Halle (Saale)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Halle (Saale)
Halle (Saale)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Halle (Saale) hervorgehoben
51.48277777777811.9788Koordinaten: 51° 29′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Höhe: 88 m ü. NHN
Fläche: 135,02 km²
Einwohner: 231.440 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1714 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 06000–06132
Vorwahl: 0345
Kfz-Kennzeichen: HAL
Gemeindeschlüssel: 15 0 02 000
Stadtgliederung: 5 Stadtbezirke mit
35 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
06108 Halle (Saale)
Webpräsenz: www.halle.de
Oberbürgermeister: Bernd Wiegand (parteilos)
Lage der Stadt Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis Salzwedel Landkreis Stendal Landkreis Börde Magdeburg Landkreis Jerichower Land Landkreis Harz Salzlandkreis Landkreis Anhalt-Bitterfeld Dessau-Roßlau Landkreis Wittenberg Saalekreis Halle (Saale) Burgenlandkreis Landkreis Mansfeld-Südharz Berlin Sachsen Thüringen Niedersachsen BrandenburgKarte
Über dieses Bild
Marktplatz mit Marktkirche, Händel-Denkmal und Rotem Turm. Die Marktkirche und der Rote Turm bilden zusammen das Wahrzeichen der „Fünf Türme“.
Marktplatz anno 1500, mit der Gertraudenkirche und der Marienkirche vor ihrem Abriss – Lithographie aus der Stadtchronik von G. F. Hertzberg (1889)
Altes Rathaus Halle (1948 abgerissen), mit Händel-Denkmal, Ansicht um 1905

Halle (Saale) (bis 1995 Halle/Saale; etwa vom Ende des 15. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts Hall in Sachsen[2]) ist eine kreisfreie Großstadt im Süden von Sachsen-Anhalt und liegt an der Saale. Mit mehr als 230.000 Einwohnern ist Halle die größte Stadt[3] und eines der drei Oberzentren des Landes sowie Sitz des Landesverwaltungsamtes. Sie ist die fünftgrößte Stadt Ostdeutschlands.

Die Stadt bildet gemeinsam mit der benachbarten Großstadt Leipzig den Ballungsraum Leipzig-Halle, in dem mehr als eine Million Menschen leben, sowie mit Leipzig und fünf weiteren Städten in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen die Metropolregion Mitteldeutschland.[4] Halle ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschaftszentrum in den neuen Ländern.

Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 806 n. Chr. Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt 1890 die Grenze von 100.000, wodurch Halle zur Großstadt wurde. Als einzige deutsche Großstadt mit mehr als 200.000 Einwohnern im Jahr 1945 hat Halle den Zweiten Weltkrieg fast ohne Schäden überstanden, sodass ihr städtebaulicher Charakter unter den deutschen Großstädten als einzigartig gilt.[5]

Mit den durch August Hermann Francke 1698 gegründeten Franckeschen Stiftungen, über deren Aufnahme als UNESCO-Weltkulturerbe 2015[6] entschieden wird, gilt Halle als Ausgangspunkt der sozial-humanistischen Bildung in Deutschland.

Halle ist Sitz einer der ältesten Universitäten Deutschlands, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, sowie der Burg Giebichenstein Kunsthochschule. Darüber hinaus ist die Stadt Sitz der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Kulturstiftung des Bundes, die für die Bundesrepublik Deutschland die Aufgaben der internationalen Vertretung der nationalen Wissenschaft und deutschen Kultur haben. Im Stadtgebiet befindet sich eine Vielzahl von kulturellen und musealen Einrichtungen, wie die Stiftung Moritzburg oder das Landesmuseum für Vorgeschichte. Des Weiteren ist der Weinberg Campus ein wichtiges Technologie- und Gründungszentrum in den neuen Ländern.

Contents

Geographie, Hydrographie und Geologie[edit]

Blick zur Saale bei Kröllwitz, mit der aus einem Volkslied bekannten Gaststätte Krug zum grünen Kranze

Halle liegt am Nordwestrand der Leipziger Tieflandsbucht, der größere Teil östlich der schiffbaren Saale, die sich hier in mehrere Arme teilt und eine breite Flussaue bildet, und unterhalb der Mündung der Weißen Elster.

Auf einer Länge von 27 km fließt die Saale durch Halle. Die Stromsaale bewältigt dabei einen Höhenunterschied von 9 m. Um ihre Schiffbarkeit herzustellen, wurden fünf Wehre mit Schleusen errichtet. Zusammen mit den Nebenarmen, Hochwasserentlastern, Schleusen und Schleusenkanälen sowie Hafenbecken ergibt sich eine Gesamtlänge von 47 km Wasserläufen in der Stadt. Hinzu treten mit einer Durchflusslänge von 6,3 km die Weiße Elster, die Reide sowie weitere zufließende Bäche. Dazu befinden sich ungefähr 180 von Menschen angelegte stehende Gewässer im Stadtgebiet. Der Hufeisensee ist mit 73 ha der größte See der Stadt. Weitere größere Seen sind der Osendorfer See mit 21 ha und der Heidesee mit 12,5 ha.

Historische Grußkarte aus Halle von der Burg Giebichenstein aus gesehen

Die höchste Erhebung ist der Große Galgenberg mit 136 m ü. NN. Der tiefste Punkt beträgt 71 m ü. NN und befindet sich am Ufer des Forstwerder, einer Saaleinsel bei Halle-Trotha. Am Händeldenkmal auf dem Marktplatz beträgt die Höhe 87 m ü. NN.

Bodenschätze und deren Nutzung[edit]

Zur Lagegunst Halles trugen die Bodenschätze im Stadtgebiet bei. Vielfach hat deren Nutzung die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig positiv beeinflusst. Braunkohlevorkommen existieren unter vielen Teilen des Stadtgebietes. Eine wirtschaftliche Nutzung erfuhren sie über mehrere Jahrhunderte sowohl im Tage- wie im Tiefbau, insbesondere im Westen der Stadt um den Ort Nietleben, im Norden (Seeben und Frohe Zukunft) und im Südosten (zwischen Osendorf und Büschdorf). Steinkohle konnte im ehemals königlichen Steinkohlebergwerk Dölau und im Bereich des Wittekindtales abgebaut werden. Ton wurde bei Angersdorf, Muschelkalk in Neustadt, Porphyr am Galgenberg, Kies in der Saaleaue und Kaolin-Ton nord-westlich der Stadtgrenze bei Salzmünde gewonnen. Überragende Bedeutung hatte die Nutzung von Sole, die infolge der Halleschen Marktplatzverwerfung an einigen Stellen im Stadtgebiet gefördert werden konnte. Heute spielt die Gewinnung von Bodenschätzen aus dem Gebiet der Stadt keine Rolle mehr. Viele Tagebaue bilden heute Gewässer.

Nachbargemeinden[edit]

Folgende Gemeinden, genannt im Uhrzeigersinn beginnend im Norden, grenzen an die Stadt Halle (Saale). Sie gehören alle zum Saalekreis, der die Stadt ringförmig umgibt:

Die Einheitsgemeinde Petersberg, die Stadt Landsberg, die Einheitsgemeinden Kabelsketal und Schkopau, Teutschenthal und Salzatal sowie Wettin-Löbejün.

Stadtgliederung[edit]

Das Stadtgebiet ist in die fünf Stadtbezirke Mitte, Nord, Ost, Süd und West gegliedert. Die Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese wiederum in Stadtviertel unterteilt.

Klima[edit]

Klimadiagramm von Halle-Kröllwitz[7]

Die durchschnittliche Lufttemperatur in Halle-Kröllwitz beträgt 9,1 °C, der jährliche Niederschlag 451 Millimeter. Auf der Basis von Daten des Deutschen Wetterdienstes befindet sich Halle in einer Rangliste von 50 untersuchten deutschen Großstädten mit einer mittleren jährlichen Niederschlagsmenge von nur 481,5 mm (Regenschatten des Harzes) auf dem vorletzten Platz.

Geschichte[edit]

Ursprung des Namens[edit]

Vor allem in regionalkundlicher Literatur und der des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wird der Name „Halle“ auf ein angeblich altes (germanisches oder keltisches) Wort für „Salz“ zurückgeführt: hal oder halla. Andere sehen den Ursprung des im deutschen Sprachraum nicht seltenen Ortsnamensbestandteils -hall- in einem in westgermanischen Sprachen vertretenen Verbalstamm mit der Bedeutung „trocknen“, wie etwa dem altfränkischen Verb hallôn.[8]

Der Leipziger Professor für Onomastik Jürgen Udolph zweifelt für den Namen Halles aus Gründen der Sprachgeographie und der Sprachchronologie an der erstgenannten Darstellung. Er argumentiert, der Stamm des Wortes für „Salz“ beginne in allen Sprachen, die bisher für die Erklärung des Namens „Halle“ herangezogen wurden oder zeitlich und geographisch in Frage kämen, mit einem S- und eben keinem H-Laut, der auch lautgesetzlich nicht nachträglich aus einem anfänglichen S-Laut entstanden sein könne. Udolph behauptet, der Name Halle und manch anderer germanische Ortsname, der /hal/ enthält, ließe sich auf einen älteren indogermanischen Wortstamm mit der Bedeutung Schräge, Abhang oder neigen zurückführen.

Ähnliche Thesen wurden bereits von August Friedrich Pott im 19. Jahrhundert und, so der Jurist Heiner Lück, von halleschen Sprachwissenschaftlern in den 1950er Jahren vertreten. Die Motivierung für die Namensgebung im Falle Halles findet er im Geländeabfall zwischen dem Marktplatz der Stadt und dem Ufer der Saale.[9]

Historisch wurde Halle auch bei seinem lateinischen Namen genannt: Hala Saxonum.[10]

Siehe auch: Hall (Ortsname)

Von der Besiedlung bis zu Kardinal Albrecht[edit]

Übersichtskarte Halle und Umgebung im Mittelalter (Hertzberg: Stadtchronik Bd.1, 1888)
Briefmarke der Deutschen Post zum Jubiläum 2006

Salzquellen  – entstanden durch eine geologische Besonderheit, die sogenannte Hallesche Marktplatzverwerfung – wurden auf dem heutigen Gebiet der Stadt Halle bereits in der Vorzeit genutzt. Neuere Grabungen auf dem Markt belegen die Kontinuität der Bedeutung des Salzes für die Stadt. Der Besiedlung des Stadtgebietes in der Vorgeschichte folgten mutmaßlich die Hermunduren, die Angeln und Warnen (Thüringer) sowie die Wenden, die den Ort Dobrebora nannten. 735 eroberte der fränkische Hausmeier Karl Martell die Gegend um Halle, ließ die Stiftskirchen in Merseburg und Magdeburg errichten und schenkte 738 seinen Soldaten das Salzwerk Dobrebora und die Ritterfahne mit dem Titel „Ritter Unserer Lieben Frauen Brüderschaft“. Im Chronicon Moissiacence 806 wird der Ort Halle als „Halla“ erstmals genannt. 968 gründete Otto I. das Erzbistum Magdeburg, zu dem auch Halle bis zum Jahre 1680 gehörte. Um 1120 wurde die Stadt umfassend erweitert. Das war durch den steigenden Salzhandel und den damit verbundenen Reichtum möglich. Zunächst lag dieser in der Hand der Erzbischöfe, seit Ende des 12. Jahrhunderts bildete sich die Innung der Pfänner heraus, es waren freie Unternehmer, die die Lehnsanteile an Solgütern in freies Eigentum überführen konnten. So entstand ein selbstbewusstes Bürgertum, das 1263 mit dem Magdeburger Erzbischof Rupertus einen Vertrag schloss, nach dem der Erzbischof keine Burg im Umkreis einer Meile und keine weiteren Solbrunnen anlegen durfte. Die Pfänner bestimmten über Jahrhunderte die Politik der Stadt. 1281 wurde Halle urkundlich erstmals als Mitglied der Hanse erwähnt, 1310 die Selbstverwaltung der Stadt vertraglich festgehalten. 1341 begann der Bau eines starken Turms zwischen Waage und Rathaus, der bis 1835 zur sicheren Unterbringung der städtischen Privilegien diente.

Roter Turm um 1824

1418 begann der Bau am Roten Turm, einem Glockenturm „zur Ehre Gottes und der Stadt Halle wie der ganzen Umgebung zur Zierde“. Er wurde später zum Wahrzeichen der Stadt. 1478 endete die etwa 200-jährige städtische Selbständigkeit. 1484 ließ Erzbischof Ernst in der Nordwestecke der Stadt die Moritzburg als befestigtes Wohnschloss erbauen und zog 1503 feierlich ein. Eigentlich sollte sie eine Zwingburg gegen Halles selbstbewusste Bürger, die Salzwirker, sein. Bis 1680 war Halle Haupt- und Residenzstadt des Erzbistums Magdeburg.

Halle war die Lieblings-Residenz des Kardinals Albrecht von Brandenburg. Als die Reformation in Halle einzog, verließ er Halle mitsamt seinem Hofstaat und allen beweglichen Kunstgegenständen des Domes nach Mainz und Aschaffenburg. Sein Günstling Hans von Schönitz, der den Kühlen Brunnen in der Nähe des Marktes bewohnte, initiierte die Zusammenlegung der beiden Kirchen auf dem Marktplatz. 1530 bis 1554 wurden die romanischen Basiliken St. Gertraud und St. Marien abgerissen und zwischen den verbliebenen Türmen (Blaue Türme und Hausmannstürme) die damit viertürmige Marktkirche errichtet. Diese spiegelt den Übergang von der Gotik zur Renaissance wider. Hans von Schönitz fiel später in Ungnade und wurde vor seiner Hinrichtung mehrere Jahre in der Burg Giebichenstein eingekerkert. Es kam zur Empörung der Bürger über diesen Mord, aber auch über das ausschweifende Leben Albrechts. An der Spitze der Proteste stand Martin Luther, der die maßlose Verschwendung und Prunksucht, den Schandverkehr Albrechts moralisch-religiös anklagte.

