havel

Die Binnenschifffahrt und der Wasserverkehr durch zahlreiche Kanäle sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Teile des Landes und haben überregionalen Charakter. Die Wasserstraßen werden sowohl für den Warentransport als auch für Personenbeförderung im Tourismus genutzt. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Autofähren, so an der Elbe und der Havel.

Flugverkehr[edit]

Der bedeutendste Flughafen des Bundeslandes ist der Flughafen Berlin-Schönefeld. Dieser soll demnächst zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ausgebaut werden. Daneben gibt es unter anderem den größeren Flugplatz Cottbus-Drewitz und die kleineren wie den Lausitzflugplatz Finsterwalde/Schacksdorf und Neuhardenberg.

Kultur und Natur[edit]

Kulturgeschichte[edit]

Theodor Fontane, der „Dichter der Mark Brandenburg“ (Wanderungen durch die Mark Brandenburg), Denkmal in Neuruppin

Das heutige Bundesland Brandenburg war lange Zeit der historische Kern des preußischen Staates und damit ein Anziehungspunkt für Zuwanderer. Durch die Toleranzpolitik in religiösen Fragen seit dem Edikt von Potsdam entwickelte sich auch ein starker kultureller Einfluss der zugewanderten Personen, insbesondere der französischen Hugenotten. Aus den verschiedenen Zeitepochen blieben zahlreiche repräsentative Schlösser, Burgen, Kirchen sowie aufwendig gestaltete Parkanlagen erhalten. Zu den bedeutendsten gehören (Auswahl):

Die Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, die historischen Stadtkerne mit ihrer Bausubstanz vor dem weitergehenden Verfall zu bewahren und mit neuem Leben zu füllen. Derzeit (Stand: Januar 2007) gehören 31 Städte der Arbeitsgemeinschaft an. Zu den ältesten Städten zählen unter anderem Brandenburg an der Havel (948 erstmals erwähnt), Potsdam (993), Beelitz oder Bad Belzig (997), Doberlug (1005) und Jüterbog (1007).

Es gibt zahlreiche Persönlichkeiten, die mit Brandenburg verbunden sind. Zu ihnen zählt der Schriftsteller Theodor Fontane, der mit den Wanderungen durch die Mark Brandenburg eine bedeutende literarische Hommage an seine Heimat geschaffen hat oder Heinrich von Kleist. Ebenfalls in Brandenburg geboren und dort tätig waren unter anderem Karl Friedrich Schinkel, Wilhelm von Humboldt, zahlreiche Könige wie Friedrich Wilhelm III. Der Architekt Konrad Wachsmann begann in Jüterbog mit dem Haus für Dr. Estrich und in Caputh mit dem Haus für Albert Einstein seine Karriere.

Naturschutzgebiete[edit]

Wasserschloss Fürstlich Drehna im Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Der Naturschutz hat im Land Brandenburg eine hohe Priorität, im Jahre 2002 sind im Land 15 sogenannte Großschutzgebiete ausgewiesen, darunter eines als Nationalpark, drei als Biosphärenreservate der UNESCO und elf als Naturparks. Insgesamt nehmen die Großschutzgebiete rund ein Drittel der Landesfläche ein.

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg setzt sich für die Bewahrung der Brandenburgischen Naturlandschaften ein.

UNESCO-Welterbe[edit]

Schloss Sanssouci in Potsdam – Teil des Weltkulturerbes

Die Schlösser, Gärten und Parks der Potsdamer Kulturlandschaft, zu denen auch das Schloss Sanssouci gehört, wurden 1990 in die Liste der UNESCO-Welterbe aufgenommen.[56] Insgesamt erstreckt sich das Welterbe auf rund 500 ha Parkanlagen mit 150 Gebäuden aus der Zeit von 1730 bis 1916. Die Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft ist damit die größte der deutschen Welterbestätten.

