Eli Roth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Roth bei der Premiere von Inglourious Basterds (2009)

Eli Raphael Roth (* 18. April 1972 in Boston, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler. Seine bekanntesten Werke sind der Low-Budget-Horrorfilm Cabin Fever, zu dem er das Drehbuch schrieb, Regie führte, als Produzent tätig war und eine kleine Rolle selbst übernahm, sowie die Filme Hostel und Hostel 2, bei denen er das Drehbuch schrieb und Regie führte.

Roth engagiert sich bei der Tierrechtsorganisation PETA gegen Tierquälerei.[1]

Leben[Bearbeiten]

Eli Roth wurde in Newton, Massachusetts, geboren und wuchs in einer jüdischen Familie auf. Seine Großeltern waren aus Polen, Russland und Österreich emigriert. Er hat zwei Brüder, Adam und Gabe. Sein Bruder Adam spielte eine Nebenrolle in seinem ersten Film Cabin Fever. Der Film Alien von Ridley Scott motivierte Roth, selbst Filme zu drehen. So drehte er mit seinen Brüdern zahlreiche Kurzfilme. Nach seiner Schullaufbahn studierte er an der New York University Film und bekam in Hollywood kleinere Aufträge. Anfang der 1990er-Jahre drehte er den Kurzfilm Restaurant Dogs, eine Hommage an Quentin Tarantinos Film Reservoir Dogs von 1992. Für den Film erhielt er 1995 eine Nominierung für den Student Academy Award. Mitte der Neunziger schrieb er zusammen mit seinem Freund Randy Pearlstein, ebenfalls einem Filmstudenten, das Drehbuch zu Cabin Fever, seinem Spielfilm-Debüt. Mit dem Horrorfilm Hostel von 2005 gelang ihm ein kommerzieller Erfolg, der trotz R-Rating den ersten Platz der US-Kinocharts belegen konnte. Außerdem wurde der kontroverse Film von den Kritikern überraschend positiv aufgenommen, was bei dem Genre der Torture Porns (so der Begriff für Horrorfilme mit Folter-Thematik) eher ungewöhnlich ist. Hostel 2 von 2007 wurde hingegen negativ bewertet. In Deutschland ist die ungeschnittene Fassung des umstrittenen Films indiziert und bundesweit beschlagnahmt.

In seiner frühen Laufbahn als Filmemacher arbeitete er auch mit David Lynch zusammen. Er ist ein Freund von Quentin Tarantino und spielte in seinen Filmen Death Proof und Inglourious Basterds mit. In letzterem übernahm er die Rolle des gefürchteten „Bärenjuden“, der Nazis massakriert. Tarantino produzierte seine Hostel-Filme. Für Inglourious Basterds inszenierte Roth den Kurzfilm Stolz der Nation mit Daniel Brühl als Frederick Zoller. Er drehte auch den Trailer zum fiktiven Film Thanksgiving, welcher im Double-Feature Grindhouse zu sehen ist.

Eli Roth lässt oft andere bekannte Regisseure in seinen Filmen auftreten, deren Filme er persönlich mag. So hat der japanische Regisseur Takashi Miike (Audition, Ichi the Killer) in Hostel einen Gastauftritt. Auch der italienische Filmemacher Ruggero Deodato, Regisseur des Skandalfilms Cannibal Holocaust, hat eine Gastrolle in Hostel 2. In dem Kurzfilm Stolz der Nation ist Bo Svenson zu sehen, der die Hauptrolle in Ein Haufen verwegener Hunde spielte, der „Inspirationsquelle“ von Tarantinos Film. Am 27. Oktober 2012 eröffnet er in Las Vegas seine Geisterbahn (Haunted House) Eli Roth’s Goretorium.[2][3] Er bezeichnet The Man with the Iron Fists als Star Wars der Kung-Fu Filme oder Hip Hop Kung-Fu Avengers.[4][5]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Wenn nicht anders verzeichnet, als Darsteller:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eli Roth – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eli Roth kämpft gegen Gewalt an Tieren
  2. Eli Roth’s ‘Goretorium’ Bringing Horror To Las Vegas, Zugriff am 1. Mai 2012
  3. Eli Roth to open haunted house, Goretorium, in Las Vegas, Zugriff am 1. Mai 2012
  4. Eli Roth: ‘The Man With the Iron Fists’ Is the ‘Star Wars’ of Kung-Fu Movies
  5. Eli Roth & Nicolas Lopez Talk AFTERSHOCK, CLOWN, THE GREEN INFERNO & MAN WITH THE IRON FISTS; Roth Calls FISTS a ‘Hip Hop Kung-Fu AVENGERS’
  6. Entdecke!, abgerufen am 27. November 2012