Neue Residenz um 1735

Durch die Prunksucht und die Bautätigkeit von Albrecht von Brandenburg erhielt Halle bestimmte Strukturen der Renaissance. Es entstand die Neue Residenz, weiterhin baute er an der Moritzburg und am Dom. Die Struktur der Stadt wurde entscheidend verändert. Mehrere Gebäude wurden abgerissen, so das Kloster Neuwerk, die Lambertikapelle und das Cyriakshospital. Er hatte dadurch ständig Geldnöte, so dass er sich gezwungen sah, auch Teile des Halleschen Heiltums und wertvolle Reliquien zu verkaufen. Sein finanzieller und moralischer Bankrott beschleunigte ungewollt den Einzug der Reformation 1541.

„Nach dem Kaffee wird bis 5 Uhr die Stadt und das Innere der Marktkirche besehn. Man ist sehr erbaut von dem Malerischen der verschiedenen Winkel der Stadt, […] besonders eine, wo das Wasser rauschend aus den Mühlen hervorbricht; darüber die Trümmer der Moritzburg, die Moritzburgkirche mit ihren runden Giebeln und darunter viele heimliche Gartenanlagen mit Lauben und dircken Fliederbüchen auf und an den alten Mauern herum“

Karl Friedrich Schinkel, 1. Juli 1824, Wittenberg, Halle[11]

Von der Reformation bis 1945[edit]

Halle Anfang des 18. Jahrhunderts auf einer Briefmarke der DDR von 1990

1541 wurde in der Residenzstadt des Erzbistums Magdeburg die Reformation vor allem unter der Federführung von Justus Jonas dem Älteren eingeführt. Martin Luther predigte selbst mehrere Male in Halle in der Marktkirche. Bei der Überführung von Eisleben nach Wittenberg wurde 1546 sein Leichnam hier aufgebahrt.

Das Erzbistum wurde fortan von einem erzbischöflichen Administrator verwaltet. Im Dreißigjährigen Krieg 1625 besetzten Kaiserliche Truppen unter Wallenstein die Stadt. 1637 brannte die Moritzburg aus. Nach dem Tod des letzten erzbischöflichen Administrators, Herzog August von Sachsen im Jahre 1680 fiel Halle mit dem gesamten Erzstift Magdeburg an das Kurfürstentum Brandenburg und wurde mit diesem ab 1701 Teil des Königreichs Preußen. Halle war seit dieser Zeit bis 1714 Hauptstadt des preußischen Herzogtums Magdeburg. Die Stadt lag im damaligen Saalkreis, unterstand jedoch als Immediatstadt direkt der Regierung des Herzogtums.

Kupferstich der Franckeschen Stiftungen (1749)

1694 wurde in der Ratswaage am halleschen Marktplatz als ihrem zukünftigen Hauptgebäude die Universität Halle (alma mater halensis) mit zunächst vier Fakultäten gegründet. Die alma mater halensis entwickelte sich gemeinsam mit den 1698 gegründeten Franckeschen Stiftungen zu einem Zentrum der bürgerlichen Frühaufklärung. Dort wurde 1710 die 1. Cansteinsche Bibel-Anstalt von Freiherr von Canstein zusammen mit August Hermann Francke gegründet. Im Jahre 1708 wurde von Christoph Semler in Halle die erste deutsche Realschule gegründet.

Während der Napoleonischen Kriege erstürmte am 17. Oktober 1806 die Division Dupont des Korps Bernadotte die Stadt und schlug danach die preußische Reservearmee. Preußen hatte Frankreich am 9. Oktober den Krieg (Vierter Koalitionskrieg) erklärt; am 14. Oktober 1806 hatte es die Schlacht bei Jena und Auerstedt verloren. Wenige Tage später besuchte Kaiser Napoleon Halle und ordnete die Auflösung der Universität an. Deren Hauptgebäude, die Ratswaage, wurde Lazarett und danach zeitweise Schlachthaus.

Halle um 1900

Im Juli 1807 wurde der Frieden von Tilsit geschlossen; er beendete den Vierten Koalitionskrieg. Halle wurde Teil des neu gebildeten Königreichs Westphalen. Nach dem Sieg über Napoleon 1813/14 wurde die Universität wiedergegründet. Halle fiel 1815 wieder an Preußen (siehe auch Wiener Kongress#Preussen), das die Stadt der neu gebildeten Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Merseburg, eingliederte. Durch die Verwaltungsgliederung entstand der bis heute bestehende Saalkreis mit Sitz in Halle. 1819 wurde der Stadtkreis Halle gebildet; er wurde 1828 bereits wieder aufgelöst. Die Stadt war von da an unmittelbar der Regierung in Merseburg unterstellt.

1842 wurde das Gefängnis der Stadt, der Rote Ochse, als Straf- und Besserungsanstalt eröffnet. Es ist unter wechselnden Funktionen bis heute in Nutzung. Unter anderem wurde es 1939 von der NS-Verwaltung zu einer Hinrichtungsstätte umgebaut, in der 528 politische Gegner ermordet wurden, darunter 170 Menschen ausländischer Nationalität. Von 1942 bis zum Kriegsende war es offiziell Zentrale Hinrichtungsstätte. Statt der vorgesehenen 600 wurden im Zweiten Weltkrieg 2000 Häftlinge zusammengepfercht, was eine hohe Sterblichkeit zur Folge hatte. Ein Teil der weitläufigen Anlage ist heute als Museum gestaltet.[12]

1882 fuhren die ersten Pferdebahnen als Vorläufer der Straßenbahnen. Fortan war Halle sozusagen eine kreisfreie Stadt, die 1890 die Grenze von 100.000 Einwohnern überschritt und damit Großstadt wurde. Im Oktober 1890 benannte sich die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) auf ihrem Parteitag in Halle nach dem Ende der reichsweit 12  Jahre gültigen repressiven Sozialistengesetze in Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) um;[13] unter diesem Namen besteht sie noch heute. Im April 1891 fuhr in Halle die erste elektrische Straßenbahn der „Stadtbahn Halle“. Bis Juni 1891 wurden drei weitere Linien hinzugefügt. Halle besaß damit das erste elektrische Straßenbahnnetz Europas.[14]

Die wiederhergestellte Giebichenstein-Saalebrücke wurde am 1. Mai 1948 dem Verkehr übergeben.

Anfang März 1919 rückte das Freikorps Maercker auf Befehl der Reichsregierung in Halle ein, um den von der USPD kontrollierten halleschen Arbeiterrat zu entmachten und die Streikbewegung niederzuschlagen, die am 24. Februar von Halle ausgegangen war und das gesamte mitteldeutsche Industriegebiet erfasst hatte.[15] Bei Zusammenstößen zwischen Arbeitern und Soldaten kamen in den folgenden Tagen 36 Menschen ums Leben. Der Kapp-Putsch zog im März 1920 einen noch weitaus blutigeren Gewaltausbruch nach sich. Städtische Honoratioren begrüßten ebenso wie die Lokalorganisationen von DNVP und DVP den Staatsstreich offen, auch Oberbürgermeister Richard Robert Rive spielte eine zumindest „undurchsichtige Rolle“[16]. Der Kommandeur der Garnison, Oberst Hermann Czettritz, bekannte sich am 14. März zu den Putschisten und ließ – unterstützt von Einwohnerwehr und studentischen Zeitfreiwilligen – die Stadt militärisch besetzen. Die mit mehreren Panzerautomobilen, schweren Minenwerfern und Artillerie ausgerüsteten Truppen lieferten sich vom 19.-22. März in Ammendorf, Glaucha, Trotha, am Galgenberg, in der Herrenstraße, am Rosengarten und am Rannischen Platz regelrechte Gefechte mit den auf Initiative von USPD und KPD mobilisierten Arbeitermilizen. Letztere erlitten dabei schwere Verluste, die zum Teil auf die systematische Ermordung von Gefangenen insbesondere durch die Zeitfreiwilligen zurückzuführen sind.[17] Am 29. März wurden auf dem Gertraudenfriedhof unter großer Anteilnahme der Bevölkerung 115 Tote, darunter 12 Frauen, beigesetzt. Die tatsächliche Zahl der Todesopfer lag wahrscheinlich noch bedeutend höher.[18] An 20 bei der Erstürmung des Galgenberges getötete bzw. dort nach der Gefangennahme ermordete Mitglieder der Freien Sozialistischen Jugend erinnert eine im Jahr 1958 angebrachte Gedenktafel. Garnison, Einwohnerwehr und Zeitfreiwillige gaben ihre Verluste mit 27 Toten an. Der lokale Bürgerkrieg vom März 1920 erwies sich als folgenreiche stadtgeschichtliche Zäsur; er vertiefte die Spaltung der städtischen Gesellschaft und beschleunigte die Herausbildung zweier gegeneinander abgeschlossener politischer Lager.[19] Am 11. Januar 1923 wurde in Halle der Wehrwolf. Bund deutscher Männer und Frontkrieger gegründet.

Im Zweiten Weltkrieg wurden Häftlinge aus Polen, der Tschechoslowakei, der Sowjetunion, Frankreich, Niederlande und weiteren Nationen im KZ-Außenlager Birkhahn,[20] einem Außenlager des KZ Buchenwald zur Zwangsarbeit in die Siebel Flugzeugwerke gebracht, in denen Kampfflugzeuge gebaut wurden, später wurde das Werk demontiert. In Ammendorf befand sich mit der Orgacid GmbH eine große Fabrik zur Senfgas-Produktion.

Halle erlitt, als eine der wenigen deutschen Großstädte, keine flächenhaften Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg. Es erfolgten jedoch zwei Bombenangriffe auf die Stadt: der erste am 31. März 1945, der zweite einige Tage später. Zerstörungen gab es beim ersten Angriff zwischen Bahnhof und Zentrum und in der Stadtmitte selber sowie beim zweiten Angriff im südlichen Stadtteil. Es starben über eintausend Einwohner und 3600 Gebäude wurden zerstört.[21][22] Schwer beschädigt wurden durch die Bombenangriffe die Marktkirche, die Georgenkirche, das Alte Rathaus, die Ratswaage, das Stadttheater, wertvolle Bürgerhäuser (historische Gebäude in der Brüderstraße und der Großen Steinstraße) und der Stadtgottesacker.[23] Am 17. April 1945 wurde Halle von amerikanischen Truppen besetzt, dabei wurde der Rote Turm durch Artillerie in Brand geschossen und weitgehend zerstört. Auch die Marktkirche und die Georgenkirche erhielten weitere Treffer. Dass die Stadt keine noch größeren Schäden erlitt, vor allem dass das geplante Flächenbombardement auf Halle abgesagt wurde, wird besonders dem damals in Halle ansässigen früheren Korvettenkapitän des Ersten Weltkriegs, Felix Graf von Luckner zugeschrieben, der zusammen mit dem Oberbürgermeister und einem Wehrmachtsoffizier die Stadt an die amerikanischen Truppen übergab. Im Juli zogen die Amerikaner wieder ab, als Besatzungsmacht folgte die Sowjetunion.

Stadtentwicklung zur Zeit der DDR[edit]

Zentrum von Halle-Neustadt
Hauptartikel: Halle-Neustadt

Halle wurde Hauptstadt der Provinz Sachsen, die 1947 im Land Sachsen-Anhalt aufging. Mit der Auflösung der Länder in der DDR 1952 wurde Halle Bezirkshauptstadt des Bezirks Halle.

I. Arbeiterfestspiele 1959

Da Halle nach dem Zweiten Weltkrieg weniger stark zerstört war als andere Städte in der DDR, wurde zunächst nur wenig in die städtebauliche Entwicklung investiert (Städtebau, Stadtplanung). Das bei dem Luftangriff vom 31. März 1945 schwer beschädigte, aber wiederaufbaufähige Alte Rathaus und die Ratswaage daneben wurden Ende der 1940er Jahre abgerissen. In den 1960er Jahren folgte die Beseitigung der baulich intakten Börse am Marktplatz. Die erste größere Stadterweiterung, die Wohnstadt-Süd, wurde 1959 begonnen. Später kam die Wohnstadt Nord sowie die Silberhöhe hinzu – mit insgesamt über 20.000 Wohneinheiten für mehr als 50.000  Menschen. Das größte Baugebiet entstand in den 1960er Jahren mit dem Aufbau der „Chemiearbeiterstadt Halle-West“ für zunächst etwa 70.000  Menschen. Das Wohngebiet Halle-West wurde 1967 zur selbständigen Stadt Halle-Neustadt, die sie bis zur Wiedervereinigung 1990 blieb. Erhebliche Bauressourcen des Bezirks waren über eine lange Zeit in Halle-Neustadt gebunden. Als die Altstadt zunehmend verfiel, wurde der Handlungsdruck groß, Stadterneuerung zu betreiben. In den 1980er Jahren verlor die Altstadt durch flächenhafte Abrisse zum Teil wertvolle historische Bausubstanz. In dieser Zeit entstanden Beispiele der Innenstadterneuerung in industrieller Plattenbauweise.[24] In den 1980er Jahren wurde auch die Bürgerrechtsbewegung Halle (Saale) gegründet.

Nach 1990[edit]

1990 wurde der Bezirk Halle aufgelöst und Halle (Saale), seit 1990 mit Halle-Neustadt vereinigt, gehört seither dem neu gegründeten Land Sachsen-Anhalt an.

Zwischen 1990 und 2005 verlor die Stadt etwa 80.000 Bewohner. Diese Entwicklung wurde besonders thematisiert während der Ausstellung der Kulturstiftung des Bundes Shrinking Cities und zur IBA Stadtumbau 2010.

Anfang Juni 2013 erlebte Halle das schwerste Hochwasser seit 1890. Der höchste Pegel der Saale wurde in Halle-Trotha UP am Morgen des 5. Juni mit 8,10 m gemessen.[25] Katastrophenalarm wurde ausgelöst. Besonders gefährdet war der Gimritzer Damm, der einzubrechen drohte. Die Räumung von Teilen Halle-Neustadts wurde dringend empfohlen.[26] Stromabschaltungen erfolgten dort sowie in der Klaustorvorstadt.[27] Aufgrund des Katastrophenalarms wurden die Händelfestspiele abgesagt.