2011 wurden Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland in die Welterbeliste aufgenommen. Neben anderen ist hierbei der Buchenwald im Grumsiner Forst im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin zum Teil des Weltnaturerbes erklärt worden. Hier befinden sich ausgeprägt Flattergras-Buchenwälder, die als Reste der großflächigen Buchenbestände, die es früher in Mitteleuropa gegeben hat, gelten und er ist ein Rückzugsgebiet seltener Tierarten wie dem Schreiadler oder dem Schwarzstorch.

Tourismus[edit]

Hauptartikel: Tourismus in Brandenburg

Der Tourismus in Brandenburg wird bestimmt durch die vielseitige Landschaft, die historischen Stadtkerne, die wald- und wasserreichen Großschutzgebiete und die Sehenswürdigkeiten wie die Schlösser und Burgen. Da der Tourismus in den letzten Jahren hohe Wachstumsraten hatte, wird aus dem Kulturangebot auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Sehenswürdigkeiten[edit]

Kunst[edit]

Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus (dkw.) zeigt Moderne Kunst der Gattungen Malerei, Skulptur/Objekt, Grafik, Fotografie und Plakatkunst auf rund 1.250 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Dieselkraftwerk in Cottbus und beherbergt einen Sammlungsbestand von mehr als 23.000 Objekten. Seit Mitte der 1990er Jahre bilden Ausstellungen und Erwerbungen zum Themenkreis Landschaft / Raum / Natur / Umwelt den Schwerpunkt der Sammlung. Konzerte, Theaterveranstaltungen sowie die Nutzung einer Kreativwerkstatt ergänzen das Ausstellungsprogramm. Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus ist Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus.[57]

Außerdem existiert in Brandenburg eine rege Kunstszene mit festen Veranstaltungen:

  • Offene Ateliers jährlich Anfang Mai (Gesamtkoordination durch den Kulturland Brandenburg e. V.)
  • Brandenburgischer Kunstpreis (Märkische Oderzeitung)
  • Kunstloose Tage im Oderbruch

Theater[edit]

Das Staatstheater Cottbus ist das einzige Mehrspartentheater des Landes Brandenburg. Die Sparten Oper/Ballett, Schauspiel und ein Philharmonisches Orchester verfügen über ein jeweils eigenes Ensemble. Das Haus wurde 1908 als Stadttheater eröffnet und 1991 zum Staatstheater ernannt. Seit 2004 ist es Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus. Spielstätten des Staatstheaters sind das Große Haus am Schillerplatz, die Kammerbühne sowie die Theaterscheune Ströbitz.[58]

Musik[edit]

Die Brandenburger Symphoniker gehören als ältester bestehenden Klangkörper des Landes zu den herausragenden kulturellen Einrichtungen Brandenburgs. Gegründet wurde das Orchester 1810 von hochrangigen preußischen Militärmusikern aus den Füsiliere- und Grenadier Regimentern. Ab 1866 nannte sich das erfolgreiche Musikensemble Orchester des Brandenburger Theaters. Nach der Deutschen Wiedervereinigung bekam das Orchester den Namen "Brandenburger Symphoniker".

Die Brandenburger Symphoniker sind mit ihren Veranstaltungen ein wichtiger Bestandteil des Brandenburger Kulturlebens. Ihre regelmäßig ausverkauften Sinfoniekonzerte und Sonderkonzerte sind feste Programmpunkte im Kulturleben der ganzen Region. Das Orchester wirkt nicht nur als Sinfonieorchester, sondern auch bei Opernaufführungen und spielt seit Jahren bei den Opernproduktionen der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Regelmäßig treten die Brandenburger Symphoniker u. a. in Berlin (Konzerthaus, Philharmonie), Potsdam (Nikolaisaal), Frankfurt/Oder (Kleistforum), Stendal (Theater der Altmark) sowie in anderen Städten des Landes Brandenburg auf, gastieren aber auch im ganzen Bundesgebiet und im Ausland. So führten Gastspiele das Orchester in die USA, nach Japan, Südafrika, Spanien und China. Die Brandenburger Symphoniker sind regelmäßiger Gast beim Festival MúsicaMallorca in Palma de Mallorca.

