Akwaeke Emezi

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Akwaeke Emezi (2018)

Akwaeke Emezi (* 6. Juni 1987 in Umuahia, Nigeria) ist eine nichtbinäre Person nigerianischer Nationalität mit igbo-tamilischer Abstammung und wurde 2018 bekannt mit dem Debütroman Freshwater (deutscher Titel: Süßwasser), der mit dem Otherwise Award für das Jahr 2019 ausgezeichnet wurde.

Akwaeke Emezi wuchs in Aba im nigerianischen Bundesstaat Abia auf, zog im Alter von 16 Jahren in die Vereinigten Staaten und studierte in New York International Public Policy und Nonprofit Management sowie von 2014 bis 2016 Creative Writing an der Syracuse University.[1][2] Der Debütroman Freshwater, der autobiographische Elemente enthält und in der Kosmologie der Igbo verwurzelt ist,[3] erschien 2018 und erhielt besonders in den USA positive Kritiken.[4] Der Roman wurde unter anderem von dem nicht-kommerziellen Radiosender NPR[5] sowie dem Magazin The New Yorker[6] als eins der besten Bücher des Jahres ausgezeichnet und für den „Women’s Prize for Fiction“ nominiert – das erste Mal, dass eine nichtbinäre Person nominiert war. Das Buch wurde später mit dem Otherwise Award für das Jahr 2019 ausgezeichnet.[7] Das Buch erschien in deutscher Übersetzung unter dem Titel Süßwasser im Eichborn-Verlag. Auch die deutsche Ausgabe wurde von Kritikern als „wilder und berührender Roman über die menschliche Fantasie“ gelobt.[8]

2019 erschien Emezis Jugendroman Pet, 2020 der Roman The Death of Vivek Oji, beide auf Englisch.[9] Der Fernsehsender FX arbeitet an der Serienumsetzung von Freshwater.[10] Emezi lebt seit 2019 in New Orleans.[11]

Persönliches

Ende 2017 ließ sich Emezi operativ die Gebärmutter entfernen (Hysterektomie) und erklärte die eigene Geschlechtsidentität als nichtbinär und mehrzahlig,[12] wörtlich: „nonbinary trans and plural person“.[13]

Veröffentlichungen

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Einzelnachweise

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  1. Akwaeke Emezi: CV. In: Eigene Website. 2020, abgerufen am 2. März 2020 (englisch).
  2. Tre'vell Anderson: Author Akwaeke Emezi Is Writing New Possibilities Into Being. In: Time Magazine. 27. Mai 2021, abgerufen am 18. Juni 2021 (englisch).
  3. Akwaeke Emezi, interviewt von Andrea Gerk: Akwaeke Emezi: „Süßwasser“ – Zu Hause im Dazwischen. In: Deutschlandfunk Kultur. 7. September 2018, abgerufen am 2. März 2020.
  4. Marie-Sophie Adeoso: „Süßwasser“: Wir sind eins und wir sind viele. In: Frankfurter Rundschau. 8. November 2018, abgerufen am 2. März 2020.
  5. Buchempfehlungen: NPR’s Book Concierge: Our Guide To 2018’s Great Reads. In: NPR. 2018, abgerufen am 2. März 2020 (englisch).
  6. Katy Waldman: The Best Books of 2018. In: The New Yorker. 4. Dezember 2018, abgerufen am 2. März 2020 (englisch).
  7. Alexis Lothian: Akwaeke Emezi wins 2019 Otherwise Award! In: Otherwiseaward.org. 11. April 2020, abgerufen am 30. August 2020 (englisch).
  8. Giacomo Maihofer: „Süßwasser“ von Akwaeke Emezi: Die Geister, die sie riefen. In: Der Tagesspiegel. 29. Januar 2019, abgerufen am 2. März 2020.
  9. Akwaeke Emezi: Biography. In: Eigene Website. 2020, abgerufen am 2. März 2020 (englisch).
  10. Joe Otterson: FX to Develop Series Adaptation of Akwaeke Emezi’s “Freshwater” With Tamara P. Carter (Exclusive). In: Variety. 22. Mai 2019, abgerufen am 2. März 2020 (englisch).
  11. Wase Aguele: Descendant of a Deity: an interview with writer Akwaeke Emezi. In: Roundtable. 11. März 2020, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. April 2020 (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.roundtablejournal.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  12. Akwaeke Emezi: Transition: My surgeries were a bridge across realities, a spirit customizing its vessel to reflect its nature. In: TheCut.com. 19. Januar 2018, abgerufen am 3. September 2021 (englisch).
  13. Rezensionsnotiz: Akwaeke Emezi: Süßwasser. Roman. In: Perlentaucher.de. 2018, abgerufen am 3. September 2021 (aus Frankfurter Rundschau).