Halle als Teil der Hanse[edit]

Wie bei anderen Hansestädten, hat es auch bei Halle keine offizielle Beitrittserklärung zum hansischen Städtebund gegeben. Eine erstmalige Erwähnung im Zusammenhang mit der Hanse erfolgte in einem Brief vom 4. März 1281, in dem eine Verlegung des Stapels der deutschen Händler von Brügge nach Aardenburg 1280 bis 1282 festgestellt wurde.[28] Vermutlich gab es aber schon einige Jahrzehnte vorher Kontakt mit dem hansischen Handel, da auch eine wichtige Fernhandelsverbindung der Stadt mit dem damals bedeutendsten Wirtschaftsraum Flandern bestand. 1294 gehörte Halle, zusammen mit 24 weiteren Hansestädten, zu Fürsprechern einer Übertragung wichtiger Funktionen der Hanse von Visby, auf der Ostseeinsel Gotland, nach Lübeck.

Mit der Erlassung einer neuen Regimentsordung durch Erzbischof Ernst von Wettin am 18. März 1479 endete de facto die Mitgliedschaft der Stadt in der Hanse. Allerdings wird im Jahre 1506 Halle nochmals Hansestadt genannt. Erst 1518 wird Halle endgültig, ebenso wie zahlreiche andere Städte, als „abgedankt und abgeschnitten“ bezeichnet.[28]

Halle gehörte nicht zu den bedeutendsten Städten der Hanse. Die Stadt erhielt regelmäßig Einladungen zu Hansetagen, die aber selten befolgt wurden. Die politischen Entscheidungen überließ man Magdeburg und Braunschweig, den größten Städten des Sächsischen Städtebundes. Belege dafür, dass der wichtigste Exportartikel der Stadt, das Salz, auf hansischen Kauffahrtsschiffen vertrieben wurde, existieren nicht. Die seit dem 13. Jahrhundert nachgewiesenen Kontakte zu Flandern weisen unter anderem auf eine Teilnahme hallescher Kaufleute am hansischen Tuchhandel.

2001 wurde Halle Mitglied des 1980 neu gegründeten Städtebundes Neue Hanse.[29]

Eingemeindungen[edit]

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden in die Stadt Halle (Saale) eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung[edit]

Bevölkerungsentwicklung

Die Einwohnerzahl der Stadt Halle stieg 1871 auf über 50.000 und verdoppelte sich bis 1890 auf 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Westlich der Saale entstand in den 1960er Jahren die Wohnvorstadt Halle-Neustadt, die ab 1967 als eigenständiger Stadtkreis geführt wurde, jedoch noch vor der Wiedervereinigung Deutschlands mit Halle vereinigt wurde. Kurze Zeit danach hatte die Bevölkerungszahl von Halle mit 316.776 am 30. Juni 1990 ihren historischen Höchststand erreicht. Von 1990 bis 2005 hat die Stadt aufgrund von Abwanderung, Suburbanisierung und Geburtenrückgang rund 80.000 Einwohner verloren. Hohe Arbeitslosigkeit begünstigte dabei die Abwanderung. Nach einer Verlangsamung des Einwohnerschwundes in den 2000er Jahren kam es 2010 und 2011 zu einem leichten Anstieg der Einwohnerzahl. Am 31. Dezember 2012 betrug die amtliche Einwohnerzahl für Halle nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt 231.440 (nur Hauptwohnsitze). Das Statistische Landesamt veröffentlichte 2007 die vierte regionalisierte Bevölkerungsprognose für Sachsen-Anhalt. Darin wird für Halle zwischen 2005 und 2025 mit einem Rückgang der Bevölkerung um 13,1 Prozent (31.078 Personen) gerechnet. Ende 2020 würden nach dieser Prognose in Halle 214.368 Einwohner leben.

Hallenser, Halloren und Hallunken[edit]

Die ehemalige von den Halloren genutzte Saline (heute: Halloren- und Salinemuseum)

Die ironisch gemeinte Kategorisierung der Einwohner Halles in Hallenser, Halloren und Hallunken (nicht zu verwechseln mit dem Spitzbuben, aufgrund dessen doppelt „L“) wird von vielen auf Heinrich Heine zurückgeführt. Zwar fehlt eine entsprechende Stelle in Heines Schriften, was eine mündliche Äußerung jedoch nicht ausschließt. Zu fassen ist diese Einteilung erstmals im dritten Band von Robert Moritz’ Halloren-Geschichten, 1904, wo es auf Seite 40 heißt:

„Geliebte! Hier kommen alle die Menschen zusammen, die dem Herrn dienen, Geliebte! Und auch die, die so tun, als ob sie ihm dienen täten. Und alle fühlen sich eins! Aber sie sind nicht eins! Sintemalen es sind Hallenser, Halunken und Halloren.“

Halloren waren die Salzarbeiter, die ursprünglich im „Thale zu Halle“, dem heutigen Hallmarkt, lebten und in der Saline das „weiße Gold“ gewannen. Als Hallenser hingegen wurden die Händler und Bürger bezeichnet, die um den höher gelegenen Alten Markt, den heutigen Marktplatz, gelebt und mit Salz gehandelt haben. Hallunken schließlich mussten sich die Bewohner der heruntergekommenen Vorstadt Glaucha nennen lassen.

Heutzutage werden Halloren jene genannt, die Mitglieder der Bruderschaft der Salzwirker im Thale zu Halle sind. Hallenser bezeichnet die in Halle geborenen Menschen, während die Zugezogenen scherzhaft „Hallunken“ genannt werden. Ein Hallunke kann niemals ein Hallore werden, ein männlicher Hallenser aber schon, wenn er nachweisen kann, dass ein Mitglied seiner Familie einmal in der Salzgewinnung tätig war.

Hallische Mundart und Dialekt[edit]

Hauptartikel: Hallisch

Innerhalb der Stadt und in der direkten Umgebung wird eine ostmitteldeutsch geprägte städtische Umgangssprache mit typisch sprachlichen Eigenheiten gesprochen. Der hallische Dialekt wird aufgrund der Grenzlage einerseits dem obersächsischen Nordosterländischen, andererseits dem Nordostthüringischen zugerechnet.[30][31][32]

Religionen[edit]

Moritzkirche, dreischiffige spätgotische Hallenkirche, erbaut 1388–1511

Die große Mehrzahl der Stadtbevölkerung ist konfessionslos. Seit den 1970ern hat sich die Zahl der konfessionslosen Einwohner etwa verzehnfacht.[33] Ende 2013 waren weniger als 14 % der Einwohner Mitglied einer der beiden großen Religionsgemeinschaften (22.149 Einwohner waren evangelisch und 9.559 katholisch). Mehr als 85 % oder 200.997 gehörten sonstigen Religionsgemeinschaften an oder machten keine Angabe. [34]

Evangelische Kirchen[edit]

Die Stadt Halle (Saale) gehörte von Anfang an zum Erzbistum Magdeburg. Ab 1194 gab es in Halle Erzpriestersitze, doch hatte die Stadt wohl erst seit dem 12. Jahrhundert ihre planmäßige Einordnung im Kirchengefüge des Erzbistums. Ab 1518 zog die Reformation Zug um Zug in der Bürgerschaft der Stadt ein. 1541 konnte dieser Prozess abgeschlossen werden und Halle war fortan über mehrere Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch gründete sich im 17. Jahrhundert auch eine reformierte Gemeinde.

1698 gründete August Hermann Francke in Halle die nach ihm benannten Franckesche Stiftungen, eine bis heute bestehende soziale Einrichtung. Zwölf  Jahre später, 1710, war Francke zusammen mit dem Juristen Carl Hildebrand Freiherr von Canstein (1667–1719) Mitbegründer der Cansteinschen Bibelanstalt, die bis heute ihren Sitz in Halle hat und sich dem Druck und der Verbreitung von Bibeln widmet.

Durch den Westfälischen Frieden fiel Halle 1680 an Brandenburg. Die Stadt gehörte zum Herzogtum Magdeburg und teilte die kirchlichen Geschicke mit dem ganzen Herzogtum, das heißt 1817 wurden in ganz Preußen lutherische und reformierte Gemeinden zu einer einheitlichen Landeskirche (Unierte Kirche) vereinigt. Alle protestantischen Kirchengemeinden Halles gehörten danach zur Evangelischen Kirche in Preußen beziehungsweise deren Provinzialkirche Sachsen, deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen als summus episcopus war.

Als Reaktion auf die vom preußischen Staat zwangsverordnete Union zwischen der lutherischen Kirche und der reformierten Tradition entstand die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirche in Preußen. In Halle wurde daher die Evangelisch-Lutherische St. Maria-Magadalena-Kirchengemeinde gegründet, die heute zum Kirchenbezirk Sachsen-Thüringen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche gehört. Sie feiert ihre lutherischen Messen in der St. Maria-Magdalena-Kapelle auf der Moritzburg.

Nach Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Sachsens Gründungsmitglied der „Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union“ und war von 1947 bis 2008 eine selbständige Landeskirche (Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen) mit einem Bischof an der Spitze. Die protestantischen Kirchengemeinden Halles gehören – sofern es sich nicht um Freikirchen handelt – zum Kirchenkreis Halle-Saalkreis innerhalb der Propstei Halle-Naumburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, deren Sitz sich in Halle befindet.

Neben den Gemeinden und Einrichtungen der Landeskirche gibt es noch eine Vielzahl anderer evangelischer Kirchen, die mehrheitlich zu den Freikirchen gezählt werden. Dazu gehört unter anderem eine Baptistengemeinde (Gottesdienste in der Friedenskirche).

Römisch-katholische Kirche[edit]

Im 19. Jahrhundert stieg die Zahl der Katholiken in Halle wieder an. Sie gehörten ab 1821 zum Bistum beziehungsweise ab 1929 Erzbistum Paderborn. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es für den Erzbischof immer schwerer, seine Amtsgeschäfte im Ostteil seines Erzbistums wahrzunehmen. Daher wurde in Magdeburg 1946 ein Generalvikar eingesetzt, der 1949 zum Weihbischof ernannt wurde und zu dessen Amtsbezirk auch die Pfarrgemeinden in Halle gehörten. Durch die Neuordnung der katholischen Kirche in der DDR wurden die Gebiete 1972 formell abgetrennt und zum Bischöflichen Amt Magdeburg erhoben. Leiter dieses Amtes wurde ein Apostolischer Administrator mit dem Titel Bischof. Am 8. Juli 1994 wurde das bisherige Bischöfliche Amt Magdeburg zum Bistum erhoben und (wieder) der Erzdiözese Paderborn als Suffraganbistum unterstellt. Die Pfarrgemeinden Halles gehören somit heute zum Dekanat Halle innerhalb des Bistums Magdeburg.

Alt-katholische Kirche[edit]

Auch eine kleine alt-katholische Pfarrgemeinde ist in Halle ansässig, die ihre Gottesdienste einmal monatlich im Gemeindehaus der Ev. Marktkirchengemeinde hält.

Judentum[edit]

In Halle gibt es zwei jüdische Gemeinden: Die Jüdische Gemeinde zu Halle gehört dem Landesverband jüdischer Gemeinden in Sachsen-Anhalt an, die Synagogengemeinde zu Halle ist unabhängig.

Russisch-orthodoxe Kirche[edit]

Weiterhin besteht eine kleine russisch-orthodoxe Gemeinde, die ihre Gottesdienste in der Hauskirche zum Heiligen Kreuz (Halle) durchführt.

Altorientalische Kirchen[edit]

Daneben besteht eine Gemeinde der armenisch apostolischen Kirche.

Sonstige[edit]

Auch das Bahaitum, die Neuapostolische Kirche, die Siebenten-Tags-Adventisten und die Zeugen Jehovas sind in Halle vertreten.[35]

Politik[edit]

An der Spitze der Stadt Halle stand der vom Erzbischof unter Oberhoheit des Burggrafen eingesetzte Schultheiß beziehungsweise Salzgraf. 1258 taucht erstmals der Rat auf. Doch wurde er vom Landesherrn, dem Erzbischof von Magdeburg, erst 1310 verfassungsmäßig anerkannt. Danach konnte das Bürgertum auch ein Mitspracherecht in der Stadtverwaltung erlangen. Nach dem Übergang an Preußen setzte der preußische König 1780 einen Oberbürgermeister ein. Ab 1807 war Halle Teil des Königreichs Westfalen und wurde von einem Maire geleitet. Nach dem erneuten Übergang an Preußen 1815 stand wieder ein Bürgermeister an der Spitze der Stadt und 1831 wurde die preußische Städteordnung eingeführt. Danach stand an der Spitze der Stadt der Bürger- beziehungsweise Oberbürgermeister.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den Rat der Stadt mit einem Oberbürgermeister. Der Rat wurde vom Volk „gewählt“. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als Stadtverordnetenversammlung, später als Stadtrat bezeichnete Gremium, wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums ist der Stadtratsvorsitzende. Das Gremium wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1993 wird der Oberbürgermeister direkt von den Bürgern der Stadt gewählt.

Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Oberbürgermeister[edit]

Oberbürgermeister ist seit dem 1. Dezember 2012 Bernd Wiegand (parteilos). Wiegand konnte sich am 15. Juli 2012 in der Stichwahl knapp gegen seinen Konkurrenten Bönisch von der CDU durchsetzen. Um die Nachfolge der bisherigen Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD), die aus Altersgründen nicht mehr antrat, hatten sich neun Kandidaten beworben, wobei den Kandidaten von CDU und SPD, Bernhard Bönisch und Kay Senius sowie dem parteilosen Bernd Wiegand die größten Chancen eingeräumt worden waren.

Bei der vorhergehenden Wahl zum Oberbürgermeister war in der Stichwahl am 26. November 2006 Dagmar Szabados mit 54,47 % der abgegebenen Stimmen zur neuen Oberbürgermeisterin gewählt worden.