Das 1997 gegründete Jacaranda Ensemble ist ein Instrumentalensemble, das sich aus fünf Musikern und Solisten der Brandenburger Symphoniker zusammensetzt. Das Ensemble möchte mit seiner Musik eine Brücke zwischen den Kulturen der Welt bauen. Konzertreisen führten das Jacaranda Ensemble durch ganz Europa, die USA und Asien. 2013 wurde dem Jacaranda Ensemble von der Landesregierung Brandenburg der Kunstförderpreis des Landes Brandenburg verliehen.

Das Philharmonische Orchester des Staatstheater Cottbus ist eines der bedeutendsten des Bundeslandes. Es gründete sich 1912 als theatereigenes Orchester und wurde 1988 zum Philharmonischen Orchester ernannt. Hauptsächlich wirkt das Orchester in Opern, Operetten, Philharmonischen Konzerten und Kammerkonzerten. Die Musiker pflegen eine historische Aufführungspraxis im Rahmen des „Bach Consort“ und stellen auch ihre solistischen Qualitäten in Konzerten unter Beweis. Neue Musik und Musikvermittlung nehmen in ihrer Arbeit einen besonderen Platz ein.[59]

Regelmäßige Veranstaltungen[edit]

Beim Baumblütenfest in Werder, dem größten Volksfest in Brandenburg
Festumzug beim Sängerfest in Finsterwalde

Zu den größten und bekanntesten Veranstaltungen im Land Brandenburg gehört das Baumblütenfest in Werder. Es zieht jedes Jahr über 500.000 Besucher an und zählt damit zu den größten Volksfesten in Deutschland. Das erste Fest fand bereits im März 1879 statt und wird seitdem regelmäßig zur Zeit der Baumblüte begangen. Das Fest ist bekannt für seine zahlreichen Obstweine.

Ebenfalls weit bekannt ist die Potsdamer Schlössernacht, die jährlich im Park Sanssouci stattfindet. Die Veranstaltung wird begleitet von barocken Kostümen, klassischen Musikfestspielen und einem Feuerwerk zum Abschluss. Die Nachfrage nach Eintrittskarten kann nicht immer befriedigt werden.

Zudem finden zahlreiche weitere regionale Veranstaltungen statt, wie das Havelfest in der Stadt Brandenburg an der Havel mit 200.000 Besuchern, das Sängerfest in Finsterwalde mit über 100.000 Besuchern zweijährlich, die Kleistfesttage in Frankfurt (Oder) sowie das Bassewitzfest Kyritz. Einmal jährlich wird in Rheinsberg ein deutschlandweites Turnier, der Deutschlandpokal im Rollstuhltanz ausgerichtet.[60]

Seit 1998 werden unter der Dachmarke Kulturland Brandenburg verschiedene Projekte innerhalb des Bundeslandes zu einem Thema gefördert. Diese waren in der Vergangenheit unter anderem Landschaft und Gärten (2004), 1000 Jahre Christentum (2005), Baukultur (2006), Fokus Wasser (2007), sowie Provinz und Metropole (2008).

Seit 1995 feiert das Land regelmäßig einen Brandenburg-Tag. Er fand erstmals am 30. September 1995 in Cottbus statt. Im Folgenden sind die Austragungsorte mit den jeweiligen Jahren angegeben:

Brandenburger Küche[edit]

Hauptartikel: Brandenburger Küche

Die Brandenburger Küche ist überwiegend rustikal geprägt. Da die Landwirtschaft traditionell verbreitet ist, werden bevorzugt frische, regionale Produkte verarbeitet. Die Brandenburger Küche ist wegen der zahlreichen größeren und kleinen Gewässer sehr reich an Fisch, vor allem Hecht, Zander, Aal und Karpfen. Auch die Kartoffel ist ein unverzichtbarer Bestandteil, seit Friedrich der Große der Kartoffel in Brandenburg per Kartoffelbefehl zum Durchbruch verholfen hat. Eine Spezialität der Niederlausitz sind Plinsen, eine Form von Eierkuchen. Spezialitäten der Uckermark sind Wruken (Kohlrübeneintopf), Kloppschinken (Klopfschinken), Wutschnudln (Kartoffeln) und Schlachteplatte. Aus der Prignitz stammt der Knieperkohl, ein dem Sauerkraut ähnliches Sauergemüse.