Stadtrat[edit]

Der Stadtrat der Stadt Halle setzt sich neben dem Oberbürgermeister seit der letzten Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 nach Zahl der Sitze folgendendermaßen zusammen (zum Vergleich auch die Ergebnisse der Kommunalwahlen von 2004 und 2009):

Jahr CDU Linke SPD FDP Grüne MitBürger NPD FORUM AfD Andere Gesamt
2014 14 14 11 2 6 3 1 1 3 1 56
2009 14 14 11 5 5 4 1 1 1 56
2004 14 14 10 3 3 3 1 1 7 56

Wappen[edit]

Wappen von Halle (Saale)
Blasonierung:

„In Silber ein steigender roter Mond zwischen zwei sechsstrahligen roten Sternen, der überhöhte Stern etwas größer dargestellt.“

Beschreibung:
TurnierBuch, 16. Jahrhundert
Vermutlich stammt das Wappen von dem Propstsiegel des ansässigen Augustiner-Chorherrenstifts.[36] Die älteste bekannte Abbildung des Wappens stammt aus dem Jahr 1327, wo es als Zeichen des Talschöffengerichts auf einem Siegelabdruck abgebildet ist. Für die späteren Jahre finden sich mehrfache Darstellungen des Wappens, von denen insbesondere die über dem Moritztor an der Moritzburg als älteste noch erhaltene sowie die Darstellung Lucas Fürttenagels auf dem Exlibris der Ratsbibliothek zu nennen ist, die das Wappen erstmals in Rot auf weißem Grund zeigt. Wahrscheinlich ist, dass es etwa ab der Mitte des 15. Jahrhunderts als Stadtwappen Verwendung fand. Über die Bedeutung des Wappens gibt es keinerlei Nachweise. Zu vermuten ist allerdings, dass sich die Farben Rot und Silber (Weiß) auf das Erzstift Magdeburg und die Hanse zurückführen lassen. Dagegen ist der Symbolgehalt der Wappenelemente Mond und Sterne wegen ihrer Mehrdeutigkeit umstritten. Eine der ältesten Deutungen gibt an, es handele sich um eine stilisierte Salzpfanne und Salzkristalle. Weitere vermuten Bezüge zu Byzanz oder dem Vorderen Orient oder sehen in einem der Sterne gar eine Sonne und somit das Wappen als Sinnbild für Tag oder Gottesgegenwärtigkeit. Neuere Überlegungen hingegen sehen in den Wappenelementen Gerechtigkeitssymbole. Heute wird zumeist eine Verbindung der Symbole mit der Marienverehrung favorisiert.[37]

Eine in Halle bekannte Sage berichtet, dass die Halloren den Bischof baten, eine Stadt am bewaldeten Ufer der Saale erbauen zu dürfen. Auf ihre ärmlichen Verhältnisse anspielend, fragte der Bischof, ob sie einen guten Käufer für ihre Lumpen gefunden hätten, dass sie davon Städte bauen könnten. Sie aber entgegneten: „Han wir hüte Water und Holt, so han wir morne Silber und Gold.“ Darauf antwortete der Bischof: „So baut mit Wasser und Holz, und es mögen euch Sonne, Mond und Sterne leuchten!“[36]

Flagge von Halle (Saale)

Flagge[edit]

Die Flagge der Stadt besteht aus zwei gleich großen, horizontalen Streifen – oben rot und unten weiß – mit aufgelegtem Stadtwappen. Das hier verwendete Stadtwappen unterscheidet sich vom offiziellen Hoheitszeichen insofern, als statt eines spitzen Wappens ein halbrundes Wappen verwandt wird.

Städtepartnerschaften[edit]

Halle (Saale) unterhält mit folgenden sieben Städten eine Städtepartnerschaft:[38]

Ferner unterhält die Stadt Halle folgende zwei Städtefreundschaften:[38]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[edit]

Oper, Theater, Orchester, Bühnen[edit]

Halle bezeichnet sich selbst als „Kulturhauptstadt“ Sachsen-Anhalts und ist als diese auch überregional bekannt.[39] Eine Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2010 scheiterte bei einem Ausscheid nach der zweiten Runde.[40]

Stadttheater Halle (um 1905)

Unter den Bühnen der Stadt sind vor allem das Opernhaus Halle und die Kulturinsel Halle/neues theater (Sprechtheater) mit mehreren Bühnen, gelegen auf der vom früheren Intendanten Peter Sodann entwickelten Kulturinsel, zu nennen. Auf der Kulturinsel befindet sich auch das Puppentheater der Stadt Halle für Erwachsene und Kinder. Seit 2008 werden die Oper, die Kulturinsel und das Thalia-Theater zu einer Verwaltungseinheit zusammengeführt.[41]
Das Kabarett Die Kiebitzensteiner spielt in der Moritzburg.

Musikalische Institution ist neben der Staatskapelle Halle, einem Orchester mit einer Sollstärke von 152 Musikern (das zweitgrößte in Deutschland), auch der Stadtsingechor zu Halle – der älteste Knabenchor Mitteldeutschlands und einer der ältesten Knabenchöre Deutschlands.

Daneben gehören zur Kulturlandschaft Halles:

Museen und Sammlungen[edit]

Mit den Franckeschen Stiftungen und ihren Museumseinrichtungen, dem Landeskunstmuseum (Staatliche Galerie) in der Moritzburg und dem Händel-Haus, dem Geburtshaus des Komponisten und heutiges Musikmuseum, besitzt die Stadt Halle gleich drei sogenannte kulturelle Leuchttürme unter den 20 bedeutenden Museen und Einrichtungen des nationalen Kulturerbes der neuen Bundesländer, die in das Blaubuch der Bundesregierung aufgenommen wurden. Vorgesehen ist auch die Aufnahme einer weiteren Einrichtung, des Landesmuseums für Vorgeschichte.

Im Jahr 2008 wurde die Moritzburg-Galerie (Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt) nach mehrjähriger Bauzeit eröffnet. Der Umbau des jahrhundertelang leerstehenden Westflügels der Moritzburg gehört zu den spektakulärsten Bauten in der Stadt. Heute befindet sich hier mit der Dauerausstellung zu Lyonel Feininger einer der bedeutendsten expressionistischen Ausstellungsorte Deutschlands.

Unter den Museen mit naturwissenschaftlichem Bezug sind das Geiseltalmuseum mit paläontologischen Funden aus dem Braunkohletagebau, darunter das Urpferd Propalaeotherium und das Julius-Kühn-Museum mit der größten Haustierskelettsammlung der Welt hervorzuheben. Darunter befindet sich auch das Skelett des Stempelhengstes der deutschen Vollblutzucht, Dark Ronald. Berühmt ist die Meckelsche Sammlung, eine Sammlung anatomischer Präparate im Institut für Anatomie und Zellbiologie der Martin-Luther-Universität.

Historischen Bezug haben das Landesmuseum für Vorgeschichte als Ausstellungsort der Himmelsscheibe von Nebra, das archäologische Museum Robertinum, das Stadtmuseum Halle im Christian-Wolff-Haus und in der Oberburg Giebichenstein und die Gedenkstätte für die Opfer politischer Verfolgung mit Ausstellung im Roten Ochsen sowie das Genscher-Haus mit einer Ausstellung u.a. zu Teilung und Einheit Deutschlands.

Das Halloren- und Salinemuseum zeigt Technik und Geschichte der Salzgewinnung in Halle. Daneben besteht das Deutsche Bahn Museum Halle sowie das historische Straßenbahnmuseum der Hallesche Verkehrs AG mit noch fahrtüchtigen alten Straßenbahnen. Dazu kommt das Halloren- und Schokoladenmuseum und das Historische Technikzentrum der Stadtwerke Halle.

Abgerundet wird die Museumslandschaft der Stadt durch das Beatles-Museum, das Musikmuseum im Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus und die älteste und größte Sammlung evangelischer Kirchenmusik in der Marienbibliothek.

Das RECHENWERK Computer- & Technikmuseum Halle befindet sich im Aufbau. In der umfangreichen Ausstellung werden technische Exponate mit der lokalen Industriegeschichte verbunden. Es ist das einzige Computermuseum in Sachsen-Anhalt.

Burgen und andere Befestigungsanlagen[edit]

Burg Giebichenstein

Zu Halles außergewöhnlichen Merkmalen gehören zwei mächtige Burgen, die beide im bebauten Stadtgebiet liegen, was eine in Deutschland selten anzutreffende Situation darstellt. Es handelt sich um die ältere Burg Giebichenstein, nördlich der Innenstadt am Saaleufer gelegen, und die Moritzburg am nordwestlichen Rand der Altstadt. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist hingegen nur noch wenig vorhanden, da diese im Zuge der Ausdehnung der Stadt Ende des 19. Jahrhunderts weitgehend abgetragen wurde. Zu den noch sichtbaren Resten gehört der Leipziger Turm, ein frei stehender Wartturm aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Teile der einstigen Stadtmauer sind außerdem erhalten am südwestlichen Rand der Altstadt in der Nähe der Moritzkirche (Ecke Moritzzwinger/Hallorenring) sowie am Waisenhausring, wo noch ein ca. 80 Meter langer und 7 Meter hoher Abschnitt existiert.

Kirchen und Synagogen[edit]

Hallmarkt mit Marktkirche

Die Kirchen der Altstadt weisen – mit Ausnahme der viertürmigen Marktkirche, die mit dem Roten Turm das bekannte fünftürmige Ensemble des Marktplatzes bildet – eine Besonderheit auf: St. Moritz, St. Ulrich, Dom und die Kapellen der Moritzburg und der Neuen Residenz besitzen keinen oder keinen vollständigen Turm mehr.

Zu den bemerkenswerten Kirchen der Altstadt gehören der Hallesche Dom, eine ehemalige Klosterkirche der Dominikaner und ältestes Kirchenbauwerk in der Altstadt, die viertürmige Marktkirche Unser Lieben Frauen, die Moritzkirche mit historischer Sauer-Orgel und Kunstwerken Conrads von Einbeck sowie die heute säkularisierte Konzerthalle St.-Ulrich-Kirche, eine ehemalige Serviten-Klosterkirche. In St. Ulrich und St. Georgen predigte August Hermann Francke.

In anderen, heute eingemeindeten Stadtteilen stehen ehemalige Dorfkirchen und weitere sakrale Bauwerke, die eine Reihe von Besonderheiten aufweisen. Dazu gehören St. Laurentius mit altem Friedhof, die Dorfkirche Böllberg St. Nikolaus, eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die Teil der Straße der Romanik ist, die neugotische Anstaltskirche der Diakonie, eine der frühesten Kirchen nach dem Wiesbadener Programm, St. Bartholomäus, St. Elisabeth, die Georgenkirche, die für die kirchliche Opposition in der Wendezeit eine wesentliche Rolle spielte, die stadtdominate Pauluskirche im Paulusviertel und die Kirchenruine Granau, seit 1923 Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Der Rathenauplatz mit der Pauluskirche

Auf dem 1864 angelegten jüdischen Friedhof in der Humboldtstraße befindet sich die heute von der jüdischen Gemeinde genutzte hallesche Synagoge. Sie war ursprünglich Feierhalle des Friedhofes und wurde 1948 zur Synagoge umgebaut. Eine 1870 errichtete und 1884/85 wesentlich erweiterte Synagoge befand sich in der Innenstadt. Sie wurde im Nationalsozialismus zerstört. An die ermordeten jüdischen Mitbürger erinnert heute ein 1985 errichtetes Mahnmal, das in seiner Gestaltung an die Fassade der zerstörten Synagoge erinnert.

Historische technische Bauwerke, Denkmale und Mühlen[edit]

Zu den sehenswerten historischen technischen Bauwerken und Denkmalen der Stadt gehören die beiden großen Wassertürme, der Wasserturm Nord an der Paracelsusstraße (B 6) und der Wasserturm Süd am Lutherplatz sowie das historische Straßenbahndepot der Halleschen Verkehrs AG in der Seebener Straße, das als Museum für alte Straßenbahnen und Busse (siehe Straßenbahnmuseum Halle) dient. Halle verfügt mit der Großgarage Süd in der Liebenauer Straße über das älteste noch erhaltene Parkhaus in Deutschland. Darüber hinaus kommt der Sternwarte Halle im Botanischen Garten der Martin-Luther-Universität Bedeutung zu. Die ehemalige Rennstrecke Halle-Saale-Schleife befindet sich zwischen dem westlichen Saaleufer und dem Stadtteil Neustadt.

Die Saale, die streckenweise in mehreren Armen Halle durchfließt, ermöglichte die Nutzung von Wasserkraft in Mühlen. Daher erhielt auch der Mühlgraben, ein natürlicher Seitenarm, seinen Namen. Heute sind noch einige Bauwerke vorhanden, jedoch überwiegend ruiniert. Dazu gehören die Steinmühle, die Kröllwitzer Papiermühle und die Neumühle.

Inseln in der Stadt[edit]

Der Verlauf der Saale im Stadtgebiet sowie die geographische Lage und die geologischen Bedingungen schaffen durch die Bildung von innerstädtischen Flussinseln eine für Großstädte in Deutschland fast einmalige Situation. Der Fluss durchfließt die Stadt zum Teil in vier Armen parallel. Dadurch entstehen sechs größere Inseln, zu denen von Süden nach Norden die Rabeninsel, die Saline-Insel (mit Pulverweiden und Sandanger), die Peißnitzinsel, die Insel mit Ratswerder und Würfelwiese, die Ziegelwieseninsel und die Insel Forstwerder gehören.

Forstwerder, Rabeninsel und die Nordspitze der Peißnitz sind Naturschutzgebiete mit Auenwaldbeständen. Die Saline-Insel, Ziegelwieseninsel, der südliche Teil der Peißnitz und die Würfelwiese sind Freizeit, Erholung und Sport vorbehalten. Der südliche Teil der Insel mit Ratswerder und Würfelwiese sind mit gründerzeitlichen Wohngebäuden bebaut.

Brücken[edit]

Seit Gründung der Stadt haben Brücken eine besondere Bedeutung; heute gibt es 132.[42] Maßgeblich dafür ist die Saale, die die Stadt von Süden nach Norden in zwei Hälften teilt und die oben genannte „Inselwelt“ bildet. Der Fluss benötigt dadurch verhältnismäßig viel Raum, was der Stadt unter den Aspekten Natur, Freizeit, Erholung und Sport einen besonderen Charme verleiht. Die beiden Stadthälften sind für den Straßenverkehr im Wesentlichen an drei Stellen über Brücken miteinander verbunden: die Giebichensteinbrücke im Norden, die Elisabethbrücke mit Magistralenbrücke in der Mitte und der Röpziger Brücke zwischen Halle und Schkopau im Süden. Hinzu kommen zwei Dutzend weitere Brücken, die vor allem Fußgängern und Fahrrädern vorbehalten sind, von denen die Peißnitzbrücke, die Forstwerderbrücke und die Rabeninselbrücke erwähnenswert sind. Im Süden wird Halle von der Weißen Elster begrenzt – auch hier bestehen daher einige Flussbrücken. Zudem durchlaufen die Hauptverkehrsgleise der Bahn die Stadt östlich der Saale ebenfalls in Nord-Süd-Richtung und trennen ein weiteres Mal in gleicher Richtung. Um diese Teilung zu überwinden, existieren weitere Brücken, von denen die Berliner Brücke von besonderer Bedeutung ist. Sie ersetzt eine 1913–1916 erbaute Brücke, die auf über 200 m den halleschen Güterbahnhof überspannte. Der Neubau wurde am 11. Januar 2006 eröffnet. Aufgrund ihres 74 m hohen Stahlpylons ist sie ein weithin sichtbarer Punkt in der Stadt. Der Abriss des historischen Bauwerks fand 2006 statt.