Berühmt ist die Eiskombination Fürst-Pückler, die sich aus den drei klassischen Sorten Erdbeere, Vanille und Schokolade zusammensetzt. Sie ist nach Fürst Hermann von Pückler-Muskau benannt und stammt von einem preußischen Hofkoch, der Pückler 1839 in seinem Kochbuch ein dreischichtiges Sahneeis widmete. Ebenfalls weit bekannt ist der Beelitzer Spargel aus dem größten Spargelanbaugebiet in Brandenburg und die Spreewälder Gurken. Außerdem gilt noch Quark mit Leinöl als eine Spezialität der Niederlausitz, wozu meist Pellkartoffeln serviert werden.

Bildung[edit]

Allgemeinbildende Schulen[edit]

Hauptartikel: Schulwesen in Brandenburg

Im Land Brandenburg gibt es zurzeit (Schuljahr 2011/2012) 864 Schulen (ohne Hochschulen), welche von rund 220.000 Schülern besucht werden. Im Schuljahr 2004/2005 waren es noch 327.157 Schüler. Die Zahl der Lehrkräfte blieb in dem Zeitraum trotz sinkender Schülerzahlen relativ konstant und beträgt zurzeit rund 19.000.

Das Brandenburger Schulwesen gliedert sich in eine sechsjährige Grundschule, in deren Anschluss der Schüler auf eine Oberschule, Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe oder ein Gymnasium wechseln kann.

Mit dem Oberstufenzentrum gibt es zudem eine Schulform, die Fachschule, Fachoberschule, Berufsschule und berufliches Gymnasium in sich vereint. Für Schüler mit speziellem Förderbedarf gibt es zudem noch Förderschulen mit verschiedenen Schwerpunkten. Seit dem Schuljahr 2012/13 existiert das Projekt „Inklusive Grundschule“, das Förderschulen Schritt für Schritt ablösen soll.

Hochschulen[edit]

Im Land Brandenburg gibt es drei Universitäten, daneben sechs Fachhochschulen, die sich im Land Brandenburg auch bloß Hochschule nennen dürfen, sowie zwei Verwaltungsfachhochschulen und eine Kunsthochschule, die sich alle in öffentlicher Hand befinden. Daneben gibt es noch drei Hochschulen in privater Trägerschaft. Für die Studierenden aller dieser Hochschulen sind entweder das Studentenwerk Potsdam oder das Studentenwerk Frankfurt (Oder) zuständig. Im Wintersemester 2011/2012 waren insgesamt 51.676 Studierende eingeschrieben. Brandenburg wirbt für ein Studium im Land unter anderen damit, dass es keine Studiengebühren erhebt, dass es nur für wenige Fächer einen Numerus clausus gibt und dass es aufgrund des relativ jungen Alters vieler Hochschulen besonders moderne Lern- und Arbeitsbedingungen bieten kann. Darüber hinaus beteiligt sich das Land an der Kampagne „Studieren in Fernost“, die das Ziel verfolgt mehr Studierende aus den alten Bundesländern ins Land zu locken.

Sport[edit]

Turbine Potsdam gewinnt den UEFA Women’s Cup

Zu den bekanntesten Sportvereinen im Land Brandenburg zählt der 1. FFC Turbine Potsdam in der Fußball-Bundesliga der Frauen. Zu den Erfolgen zählen unter anderem die mehrfache deutsche Meisterschaft, der Sieg beim UEFA Women’s Cup und der mehrfache DFB-Pokal-Sieg. Der Verein FC Energie Cottbus ist der bekannteste Männerfußballverein, er spielt wechselnd in der Bundesliga und 2. Bundesliga. Zu den größten Erfolgen zählt auch das Erreichen des DFB-Pokal-Finales im Jahre 1997. Im Jahre 2014 stieg Cottbus aus der 2. Bundesliga in die 3. Liga ab ab, und spielt seit über 20 Jahren nicht mehr in einer der ersten beiden Ligen.

Im Handball ist der Frankfurter Handball Club ein bekannter Verein. Er war mehrfach DDR-Meister, Pokalsieger und Deutscher Meister. Doch auch dieser stieg 2013 durch Insolvenz in die dritte Liga ab.

Zu den bekannteren Sportlern aus Brandenburg zählen die Boxer Henry Maske und Axel Schulz, die Schwimmerin und Olympiasiegerin Britta Steffen, die Kanurennsportlerin und erfolgreichste deutsche Olympionikin der Sportgeschichte Birgit Fischer, die Judoka Yvonne Bönisch, die Judoka und Sumokämpferin Sandra Köppen und der Kugelstoßer Udo Beyer sowie der aus Kyritz stammende Speedway-Profi Christian Hefenbrock.

Ein Olympiastützpunkt befindet sich im Land Brandenburg mit den drei Teilstandorten in Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam, und es gibt mehrere Sport-Eliteschulen im Land.

Auf dem EuroSpeedway Lausitz finden insbesondere Motorsportveranstaltungen statt.

Feiertage[edit]

Neben den bundesweit gültigen Feiertagen Neujahr, Karfreitag, Ostern, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Tag der Deutschen Einheit und Weihnachten ist in Brandenburg der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag.

Siehe auch[edit]

 Portal: Brandenburg – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Brandenburg

Literatur[edit]

  • Matthias Asche: Neusiedler im verheerten Land – Kriegsfolgenbewältigung, Migrationssteuerung und Konfessionspolitik in Zeichen des Landeswiederaufbaus – Die Mark Brandenburg nach den Kriegen des 17. Jahrhunderts. Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG, Münster 2006, ISBN 3-402-00417-8 (19+874 Seiten, Abbildungsteil).
  • Friedrich Beck, Eckart Henning (Hrsg.): Brandenburgisches Biographisches Lexikon. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2002, ISBN 3-935035-39-X.
  • Iris Berndt: Sächsisches Brandenburg. Eine Spurensuche, Sandstein Verlag, Dresden 2014 ISBN 978-3-95498-070-3
  • Christiane Büchner, Jochen Franzke: Das Land Brandenburg. Kleine politische Landeskunde. 4. überarbeitete Auflage. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Potsdam 2005, ISBN 3-932502-09-4.
  • Lieselott Enders, Klaus Neitmann (Hrsg.): Brandenburgische Landesgeschichte heute. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1999, ISBN 3-930850-72-9.
  • Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg in 8 Bänden, Hrsg. Gotthard Erler und Rudolf Mingau, Aufbau Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-351-03104-1 (5175 Seiten, 57 Abbildungen).
  • Gerd Heinrich (Hrsg.): Berlin und Brandenburg. (Handbuch der Historischen Stätten, Bd. 10), Stuttgart 1973.
  • Gerd Heinrich: Kulturatlas Brandenburg. Historische Landkarten – Geschichte der Mark im Überblick. 2. überarbeitete Auflage. Berlin 2006, ISBN 978-300-019684-3.
  • Jakob Lempp: Parteien in Brandenburg. Berlin 2008, ISBN 978-3-937233-48-2.
  • Nils Meyer: Leerräume – Der Umgang mit Denkmalen als Sinnstiftungsprozess am Beispiel der Schlösser und Herrensitze in Brandenburg. Jovis, Berlin 2009, ISBN 978-3-86859-081-4.
  • Klaus Neitmann, Jürgen Theil (Hrsg.): Die Herkunft der Brandenburger. Sozial- und mentalitätsgeschichtliche Beiträge zur Bevölkerung Brandenburgs vom hohen Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2001, ISBN 3-935035-11-X.
  • Lutz Partenheimer: Die Entstehung der Mark Brandenburg. Mit einem lateinisch-deutschen Quellenanhang. 1. und 2. Auflage. Köln/Weimar/Wien 2007.
  • Pestalozzi-Verein der Provinz Brandenburg (Hrsg): Die Provinz Brandenburg in Wort und Bild, Verlag von Julius Klinkhardt, Berlin, Frankfurt/Main, Erscheinungsjahr 1981[3]
  • Antje Rávic Strubel: Gebrauchsanweisung für Potsdam und Brandenburg. Piper Taschenbuch, München 2012. ISBN 978-3-49-227604-7.[61]
  • Ingrid Reisinger, Walter Reisinger: Bekannte, unbekannte und vergessene Herren- und Gutshäuser im Land Brandenburg. Stapp Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-87776-082-6.
  • Literatur von Brandenburg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Brandenburgische Bibliographie
  • August Heinrich von Borgstede: Statistisch-topographische Beschreibung der Kurmark Brandenburg ,Erster Theil, Berlin 1788. Gedruckt und verlegt von Johann Friedrich Unger. Reprint Faksimile, Potsdam 2013, ISBN 978-3-88372-051-7.
  • Land Brandenburg. Einst und Jetzt. Culturcon/Märkische Oderzeitung. 2010. ISBN 978-3-941092-43-3