Friedhofsanlagen[edit]

Blick zum Torturm des Halleschen Stadtgottesackers, 2007

Überregional herausragende Bedeutung hat der von Ratsbaumeister Nickel Hoffmann 1557–1594 errichtete Stadtgottesacker. Der Friedhof ist eine – nördlich der Alpen einzigartige – Camposanto-Friedhofsanlage. Seit 1989 wird der teilweise bombenzerstörte und dann verwahrloste Stadtgottesacker Schritt für Schritt durch Steinbildhauer und Restauratoren wieder restauriert und zum Teil wieder als Friedhof benutzt. Hervorzuheben sind daneben der 1869 geweihte jüdische Friedhof und die zugehörige, heute als Synagoge genutzte Trauerhalle, die von den Zerstörungen der sogenannten Reichskristallnacht verschont blieben.

Zu den bemerkenswerten Friedhöfen der Stadt gehören der Gertraudenfriedhof im Norden der Stadt mit seinem repräsentativen Zentralbau von Stadtbaurat Wilhelm Jost und dem auf dem Gelände befindlichen 1929 geweihten jüdischen Teilfriedhof mit einem historischen jüdischen Denkmalfeld (Grabmale des Mittelalters) und der Südfriedhof von 1887 mit seinen Bauten im Stil der Neo-Renaissance. Daneben bestehen die erwähnenswerten Bestattungsplätze Nordfriedhof und Laurentiusfriedhof.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in der Dölauer Heide der Heidefriedhof angelegt. Er diente zur Bestattung von namenlosen Personen, vor allem Selbstmörder und Opfer von Gewaltverbrechen, die in der Heide den Tod fanden. 1929 wurde die Dölauer Heide Eigentum der Stadt Halle und der Friedhof verlor seine Funktion.

Denkmale, Plastiken, Büsten und Monumente[edit]

Das Händeldenkmal auf dem Marktplatz in Halle (Saale), 2009

Die Stadt verfügt über einige bemerkenswerte Denkmale und Skulpturen aus sehr unterschiedlichen Epochen, ein über die Jahrhunderte gewachsenes Gut von Kunst im öffentlichen Raum. An erster Stelle ist hier die plastische Ausstattung der Moritzkirche durch Conrad von Einbeck (Meister Conrad) aus dem 14. Jahrhundert zu nennen. Seiner Zeit voraus, schuf er dort auch ein Selbstbildnis aus Sandstein im nördlichen Nebenchor.

Zu den Besonderheiten gehört die Betsäule von Halle, ein gotischer Bildstock aus vorreformatorischer Zeit (1455) am Universitätsring, sowie der Hallesche Roland, eine Sandsteinfigur aus dem Jahr 1854, deren Geschichte jedoch bis ins Jahr 1245 zurückreicht. Hervorzuheben sind weiterhin das Händel-Denkmal von Hermann Heidel (1859) auf dem Marktplatz und ein Denkmal zu Ehren von August Hermann Francke, zweier der berühmtesten in Halle wirkenden Persönlichkeiten. Gestalterisch hervorzuheben sind die Figuren am Rathaus von Gustav Weidanz, die Mitte der 1970er Jahre von Johannes Baumgärtner nachgeschaffen wurden, da sie durch den Zweiten Weltkrieg zerstört wurden.

Aus der Zeit der DDR haben sich einige Plastiken erhalten, wie das Fahnenmonument am Hansering und eine überlebensgroße Büste Ernst Thälmanns an der Franckestraße. Aber nicht nur solche ideologisch gewünschten Skulpturen entstanden zu DDR-Zeiten, so erinnert an den in Halle gestorbenen Maler Matthias Grünewald eine Bronzeplastik von Gerhard Geyer, der auch in Bronze für Halle-Neustadt den sogenannten Wissenschaftswürfel schuf. Vor der Moritzburg wird eine andere Variante Hallescher Bildhauerkunst gezeigt, die Stahlplastik Maureske von Irmtraud Ohme.

Vor der Ulrichskirche befindet sich ein Brunnen des Hallischen Bildhauers und Burg-Professors Gerhard Lichtenfeld, der auch in Halle-Neustadt einen großen Brunnen geschaffen hat. In jüngerer Zeit sind neben einer großen Brunnen-Gestaltung am Hallmarkt von Bernd Göbel[43] auch drei lebensnahe Figuren seiner Schülerin Maya Graber am Universitätsring dazugekommen. Das 1970 eingeweihte „Monument der siegreichen Arbeiterklasse“, von Anwohnern wegen seiner Form kurz „Die Fäuste“ genannt, prägte 35 Jahre den Eingang zur Stadt und wurde 2005 abgetragen.

Halle hat sich dem Projekt Stolpersteine angeschlossen. Bislang wurden 193 Gedenksteine an 94 Orten der Stadt gesetzt.

Zoo, Parks und Gärten[edit]

Halles Bergzoo zeichnet sich durch seine wohl einmalige Lage auf dem 130 Meter hohen Reilsberg aus, die vielfach schöne Aussichten gewährt. Unter den Gärten und Parks der Stadt ist der als „Herberge der Romantik“ bekanntgewordene Reichardts Garten bemerkenswert. Er wurde von Johann Friedrich Reichardt ab 1794 angelegt. Hier trafen sich seinerzeit Dichter der Romantik wie Novalis, Tieck, Eichendorff, Brentano, Goethe und Jean Paul. Heute ist die einstmalige Pracht noch zu erahnen. Hinzu kommt Lehmanns Garten, ein vom Bankier Lehmann angelegter Park, nahe dessen Stadtvilla.

Der Botanische Garten der Martin-Luther-Universität überzeugt durch seine Artenvielfalt und mit der historischen Sternwarte Halle von 1788. Der Botanische Garten gehört zum Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt. Weiterhin ist der Amtsgarten, als Teil des Netzwerks „Gartenträume“, in unmittelbarer Nähe der heutigen Burg Giebichenstein hervorzuheben. Es wird vermutet, dass auf diesem ca. 5,5  Hektar großen Areal die sogenannte „Alte Burg“, die Vorgängerin der Giebichensteinburg, gestanden habe. Hinzu kommt der Geologische Garten am Institut für Geowissenschaften und Geographie der Martin-Luther-Universität.

Marktplatz und andere Plätze[edit]

Halle verfügt über einige aus verschiedenen Gründen bemerkenswerte Plätze. Da ist zunächst der Marktplatz mit dem mächtigen Roten Turm und dessen mit 76  Glocken zweitgrößten Glockenspiel weltweit, der viertürmigen Marktkirche Unser Lieben Frauen, dem neogotischen Stadthaus, dem Marktschlößchen und dem „Geoskop“ auf dem Marktplatz mit Blick auf die sogenannte Hallesche Marktplatzverwerfung. Durch schwere Beschädigung bei dem Bombenangriff am 31. März 1945 und späteren Abriss statt Wiederaufbau gingen das Alte Rathaus und die Ratswaage am Marktplatz verloren.

Daneben bestehen der Alte Markt mit dem an eine hallische Sage erinnernden Eselsbrunnen, der Hallmarkt, einst Zentrum der städtischen Salzgewinnung, und seine heute gründerzeitliche Bebauung sowie der Domplatz mit dem Ensemble aus Dom, Neuer Residenz und Neuer Kanzlei. Besondere Aufmerksamkeit erhielt der von Gernot Schulz umgestaltete Universitätsplatz, der aufgrund des neugeschaffenen Ensembles von historischem Campus, Juridicum und Audimax mit dem Deutschen Architekturpreis 2003 ausgezeichnet wurde.

Bibliotheken[edit]

Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt

Mit der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, der 1552 gegründeten Marienbibliothek, der ältesten und größten evangelischen Kirchenbibliothek in Deutschland, der historischen Bibliothek der Franckeschen Stiftungen und der ab 1731 aufgebauten Bibliothek der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina verfügt die Stadt über vier große Sammlungen. Aktuelle Medien werden in der Stadtbibliothek angeboten. Die größte öffentliche Bibliothek Sachsen-Anhalts gliedert sich in die Zentralbibliothek am Hallmarkt, Stadtteilbibliotheken im Süden, Westen (Halle-Neustadt) und Norden der Stadt und eine Musikbibliothek. Ein Bücherbus versorgt die Bevölkerung in den Randgebieten.

Halle Neue Residenz Eingang zum Innenhof

Sehenswerte Profanbauten[edit]

Halle besitzt einige sehenswerte Profanbauten aus unterschiedlichen Epochen:

  • Die 1531 erbaute Neue Residenz war die Residenz der Magdeburger Erzbischöfe in Halle. Sie liegt am Domplatz in unmittelbarer Nachbarschaft des Domes.
  • Das Stadthaus, errichtet 1891–1894, am Marktplatz ist einer der repräsentativsten Bauten der Stadt. Es wird als städtisches Versammlungs-, Sitzungs- und Festgebäude genutzt.
  • Die 1698 gegründeten Franckeschen Stiftungen mit dem größten Fachwerkhaus Europas waren einst Zentrum des europäischen Pietismus.
  • Das im Stil wilhelminischer Justizbauten errichtete Landgericht (1903–1905) am Hansering besitzt ein bemerkenswertes Treppenhaus mit doppelter Wendeltreppe.
  • Der Volkspark, errichtet 1906–1907 als ehemaliges Vereinshaus der SPD, ist architektonisch ein gutes Beispiel für die Idee des Gebäudes als „Stadtkrone“ und spielte in der Geschichte der halleschen Arbeiterbewegung eine große Rolle.
  • Im Stadtbad sind die Farben und Formen des Jugendstils noch fast vollständig erhalten. Es wurde 1912 bis 1914 errichtet und galt als eine der größten und modernsten Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge ihrer Zeit.
  • Das heute leerstehende Solbad Wittekind (1923–1925) erinnert an die vielfältige Nutzung der Solequellen in der Stadt.
  • Das Logenhaus Zu den drei Degen, auch bekannt als Tschernyschewskij-Haus, wurde 1822–1824 als Logenpalast im Stil der italienischen Renaissance errichtet. Es ist jetzt Sitz der „Deutschen Akademie der Naturforscher – Leopoldina“ (seit 2008 die Nationale Akademie der Wissenschaften).
  • Das aus der Zeit um 1900 stammende Brunnenhaus des spätestens seit 1310 bekannten Gesundbrunnen.

Sonstige Sehenswürdigkeiten[edit]

Naturschutzgebiete[edit]

Im Stadtgebiet existieren insgesamt neun Naturschutzgebiete (Bischofswiese, Burgholz, Peißnitz Nordspitze, Lunzberge, Brandberge, Rabeninsel und Saale-Elster-Aue, Döllnitzer Auenlandschaft, Forstwerder) mit insgesamt rund 696 ha Fläche, die die stadtbildprägende Natur (Auenlandschaften) schützen.

Regelmäßige Veranstaltungen[edit]

Lichterspektakel an der Peißnitz während des Laternenfestes
Logo der Hallischen Musiktage
  • Januar: Beginn des jährlichen Themenjahrs der Franckeschen Stiftung
  • Februar: Women in Jazz – Internationales Jazzfestival
  • Februar: Happy Birthday Händel (23. Februar)
  • März: Deutsche Knackweltmeisterschaft, Veranstalter: Kulturreederei
  • Vor Ostern: Frühjahrsmarkt (Rummel) bei der Eissporthalle
  • Mai: Internationales Kinderchorfestival „Fröhlich sein und singen“
  • Mai: Hallesche Museumsnacht
  • Mai: Marathon der Behörden des Stadtsportbund Halle e. V.
  • Am Mittwoch nach Pfingsten: Knoblauchsmittwoch
  • Juni: HändelsOpen (vor den Händelfestspielen)
  • Juni: Händel-Festspiele
  • Juni: Simsontreffen der Simson Freunde Halle/Saalkreis e. V.
  • Juni/Juli: Kinderstadt „Halle an Salle“
  • Juni: Lindenblütenfest (alle 2 Jahre im Juni in den Franckeschen Stiftungen)[44]
  • Juli: Lange Nacht der Wissenschaften
  • Juli: Sommer-Ferien-Festival (MZ – Music Zone)
  • Juli: 48 Stunden Basketball Turnier
  • Juli: Hallesche Kulturreederei
  • Juli/August: Kinosommer, veranstaltet vom LUX-Kino[45]
  • August: Nacht der Kirchen (Mitte August)
  • August: Hallesches Laternenfest auf der Peißnitzinsel, mit Bootskorso auf der Saale, Konzerten der Pop- und Rockmusik, Höhenfeuerwerk, Fischerstechen der Halloren
  • September: Salzfest um die Saline
  • September: Mitteldeutscher Marathon von Spergau nach Halle
  • September/Oktober: Akkordeon Akut Festival – Internationales Jazz- und Weltmusikfestival mit Schwerpunkt Akkordeon
  • Oktober: Werkleitz Biennale – Medienkunst-Festival (seit 2004 in Halle)
  • Oktober/November: Filmmusiktage Sachsen-Anhalt – Fachkongress und öffentliches Galakonzert (seit 2008)
  • Oktober/November: Herbstjahrmarkt an der Eissporthalle
  • November: Hallische Musiktage an verschiedenen Spielstätten
  • November/Dezember: Impronale – Internationales Festival für Improvisations-Theater
  • Dezember: Weihnachtsmarkt

Einkaufen[edit]

In Halle gibt es zahlreiche kleinere und größere Einkaufsstraßen sowie einige Einkaufszentren.