Weblinks[edit]

 Commons: Brandenburg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Brandenburg – Reiseführer
 Wiktionary: Brandenburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Brandenburg – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[edit]

  1. Elisabeth Berner: Vertreders ut de Länner. Bundesraat för Nedderdüütsch.
  2. a b Verfassung des Landes Brandenburg – Artikel 25 BbgVerf „Rechte der Sorben/Wenden. Abgerufen am 11. November 2013.
  3. Nach der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen
  4. Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Stand: 25. Juni 2014, abgerufen am 26. Juni 2014.
  5. Arbeitslosenquoten im August 2014 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 4. September 2014.
  6. destatis: Schuldenstand vom 31. Dezember 2012.
  7. Weitere Bezeichnungen für Brandenburg auf Niederdeutsch: Brandenborg, Brannenborch und Bramborg. Siehe auch: Eintrag Brannenborg in der niederdeutschsprachigen Wikipedia
  8. http://www.sorbe.de/niedersorbisch.html
  9. Helmut Schönfeld (1991): Die niederdeutsche Sprache in den Ländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Niederdeutsches Jahrbuch 114, S. 175–201.
  10. Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
  11. Tiefliegende Lagerstätten Brandenburg (PDF; 1,5 MB)
  12. Informationen zum Klima aus: M. Hendl: Das Klima des Norddeutschen Tieflandes. In: H. Liedtke, J. Marcinek (Hrsg.): Physische Geographie Deutschlands. 559 S., Gotha 1994, ISBN 3-623-00840-0
  13. Statistische Ämter des Bundes und der Länder.
  14. Berliner fliehen nach Brandenburg, Tagesspiegel vom 21. Januar 2008
  15. Strukturatlas Brandenburg Thema Bevölkerung Karte Bevölkerungsdichte des Landesamtes für Bauen und Verkehr Brandenburg
  16. Amt für Statistik 2005
  17. Amt für Statistik 7. September 2006
  18. Kulturportal Brandenburg
  19. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 17. Oktober 2010
  20. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerungsstand – weitere Berichtszeiträume, 24. Januar 2010
  21. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 17. Oktober 2010
  22. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 15. September 2011 (PDF; 40 kB)
  23. Statistisches Bundesamt, 20. August 2013
  24. Statistisches Bundesamt, 20. August 2013
  25. Quelle: Bertelsmann Stiftung
  26. a b [1] (PDF; 1,6 MB) Die kleine Brandenburg–Statistik 2011. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
  27. Beschreibung des Schulfachs Humanistische Lebenkunde
  28. http://hpd.de/node/2947
  29. Homepage des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg – offizielle Startseite; Stand: 9. Mai 2013
  30. Humanistischer Regionalverband Ostbrandenburg e. V. – offizielle Startseite; Stand: 9. Mai 2013
  31. Junge Humanistinnen und Humanisten in Deutschland e. V. – offizielle Startseite; Stand: 18. Juni 2011