  • Leipziger Straße
  • Marktplatz
  • Schmeerstraße
  • Alter Markt
  • Steinweg
  • Große Ulrichstraße (Einkaufsstraße mit mindestens 42 Geschäften)[46]
  • Große Steinstraße
  • Neustadtcentrum (Einkaufszentrum in Halle-Neustadt)
  • Hallescher Einkaufspark HEP
  • Halle Center in Peissen

Kulinarische Spezialitäten[edit]

Für eine Stadt typische Spezialitäten gibt es kaum. Ursprünglich war die Küche der Saale-Stadt wohl durch Fischgerichte geprägt, wovon man heute jedoch kaum noch etwas bemerkt. Als Besonderheiten können Solei, Schlackwurst und hallorisches Salz gelten, die bei Neujahrempfängen dem jeweiligen Landesherrn von den Halloren übergeben werden. Zur traditionellen Hausmannskost gehören in Halle Bauernkäse, Sülze, Bratwurst mit Sauerkraut, Rinderbrust in Meerrettichsoße und die hallesche Fettbemme mit Schmalz und manchmal Pflaumenmus.[47]

Wirtschaft und Infrastruktur[edit]

Verkehrsanbindung[edit]

Schienenverkehr[edit]

Halle Hauptbahnhof, zwölfgleisiger Inselbahnhof

Am Hauptbahnhof werden insgesamt sieben Strecken der Deutschen Bahn verbunden. Damit ist Halle neben Magdeburg der wichtigste Knotenpunkt im Schienenverkehr in Sachsen-Anhalt.

Der Hauptbahnhof ist ein Ende des 19. Jahrhunderts erbauter Inselbahnhof mit zwölf überdachten Gleisen. Er wurde 2002 aufwändig saniert. Dabei tauschte man wiederholt den Bahnhofsvorbau aus. Der Vorplatz wurde dabei leicht vergrößert und bietet durch die Verwendung von Glas statt Metall und hellen Steinen ein freundliches Ansehen. Neben dem Hauptbahnhof bestehen acht weitere Bahnhöfe und Haltepunkte im Stadtgebiet.

Dort halten Intercity-Express-Züge aus und in Richtung Leipzig (– Dresden), Magdeburg (– Hannover), München und Erfurt (– Frankfurt am Main). Außerdem verkehren Intercity auf den Linien (Dresden –) Leipzig – Magdeburg – Hannover – BremenOldenburg (– Norddeich Mole) im Zweistundentakt (bis Hannover in Stundentakt) und einmal pro Tag StralsundBerlin – Erfurt – Frankfurt am Main. Ein City Night Line fährt täglich in Richtung Zürich. Die meisten ICE-Verbindungen laufen an Halle vorbei über Leipzig.

Straßenbahn in Halle

Im Regionalverkehr fahren Regionalbahnen der Deutschen Bahn in Richtung Naumburg (Saale) (– Erfurt – Eisenach), Köthen – Magdeburg, SangerhausenNordhausen, BitterfeldDessau bzw. Wittenberg und Eilenburg. Regional-Express-Züge der Deutschen Bahn fahren in Richtung Flughafen Leipzig/Halle – Leipzig, SangerhausenKassel und AscherslebenHalberstadtVienenburgGoslarHannover. Die Verbindung nach Vienenburg wird zusätzlich vom Harz-Elbe-Express der Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt bedient.

Halle besitzt eine S-Bahn, die 1969 eröffnet wurde. Die Stadt ist heute an das Netz der S-Bahn Mitteldeutschland angeschlossen. Derzeit verkehrt eine S-Bahn-Linie zwischen Halle-Nietleben und Halle-Trotha über den Tunnelbahnhof Halle-Neustadt und Halle-Silberhöhe sowie den Hauptbahnhof und eine weitere Linie nach Leipzig über Schkeuditz. Mit Fertigstellung des City-Tunnels Leipzig wurden die neuen S-Bahnlinien S3 (Halle Hbf – Leipzig) und S5 (Halle – Leipzig – Zwickau) sowie einige Regio-S-Bahnen eingerichtet. Die Verbindungen von Halle-Neustadt nach Merseburg und von Halle-Nietleben nach Halle-Dölau sind mittlerweile ohne Personenverkehr.

Bis voraussichtlich 2015 wird der Bahnhof über die Saale-Elster-Talbrücke an die im Bau befindliche Neubaustrecke nach Erfurt angeschlossen sein.

Halle ist ein bedeutender Knoten im Schienengüterverkehr. Östlich der Gleisanlagen des Hauptbahnhofs befindet sich der Güterbahnhof Halle. Dieser wird bis 2017 als Zugbildungsanlage Halle-Nord umfassend modernisiert.

Mit dem Container-Terminal Halle (Saale) (CTHS) am Saalehafen in Trotha und dessen Anschluss mit der Hafenbahn Halle an die Bahnstrecke Halle–Vienenburg verfügt die Stadt über eine Verkehrsschnittstelle für multimodale Verkehre (Bahn/Straße/Schiff).

Straßenverkehr[edit]

Halles Straßenverkehrsanbindung

Halle wird von einem dreiseitigen Autobahnring umgeben, der Teil der Mitteldeutschen Schleife ist, die ebenfalls Leipzig umschließt. Die Bundesautobahn A 14 und die A 9 stellen dabei den weitaus am stärksten befahrenen Teil des Ringes dar. Dies zeigt sich auch darin, dass die A 9 durchgängig und die A 14 ab der Anschlussstelle Halle/Peißen dreispurig ausgeführt sind. Die A 14 führt von Magdeburg an Halle und Leipzig vorbei Richtung Dresden. Die A 9 verbindet Berlin und München. Die im Zuge des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit gebaute A 38 stellt den südlichen Teil der Mitteldeutschen Schleife dar. Als „Südharzautobahn“ bezeichnet, bildet sie eine Ost-West-Verbindung zwischen Göttingen und Halle-Leipzig. Die Fertigstellung der A 143, im Teilstück durch das Saaletal westlich von Halle, ruht durch eine Sammelklage unter Leitung des Naturschutzbundes (NABU) Halle, die am 17. Januar 2007 vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt wurde.

Durch das hallesche Stadtgebiet führt die Bundesstraße

Drei Bundesstraßen beginnen bzw. enden in Halle:

Die Bundesstraße 242 Von Seesen nach Klostermansfeld führt in ihrem weiteren Verlauf unter dem Namen L 159 gut ausgebaut auch nach Halle.

Ladenstraße unterhalb des Riebeckplatzes

Aufgrund der geringen Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges besitzt Halle noch immer ein kleinteiliges Straßennetz, das den heutigen Anforderungen oft nicht gerecht wird. Im Zuge der Errichtung von Halle-Neustadt entschied man sich daher, neue Schnellstraßen in die gewachsene Altstadt zu schlagen. So baute man eine vierspurige Hochstraße von Halle-Neustadt Richtung Hauptbahnhof. Sie zerteilt dabei die Stadt südlich des historischen Zentrums entlang den Franckeschen Stiftungen und mündet in den Riebeckplatz, einen der größten städtischen Kreisverkehre in Deutschland. Dieser wurde in den Jahren 2005 und 2006 aufwendig saniert, so dass Straßenbahn und Autoverkehr auf zwei Ebenen getrennt voneinander den Platz befahren können. Neben dieser großen Ost-West-Verbindung besteht eine ebenso vierspurig ausgeführte Nord-Süd-Tangente östlich der Innenstadt, die als Hochstraße ebenfalls über den Riebeckplatz führt und im Norden an den Autobahnzubringer Richtung Bitterfeld zur A 14 angebunden ist. Diese beiden Straßen bilden einerseits das Rückgrat der täglichen Verkehrsbewältigung Halles, stellen aber gleichzeitig ein Korsett dar, das die Stadt unvorteilhaft zergliedert.

Weiterhin ist der Bau der Haupterschließungsstraße Gewerbegebiete Halle-Ost („Osttangente“) zur Verbindung von B 6, B 91 und B 100 geplant. Mit dem Bau des zweiten Teils des dritten Bauabschnitts (3b2) von der Grenzstraße bis zur Delitzscher Straße/Hochweg wurde 2009 begonnen.

Die neue Berliner Brücke und Reste der historischen Brücke.

Halle besitzt mehrere Brücken über die Saale, wobei jedoch nur die 1928/1929 erbaute Kröllwitzer Brücke und die Magistrale eine vollständige für den Autoverkehr nutzbare Saalequerung darstellen. Zwar ist es möglich, über die Schiefer- und Elisabethbrücke ans westliche Ufer der Saale zu gelangen, da von dort aus aber keine PKW-taugliche Verbindung Richtung Halle-Neustadt besteht, bleibt die Errichtung einer dritten Saalequerung seit Jahrzehnten ein vieldiskutiertes Thema.

Öffentlicher Personennahverkehr[edit]

Der ÖPNV wird in Halle von der HAVAG (1918 bis 1951 Städtische Straßenbahn Halle, 1951 bis 1990 Verkehrsbetriebe Halle) erbracht. Sie betreibt einschließlich von vier Nachtlinien (zwei Bus- und zwei Straßenbahnlinien) insgesamt 14 Straßenbahn- und 20 Buslinien. In Halle fuhren die ersten kommerziell genutzten elektrischen Straßenbahnen. Zudem besteht mit der S-Bahn Mitteldeutschland ein regional übergreifendes Verkehrssystem.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben große Teile des Straßenbahnnetzes, welches bereits überdurchschnittlich ausgebaut ist, erhalten. Durch die Erschließung des Stadtteils Neustadt und die Verbindung desselben mit dem Hauptbahnhof sowie die Verbindung der Stadtteile Kröllwitz und Heide-Süd wurde das Straßenbahnnetz nach der Wende erweitert.

Eine Besonderheit stellt die Überlandstraßenbahn Halle-Bad Dürrenberg dar. Diese Straßenbahn verbindet Halle (ab Haltepunkt Kröllwitz) über Schkopau, Merseburg und Leuna mit Bad Dürrenberg. Die darauf verkehrende Linie 5 gilt mit über 30 Kilometern als eine der längsten Straßenbahnlinien Europas.

Seit 2001 ist Halle und die städtische HAVAG (Gründungs-)Mitglied im Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV). Der Verbund schafft ein einheitliches Tarifgebiet und abgestimmte Verkehre für eine länderübergreifende mitteldeutsche Region (in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) aus den beiden kreisfreien Städten Halle und Leipzig sowie derzeit fünf Landkreisen.

Flugverkehr[edit]

Der Flughafen Leipzig/Halle fungiert als internationaler Verkehrsflughafen für die gleichnamige Region. Er befindet sich am Schkeuditzer Kreuz südöstlich von Halle auf halber Strecke zwischen den beiden Großstädten und verfügt über eine direkte Autobahnanbindung. Durch den östlichsten Abschnitt der im Bau befindlichen Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle erhielt der Flughafen einen Fernbahnhof, der mit Fertigstellung der Eisenbahnstrecke im Jahr 2015 in das ICE-Netz eingebunden wird. Zusätzlich befinden sich im Südbereich des Flughafens zwei Haltepunkte der S-Bahn sowie ein Güterbahnhof am DHL Hub Leipzig.

Innenansicht des Flughafens Leipzig-Halle

Angeflogen werden im Passagierbereich die großen deutschen Drehkreuzflughäfen, europäische Metropolen, Ferienziele vor allem im Mittelmeerraum und Nordafrika sowie einige Interkontinentalziele.

Nördlich von Halle befindet sich der für verkehrliche und sportliche Zwecke genutzte Flugplatz Halle-Oppin bei Oppin im Saalekreis. Er wurde zwischen 1968 und 1971 erbaut, um den in Halle-Nietleben weggefallenen Flugplatz zu ersetzen. Zu DDR-Zeiten lag die Konzentration vor allem auf der Fallschirmspringerausbildung. Nach der Wende konnte der Flugplatz seine Bedeutung als Sportflugplatz weiter ausbauen. Heute besitzt er eine 1100 m lange Start- und Landebahn und verzeichnet knapp 30.000 Flugbewegungen im Jahr.

Schiffsverkehr[edit]

Das Hafenbecken des Hafens Halle-Trotha im Winter mit geschlossener Eisdecke

Die Saale ist für Sportboote und Ausflugsschiffe flussabwärts bis zur Mündung bei Barby und flussaufwärts bis Bad Kösen schiffbar. Für Sportboote existieren in Halle vier Anlegepunkte zwischen den Flusskilometern 88,5 und 97 zum Teil mit Bootsvermietungen. Ausflugsschiffe verkehren vom Anleger an der Giebichensteinbrücke im Stadtgebiet und bis Wettin. Die Saale wird in Halle durch fünf Wehre mit Schleusen reguliert.

Halle hat zwei Hafenbecken: Der nördliche Hafen Halle-Trotha verfügt über Kaianlagen, Wiegeeinrichtungen und Verladetechnik für multimodale Güterverkehre Bahn/Straße/Schiff sowie mit der Hafenbahn Halle-Trotha über moderne Gleisanschlüsse. Der ältere Sophienhafen ist heute ungenutzt. Seine Anlagen sind weitgehend verfallen. Die Stadt verfolgt derzeit Konzepte zur Nutzung als Sportboothafen. In einem ersten Schritt eröffnete im April 2010 unweit vom Hafenbecken am anderen Ufer der Salineinsel der Stadthafen mit Liegeplätzen für Sportboote. Die Erneuerung des Sophienhafen ist eines von sieben halleschen Projekten der Internationalen Bauausstellung.[48]

Für Frachtschiffe ist die Saale nicht ganzjährig schiffbar; die Flussregulierung im Mündungsbereich in die Elbe wurde noch vor dem Zweiten Weltkrieg begonnen, jedoch bis heute nicht abgeschlossen. Künftig soll ein Schleusenkanal bei Groß Rosenburg (nahe Barby) Abhilfe schaffen.

Medien[edit]

In Halle befindet sich das Mitteldeutsche Multimediazentrum (MMZ), in dem sich Firmen mit dem Schwerpunkt der audiovisuellen Produktion angesiedelt haben. Der Lokalfernsehsender „TV Halle“ sowie das internetbasierte „Bürgerforum HalleForum“ haben einen rein lokalen Fokus.

Radio[edit]

Gebäude des MDR

In Halle werden mehrere Radioprogramme produziert. Der MDR produziert abgesehen von den jeweiligen Regionalprogrammen alle im Sendegebiet ausgestrahlten MDR-Programme im Hörfunkzentrum in Halle. Neben dem Massenprogramm Jump werden hier das Informationsprogramm MDR Info sowie die Spartenprogramme MDR Sputnik, MDR Figaro und MDR Klassik produziert. Zusätzlich zu diesen überregionalen Sendern befindet sich ein Regionalstudio von MDR Sachsen-Anhalt in Halle.

Logo Radio Corax

Neben den öffentlich-rechtlichen Sendern befinden sich mehrere private Radiostationen in Halle. Dies sind die privaten Programme 89.0 RTL und Radio Brocken, die beiden teilweise im Besitz der RTL Gruppe sind. Wobei sich 89.0 RTL auf ein sehr junges Publikum beschränkt, setzt Radio Brocken mehr auf ein regional ausgerichtetes Programm für eine Zielgruppe bis 49 Jahren. Außerdem gibt es in Halle das freie und nicht kommerzielle Lokalradio Radio Corax, das sich vor allem durch seinen alternativen Programminhalt auszeichnet, der von ehrenamtlichen Redakteuren erstellt wird und dadurch eine große Vielfalt an Themen aufweist. Der Radiosender radio SAW betreibt in Halle ein Regionalstudio.

Printmedien[edit]

  • Mitteldeutsches Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG – Hightech-Druckhaus was als wichtigstes Printmedium die Tageszeitung Mitteldeutsche Zeitung hat, die mehrere Lokalausgaben besitzt und die beiden kostenlos verteilten Stadtmagazine aha – alles Halle und Zachow heraus gibt.
  • Regionalausgabe der Bild-Zeitung für Halle
  • Sonntagsnachrichten – ein sonntags erscheinendes Anzeigenblatt mit Nachrichten, das kostenlos verteilt wird
  • Super Sonntag – ein sonntags erscheinendes Anzeigenblatt mit Nachrichten, das kostenlos verteilt wird
  • Regionale Ausgabe des Magazins Frizz
  • Regionale Ausgabe des Magazins Blitz!

Internet[edit]

In Halle gibt es mehrere Internetseiten, die täglich lokale Nachrichtenmeldungen verbreiten: HalleON, hallespektrum, hallelife und der Hallanzeiger.

Ansässige Unternehmen[edit]

Die Halloren Schokoladenfabrik, Deutschlands älteste Schokoladenfabrik
größte Arbeitgeber
des Landes Sachsen-Anhalt mit Sitz in Halle, gemessen an der Beschäftigtenzahl (Stand: 2012)[49]
weitere wichtige Unternehmen

Öffentliche Einrichtungen[edit]

Die Stadt Halle ist ein überregional bedeutsamer Gerichtsstandort. Neben dem Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt und dem Landessozialgericht Sachsen-Anhalt sind hier ein Landgericht, ein Amtsgericht, ein Arbeitsgericht, ein Verwaltungsgericht und ein Sozialgericht ansässig.

Ferner ist die Stadt Sitz folgender Einrichtungen, Institutionen, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts:

Universität Halle mit Löwe und Audimax

Bildung und Forschung[edit]

Hochschulen[edit]

Halles Entwicklung als Bildungsstandort ist eng mit den letzten Jahren des 17. Jahrhunderts verbunden, in denen einerseits die Universität Halle (1694) und andererseits die Franckeschen Stiftungen (1698) gegründet wurden. Die Universität bildete mit Christian Thomasius und Christian Wolff, die beide Rektoren derselben waren, einen Hauptpunkt der deutschen Aufklärung. Schnell traten Spannungen zwischen den konservativ pietistischen Vertretern und den eher aufklärerisch orientierten Zeitgenossen auf. Mit Gelehrten wie Alexander Gottlieb Baumgarten, Johann Christian Reil oder Friedrich Schleiermacher erlangte die Universität besonders im 18. Jahrhundert deutschlandweit hohes Ansehen. So promovierte die erste Frau Deutschlands 1754 an der Universität Halle.

Nach einer kurzzeitigen Schließung durch Napoleon wurde die Universität Halle mit der Universität Wittenberg vereinigt. Seit 1933 trägt sie ihren heutigen Namen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1993 wurde die Pädagogische Hochschule Halle-Köthen und Teile der Technischen Hochschule Merseburg integriert. Nach 1989 wurden viele Gebäude neu errichtet. So konzentriert sich die Universität auf den innerstädtischen Campus um den Universitätsplatz (mit Hauptgebäude, AudiMax, Melanchtonianum und Juridicum) und den Technologiepark weinberg campus. Im WS 2012/2013 waren ca. 20.700 Studenten immatrikuliert.

Der Universität ist die Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt angeschlossen. Sie ist mit 5,3 Millionen Bestandseinheiten die größte wissenschaftliche Allgemeinbibliothek des Landes Sachsen-Anhalt und besitzt mit der Bibliothek der Morgenländischen Gesellschaft, der Ponickauschen Bibliothek oder der Ungarischen Bibliothek wertvolle Sammlungen.

Logo der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle

Die zweite wichtige Hochschule in Halle ist die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. In ihrer heutigen Form existiert sie seit 1915. Sie geht auf eine gewerbliche Zeichen- und Handwerkerschule aus dem Jahre 1879 zurück. Der für Halle sehr wichtige Bürgermeister Rive berief 1915 Paul Thiersch zum neuen Direktor, was heute als Gründungsjahr der Kunstschule Burg Giebichenstein angesehen wird. Thiersch versuchte mit anderen Lehrern, die wie Gerhard Marcks und Marguerite Friedlaender zum Teil vom Bauhaus kamen, die Themen des Deutschen Werkbundes in dieser Schule umzusetzen. Die heutige Struktur der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein wurde damals festgelegt. Die Kunstschule verlor 1933 wichtige Lehrer, sie konnte sich aber durch die Zeit des Nationalsozialismus retten. Das Bestehen war im Zuge des „Formalismusstreits“ in der DDR in den 1950er Jahren gefährdet. Von 1963 bis 1970 gab es nur Ausbildung im Kunsthandwerk und in der Formgestaltung (heute Design). Nach 1970 konnte die Hochschule wieder die Struktur der 1920er Jahre aufnehmen und es werden sowohl Design, Kunst und Kunsthandwerk gelehrt. Heute hat die Hochschule etwa 1000 Studenten. Jedes Jahr öffnet sie im Juli ihre Werkstätten und Ateliers für drei Tage, so dass die Arbeiten von Studenten und Lehrern betrachtet werden können; eine Modenschau führt in diese Tage ein.

Die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik in Halle geht auf die Evangelische Kirchenmusikschule Aschersleben zurück, die 1926 als erste Einrichtung ihrer Art gegründet wurde. 1939 zog sie nach Halle und ist seit 1993 staatlich anerkannt. Träger ist die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland.

Schulwesen[edit]

Die Schullandschaft in Halle ist vielfältig und umfangreich. Neben den über 30 Grundschulen in allen Stadtbezirken bestehen 15 Förderschulen, vier Gesamtschulen, eine Reihe berufsbildender Schulen, neun Sekundarschulen und neun Gymnasien, darunter das Georg-Cantor-Gymnasium, die Latina August Hermann Francke und das Sportgymnasium Halle sowie zwei Schulen des zweiten Bildungsweges und die Volkshochschule Adolf Reichwein.

Studentenverbindungen[edit]

In Halle sind einige der ältesten Studentenverbindungen Deutschlands ansässig. Während der Großteil der Verbindungen nach der politischen Wende nach Halle zurückkehrte, gab es einige wenige Verbindungen, die bereits in den letzten Jahren der DDR in Halle aktiv waren (vgl. Rudelsburger Allianz). Die Studentenverbindungen gehören zur langen universitären Tradition der Saalestadt. Das Farbenlied vieler Hallenser Studentenverbindungen ist In den Kronen alter Linden, dessen Melodie vom Glockenspiel des Roten Turmes immer zur Dreiviertelstunde gespielt wird. Die letzte Strophe lautet: „Hieltest trotzig aus die Stürme, warst der Wissenschaft ein Hort. Laut verkünden’s deine Tore, tragen’s fort von Ort zu Ort: Halle, alte Musenstadt. Vivat, crescat, floreat!“

Außeruniversitäre Wissenschaftseinrichtungen[edit]

Leopoldina[edit]

Leopoldina-Gebäude

Neben den Hochschulen bildet die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ein wichtiges Standbein der halleschen Forschungslandschaft. Als älteste deutsche wissenschaftliche Akademie (gegründet 1652 in Schweinfurt) zog und zieht sie wichtige Forscher an. Während der Zeit der deutschen Teilung war die Leopoldina die einzige Wissenschaftlerorganisation, die ungeteilt weiter bestand. Ihr gehören mehrere Nobelpreisträger an. Mit der Jungen Akademie engagiert sie sich im aktuellen interdisziplinären Diskurs.

Neues Domizil der Leopoldina an der Moritzburg

Institute[edit]

Nach der Wende haben sich mehrere Max-Planck- und Leibniz-Institute in Halle angesiedelt, die teils auf bereits bestehende Strukturen zurückgreifen konnten. 1994 entstand das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO). Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören außerdem das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB).

Die Max-Planck-Gesellschaft betreibt mehrere Institute, darunter die Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung, das Institut für ethnologische Forschung und das Institut für Mikrostrukturphysik. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist mit dem Institut für Werkstoffmechanik (IWM), dem Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik (CSP) und einer Außenstelle des Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) präsent. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit einem Standort des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ präsent.

Das Deutsche Jugendinstitut ist mit einer Außenstelle in Halle vertreten. Die Universität Halle unterhält das Institut für Slavistik, Sprechwissenschaft und Phonetik.

  • Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (ISW),
  • Zentrum für Angewandte Medizinische und Humanbiologische Forschung (ZAMED).
  • International Max Planck Research School for Science and Technology of Nanostructures

Technologiepark weinberg campus[edit]

Einen wichtigen strukturellen Knotenpunkt bildet der Technologiepark Weinberg Campus. Er ist neben Berlin-Adlershof der zweitgrößte Wissenschafts- und Technologiepark in Ostdeutschland. Auf dem Campus befinden sich acht Fachbereiche der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und sechs der außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Das Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) und das BioZentrum bieten in insgesamt sieben Gebäuden hochwertige Labor- und Forschungseinrichtungen. Über 100 Unternehmen und Institute sind zurzeit hier vertreten. Der „weinberg campus' e. V.“ wurde am 5. März 2004 gegründet und bildet ein Netzwerk für Beratung, Entwicklung und Realisierung innovativer marktfähiger Vorhaben.

Gesundheitswesen[edit]

Neben der Landeshauptstadt Magdeburg ist das Oberzentrum Halle Mitglied des Gesunde-Städte-Netzwerks. Die überregional bekannten Maximalversorger der Stadt sind das Universitätsklinikum Halle (Saale) und die Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost.

Die Schwerpunktversorgung wird durch das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara gewährleistet. Ebenfalls befinden sich ein Psychiatriezentrum der Arbeiterwohlfahrt, das Diakoniekrankenhaus und ein Krankenhaus des Diakoniewerks Martha-Maria in Halle.

Neben den Maximalversorgern der Stadt stehen außerdem noch das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, das Krankenhaus des Diakoniewerks Halle und das Krankenhaus des Diakoniewerks Martha-Maria als akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zur Verfügung.

Freizeit- und Sportanlagen[edit]

Sporthalle Brandberge
Nordbad

In Halle existiert eine noch immer reiche Anzahl von Sportstätten für den Leistungs- und Breitensport.

  • Stadien mit unterschiedlichen Nutzungsarten sind das frühere Kurt-Wabbel-Stadion – heute: Erdgas Sportpark – (reines Fußballstadion), das Stadion im Bildungszentrum (traditionelles Mehrzweckstadion), das Stadion der Waggonbauer in Ammendorf, das Leichtathletikstadion Robert Koch und das Stadion am Zoo (Fußball).
  • Sachsen-Anhalts einzige Eissporthalle steht in Halle am Gimritzer Damm. Eine gewisse Tradition hat in der Stadt daher Eishockey (ESC Halle 04).
  • Hallen-, Frei- und Naturbäder: Die Bäderlandschaft in Halle ist vielfältig. Neben dem Freizeitbad Maya Mare existieren die Bäder Saline-Bad mit Schwimmhalle und Freibad, die Schwimmhalle Neustadt mit einer wettkampftauglichen separaten Sprunghalle (10-m-Sprunganlage), das im Jugendstil errichtete Stadtbad (Hallenbad). Das Nordbad (Freibad mit 10-m-Sprunganlage) und die bewirtschafteten Naturbäder Angersdorfer Teiche und Heidesee komplettieren die Bade- und Schwimmmöglichkeiten. Insbesondere dem Schwimmleistungssport vorbehalten ist die 2011 neugebaute wettkampftaugliche Robert-Koch-Schwimmhalle.
  • Für den Pferdesport besteht die Galopprennbahn Halle (Saale) auf den Passendorfer Wiesen
  • Kanu- und Rudersport wird auf den Wettkampfanlagen am Osendorfer See (Kanuregattastrecke), auf dem Kanal zwischen Neustadt und der Saale (Ruderregattastrecke) und auf der Saale (Kanuslalom, Kanuwandern, Wildwasserkanu) betrieben.
  • Halle verfügt über eine moderne, wettkampftaugliche Leichtathletikhalle (Brandbergehalle) mit ebenfalls wettkampftauglichen Außenanlagen. Sie bildet mit weiteren Anlagen (Kampfsportzentrum Ringen, Boxen, Judo) den Sportkomplex Brandberge/Kreuzvorwerk, einen von drei lokal konzentrierten Sportinfrastrukturstandorten in der Stadt.
  • Der zweite von drei lokal konzentrierten Sportinfrastrukturstandorten ist der Sportkomplex Bildungszentrum in Neustadt. Dazu gehören die Sporthalle Bildungszentrum (Handball u. a.), die Schwimmhalle Neustadt (siehe Hallen-, Frei- und Naturbäder), das Mehrzweck-Stadion im Bildungszentrum und einige weitere Anlagen.
  • Der dritte zentrale Sportinfrastrukturstandort wird von der Sportschule Halle, dem Leichtathletikstadion Robert Koch, der Robert-Koch-Schwimmhalle und dem Erdgas-Sportpark gebildet.
  • (Vereins-)Fußballplätze stehen für den Hallescher FC (Am Sandanger), VfL Halle 1896 (Am Zoo) und den BSV Halle-Ammendorf zur Verfügung.
  • Ein moderner Skate-Park wurde 2011 im Zentrum von Halle-Neustadt eröffnet.