  32. Evolutionäre Humanisten Berlin-Brandenburg – offizielle Startseite; Stand: 18. Juni 2011
  33. Religionsunterricht - Humanistischer Lebenskundeunterricht – Seite beim Bildungsministerium; Stand: 20. Oktober 2010
  34. Brandenburger Landeshymne: Brauner Adler
  35. Gesetz über die Organisation der Landesverwaltung
  36. Organigramm der unmittelbaren brandenburgischen Landesverwaltung pdf
  37. Personalbedarfsplanung 2014 für die brandenburgische Landesverwaltung pdf
  38. Land Brandenburg. Ministerium der Finanzen. Regierungssprecher Thomas Braune teilt mit (58/2012): Erster ausgeglichener Haushalt der Landesgeschichte – Landesregierung plant Zukunft ohne neue Kredite. 10. Juli 2012.
  39. Liste der Landkreise und kreisfreien Städte in Brandenburg
  40. http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/nuts_nomenclature/history_nuts
  41. Amtsblatt für Brandenburg, 19. Jahrgang, Nummer 19 vom 14. Mai 2008, S. 1234–1236 (PDF; 1,1 MB)
  42. A. Kruschat u. a.: Schwarzbuch Umweltpolitik in Brandenburg, Oekom-Verlag, München 2009, ISBN 978-3-865-81169-1 (PDF).
  43. Potsdam.de – Hervorragende Entwicklungspotenziale für Biotechunternehmen
  44. Wo wächst der Gen-Mais? – Anbau in Deutschland 2007
  45. Eurostat News Release 23/2007: Regional GDP per inhabitant in the EU 27[2]
  46. Studie NSM 2006
  47. Statistik der BA. statistik.arbeitsagentur.de. Abgerufen am 16. Juli 2014.
  48. Statistik der Bundesagentur für Arbeit
  49. Zensusdatenbank
  50. Bodennutzungserhebung 2012
  51.  Elisabeth Meyer-Renschhausen: Von der Bodenfrage zu "Reclaim the Commons". In: ZfSÖ. Nr. 180./181., April 2014, S. 50.
  52. Die Bruttostromerzeugung betrug 2011 insgesamt 52.505 Gigawattstunden (GWh). Davon wurden 31.457 GWh - knapp 60 Prozent - exportiert, wie Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) auf eine parlamentarische Anfrage erklärte. 34.114 Gigawattstunden beziehungsweise 65 Prozent des in Brandenburg erzeugten Stroms wurde in Braunkohlekraftwerken generiert.
  53. Energiestrategie 2030
  54. Pressemitteilung Agentur für Erneuerbare Energie
  55. Bundesländervergleich Erneuerbare Energien - Ergebnisse
  56. Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Brandenburgs, Stand 25. März 2007
  57. INSTITUTION - MUSEUM, abgerufen am 25. März 2014
  58. Staatstheater Cottbus, abgerufen am 25. März 2014
  59. Staatstheater Cottbus: Das Orchester – Geschichte, abgerufen am 25. März 2014
  60. Deutschlandpokal Rollstuhltanz abgerufen am 4. Dezember 2011
  61. Jens Blankennagel: Die Verführerin. Mit Distanz, Witz und Fabulierfreude hat Antje Strubel einen sehr speziellen Reiseführer über das Land Brandenburg geschrieben. Rezension, in: Berliner Zeitung, Nr. 89, 16. April 2012, S. 20.

52.36218313.007813Koordinaten: 52° 21′ 43,9″ N, 13° 0′ 28,1″ O