Weitere Sportanlagen sind:

Brücke auf die Rabeninsel

Naherholungsgebiete[edit]

Die beliebtesten Naherholungsgebiete, die mit Ausnahme der Dölauer Heide mit der Saale in Verbindung stehen, haben zugleich einige Sehenswürdigkeiten oder andere Freizeiteinrichtungen zu bieten. Dazu gehören die Saaleaue mit Galopprennbahn, die aneinandergrenzenden Inseln bzw. Halbinseln Würfelwiese, Ziegelwiese mit Fontäne und Peißnitzinsel mit Parkeisenbahn Peißnitzexpress Halle (Saale) sowie die Rabeninsel. Entlang des Flusslaufes sind dazu die Klausberge, Riveufer und Trothaer Ufer bis zur Insel Forstwerder zu erwähnen. Zu Spaziergängen laden außerdem der große und kleine Galgenberg sowie Lehmanns und Reichardts Garten ein. Eine größere Fläche bietet das Waldgebiet der Dölauer Heide mit Bischofswiese (darauf Befestigungsanlagen und Hügelgräber aus der Jungsteinzeit). Im Süden der Stadt ist die Saale-Elster-Aue das größte Naherholungsgebiet. In diesen Gebieten und der Stadt selbst bestehen Naturlehrpfade (Dölauer Heide, Geologischer Lehrpfad, Trinkwasserlehrpfad).

Erfindungen, Entdeckungen und Entwicklungen aus Halle[edit]

In Halle gelangen einige bemerkenswerte Erfindungen, Entdeckungen und Entwicklungen.

Persönlichkeiten[edit]

Ehrenbürger[edit]

Hans-Dietrich Genscher

Eine vollständige Liste gibt es unter Liste der Ehrenbürger von Halle (Saale)

Söhne und Töchter der Stadt Halle[edit]

Als bedeutende Söhne der Stadt gelten der Barockkomponist Georg Friedrich Händel und der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, der im 1950 eingemeindeten Stadtteil Reideburg geboren wurde.

Persönlichkeiten, die in Halle gewirkt haben[edit]

In Halle wirkten Persönlichkeiten wie die zentralen deutschen Aufklärer Christian Thomasius und Christian Wolff, ihr Gegner August Hermann Francke (Gründer der Franckeschen Stiftungen). Unter den vielen Künstlern Halles finden sich die Komponisten Johann Friedrich Reichardt (Reichardts Garten, heute Teil des Projekts Gartenträume Sachsen-Anhalt.) und Wilhelm Friedemann Bach und in der bildenden Kunst Lyonel Feininger, Gerhard Marcks, Karl Völker, Albert Ebert und der langjährige Präsident des Berufsverbandes Bildender Künstler in der DDR Willi Sitte. Im Bereich der Literatur wirkten hier Joseph von Eichendorff, Curt Goetz und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Rainer Kirsch und Heinz Czechowski. Im Bereich der Wissenschaft stechen Johann Christian Reil (Erfinder des Begriffs der Psychiat(e)rie) und Georg Cantor hervor. Der durch seine „Philosophie des Als-Ob“ bekannt gewordenene Philosoph Hans Vaihinger lehrte hier an der Universität.

Literatur[edit]

  • Thomas Bienert: Halle an der Saale. Sutton, Erfurt 2002, ISBN 3-89702-459-4.
  • Angela Dolgner (Hrsg.): Historische Plätze der Stadt Halle an der Saale. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2008, ISBN 978-3-89812-495-9.
  • Friedrich August Eckstein: Chronik der Stadt Halle. Eine Fortsetzung der Dreyhauptschen Beschreibung des Saal-Kreises. 6 Bände, Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1842/43.
  • Werner Freitag, Mathias Tullner: Halle 806 bis 1806. Salz, Residenz und Universität/Halle 1806 bis 2008. Industriezentrum, Regierungssitz, Bezirksstadt. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2006, ISBN 978-3-89812-500-0.
  • Werner Freitag, Katrin Minner, Andreas Ranft (Hrsg.): Geschichte der Stadt Halle. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2006, ISBN 978-3-89812-512-3.
  • Werner Freitag, Heiner Lück: Halle und das Salz. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2002, ISBN 3-89812-161-5.
  • Hans Joachim Kessler, Conrad Kessler: Zeitreise durch Halle – Ausflüge in die Vergangenheit. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2006, ISBN 3-8313-1584-1.
  • Michael Pantenius: Halle (Saale). Stadtführer. 2. Auflage. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2007, ISBN 978-3-89812-273-3.
  • Hans-Walter Schmuhl: Halle in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus (= Studien zur Landesgeschichte, Bd. 15), Halle 2007, ISBN 978-3-89812-443-0.
  • Armin Stein: Die Stadt Halle an der Saale (Nachdruck d. Ausgabe v. 1924). Wort & Werk, Halle 1996, ISBN 3-89557-056-7.
  • Holger Zaunstöck: Halle zwischen 806 und 2006. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2001, ISBN 3-89812-105-4.
  • Ines Zimmermann: Gesichter meiner Stadt. Fotographien aus Halle 1986–1998. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2008, ISBN 978-3-89812-577-2.
  • Frank Betker: Einsicht in die Notwendigkeit!. Kommunale Stadtplanung in der DDR und nach der Wende (1945–1994), Beiträge zur Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung Bd. 3, Steiner-Verlag Stuttgart 2005, ISBN 3-515-08734-6. (Fallstudienstädte Halle und Rostock)
  • Silvia Zöller (Red.): Unser Stadtjubiläum – 1200  Jahre Halle an der Saale. Buch und DVD, Halle 2007, ISBN 978-3-89812-458-4.
  • Michael Schwibbe et al: Zeit-Reise: 1200  Jahre Leben in Halle. Sonntagsnachrichten 2006, ISBN 978-3-00-019130-5.
  • Friedrich, Früauf: Halle und sein Umland, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 2002, ISBN 3-89812-167-4.

Architektur[edit]

  • Holger Brülls, Thomas Dietzsch: Architekturführer Halle an der Saale. Reimer Verlag 2000 Berlin, ISBN 3-496-01202-1.
  • Ronald Kunze (Hrsg.): Neue Bauten in Halle (Saale). Ausstellungskatalog Kunsthalle Villa Kobe, 2002.
  • Marc Mielzarjewicz: Lost Places. Schönheit des Verfalls. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2008, ISBN 978-3-89812-575-8. (Bildband)

Kunstgeschichte[edit]

Siehe auch[edit]

 Wiktionary: Hallenser – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Halloren – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Gradierwerk – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Saline – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Weblinks[edit]

 Wikinews: Halle – in den Nachrichten
 Wiktionary: Halle – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Halle (Saale) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Halle (Saale) – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Halle (Saale) – Reiseführer

Einzelnachweise[edit]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2012 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Erik Neumann (Stadtmuseum Halle): Hall in Sachsen. Lag Halle jemals in Sachsen? www.HalleSaale.info, 1991, abgerufen am 30. Dezember 2012.
  3. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Statistischer Bericht. Bevölkerung der Gemeinden. 31. Dezember 2011, abgerufen am 30. Dezember 2012 (PDF; 172 kB).
  4. metropolregion mitteldeutschland. Abgerufen am 6. Dezember 2012.
  5. Dankwart Guratzsch: Die Last des kulturellen Erbes. In: Die Welt. 17. August 2006, abgerufen am 6. Dezember 2012.
  6. Johannes Dörries: Gerangel um Welterbe-Termine. In: Mitteldeutsche Zeitung. 27. Januar 2012, abgerufen am 25. Februar 2014.
  7. Deutscher Wetterdienst: Normalperiode 1961–1990. Abgerufen am 30. Dezember 2012.
  8. Vgl. den Abschnitt zur Etymologie des französischen Verbes hâler im Online-Wörterbuch des Centre National de Ressources Textuelles et Lexicales
  9. Jürgen Udolph: Ortsnamen als Geschichtsquelle. Eurasisches Magazin, Ausgabe 03-04, 2004
    Steffen Drenkelfuss: Halle – die schräge Stadt. In: Mitteldeutsche Zeitung (Halle/Saalkreis), 2. Dezember 2006, S. 3
  10. Lateinische Stadtnamen (Lexicum nominum geographicorum latinorum)
  11.  Karl Friedrich Schinkel, Gottfried Riemann (Hrsg.): Reisen nach Italien. Zweite Reise 1824. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1994, ISBN 3-351-02269-7.
  12. www.sachsen-anhalt.de: Gedenkstätte
  13. Friedrich-Ebert-Stiftung: Sozialdemokratischen Parteitage (Link zum Sitzungsprotokoll)
  14. halle.de
  15. Siehe Schmuhl, Hans-Walter, Halle in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, Halle (Saale) 2007, S. 33 ff.
  16. Schmiechen-Ackermann, Detlef, Kaltenborn, Steffi (Hrsg.), Stadtgeschichte in der NS-Zeit. Fallstudien aus Sachsen-Anhalt und vergleichende Perspektiven, Münster 2005, S. 17 (Fußnote 35).
  17. Siehe Schumann, Dirk, Politische Gewalt in der Weimarer Republik 1918–1933. Kampf um die Straße und Furcht vor dem Bürgerkrieg, Essen 2001, S. 92 (Fußnote 185).
  18. Siehe Schmuhl, Halle, S. 50 sowie Könnemann, Erwin, Krusch, Hans-Joachim, Aktionseinheit contra Kapp-Putsch, Berlin 1972, S. 407.
  19. Siehe Freitag, Werner, Minner, Katrin (Hrsg.), Geschichte der Stadt Halle. Band 2. Halle im 19. und 20. Jahrhundert, Halle (Saale) 2006, S. 252f.
  20.  Udo Grashoff: Das vergessene Lager. Eine Dokumentation zum Außenkommando des KZ Buchenwald in Halle/Saale 1944/45. Hasenverlag, Halle (Saale) 2010, ISBN 978-3-939468-33-2.
  21.  Matthias J. Maurer: Our Way to Halle. Der Marsch der „Timberwölfe“ nach Halle. Fliegenkopf-Verlag, Halle (Saale) 2001, ISBN 3-930195-44-5, S. 14.
  22. Andreas Rühl, Kuratorium Altes Rathaus Halle (Saale) (Hrsg.): Schicksalsjahre – die Zerstörung des Alten Rathauses 1945 bis 1950. In: Das Alte Rathaus in Halle (Saale). Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2008. S. 169.
  23. Renate Kroll: Halle (Saale). In: Schicksale deutscher Baudenkmale im Zweiten Weltkrieg. Hrsg. Götz Eckardt. Henschel-Verlag, Berlin 1978. Band 2, S. 325–328
  24. Zu den Konflikten um die Stadterneuerung in Halle in den 1980er Jahren siehe Frank Betker: Einsicht in die Notwendigkeit!. Kommunale Stadtplanung in der DDR und nach der Wende (1945–1994), Stuttgart 2005, S. 311–340; ein kurzer Abriss zur Stadtgeschichte von Halle und Rostock findet sich auf S. 68–80, zur Organisation und zu den Institutionen der Stadtplanung in der DDR am Beispiel Halle und Rostock siehe Teil III (S. 153–216); zu den Erfahrungen der Stadtplaner und Stadtplanerinnen in der Wendezeit siehe auch S. 218–264.
  25. Pegelstand Halle-Trotha
  26. hallespektrum: Krisenstab empfiehlt dringend das Verlassen von Gefährdungsgebieten am 5. Juni 2013
  27. hallespektrum: Hochwasser: Großflächige Stromabschlatungen am 5. Juni 2013
  28. a b Matthias Puhle: Hanse – 16 Städtebilder aus Sachsen-Anhalt. Janos Stekovics, Dössel, 2008; ISBN 978-3-89923-177-9 . S. 40 ff.
  29. Halle auf den Seiten des Städtebundes Die Hanse
    Nachrichten vom Saaleverein
  30. Horst Becker, Gunter Bergmann: Sächsische Mundartenkunde. Entstehung, Geschichte und Lautstand der Mundarten des obersächsischen Gebietes. 1969
  31. Helmut Schönfeld: Sprache – Heimatgeschichte : Mundart, Gruppensprachen, Umgangssprache, Namengut als Gegenstand von Forschung und Pflege. Berlin 1983
  32. Gunter Bergmann: Kleines sächsisches Wörterbuch. Leipzig 1990
  33. Projekt „Medien- und Gestaltungswerkstatt“ der Jugendwerkstatt „Frohe Zukunft“
  34. Bevölkerung nach Religionszugehörigkeit am 31. Dezember 2013
  35. Religionen und Gemeinden auf Halle.de
  36. a b Heinz Göschel (Hrsg.): Lexikon der Städte und Wappen der DDR. Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1979, S. 186
  37. Werner Freitag, Mathias Tullner: Halle 806 bis 1806. Salz, Residenz und Universität/Halle 1806 bis 2008. Industriezentrum, Regierungssitz, Bezirksstadt. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2006, ISBN 978-3-89812-500-0, S. 160 ff.
  38. a b Städtepartnerschaften und -freundschaften. Halle.de. Abgerufen am 29. Oktober 2013.
  39. Städteführer Deutschland
  40. Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2010
  41. www.Buehnen-Halle.de
  42. Über sieben Brücken. In: Mitteldeutsche Zeitung, 22. März 2012
  43. Bernd Göbel, Hans-Georg Sehrt: Der Göbel-Brunnen. Ursprung, Zeitlauf, Turbulenzen. Mit Vorwort vom damaligen Oberbürgermeister Klaus Rauen. Halle (Saale) 1998, 40 Seiten, 29 cm x 21 cm, ohne ISBN, im Bestand der DNB
  44. Lied zum Lindenblütenfest in den Franckeschen Stiftungen zu Halle (Saale) von Frank Motzki
  45. Kinosommer auf der Rennbahn fällt aus
  46. Liste der Geschäfte der Großen Ulrichstraße
  47.  Janka Löwe, Betina Meißner, Ulrike Troitzsch: Halle an der Saale (= DuMont extra). 1. Auflage. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2001, ISBN 3-7701-5965-9.
  48. no1com.de
  49. Wirtschaft Sachsen-Anhalt, Die 100 größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt (PDF; 368 kB)